Damals, im Sommer von Jie Wei

Ein Bilderbuch aus China!

Damals, im SommerIm Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort eine Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin, wie sie im Anhang ihres Bilderbuches „Damals, im Sommer“ schreibt, unterschiedliche Gefühle erzeugt, denn einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwarten sollte. Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz-weiß Illustrationen hinzugefügt, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie heißt, Abschied zu nehmen. Als Onkel Liu adieu sagen will, haben sich die Kinder im Garten versteckt und anhand der Illustration wird ihre helle Freude daran gezeigt, wie er gegen einen Wachskürbis läuft.

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Schwestern wie Ebbe und Flut von Thesche Wulff

Schwestern wie Ebbe und FlutDie in Hamburg wohnende Mira lässt sich mit der Fähre zur Taufe ihrer Nichte nach Amrum übersetzen. Mit gemischten Gefühlen betritt sie neben dem Apartmenthaus ihrer Schwester Anke das ehemalige Kapitänshaus, das sie nach dem Tod ihres Patenonkels Ocko von ihm geerbt hat und erinnert sich an ihre früheren Besuche und seine Geschichten. Zurück in Hamburg, erhält Mira vier Monate später von Anke einen Anruf: Ein Orkan hätte das Dach des Kapitänshauses abgedeckt und den Schuppen zerstört. Die vom Wind hinterlassene Unordnung wäre ihren Gästen nicht zuzumuten. Sollte Mira nicht sofort nach Amrum kommen, würde das alte Haus abgerissen.

Mira bleibt nichts anderes übrig als sich freizunehmen und das Treibgut aus dem Schuppen einzusammeln, so, wie sie es als Kind mit Ocko auch immer gemacht hat. Dabei fällt ihr ein Weidenkorb in die Hände, der sie an die Geschichte ihres Onkels erinnert, in der er einst diesen Korb mit einem Baby darin liegend aus dem Wasser gerettet haben will.

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Ich bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Roman nach einem wahren Schicksal!

Ich bin ja heut so glücklichCharlotte Roth zeichnet in ihrem Roman „Ich bin ja heut so glücklich“ das kurze Leben der Sängerin und Schauspielerin Renate Müller nach: Ende des Jahres 1918 feiert ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn Lohse im oberbayerischen Emmering den ersten Jahreswechsel in Friedenszeiten. Renate Müller ist zu dem Zeitpunkt zwölf, der Nachbarsjunge Werner, überzeugt davon, eines Tages ihr Ehemann zu werden, fünfzehn Jahre alt. Fünf Jahre später verschweigt Renate ihrem Vater, dass sie beim Latinum in der ihr verhassten Schule durchgefallen ist. Da er jedoch von einer bestandenen Prüfung ausgeht, darf sie zur Belohnung Gesangsunterricht am Danziger Stadttheater nehmen. In dieser Stadt trifft sie zufällig auch Werner wieder, der ihr völlig mittellos gegenübersteht. Mit ihrem ersparten Geld greift sie dem Freund aus Kindheitstagen unter die Arme, damit sich dieser eine Existenz als Antiquitätenhändler aufbauen kann.

In Berlin sieht Renate im Jahr 1926 endlich ihre Chance gekommen, ihren Traum bei der Filmunternehmung UFA zu verwirklichen. Zwei Jahre später ist sie mit ersten Rollen am Theater zu sehen und zu Silvester 1930 nimmt sie bereits Gratulationen zu ihrem Erfolg entgegen.

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Eurocan 2033 von Christian Gruenler

Eurocan 2033In dem Roman „Eurocan 2033“ ist Wladimir Putin im Jahr 2032 immer noch der Präsident von Russland. Soeben setzt man ihn darüber in Kenntnis, dass in Portugal Bakterien entdeckt wurden, die Wasser in Sauer- und Wasserstoff aufspalten können. Von seinem Sicherheitsberater Yuri Sorokin weiß Putin, dass die Technologie namens Hydro-Bakt-Projekt eine Bedrohung für Russland darstellt, die den Erdölpreis unweigerlich drücken wird. Wie es heißt, werden sogar noch weitere Versuchsfelder im nördlichen Atlantik angelegt, die zur Senkung weiterer Produktionskosten führen werden, was Putin keinesfalls hinnehmen will.

