In den französischen Pyrenäen an der Grenze zu Spanien liegt das beschauliche Dorf Fogas, in dem die Handlung des Romans „Chapeau! Ein Dorf zeigt, was es kann“ angesiedelt ist. Die Gemeinde besteht aus drei kleinen Dörfern, deren Geschicke von Bürgermeister Serge Papon gelenkt werden. Er hat einen Angriff auf die Eigenständigkeit der Gemeinde, angefacht von Henri Dedieu, dem Bürgermeister des wohlhabenden Sarrat auf der anderen Seite des Flusses, erst vor einiger Zeit erfolgreich abgewehrt. In der Èpicerie von Madame Josette mit einem Glas Pastis in der Hand zieht Papon Bilanz über seine Amtszeit als Bürgermeister. Aus strategischen Gründen ist es für ihn an der Zeit, von seinem Amt zurückzutreten, und Christian Dupuy, Landwirt und zweiter Vizebürgermeister des Ortes, zu seinem Nachfolger zu machen. Doch gerade als er beschließt, Christian in seine Pläne einzuweihen, erleidet Papon einen Herzinfarkt, und jede Hilfe kommt zu spät.
Die Einwohner von Fogas stehen regelrecht unter Schock. Dass Serge Papon das Leben in der Gemeinde nicht mehr regeln wird, ist für viele kaum vorstellbar. Der Übergangsbürgermeister Pascal Souquet, der die Zusammenlegung von Fogas mit Sarrat einst befürwortet hat, will sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, um endlich regulärer Bürgermeister zu werden.
weiterlesenChapeau! Ein Dorf zeigt, was es kann von Julia Stagg
Targa Hendricks wohnt mit ihrem Hund in einem VW-Bus auf einem Campingplatz, denn in einer Wohnung in der Stadt könnte sie nicht leben. Sie braucht ihre eigene Ordnung, sortiert Bücher nach Farben und richtet Gegenstände nach der Tischkante aus. In ihrem Bus fühlt sie sich sicher. Als Undercover-Ermittlerin arbeitet sie für die Sonderabteilung K2 des Bundeskriminalamtes und wird bei Fällen mit besonders gefährlichen Verbrechern eingesetzt, die mit herkömmlichen Methoden nicht überführt werden können. Dass sie einen scharfen Verstand besitzt und weder Angst, noch Emotionen kennt, ist für ihre Arbeit sehr nützlich. Als Volker Lundt, der Leiter der Sonderabteilung, bei ihr auf dem Campingplatz auftaucht, gibt es einen schwierigen Fall, für den nur sie als Ermittlerin infrage kommt.
Manuel, Schüler am Riesener-Gymnasium in Gladbeck, ist im strömenden Regen auf dem Weg zum Sportunterricht. Er muss sich beeilen, denn er hasst es zu spät zu kommen. Doch auf dem Weg zur Sporthalle versucht jemand, ihn mit seinem Auto auf dem Bürgersteig zu überfahren. Manuel weiß auch schon, wer dahinter steckt, denn sein Deutschlehrer Herr Urian ist sichtlich darüber verärgert, dass er unversehrt davongekommen ist. Der Lehrer befiehlt drei Muskelprotzen, Manuel anzugreifen, die der allerdings im Handumdrehen zu Boden bringt. Er nutzt einen günstigen Augenblick, um auf Urian loszustürmen, der den aussichtslosen Versuch wagen muss, sich im Nahkampf gegen Manuel zu behaupten. Der sticht seinem Lehrer nach einem kurzen Kampf mit einem Messer mitten ins Herz, und Urian ist binnen weniger Sekunden tot.
Fünfundfünfzig Jahre und siebzehn Tage war Marguerite mit dem Notar Henri Delorme verheiratet. Er war der einzige Mann in ihrem Leben. Am ersten Tag ihrer Ehe legte er die Regeln fest, und sie passte sich ihm an. Eine ehrenamtliche Tätigkeit, zweimal die Woche in der Stadtbibliothek, war ein Zugeständnis, denn sie sollte nicht arbeiten. Ihr einziger Sohn Frédéric wurde, als er sechs Jahre alt war, ins Internat geschickt. Sie waren ein kultiviertes Paar und ihre tadellose Ehe verlief ohne Streit und ohne Überraschungen. Doch sie war überzeugt, dass dieser aufrechte, prüde Mann sie auf seine Weise liebte. Eines Morgens ist er nicht mehr aufgewacht, ist einfach sanft entschlafen. Der Mann, der ihr Leben bestimmte, ist ihr entrissen worden und sie fragt sich, was sie jetzt mit achtundsiebzig Jahren ohne ihn anfangen soll.
