Ein Junge namens Weihnacht von Matt Haig

Ein Junge namens WeihnachtIn Finnland lebt der elfjährige Nikolas mit seinem Vater Joel, einem Holzfäller, in ärmlichsten Verhältnissen. In ihrem Haus gibt es nur ein einziges Zimmer und ein Loch hinter ihrem Haus dient ihnen als Klo. Nikolas hat keine Geschwister und sein einziger Besitz sind ein Schlitten und eine Steckrübenpuppe, die er von seiner verstorbenen Mutter bekommen hat. Da er am Weihnachtstag geboren wurde, nennt ihn sein Vater auch Weihnacht.

Eines Tages kommt der Jäger Anders zu ihnen und überbringt dem Vater eine Bitte des Königs: Wer ihm den Beweis erbringt, dass es Wichtelgrund tatsächlich gibt, soll eine hohe Belohnung erhalten. Obwohl Nikolas seinen Vater anfleht, nicht mit den anderen Männern zu ziehen, ist dieser entschlossen, seinen Sohn ein paar Monate für ein zukünftig besseres Leben zu verlassen. Weil er auch den Schlitten mitnehmen muss, bleiben dem traurigen Jungen nur noch die Steckrübenpuppe und der Mäuserich Miika. Doch für Nikolas kommt es noch schlimmer. Tante Carlotta, die überhaupt keine Kinder mag, zieht ins Haus und denkt gar nicht daran, sich um ihn zu kümmern. Von nun an muss er trotz Kälte draußen auf der Wiese schlafen. Als er die Schikanen seiner Tante nicht mehr aushält, will er dem Vater in eine ungewisse Zukunft folgen.

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Wunderbare Möglichkeiten – Ein Kinderroman mit Tiefgang

Buchcover des Kinderromans Wunderbare Möglichkeiten

Ein ungewöhnlicher Junge mit besonderem Interesse

Maximilian ist elf Jahre alt und interessiert sich – im Gegensatz zu seinem Freund Yasin – weniger für Fußball als für Bücher. Vor allem Werke und Filme, die von vergangenen Zeiten handeln, faszinieren ihn. Deshalb spricht er gelegentlich selbst so gewählt wie früher. In seiner Klasse redet er seinen Lehrer, der sich meist von Maximilian provoziert fühlt, schon mal in der dritten Person an. Im Deutschunterricht sorgt sein Beitrag zu einem Gedicht für Gesprächsstoff.

Als die Klasse in einem Steinbruch nach Versteinerungen sucht, erinnert sich Maximilian plötzlich daran, wie zwei Bergsteiger Ötzi entdeckt haben – und dass er die Mumie im Museum in Bozen gesehen hat.

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Quintus Zickel und die Schwebewesen von Claus Bisle

Quintus Zickel und die SchwebewesenJulia und Simon treffen sich regelmäßig in einem geheimnisvollen, verwilderten Garten, um in dem baufälligen Gartenhäuschen des scheinbar verlassenen Anwesens ihre Hausaufgaben zu machen oder dort einfach nur abzuhängen. Doch eines Tages werden sie von der resoluten Haushälterin Wilhelmine entdeckt und von dem Grundstück vertrieben. Wie Julia zufällig von ihrem Biologielehrer Harald Hartmann erfährt, gehört das Haus mit dem einzigartigen Garten Professor Quintus Zickel, der gegen einen Besuch sicher nichts einzuwenden hat. Doch aus Angst, von der Haushälterin noch einmal erwischt zu werden, trauen sich die beiden Kinder zunächst nicht mehr in das verfallene Gartenhäuschen.

Simons Eltern, die Hagemanns, sind wohlhabende Leute, die mit einer Haushälterin und einem Gärtner eine Villa inmitten einer Parkanlage bewohnen. Eines Nachts wird Simon durch einen durchdringenden Schrei geweckt, die Haushälterin Nanetta liegt bewusstlos in ihrem Zimmer auf dem Boden.