Während eines Besuches bei ihrem Vater überreicht dieser Staatsministerin Sophie Hartmann das von ihm verfasste Dokument „Eurocan“, in dem es um die Fusion mehrerer Staaten zu einer Regierung geht.

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Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Die Geschichte einer heimlichen Heldin!

Wie ein Stern in mondloser NachtHenni Bartholdy lebt im Jahr 1947 allein mit ihrer Mutter Wilma und dem kränkelnden Bruder Paulchen in Berlin, nachdem der Vater in Russland gefallen ist. Eines Tages soll sie für ihre entkräftete Mutter das Putzen im Hause der Rothenburgs übernehmen. Während Henni die Treppe mit Schmierseife behandelt, stürzt der erwachsene Sohn und fällt mit dem Kopf auf den Putzeimer, wobei er sich eine blutende Wunde an der Stirn zuzieht. Ihre forschen an ihn gerichteten Worte machen den jungen Mann neugierig. Er möchte mehr über sie, über die Nöten und Sorgen armer Leute in Erfahrung bringen. Seinerseits vertraut er ihr an, dass er es bei seiner verlogenen Familie nicht mehr aushält und nach Cambridge ausziehen wird, um dort ein Medizinstudium aufzunehmen. Anders als sein Vater, der bei zahlungskräftigen Nutten und Filmstars Abtreibungen vornimmt, will er später auch ohne Bezahlung helfen. Um Henni das Abitur zu ermöglichen, übernimmt er ihre Putzarbeiten und entlohnt sie dennoch großzügig.

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Gestatten Gaston! von Kelly DiPucchio

Gestatten Gaston!Das Bilderbuch „Gestatten, Gaston!“ handelt von zwei Hundefamilien. Madame Pudel achtet bei ihren vier Welpen Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston auf eine gute Erziehung. So sollte weder geschlabbert noch gebellt oder gekläfft werden. Gaston, der als einziger viel größer wurde als seine Geschwister, fällt das allerdings schwer und er muss deshalb für die gesteckten Ziele härter und länger üben.

Im Frühling nimmt Madame Pudel ihre Welpen zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang in den Park, wo sie Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston stolz präsentiert. Dort begegnen sie Rocky, Ricky, Bruno und Antoinette von Frau Bulldogge und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Offensichtlich wurden der zu groß geratene Gaston und die zierliche Antoinette bei den Geburten vertauscht!

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Nur 300 km von Rüdiger Bertram

Nur 300 kmNach einem Autounfall ist der nunmehr dreizehnjährige Carl inkomplett querschnittgelähmt. Sein Vater, der an dem Unfall keine Schuld trägt, hat die Familie verlassen, da er den Anblick seines Sohnes im Rollstuhl nicht ertragen konnte. Für die Ferien hat seine Mutter ein Ferienhaus an der Ostsee gebucht, obwohl Carl viel lieber in ein Rollstuhl-Skate-Camp nach Bayern gefahren wäre. Bei der Ankunft entpuppt sich das angeblich behindertengerecht ausgebaute Haus als eine Bruchbude mit geschmackloser Einrichtung. Um die vier Stufen zur Veranda mit einem Treppenlift zu überwinden, benötigt dieser eine Ewigkeit. Da das im oberen Stockwerk gelegene Schlafzimmer für Carl unerreichbar ist, muss er nachts mit dem Sofa im Wohnzimmer Vorlieb nehmen. Anstelle der fünf Gehminuten zum Strand kommt Carl erst nach einer halben Stunde dort an und muss dort zu allem Überfluss in einen hässlichen Strandrollstuhl wechseln. Nur seiner Mutter zur Liebe erträgt er das alles, da er weiß, wie wichtig ihr der Urlaub ist.