Nach seinem Studium kehrt Christian Hochstett als Lehramtsanwärter nach Kirchfelden zurück, wo er als Junge einmal eine unbeschwerte Zeit bei Luise, einer Tante seines Vaters, verbracht hat. Luise bietet ihm sofort an, bei ihr zu wohnen, und so bezieht er nach fast siebzehn Jahren das selbe Zimmer in dem kleinen Haus. Bei seinem Antrittsbesuch ist Schulleiter Dalling nicht begeistert über den neuen jungen Lehrer, denn er hat bereits trübe Erfahrungen mit einem Junglehrer machen müssen. Christian übernimmt ein drittes Schuljahr. Alles liebe Kinder, wie ihm Dalling versichert. Doch bereits am zweiten Schultag hat er zwei Feinde in der Klasse, die imstande sind, achtzehn weitere Kinder gegen ihn aufzubringen. Die Zwillinge Peter und Paul Birkenfeld regieren die Klasse. Von seinem Kollegen Sebastian Burbach erfährt Christian, dass es die Kinder vom Birkenhof Clan, die in jeder Klasse mit mindestens einem Kind vertreten sind, schon einmal geschafft haben, einen jungen Lehrer zu vertreiben, was damals mit kleinen Schikanen im Unterricht begann.
Heutzutage muss ein Buch nicht erst von einem Verlag entdeckt und für vermarktungsfähig gehalten werden, denn dank Self Publishing steigt die Zahl der begabten und weniger begabten Autoren ständig an. Einige dieser Autoren sind davon überzeugt, einen zukünftigen Bestseller auf den Markt zu bringen, doch die Realität sieht anders aus. Das weiß auch die Autorin Daggi Geiselmann, die bereits einige Bücher im Selbstverlag veröffentlicht hat. Sie möchte in ihrem humorvollen Ratgeber „Der Traum vom Bestseller und die harte Wirklichkeit“ anhand von Beispielen erklären, was auf dem Buchmarkt so alles passieren kann und welche Fallen es gibt. Sie berichtet von ihren eigenen Erfahrungen und erzählt von Ereignissen, die ihr zugetragen wurden.
Die wohlhabende 69-jährige Clara Dorn hat ihr Antiquitätengeschäft bereits vor einigen Jahren geschlossen. Doch macht sie dank ihrer solventen Privatkundschaft noch immer ein kleines Vermögen, das sie in edlen Boutiquen für Designerkleidung ausgibt. Sie sieht blendend aus, fühlt sich wie eine Frau in den besten Jahren und ist in einer Beziehung mit dem ehemaligen Model Sky. Gelegentlich träumt sie davon, für ein Lifestyle-Magazin interviewt zu werden und führt Gespräche mit einer fiktiven Journalistin. Zusammen mit ihrer einzigen Freundin Marie, die bis vor einem Jahr die exklusivste Galerie in Hamburg geleitet hat, geht sie in Kunstausstellungen und zu Theaterpremieren. Als Marie an Krebs erkrankt, besucht Clara sie nicht im Krankenhaus und bleibt auch ihrer Beerdigung fern.
An einem frühen Morgen erhalten die Bewohner des Hauses Lienhardstrasse 7 alle den gleichen Brief, die Kündigung ihrer Wohnung. Der Besitzer möchte das Haus in dem angesagten Viertel sanieren und anschließend teurer vermieten. Notgedrungen bildet sich eine Schicksalsgemeinschaft der Mieter, die gemeinsam gegen die Kündigung vorgehen wollen. Der Immobilienmakler Fabio Sonetto, der zusammen mit seiner Freundin, der Journalistin Paola Kesselmann und dem Mops Momo die Wohnung im zweiten Stock bewohnt, hat alle Mieter zu einem ersten Treffen eingeladen.
Die Stationsschwester Katharina Hofmann hat ein Verhältnis mit dem Arzt Dr. Roland Keller, der in der gleichen Klinik wie sie arbeitet. Bei einem ihrer regelmäßigen Treffen in einem Hotel schenkt ihr Roland zwei Karten für eine Theatervorstellung. Doch ihre Mitbewohnerin Leonie zieht einen Abend im Technoklub dem Besuch des Theaters vor. Während der Vorstellung erhält Katharina eine Nachricht, dass sich eine Kollegin krank gemeldet hat und sie erklärt sich sofort bereit einzuspringen, da sie gerne die frei gewordene Stelle als Stationsleiterin übernehmen möchte. Als sie sich zu Fuß vom Theater auf den Weg nach Hause macht, um in ihre Arbeitskleidung zu schlüpfen, wird sie von drei Männern überfallen und kann nur knapp einer Vergewaltigung entgehen. Doch nur wenige Tage später erleidet sie einen Zusammenbruch und wird ausgerechnet in das Krankenhaus eingeliefert, in dem sie arbeitet. Nach zwei Tagen wird sie entlassen, ist aber weiterhin krankgeschrieben. Roland hat sich nicht mehr bei Katharina gemeldet, und von Leonie erfährt sie, dass dieser die Stationsleitung angeboten wurde. In der Anrufliste ihres Handys sieht Katharina, dass ihre Schwester Sara, zu der sie seit einem Streit zu Weihnachten keinen Kontakt mehr hat, mehrmals am selben Tag versucht hat sie zu erreichen. Außerdem findet sie eine seltsame Sprachnachricht von ihr auf dem Anrufbeantworter. Nachdem sie vergeblich versucht hat, ihre Schwester auf dem Handy und in ihrer Wohnung zu erreichen, beschließt sie, zu ihr nach Rostock zu fahren.