Da die Mutter der zwölfjährigen Merle ein Baby erwartet, muss die Familie umziehen. Damit ihre Eltern Vorbereitungen treffen können, bringt ihre Mutter sie zu ihren Großeltern, die den Sommer in einem Ferienhaus am Waldsee verbringen. Merle gefällt das alles gar nicht und möchte lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Unterwegs entdeckt sie an einer Raststätte ein aufblasbares Schwimmkrokodil und überredet ihre Mutter, es mitzunehmen. Obwohl Merle anfangs skeptisch ist, freundet sie sich schnell mit den anderen Kindern in dem Feriendorf an. Besonders der ein Jahr ältere Felix hat es ihr angetan, und auch mit Dana schließt sie Freundschaft. Als ein Angelwettbewerb bevorsteht, haben es einige Kinder auf den Wels im See abgesehen, von dem Merles Opa viel erzählt. Auch wenn den Wels noch niemand gesehen hat, ist er für Merle und Felix ein Freund geworden. Sie brauchen einen Plan, um ihn zu retten.

Kristina Dunker beginnt ihren Jugendroman Ins Blaue hinein mit der Fahrt von Merle zu den Großeltern. Über die Protagonistin erfährt der Leser lediglich, dass ihr der Familienzuwachs und Umzug missfällt. Weiterlesen »

Bettina Querfurth hat über viele Jahre eigene Erfahrungen auf Kreuzfahrten in aller Welt gesammelt und beginnt ihr Buch Wo bitte geht’s zum Meer? mit einem Test, inwieweit sich Jemand für die Teilnahme an einer Kreuzfahrt eignet. Dazu hat sie Fragen erarbeitet, wie man sich selbst in typischen Situationen verhalten würde. Bereits bei der Buchung sollten einige Punkte beachtet werden, damit die Reise letztendlich den eigenen Vorstellungen entspricht. So kann beispielsweise ein kleineres Schiff im Gegensatz zu den heutigen „Riesenpötten“ jeden Hafen ansteuern, was häufig schon darüber entscheidet, ob die Route oder das Schiff für die Buchung den Ausschlag gibt. Ganz besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden, was genau in den Kosten enthalten ist. Muss die Anreise, eventuell ein Flug, oder das Getränkepaket extra bezahlt werden und welche Kosten können noch den Geldbeutel belasten? Bucht man die Anreise lieber direkt über die Reederei?

Nach einer Erklärung zum Prozedere der Einschiffung folgen Empfehlungen von der Autorin bezüglich der Garderobe, die auf den unterschiedlichen Schiffen im Gepäck sein sollte und sie benennt die Unterschiede, wenn der Reisende sich am Büfett bedient oder an einem Tisch im Restaurant Platz nimmt. Weiterlesen »

Nelly ist Journalistin, vierundfünfzig Jahre alt, und trauert um Lázló, mit dem sie sechzehn Jahre lang verheiratet war. Ihre Freundin Julia ist zehn Jahre jünger, die Frau eines Anwalts und Mutter von Zwillingen. Den Jahreswechsel verbringen die beiden bei einer Frauensilvesterparty und entschließen sich am Neujahrsmorgen dazu, jeweils zwölf ausgefallene Aufgaben im neuen Jahr zu erfüllen.

Für Julia bedeutet das zunächst, Haschkekse zu backen, doch woher bekommt sie die Zutaten? Als sie zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Sexshop einkauft, kommt sie in Erklärungsnot, als ihr Mann die Tüte entdeckt. Nelly hätte nie gedacht, dass das Verfassen einer Patientenverfügung so schwierig sein kann. Als sie ihrer nächsten Aufgabe nachkommt und sich mit einem ehemaligen Lover trifft, endet es ganz anders als erwartet.

Nach den ersten Seiten scheint der Roman Zum Glück ein Jahr von Sophia Bergmann amüsant und turbulent zu werden. Doch obwohl weder der Schreibstil, noch die einzelnen Themen für sich etwas zu wünschen übrig lassen, verliert der Leser schon relativ früh das Interesse am Fortgang der Geschichte, weil seine Neugier nicht geweckt wird. Weiterlesen »

Kommissar Farik Iskander wird wie seine Teamkollegen, die zur Sondereinheit SERV vom LKA Berlin unter Leitung von Robert Tromsdorff gehören, von Marvin Andersen darüber in Kenntnis gesetzt, dass der verdeckte Ermittler Kamil Akay tot aufgefunden wurde. Unmittelbar vor seinem Tod konnte er noch Tromsdorffs Nummer wählen. Wieso ihn ausgerechnet der verschwundene Timo Herdmann, einer ihrer V-Männer für die rechte Szene, verfolgt hat, bleibt allen ein Rätsel. Einen bevorstehenden Giftgasanschlag der Terrorgruppe El-Gehad, dessen Anführer Muhammad al-Sadiq ist, der in der JVA Karlshorst einsitzt, bringt man mit dem Tod von Akay in Zusammenhang, weshalb Farik, der sich seit Monaten auf einen neuen Auftrag vorbereitet hat und Kontakte zur islamistischen Szene in Berlin hat, undercover im Gefängnis eingeschleust werden soll, um dort an brisante Informationen zu kommen. Trotz der damit verbundenen Gefahr stimmt er dem Auftrag zu.

