Gut in Schuss, mit leichten Macken von Bibo Loebnau

Gut in Schuss, mit leichten MackenIn den letzten Jahren hat Mia Severin ein luxuriöses Leben in einem der wohlhabendsten Ortsteile von Berlin, in Dahlem, genossen. Mit ihrem Ehemann Marcus und dem inzwischen neunzehnjährigen Sohn lebte sie in einer Villa mit Garten und riesigem Pool, musste nicht selbst putzen und konnte sich jedes Jahr zwei kostspielige Urlaube leisten. Nur durch Zufall entdeckte Mia eine Hotelrechnung ihres Mannes und weiß seitdem, dass es eine Andere gibt. Kurzerhand hat sie ihn aus dem Haus geschmissen und blickt der Tatsache ins Auge, dass sie aufgrund der im Ehevertrag vereinbarten Gütertrennung mit leeren Händen dasteht.

Notgedrungen begibt sich Mia mit Mitte vierzig auf Wohnungssuche, macht unliebsame Erfahrungen und hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als ihre Freundin Betty einen Vorschlag macht: Der schwule Maler Fritz ist von seinem Lebenspartner verlassen worden und sucht deshalb für einen Teil seiner Wohnung in Kreuzberg einen Nachmieter, da er die großzügig geschnittene Wohnung nicht alleine bezahlen kann.

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das leichte ist im schweren von Günter Abramowski

das leichte ist im schwerenWie gibt man den Inhalt eines Buches wieder, wenn dieser, wie im Fall des Gedichtbandes “das leichte ist im schweren” von Günter Abramowski, unverständlich bleibt? Zunächst fällt auf, dass sämtliche Wörter klein gedruckt sind und oftmals eine Seite nur zu einem kleinen Teil mit wenigen Zeilen bedruckt ist. Reime, wie sie frühere Dichter in klassischer Version verwendet haben, sucht der Leser in diesem Band vergebens. Dafür sind einige der folgenden Begriffe überdurchschnittlich häufig zu finden: Tod, Leben, Herz, Sklaven, Träume, Gott. Wenn von der Liebe die Rede ist, dann in negativer Form, wie beispielsweise von verlorener Liebe. Auch ist Verrat wiederholt ein Thema.

Obwohl die Gedichte, sofern sie diese Bezeichnung überhaupt verdienen, unverständlich sind und Fragmente lediglich zusammenhanglos aneinandergereiht wurden, wird doch eine düstere, beklemmende und wenig hoffnungsvolle Stimmung deutlich. Da sucht jemand im Dunkeln tappend Halt, ein anderer hat sein „ich“ verloren und hofft wieder das zu werden, was er „einst hatte“.

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Blaue Nächte von Rebekka Knoll

Blaue NächteAls ihre Mutter erkrankt, soll Milena vorübergehend im Klub Blue Nights aushelfen, der nach dem Tod ihres Vaters von der Mutter geführt wird. Eines Abends möchte ein etwa siebzigjähriger Mann in den Klub. Er spricht von begangenen riesigen Fehlern und will die letzte Gelegenheit wahrnehmen, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Offensichtlich ist er verwirrt und wird zunächst vom Türsteher, dann auch von Milena abgewiesen. Plötzlich bricht er zusammen und wird mit einem Rettungswagen abtransportiert. Als daraufhin eine ältere Dame in einem azurblauen Kleid aus dem Blue Nights tritt, erinnert sich Milena, sie zuvor an der Bar beobachtet zu haben. Vermutlich wollte der Mann zu ihr, mutmaßt Milena, und versucht sie vergeblich aufzuhalten.

Als Milena endlich nach Hause kommt, ist ihre Nase gebrochen, weil es wieder einmal eine Schlägerei gab. Völlig demotiviert gesteht sie ihrer Mutter, dass sie nicht mehr weitermachen und sich lieber auf das von ihrem Großvater übernommene Antiquariat konzentrieren möchte.