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Lui in der Draußenwelt von Yvonne Richter

Lui in der DraußenweltDer zwölfjährige Lui lebt in der perfekten, hoch technisierten Welt von Isi, in der alles streng geregelt ist und selbst kleinste Vergehen, wie das Missachten der Kleiderordnung, bestraft werden. Mädchen und Jungen wachsen getrennt in Zells, kleinen Wohngruppen, auf, die von einem Vorsetzer betreut werden. In regelmäßigen Abständen müssen die Kinder in eine andere Zell wechseln, um zu verhindern, dass feste Bindungen entstehen. Doch Lui hat sich mit dem gleichaltrigen Wuck aus einer anderen Wohngruppe angefreundet, was streng verboten ist. Die beiden Jungen verabreden sich regelmäßig am Wartekiosk, um gemeinsam in einen der Vergnügungsparks zu fahren, in denen die Kinder am Nachmittag ihre Freizeit verbringen. Am Vormittag und am Abend müssen sie sich in den Zells ihrem täglichen Pensum an Lernstoff widmen, das der Vorsetzer auf jeden einzelnen Jungen abgestimmt hat.

Gelegentlich unternehmen Lui und Wuck kleine Streifzüge, wobei sie einmal tiefer in grenznahes Gelände geraten, als es erlaubt ist. Doch das Verbotene übt einen eigenartigen Reiz auf die beiden Freunde aus, und sie genießen es, sich unkontrolliert bewegen zu können.

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Zwischen Wissenschaft und Kindheit: Eine kritische Betrachtung von „Der vierzehnte Goldfisch“

Buchcover des Kinderbuchs Der vierzehnte Goldfisch

Ein ungewöhnlicher Großvater

Elli ist elf Jahre alt und lebt mit ihrer geschiedenen Mutter in der Nähe von San Francisco. Ihre frühere Babysitterin Nicole betreut sie, wenn ihre Mutter ihrer Arbeit als Schauspiellehrerin nachgeht. Eines Tages bringt Nicole einen dreizehnjährigen Jungen mit nach Hause, der von der Polizei aufgegriffen wurde, weil er sich unerlaubt Zugang zu einem Labor verschaffen wollte. Doch dieser Junge ist in Wahrheit Ellis 76-jähriger Großvater, der ein Mittel gegen das Altern entdeckt hat.

Die Geschichte von Melvin Herbert Sagarsky

Der Großvater, Melvin Herbert Sagarsky, berichtet seiner Enkelin, dass er seit vierzig Jahren Quallen erforscht, bereits zwei Doktortitel sowie einen Nobelpreis erhalten hat und seinen Jungbrunnen zunächst an Mäusen testete, bevor er das Mittel an sich selbst ausprobierte.

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Abenteuerlust trifft auf Wissenschaft: Ein Sommer in Wollebach

Buchcover: Abenteuer mit Archimedes, Pythagoras und Co.

Ritterträume und erste Experimente

Simon verbringt die Sommerferien bei seinen Großeltern in Wollebach. Dort freundet er sich schnell mit Olli an, der den Ritterorden „Wollebachritter“ gründen möchte. Doch zunächst muss geklärt werden, wer den Orden leiten soll. Um sich gegen Olli zu behaupten, lernt Simon von seinem Opa die Hebelwirkung als Kraftverstärkung einzusetzen – der Beginn spannender Abenteuer mit Archimedes, Pythagoras und Co.

Natürlich brauchen Ritter auch eine Prinzessin, und Tanja eignet sich bestens für diese Rolle. Die nach Abenteuer dürstenden Kinder staunen, dass die Wahrnehmung eines Regenbogens vom Standpunkt des Betrachters abhängt. Noch überraschender ist für sie, was sich hinter der Formel DHMO verbirgt, nachdem sie nicht nur einen Bauern, sondern sogar einen Wissenschaftler befragt haben. Als sie einen Baumstamm mit einem Lineal ausmessen, entdecken sie, dass die Schatten von Baum und Lineal in einem Verhältnis zueinander stehen.

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