Von Anfang an war allen klar, dass al-Sadiq Helfershelfer haben muss, um weiterhin aus dem Gefängnis die Fäden ziehen zu können. Farik weiß, dass die Zeit gegen ihn arbeitet und er so schnell wie möglich das Vertrauen von al-Sadiq gewinnen muss, wobei er mit einem neuartigen In-Ear ausgestattet auf Unterstützung seines Teamkollegen Ben Schneider baut. Weiterlesen »

Obwohl Percy erst sechzehn Jahre alt ist, arbeitet sie schon in einer Möbelwerkstatt, anstatt weiter die Schule zu besuchen, weil sie sich und ihre dem Alkohol verfallene Mutter Carletta durchbringen muss. Von einem Freund erfährt sie, dass er Carletta zusammen mit dem vorbestraften und drogenabhängigen Shelton Potter gesehen hat. Aus Sorge um ihre Mutter fährt sie im Schneesturm zu seiner Farm, die Sheltons Onkel Rick gehört. Nachdem sie die letzten eineinhalb Kilometer aus Angst, im Schnee stecken zu bleiben, zu Fuß zurückgelegt hat, findet sie anstelle von Carletta lediglich Shelton und Kayla vor, die mit ihrer Schwester zur Schule ging. Beide schlafen offensichtlich ihren Rausch aus. Einem Gestank und Geräusch folgend, entdeckt Percy zunächst einen toten Hund und schließlich ein Baby, dessen Gesicht bereits durch ein offen stehendes Fenster vom Schnee bedeckt ist. Kurz entschlossen nimmt sie die kleine Jenna, wie ihr Name am Bettchen verrät, mit einer Tasche voll Windeln und Babynahrung an sich.

Da Percy über ihr Handy wegen fehlender Guthaben keine Hilfe holen kann, die verwahrloste Jenna aber dringend in ein Krankenhaus muss, kämpft sie sich durch die Schneemassen bis zur Blockhütte von Portis Dale vor, einem früheren Lebensgefährten ihrer Mutter. Weiterlesen »

Agnes Weisgut flüchtet mit ihren Eltern im Jahr 1935 in das kleine Dorf Groß Hubnicken in Ostpreußen, weil in Königsberg zu viele von den jüdischen Wurzeln ihres Vaters wissen. Mit achtzehn Jahren wird die gebildete junge Frau gegen ihren Willen mit dem Steinmetz Wilhelm verheiratet, der Hitler treu ergeben ist. Als Wilhelm an die Front muss, kümmert sich Agnes mit einem ihr zugeteilten Kriegsgefangenen um den Familienbetrieb, obwohl es ihr mit vier Kindern nicht leicht fällt. Doch sie könnte alles ertragen, wenn nur ihre gemeine und hinterhältige Schwiegermutter nicht wäre. Abwechslung bieten ihr lediglich die Besuche bei ihren Freundinnen in Königsberg.

Kurz vor Ende des Krieges gelingt Agnes vor den heranrückenden russischen Truppen mit den Kindern die Flucht, und allen Unwägbarkeiten zum Trotz baut sie in Hamburg einen neuen Steinmetzbetrieb auf, denn ihr Leitspruch lautet: Gestorben wird immer. So sehr sie sich auch für ihre Familie aufopfert, so kann sie doch vieles nicht verhindern, was mit einer alten Schuld zusammenhängt, die sie auf sich geladen hat. Mit einundneunzig Jahren will sie endlich ihrer Familie von ihrer Vergangenheit erzählen und verlangt von ihrer Enkelin Birte, dass sie die komplette Familie zu ihr bringen soll. Weiterlesen »

Seit den 1990er Jahren ist ein neues Virus auf dem Vormarsch: Obstacle Course Race, kurz OCR, befällt sowohl Männer, als auch Frauen. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um ein Matschrennen, einen in jeder Hinsicht extremen Hindernislauf, den aktive Soldaten und Reservisten bereits von den Vielseitigkeitswettkämpfen beim Militär kennen, der dort jedoch in wesentlich kürzeren Distanzen und mit bedeutend weniger Hindernissen praktiziert wird. Für Raffael Zeller ist dieser Extremsport seit über zwanzig Jahren ein Thema, und weil er keine Fachliteratur dazu finden konnte, hat er sich entschlossen, das Buch Schweiß, Schlamm und Endorphine herauszugeben.