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Tage in Weiß von Rainer Jund

Tage in WeißRainer Jund schreibt in seinem Buch “Tage in Weiß” über den Klinikalltag. Er ist selbst HNO-Arzt und für ihn stand als Medizin-Student in München zunächst die Anatomie auf dem Lehrplan. Er macht die Erfahrung, dass Neurochirurgen Entscheidungen treffen und abwägen müssen, ob beispielsweise eine riskante Operation dem Risiko eines Aneurysmas vorzuziehen ist. Er stellt eine Reihe von Fallbeispielen vor, wie sie typischerweise vorkommen können: Während des Nachtdienstes wird eine Tracheotomie nötig, weil eine Intubation des Patienten nach einem missglückten Suizid nicht möglich ist. Bei einer OP-Assistenz beobachtet er, wie dem operierenden Professor kaum eine Wahl bleibt, auch wenn mit der Entscheidung keiner zufrieden sein kann. Eines Nachts muss der Autor einem Patienten die Nase annähen, doch wegen dessen erhöhtem Blutalkoholwert muss das ohne Vollnarkose geschehen. Nach getaner Arbeit will er sich hinlegen, wird aber sofort zum nächsten Notfall gerufen.

In einem weiteren Fall liegt ein Junge mit postoperativen Blutungen nach einer Tonsillektomie auf dem OP-Tisch. Fast wäre es zu einer Verletzung der Halsschlagader gekommen, nachdem sich ein Abszess hinter einer Rachenmandel gebildet hat und eine Nekrose entfernt werden musste.

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Todesmal von Andreas Gruber

TodesmalDie Fallanalytikerin und forensische Kripopsychologin Sabine Nemez vom BKA in Wiesbaden wird von ihrem Chef Dirk van Nistelroog um die Vernehmung einer Nonne gebeten. Sie hat sich selbst gestellt und behauptet, an jedem der folgenden sieben Tage einen Mord zu begehen. Ausgerechnet Kriminalhauptkommissar Maarten S. Sneijder verlangt sie zu sprechen, der soeben gekündigt hat. Obwohl die Nonne, bei der Narben am Hals und Handrücken sowie Tattoos auffallen, nicht mehr auf freien Fuß gesetzt wird, gibt es ein erstes Opfer zu beklagen, dessen qualvollen Tod Sabine nicht verhindern konnte.

Sabine Nemez bittet Maarten S. Sneijder, ihren einstigen Ausbilder, noch einmal mit Dirk van Nistelroog zu sprechen. Angesichts der Morddrohungen gibt dieser den Forderungen von Maarten nach, auf bürokratische Hürden verzichten zu müssen und sich über Einschränkungen hinwegsetzen zu dürfen.

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Das Haifischhaus von Rüdiger Barth

Das HaifischhausTom Torge Berger, den alle nur Toto nennen, ist seit seinem sechzehnten Lebensjahr Profisportler. Zwei Jahrzehnte betrieb er Leistungssport und schaffte es als Tennisspieler bis an die Weltspitze. Doch der Preis für seine Karriere war hoch, denn er wurde von den Medikamenten abhängig, die er gegen seine Schmerzen, Angst und Depressionen nahm, was er natürlich geheim halten wollte. Er zog die Konsequenzen und tauchte vor drei Jahren nach einem Match in Wimbledon in Amerika unter.

Mittlerweile ist Toto nach Deutschland zurückgekehrt, steht vor dem finanziellen Ruin und seine Gläubiger sitzen ihm im Nacken. Zu allem Überfluss taucht auch noch völlig überraschend sein fast volljähriger Sohn Nils auf, um den er sich nie gekümmert hat. Zufällig hören die beiden ein Interview mit dem aktuellen Weltranglisten-Ersten Frédéric Lamenteau, der seit über einem Jahr ungeschlagen ist. Seine nur so zum Spaß gemachte Herausforderung kommt Toto gerade recht.

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Friesenkoch von Sina Jorritsma

FriesenkochPaula Wiesner hat sich als Managerin des Spitzenkochs Tiemo Kopper für seine in einem Hotel stattfindende TV-Show Polizeischutz erbeten, da im Vorfeld bereits eine anonyme Morddrohung eingegangen ist. Obwohl Kommissarin Mona Sander und ihr Kollege Kriminaloberkommissar Enno Moll von der Borkumer Polizei alles im Griff zu haben scheinen, fällt der Koch beim Abschmecken seines Gerichts plötzlich tot um. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen tragischen Unfall handelt, da die Eigenkreation von Tiemo Kopper ausgerechnet ein Kugelfisch ist, der bei unsachgemäßer Zubereitung aufgrund der darin enthaltenen Toxine eine Lähmung des Herzmuskels nach sich ziehen kann, oder ob jemand dem Koch nach dem Leben trachtete.