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Magie der Blumen von Emmanuelle Kecir-Lepetit

Das Sachbuch „Magie der Blumen“ stellt, nach den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gegliedert, siebenunddreißig Blumen vor. Zunächst gibt Emmanuelle Kecir-Lepetit in der deutschen Übersetzung von Marie Gamillscheg eine Einführung in das Thema und informiert darüber, wie die Blüte einer ein- oder mehrjährigen Pflanze bestäubt und befruchtet wird. Auf jeder Doppelseite finden sich ausführliche Informationen zu einer Blüte mit Angabe der zugehörigen Familie, wann die Blütezeit ist und wie groß die Pflanze wird. Neben diesen Erläuterungen hat Léa Maupetit jeweils auf einer ganzen Seite die Blüte farbig illustriert.

Schon bei der Vorstellung der ersten Blüte, einer Tulpe, gibt es eine Überraschung, wenn es an dieser Stelle heißt, dass eine Tulpenzwiebel im 16. Jahrhundert mehr als ein Haus gekostet hat! Heutzutage ist das schwer vorstellbar, aber man muss sich vergegenwärtigen, dass die Tulpe zu der Zeit eine Seltenheit war und erstmals nach Holland importiert wurde. Ebenso schwer kann man sich eine Blüte vorstellen, die es bereits zu Lebzeiten der Dinosaurier gegeben haben soll. Die Autorin weiß auch von einem in den Blütenblättern einer Pflanze enthaltenen Stoff, der als Schlafmittel für Kinder diente, indem es in ihren Schnuller gemischt wurde.

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Montags ist immer Safari von Johanna Prinz

Montags ist immer Safari„Montags ist immer Safari“ in der afrikanischen Savanne, dessen zentraler Punkt ein Wasserloch mit glitzernden Wellen neben einer Akazie ist. Das Erdferkel Pippa, der afrikanische Madenhacker Horst, Manolo der Löwe und die Erdmännchenbrüder Einz, Zwai und Dreizahn leben glücklich in der Savanne und beobachten jeden Montag die Menschen, die sich Touristen nennen. Wenn sie mit ihrem Jeep kommen, führen ihnen die Tiere ein einstudiertes Theaterprogramm vor. Eines Tages entdecken sie einen Brief mit einem Bauplan, den die Touristen verloren haben müssen. Die Waldrappe Gisela, die kaum aus ihrem Gebüsch kommt, kann den Inhalt als Einzige lesen. Mit Erschrecken stellen alle fest, dass laut Bauplan genau an der Stelle ihres Wasserlochs ein Bungalow errichtet werden soll! Nur, wie können sie das verhindern? Horst hat die Idee, das Große Orakel zu befragen. Allerdings hält Pippa das nur für eine Legende, da niemand weiß, wie es aussehen soll.

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Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich

Der Geruch von Ruß und RosenMadina, die mit ihrer Mutter, Großmutter, Tante Amina und ihrem Bruder Rami zusammenlebt, vermisst ihren Vater Eli, den wie sein Bruder Miro ein unbestimmtes Schicksal ereilte. Sie erinnert sich, dass sie ihm assistierte, während er heimlich im Keller auf dem Küchentisch operiert hat, bevor die Familie eines nachts nur mit Rucksäcken ausgerüstet überstürzt zur Flucht aufbrechen musste. Damals, als sie ihr wochenlanger Weg zu Fuß „durch Wälder, Schluchten, Bäche“, ohne Socken und mit Blasen an den Füßen führte. Die Großmutter verlor alles, ihr Haus, den Garten, ihre Hühner und jetzt auch noch die Söhne Eli und Miro. Bevor Madina an der Seite ihrer neuen Freundin Laura ein glückliches Leben führen und mit ihr eine Reise nach Italien machen konnte, kam sie in einer Flüchtlingsunterkunft unter.

Im Café bei Johann trifft Madina auf Becca, die neue Kellnerin, die ebenfalls ihre Sprache spricht, allerdings sehr abweisend reagiert. Wiederholt versucht sie, Kontakt zu der Landsmännin aufzunehmen.

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