Der Autor vermutet, dass man sich mit dem Wühlen im Schlamm ein Stück Kindheit bewahren will und Urinstinkte geweckt werden. Wenn schmerzhafte Krämpfe den Sportler quälen und er der Verzweiflung beim Bezwingen einer fünf Meter hohen Halfpipe, im Eintauchen in Eiswasser oder eines Hindernisses mit Elektroschocks nahe kommt, ist das Durchhaltevermögen zu 80% eine reine Kopfsache. Weiterlesen »

In den Ruhrpott-Geschichten Wat willze von Volker Kosznitzki ist Günner Mambrallek mit Lissken verheiratet, hat Otto Korsinetzky zum Cousin, Bernie Freitag ist sein Kumpel und Uschi eine Nachbarin. Er raucht gerne eine „Kippe“ und freut sich nach Feierabend auf ein „lecker Pilsken“. Denn immer wieder macht er die Erfahrung, dass er bei einer gemütlichen Pilsrunde gut gemeinte Ratschläge eines Kumpels erhält, wie er beispielsweise den Eigenanteil für eine zahnärztliche Behandlung mindern kann. Einem Glas Wein kann Günner genau so wenig abgewinnen wie dem Oktoberfest, und Verständnis kann er weder für die Umstellung auf Sommerzeit, noch für die Mallorca-Urlauber am Ballermann aufbringen.

Skeptisch wird Günner Mambrallek beim Thema Online-Banking und schüttelt den Kopf angesichts des überhand nehmenden Austausches von WhatsApp Nachrichten. Bei Verträgen scheint es ihm System zu haben, wenn das Kleingedruckte niemand entziffern kann und die Formulierungen mit Absicht so gewählt sind, dass der Kunde nicht versteht, was er unterschreiben soll. Nicht verständlich sind selbst für eine Einserkandidatin im Fach Mathematik Rechenaufgaben, die Günners Nachbarskind in der zweiten Klasse lösen soll. Weiterlesen »

Die Abiturientin Sylvie trifft im heißen Sommer des Jahres 1976 in Berlin auf den wenige Jahre älteren Kiffer und Dealer Gabriel, kurz Gabo genannt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Inge und deren Freund Flo begeben sie sich in einem umgebauten Bus mit Kochgelegenheit und Schlafplätzen auf eine abenteuerliche Reise, die sie über Jugoslawien, Athen, Istanbul, Teheran, Afghanistan und Pakistan bis nach Anjuna in Indien führt. Auf engstem Raum lebend kommt es immer wieder zu Konflikten. Die Rede ist von Trennung, aber auch von Heirat.

Nach der Rückkehr fühlt sich Sylvie in der Heimat fremd. Da sie mit Gabo weder zusammen leben, noch von ihm getrennt sein kann, erfährt ihre Beziehung ein Auf und Ab. Obwohl die junge Frau zwischenzeitlich ein Verhältnis zu Gino hat, heiratet sie Gabo und bekommt eine Tochter. Doch die Ehe zerbricht und Sylvie findet einen Mann, der den Vater für ihre Tochter ersetzt. Als Gabo nur noch kurze Zeit zu leben hat, kreuzen sich die Wege der einstigen Aussteiger ein letztes Mal, bevor er im Jahr 2013 in einem Hospiz verstirbt.

Bei der Lektüre des Buches Epilog mit Enten von Sabine Friedrich kann sich der Leser des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich um einen autobiografischen Roman handelt. Weiterlesen »

Nora Dittbrenner lebt allein mit ihrer siebenjährigen Tochter Fanny in Berlin und wird durch ihre Nachbarn Margarete, Ellie und Udo tatkräftig unterstützt. Während Nora ihrer Arbeit in der Gartenabteilung eines Baumarktes nachgeht, machen die drei mit Fanny einen Ausflugs in das Dorf Mark Brandenburg. Hinter wild wucherndem Gestrüpp und dichtem Strauchwerk entdecken sie zufällig ein Grundstück, das sie unbedingt Nora zeigen wollen. Doch die Alleinerziehende hat zunächst andere Sorgen: Ihr wurde fristlos gekündigt und ein Schreiben ihres Vermieters lässt sie das Schlimmste befürchten.

Wie sich für die Entdecker des Grundstücks bei Nachforschungen im Liegenschaftsamt Löwenberg herausstellt, befand sich nach dem Krieg auf dem Gelände ein Kinderferienheim. Nach der Wende hat sich offensichtlich niemand darum gekümmert. Bei ihren Streifzügen über das Grundstück reift in Nora die Erkenntnis, dass auf dem Boden früher eine Gärtnerei gestanden haben muss. Da sie vor ihrer Schwangerschaft immer von einer eigenen Gärtnerei geträumt hat, ist sie entschlossen, mit Unterstützung ihrer Freunde Udo, Ellie und Margarete das Areal zu kultivieren. Nachdem ihnen von amtlicher Seite Ärger ins Haus steht, kämpfen Nora und die Novemberrosen, wie sich die gegründete Widerstandsgruppe nennt, für den Wiederaufbau der Gärtnerei. Weiterlesen »

Seite 3 von 6612345678910...Letzte »