Hinter der Amyotrophen Lateralsklerose, kurz ALS, verbirgt sich eine Krankheit, die das Nervensystem befällt und in der Regel innerhalb weniger Jahre zum Tod führt. Männer erkranken überdurchschnittlich oft an ALS und auffällig ist die häufige Erkrankung von Fußballspielern. Da über die Ursachen kaum etwas bekannt ist, wurde eine Stiftung zur Bekämpfung der Krankheit ins Leben gerufen. Prominente Personen wie Justin Bieber, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben sich zu diesem Zweck bereits medienwirksam mit Eiswasser übergossen. Selbst Angela Merkel und Barack Obama sind aufgerufen, bei der Aktion „Ice Bucket Challenge“ mitzumachen.
Burkhard Linke ist einer der an ALS Erkrankten und gemeinsam mit seiner Frau musste er erfahren, wie sehr auch Ärzte irren können. Eine Betreuung mit einer künstlichen Beatmung in den eigenen vier Wänden wäre unmöglich, doch seit über vier Jahren beweist er, dass es geht. Angeblich hätte er nie wieder ohne einen Blasenkatheter leben können, was auch nicht zutraf und bezüglich der multiresistenten Keime, die sich in seiner Lunge festgesetzt hatten, straft er die Ärzte ebenfalls Lügen.
weiterlesenSchockdiagnose ALS von Burkhard Linke, Silke Dörries-Linke und Lucie Flebbe
„30 wichtige Fragen und Antworten zur Multiplen Sklerose“ gibt das Buch von Dr. Martin Marziniak und eignet sich damit hervorragend für alle an Multipler Sklerose Erkrankten, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen. Die Krankheit, die bis heute lediglich therapiert, aber nicht geheilt werden kann, führt zu entzündlichen Veränderungen und befällt Gehirn, Rückenmark oder die Sehnerven. Der Neurologe nennt Methoden der Diagnostik und auch, wie sicher die Ergebnisse sind. Er geht darauf ein, mit welchen Symptomen sich die Krankheit äußert und auch sehr ausführlich auf die Therapiemöglichkeiten mit den entsprechenden Wirkstoffen, den Darreichungsformen und jeweiligen Wirkungsweisen.
Der Mediziner Fritz Helmut Hemmerich weicht schon bei der begrifflichen Erklärung des Burnout von einer isolierten Betrachtungsweise und der meistverbreiteten Definition ab und sieht in einem Burnout auch nicht eine isolierte Erkrankung. Nicht zu verwechseln mit einem psychovegetativen Erschöpfungszustand, kann der Mensch mit einem Burnout seine Kraft nicht in effiziente Energie umwandeln. So definiert der Autor den Zustand eher mit Hilfe der Biochemie, Soziologie und der Philosophie. Das macht er deutlich in Einführungen in die Epigenetik, Physik, Stoffwechselprozesse, Nervenzellen und diverser Neurotransmitter. Hirnstrukturen belegt er zum Verständnis mit farbigen Abbildungen und konfrontiert den Leser u. a. mit Synapsen und der Anafonesis. Bis ins kleinste Detail geht Fritz Helmut Hemmerich auf die Bedeutung unseres Gleichgewichtsorgans sowie die Funktionsweise unseres Ohres ein und beschreibt die Wirkungsweisen von Medikamenten, wobei er grundsätzlich eine Therapie der Verabreichung von Psychopharmaka vorzieht.
