Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl
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Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk beginnt mit düsteren Horrorszenarien eines Atomkrieges. Es ist die Rede von Spionagetätigkeiten zwischen der UDSSR und den USA, wobei der Autor selbst KGB-Spion war und hier mit der Person Andrey identisch ist. Berichte über Inspektionen der Testgelände nach Atomwaffenerprobungen machen das Ausmaß und die verheerenden Schrecken deutlich.

An dem denkwürdigen Datum 24. April 1986 kommt es zu einer Reaktorkatastrophe. Zum Verständnis der lauernden Gefahr führt Tkachuk die Merkmale der Alpha-, Beta- und Gammastrahlung auf und geht auf die Problematik ein, dass man die Strahlung nicht hören oder sehen kann. Wie soll die zu evakuierende Bevölkerung von der Gefahr überzeugt werden? Denn selbst die Pässe und das Geld sind verseucht und müssen zurück bleiben. Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beim Verlassen der 30 bzw. 10 km Zone eingehalten werden? Hunderte Lastwagen, ganze Züge, Hubschrauber und Motorschiffe landen auf den Friedhöfen und erst in neuerer Zeit hat man sich dieser Problematik angenommen.

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Finale von Emil Zopfi

Finale
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Emil Zopfi geht in Finale sofort zur Sache: Eine kleine Gruppe macht sich auf zur letzten Route einer Kletterwoche in Finale Ligure. Mit dabei sind Volker, Sabine, Tom, Hina, Felix und die Bergführerin Andrea. Während Andrea an den letzten Streit mit ihrem Freund Daniel denkt, passiert das Unglück. Der ältere, schon 68-jährige Felix soll sie sichern, sie prüft seinen Bremsknoten, klettert los, gibt ihm zu verstehen, dass sie Stand hat, will umfädeln und plötzlich stürzt sie in die Tiefe. Die Teilnehmer der Gruppe sind fassungslos und sehen auf Felix, den Alten, den sie Opa nennen, der sich selbst als Anfänger ausgegeben hat. Andrea ist schwer verletzt, aber sie lebt! Während der dramatischen Bergung fürchtet sie vor Schmerzen zu sterben. Als sie mit etlichen Brüchen im Krankenhaus liegt, versucht sie sich immer wieder zu vergegenwärtigen, ob sie den von Felix gemachten Knoten überprüft hat, oder wohl möglich doch nicht. Was war mit ihrem Freund, Daniel? Er hat abgesagt, weil ihm eine angebotene Chefarztstelle wichtiger war als sie.

Parallel zu den Geschehnissen erhält Daniel von Andreas Handy eine beunruhigende SMS. Er versucht Andrea vergeblich zu erreichen und macht sich Sorgen um sie. Sofort macht er sich auf den Weg nach Finale Ligure und erfährt vom Absturz einer Bergsteigerin. Schnell wird für ihn zur Gewissheit, dass es sich um Andrea handeln muss.

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Die Flammende von Kristin Cashore

Die Flammende
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Die Flammende von Kristin Cashore spielt in einer fiktiven Welt von Monstern im Reich der Dells. Die 17-jährige Fire ist die Tochter von Lord Cansrel und eines der letzten Monster ihrer Art. Außer ihrer Schönheit besitzt sie die Gabe, in das Bewusstsein von Menschen zu dringen und sie so zu kontrollieren. Fire lebt mit ihrem Freund Archer im Wald, in dem wegen des herrschenden Krieges immer öfter Fremde auftauchen, von denen niemand weiß, welche Absichten sie haben und von wem sie geschickt werden.

Fire wird in die Festung von Königin Roens gebracht und soll dort ihre Geisteskräfte in den Dienst der Königin stellen. Doch sie ist unentschlossen und weiß nicht, ob sie damit Gutes tut und den richtigen Mächten dient. Sie lernt Brigan kennen, einen Sohn der Königin, und stellt fest, dass sie in sein Bewusstsein nur zögerlich Zugang findet. Wer ist dieser Brigan und kann sie ihm vertrauen? Was weiß er über sie? Zunehmend gewinnt er ihr Vertrauen. Schließlich kann er sie überzeugen und sie erklärt sich bereit, die Gefangenen zu verhören. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Gefangenen mit Falschinformationen gefüttert wurden, die keinerlei Sinn ergeben. Um aber das Land vor den Gegenspielern Mydogg und Gentian zu schützen, müssen sie erfahren, welche Kriegsziele diese verfolgen.

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Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee von Marcus Pfister

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Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee bzw. „El pez Arcoiris descubre el fondo del mar“ von Marcus Pfister ist eine amüsante Geschichte. Der Regenbogenfisch schwimmt mit dem kleinen Blauen im Ozean umher und verliert plötzlich durch eine Strömung seine Glitzerschuppe. Obwohl der weise Oktopus davor warnt, in die dunkle Tiefe hinab zu steigen, begibt sich der Regenbogenfisch auf die Suche nach seiner Glitzerschuppe. Bei seinem Abenteuer begegnet er einem Leuchtkalmar, der ihm bei der weiteren Suche behilflich ist. Gemeinsam müssen sie sich vor giftigen Fangarmen in Acht nehmen, treffen die Dumbokrake und letztlich werden alle Tiere der Tiefsee aufgerufen, die Glitzerschuppe zu finden.

Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee von Marcus Pfister erschien im Großformat und der Text ist jeweils in deutscher und spanischer Sprache abgedruckt. Eine reiche, wirklich schöne Bebilderung untermalt die einzelnen Szenen.

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Du bist mein Stern von Paige Toon

Du bist mein SternMeg Stiles ist in Du bist mein Stern von Paige Toon die neue PA, Persönliche Assistentin, des berühmten Rockstars Johnny Jefferson. Mit ihren gerade einmal 24 Jahren macht sie sich auf nach Los Angeles und hat damit einen Job ergattert, um den sie viele beneiden. Alle fahren total auf Johnny ab, doch sie ist davon völlig unbeeindruckt und weiß kaum etwas über ihn. Das erste Zusammentreffen mit ihrem neuen Chef ändert aber alles: Sie ist sofort hin und weg, bekommt weiche Knie, hat Schmetterlinge im Bauch und wird in seiner Nähe nervös. Er sieht aber auch zu gut aus! Sie gerät ins Schwärmen und genießt jede gemeinsame Unternehmung. Obwohl sie sein Vertrauen gewinnt und er sie als Angestellte rücksichtsvoll behandelt, verletzt er sie doch sehr. Denn immer wieder muss sie mit ansehen, wie er Mädchen abschleppt und fast vor ihren Augen Sex mit ihnen hat.

Er ist aber nicht nur auf immer neue Liebesabenteuer aus, sondern spricht zunehmend dem Alkohol zu. Während einer Europa-Tournee konsumiert er nicht nur Unmengen an Whisky, sondern auch Kokain. Er äußert sich Meg gegenüber, dass er diese verdammte Branche hasst und bittet sie, ihm zu helfen. Da er nicht in eine Klinik möchte, verständigen sie sich auf einen kalten Entzug und fliehen gemeinsam in eine abgelegene Gegend.

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Flugzeugentführungen von Annette Vowinckel

Flugzeugentführungen
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Annette Vowinckel schreibt in ihrem Prolog zu Flugzeugentführungen, dass aus diesem Thema eine Geschichte der Kulturen geworden ist. Im Vordergrund einer Flugzeugentführung stehen häufig politische Forderungen, in denen die Entführer die Weltöffentlichkeit auf die politische Lage aufmerksam machen wollen. In einigen Fällen haben die Entführungen einen militärischen oder kriminellen Hintergrund. Die erste Flugzeugentführung hat 1931 stattgefunden, doch bis 1958 hat man nur wenige verzeichnen können. Ab 1959 hat es eine Welle von Entführungen, besonders vor dem Hintergrund der kubanischen Revolution, gegeben. Den Höhepunkt kann man in den 70er Jahren suchen und erst ab diesem Zeitpunkt gab es Geiselnahmen Krimineller mit Lösegelderpressung. Ab den 80er Jahren ist ein stetiger Rückgang zu verzeichnen, der Grund hierfür sind die in den 70er Jahren eingeführten Kontrollen durch Detektoren.

An fünf Entführungsfällen führt die Autorin die Gründe dafür exemplarisch auf. Unterschiedlichste Ängste werden analysiert: Die Angst entführt zu werden, Opfer eines Anschlags zu werden und die ganz gewöhnliche Flugangst vor einem Absturz. Letztere entbehrt jedoch einer rationalen Grundlage, da seit den 70er Jahren das Fliegen die sicherste Fortbewegungsart geworden ist. Es wird der Frage nachgegangen, welches Persönlichkeitsprofil einen Entführer auszeichnet. Und die Autorin setzt sich mit der Frage von Sicherheitsexperten auseinander, ob nicht der Terrorismus politisch wirkungslos wird und aus der Welt verschwindet, wenn jegliche Berichterstattung unterbleibt.

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Die Habsburger von Katrin Unterreiner

Die Habsburger
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Katrin Unterreiner lässt mit ihrem Buch Die Habsburger die österreichische Monarchie wieder aufleben. Sie beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts bei Maria Theresia und ihren Ansichten zur Kindererziehung. Es folgt die Beschreibung der Erzherzogin Sophie und das Verhältnis zu ihrer späteren Schwiegertochter, Kaiserin Elisabeth, kurz Sissi genannt. Ebenso geht die Autorin auf das Verhältnis des Kaiserpaares untereinander ein und welche Tischsitten bei Hofe geherrscht haben. Die Sparsamkeit des Kaisers Franz Josef wird genauso ausführlich behandelt wie seine Rolle als Vater und späterer Großvater. Doch auch darüber, ob er unter der häufigen Trennung von seiner Frau gelitten hat, sowie über seine Verhältnisse zu anderen Frauen, erfährt der Leser mehr.