Während die Ermittler nach einer dunkelhaarigen Frau suchen, die Mona vor Beginn der TV-Show aufgefallen ist und die das Hotel fluchtartig über den Notausgang verlassen hat, beschwert sich die Managerin des Kochs in Begleitung eines Anwalts über die schlechte Polizeiarbeit und beschuldigt einen Konkurrenten von Tiemo Kopper des Mordes.

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Bergab geht’s tot am schnellsten von Hilke Sellnick

Bergab geht's tot am schnellstenWährend Henni, mit bürgerlichem Namen Henriette Sophie von Kerchenstein, und ihre Freundinnen Cindy und Claudia zum gemeinsamen Musizieren und Feiern bei ihrer Großmutter auf Schloss Kerchenstein verweilen, entschließen sie sich, ein Angebot zu einem Gig anzunehmen: Lauretta Linz feiert den einhundertsten Geburtstag ihres bereits seit über dreißig Jahren verstorbenen Ehemannes im Grandhotel Alpenstern in den Schweizer Bergen mit einem rauschenden Fest. Da in Hennis Kasse wegen einer Steuernachzahlung Ebbe herrscht und die Gage zu verlockend ist, machen sich die drei Frauen samt Instrumenten auf den Weg. In St. Nikolaus werden sie von Sepp Lustenberger empfangen, Skilehrer und Sohn des Bürgermeisters. Doch das in den verschneiten Bergen gelegene Hotel macht auf die Frauen einen wenig einladenden Eindruck.

Enttäuschung macht sich bei Henni, Cindy und Claudia nicht nur wegen des heruntergekommenen Hotels breit, sondern auch in Bezug auf die Köstlichkeiten, mit denen die Geburtstagsgäste verwöhnt werden und von denen sie kaum etwas abbekommen. Als ein Schneesturm ausbricht, wird plötzlich einer der Gäste vermisst.

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Die Klamm von Reinhard Kleindl

Die KlammNachdem Philipp Schreiner nicht mehr an seinem Arbeitsplatz aufgetaucht ist und sich seine Nachbarin voller Sorgen um die Familie an die Polizei gewendet hat, befürchtet Kaspar Deutsch, Chefinspektor des LKA Wien und Leiter der Mordkommission, einen Zusammenhang zu einem dreißig Jahre zurückliegenden Fall: Damals verschwand in Klamm, einem Bergdorf, ebenfalls ein Ehepaar mit seinem Kind. Lediglich der Sohn konnte gerettet werden, während seine Eltern einen qualvollen Tod starben.

Unterdessen wird die seit mehr als sechs Jahren aus dem Polizeidienst ausgeschiedene und frühere Leiterin der Mordkommission Anja Grabner von einer Nonne angesprochen und um Hilfe gebeten. Doch aus den wenigen Worten, dass jemand zurück wäre und alles wieder von vorne beginnen würde, wird sie nicht schlau. Als sie darüber mit ihrem Nachfolger und früheren Kollegen Kaspar Deutsch sprechen will, führt er sie zur Wohnung der vermissten Familie Schreiner.

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Schritt für Schritt: Ich lerne lesen! von Christina Koenig, Sabine Kalwitzki und Julia Boehme

Schritt für Schritt: Ich lerne lesen!Das Kinderbuch “Schritt für Schritt: Ich lerne lesen!” gliedert sich in drei Teile. Den Anfang macht eine Geschichte von Julia Boehme, in der Moritz von einem Muffelmonster geweckt wird. Freudig sieht er seinem ersten Schultag entgegen. Da das Muffelmonster nicht mit in die Schule darf, versteckt es sich im Ranzen und macht erwartungsgemäß in der Klasse nur Unsinn. Farbige Illustrationen von Franziska Harvey ergänzen die Erzählung, bei der dem Lehrer das Muffelmonster zum Glück nicht auffällt.

Im Anschluss daran sind Aufgaben zum Erkennen von Reimen zu lösen, die jeweiligen Anfangsbuchstaben von Symbolen führen zu einem Lösungswort und bei einem Rätsel sollen Silben zu einem sinngebenden Wort geordnet werden, wobei selbstverständlich auch die Lösungen aufgezeigt werden.

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