Durch das Buch „Das sieht aber gar nicht gut aus“ von Werner Bartens erfährt der Leser unmissverständlich, wie es zwischen Arzt und Patient schnell zu Missverständnissen kommen kann und was ein Arzt mit seiner Aussage wirklich ausdrücken will. Ganz entscheidend für einen Krankheitsverlauf sind ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis sowie eine positive Erwartungshaltung. So muss es nicht zwangsläufig bei jedem mit erhöhten Cholesterinwerten zu gesundheitlichen Problemen kommen. Durch Rationalisierungen in den Krankenhäusern ist vieles auf der Strecke geblieben und der Arzt befindet sich oft in einem Dilemma, wenn er ein vorgeschriebenes Aufklärungsgespräch führen muss. Zu den Tumormarkern führt der Autor aus, dass einige überhaupt keinen Sinn machen und nicht aussagekräftig sind. Kritisch sieht er, wenn beispielsweise eine Studie über das Brustkrebsgen BRCA1 in der Fachliteratur mehr als eintausend mal zitiert wird, hingegen eine spätere, relativierende Studie nur sechsundzwanzig mal.
Die Griechen haben den Feta-Käse kreiert, die Italiener den Mozzarella und die Schweizer den Emmentaler. In Deutschland dürfte wohl, allein schon aus Kostengründen, der junge Gouda den größten Absatz bieten. In dem Praxisbuch „Käsen Leichtgemacht“ stellen Lotte Hanreich und Edith Zeltner 120 Rezepte für die Milchverarbeitung vor.
Yoga gehört zu den weltweit am schnellsten wachsenden Fitness- und Gesundheits-Aktivitäten. In Deutschland praktizieren mindestens drei Millionen Menschen regelmäßig Yoga und in den USA sind es etwa 20 Millionen, denn die zahlreichen positiven Eigenschaften von Yoga sind allgemein bekannt. Der Wissenschaftsjournalist William J. Broad praktiziert seit 1970 Yoga. Mit seinem Buch „The Science of Yoga“ löste er in den USA eine heftige Kontroverse aus, denn er berichtet darin über verborgene Risiken und Gefahren von Yoga.
Bei dem Buch „Langzeit-Immuntherapie der Multiplen Sklerose“ richtet Prof. Dr. Hayo Schipper, wie der Titel schon verrät, sein Hauptaugenmerk auf die Langzeit-Immuntherapie, die zwar auch nicht in der Lage ist, die Krankheit zu heilen, aber immerhin zu bremsen. Um das zu verstehen, gibt er zunächst einen kurzen Abriss über Strukturen und Funktionsweisen der betroffenen Gehirnanteile und erklärt, wie Entzündung, Krankheitsschub, Sklerose und mögliche Behinderungsfolgen zusammenhängen. Der Autor zeigt in einer schematischen Darstellung einen Krankheitsverlauf und hebt die Bedeutung der Kernspintomographie für die Diagnose hervor. Weiter leitet er zu Faktoren über, die über die Verlaufsform entscheiden und äußert sich zu Wirksamkeit und Wirkungsweisen von Medikamenten.
Der Arzt Dr. Konrad Schüttler berichtet in dem Ratgeber „Prostatakrebs – Wege aus der Diagnostikfalle“, der sich sowohl an Ärzte, wie auch an Patienten richtet, aus eigener Erfahrung, die er mit dieser Krankheit gemacht hat. Bereits in seiner informativen Einleitung spart er zum Thema einer Überdiagnostik und –therapie nicht mit kritischen Worten. Nach einer Erläuterung über die Funktion der Prostata geht er ausführlich auf die rektale Untersuchung und ihre Aussagekraft ein. Er erklärt, dass ein schlechtes Testergebnis zur Früherkennung nicht gleichbedeutend mit einem Karzinom sein muss. Dem Test spricht er sogar eine wissenschaftliche Verwertbarkeit ab und listet beeinflussende Faktoren auf.
Lähmungen oder Spastiken sind eine offensichtliche Behinderung. Doch die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, wie sie der Arzt Dr. Waldmann in seinem Buch „Versteckte Symptome der Multiplen Sklerose“ nennt, quält die Betroffenen gerade mit Symptomen, die sich nicht offensichtlich äußern und häufig gar nicht der Krankheit zugeordnet werden. Ihnen widmet sich die Forschung erst seit kurzer Zeit mit dem Ziel einer verbesserten Lebensqualität. Krankheitsprozesse sollen verlangsamt und Behinderungen möglichst ganz vermieden werden.