Ein Großteil wird selbstverständlich der heute bekanntesten Person, Kaiserin Elisabeth gewidmet: Wie ihre Kindheit in Bayern verlief, ob es Gründe für die Reise nach Madeira gab, eine Flucht nach Bayern oder eine Romanze mit dem Grafen Andrássy, wie in den Sissi-Filmen behauptet wird. Auf die Essensgewohnheiten von Elisabeth wird eingegangen und auch darauf, wie sehr ihr an Körperpflege gelegen war, die ein Großteil ihrer Zeit beanspruchte, was auch für ihre sportlichen Übungen galt.

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Vampire von Hagen Schaub

Vampire
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In dem Buch Vampire von Hagen Schaub geht es zunächst einmal um die Definition, was ein Vampir überhaupt ist. Die als lebende Leichname verstandenen Vampire haben ihren Ursprung in Südosteuropa. Anhand von Fallschilderungen geht der Autor der Frage nach Ursprung dieses Aberglaubens nach. Die Menschen hatten im Mittelalter u. a. Angst vor Seuchen, Hungersnöten und Kriegen. Die wenig oder gar nicht gebildeten Leute, zumeist Analphabeten, haben natürlich einen Grund für diese unerklärlichen Ereignisse gesucht. Oftmals trat auch ein vermehrtes Sterben ohne erkennbaren Grund innerhalb einer Gemeinschaft auf, das sie der Existenz von Geistern, Dämonen und Göttern zuschrieben. Wenn nicht ein Vampir, ein Untoter, der Kern allen Übels war, dann mussten Hexen als Übeltäter herhalten, die von den kirchlichen Würdenträgern verfolgt wurden.

Mittels Berichten aus dem 17. Jahrhundert dokumentiert Schaub auch die wissenschaftliche Vorgehensweise dieser Zeit. Es hat selbst Dissertationen zu diesem Thema gegeben, die der Vampirhysterie nur noch weiteren Vorschub leistete.

Es ist auffallend, dass mit dem Verschwinden der letzten großen Pestepidemie auch die Berichte über die Vampire verschwunden sind.

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Guía Peñín 2011 von José Peñín

Guía Peñín 2011
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Was benötigt der Liebhaber spanischer Weine, um eben den richtigen finden und genießen zu können? Richtig! Einen zuverlässigen, unparteiischen und um größtmögliche Objektivität bemühten Weinführer. Genau das hält er mit Guía Peñín 2011 von José Peñin in den Händen. José Peñin blickt auf eine 30-jährige Berufserfahrung zurück und hat sich als Weinschriftsteller und –journalist der spanischen Sprache einen Namen gemacht.

Spaniens Weinführer 2011 bietet zunächst einen Überblick zur Handhabung und die Art der Verkostung, wobei über 9400 Weine einer Prüfung unterzogen wurden. Die zu vergebenden Punkte, nach denen die Weine eingestuft werden, berücksichtigen die objektiven und subjektiven Eindrücke. Es folgen in alphabetischer Reihenfolge die wichtigsten weißen und roten Rebsorten Spaniens und in sehr ausführlicher Form wird auf die recht unterschiedlichen Böden und die damit einhergehenden geschmacklichen Unterschiede eingegangen. Um dem Weinliebhaber auch einen visuellen Eindruck von der Herkunft des Weines zu vermitteln, sind die einzelnen, sehr verschiedenen Klimazonen nicht nur erklärt, sondern auch bebildert.

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Heinrich Pommerenke, Frauenmörder von Thomas Alexander Staisch

Heinrich Pommerenke, Frauenmörder
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Thomas Alexander Staisch listet in Heinrich Pommerenke, Frauenmörder die Stationen im Leben des wegen vierfachen Mordes, vielfacher versuchter Morde, sowie Vergewaltigungen verurteilten Heinrich Pommerenke auf. Schon als Kind soll dieser Liebe und Anerkennung vermisst haben und seine Mutter hätte von ihm immer nur als missglückte Abtreibung gesprochen. Nach seiner Festnahme und Inhaftierung soll der Häftling mit Nervendämpfungsmitteln in der Psychiatrie behandelt worden sein, in die er zeitweise verlegt wurde. Man will ihm heimlich Schlafmittel verabreicht haben und hat ihn in Einzel- und Dunkelhaft gesperrt. In einem dunklen Kellerverlies soll man Pommerenke drei Jahre gehalten haben und als verschärfte Strafmaßnahme musste er Bettentzug und Kostschmälerung erdulden. Dem chronischen Bettnässer hat man von Anfang an Triebhemmer verabreicht; eine Kastration soll er abgelehnt haben. Sein einziger Freund war ein Pfarrer, der auch wiederholte Klagen auf die im Grundgesetz verankerte unantastbare Würde des Menschen beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat. Der Häftling hat insgesamt 49 Jahre bis zu seinem Tod am 27.12.2008 in der Haft verbracht. Nach 34 Jahren durfte er erstmals einen Tag außerhalb der Haftanstalt verbringen. Als er endlich 72-jährig verstirbt, spricht man von einem Tod, der schon seit Jahrzehnten andauerte: Ein Tod auf Raten, lebendig begraben. Die seitenlangen Gutachten werden der Öffentlichkeit jedoch erst 60 Jahre nach seinem Tod, also im Jahre 2068, zugänglich gemacht.

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