An einem frühen Morgen erhalten die Bewohner des Hauses Lienhardstrasse 7 alle den gleichen Brief, die Kündigung ihrer Wohnung. Der Besitzer möchte das Haus in dem angesagten Viertel sanieren und anschließend teurer vermieten. Notgedrungen bildet sich eine Schicksalsgemeinschaft der Mieter, die gemeinsam gegen die Kündigung vorgehen wollen. Der Immobilienmakler Fabio Sonetto, der zusammen mit seiner Freundin, der Journalistin Paola Kesselmann und dem Mops Momo die Wohnung im zweiten Stock bewohnt, hat alle Mieter zu einem ersten Treffen eingeladen.

Als Delphine, die in einer WG unterm Dach wohnt, bei Paola und Fabio eintrifft, sind die anderen Mieter alle schon im Wohnzimmer versammelt. Tim Gutjahr, der mit seiner Frau Judith und den beiden Kindern Luca und Laurin im ersten Stock lebt, unterhält sich mit Paola und Virginia Caviezel, einer 38-jährigen, alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer Tochter Cosima die Wohnung im dritten Stock bewohnt. Vischer, der inmitten seiner Fahrräder im Erdgeschoss lebt, steht unbeteiligt bei der Gruppe, und Delphine wundert sich, dass sie in den zwei Jahren, die sie in dem Haus wohnt, noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Nachdem Tim die inoffizielle Zusammenkunft eröffnet hat, berichtet Fabio über die Möglichkeiten, gegen die Kündigungen anzugehen und schlägt vor, sich zunächst beim Mieterverband zu erkundigen, bevor sie die nächsten Schritte bereden. Weiterlesen »

Die Stationsschwester Katharina Hofmann hat ein Verhältnis mit dem Arzt Dr. Roland Keller, der in der gleichen Klinik wie sie arbeitet. Bei einem ihrer regelmäßigen Treffen in einem Hotel schenkt ihr Roland zwei Karten für eine Theatervorstellung. Doch ihre Mitbewohnerin Leonie zieht einen Abend im Technoklub dem Besuch des Theaters vor. Während der Vorstellung erhält Katharina eine Nachricht, dass sich eine Kollegin krank gemeldet hat und sie erklärt sich sofort bereit einzuspringen, da sie gerne die frei gewordene Stelle als Stationsleiterin übernehmen möchte. Als sie sich zu Fuß vom Theater auf den Weg nach Hause macht, um in ihre Arbeitskleidung zu schlüpfen, wird sie von drei Männern überfallen und kann nur knapp einer Vergewaltigung entgehen. Doch nur wenige Tage später erleidet sie einen Zusammenbruch und wird ausgerechnet in das Krankenhaus eingeliefert, in dem sie arbeitet. Nach zwei Tagen wird sie entlassen, ist aber weiterhin krankgeschrieben. Roland hat sich nicht mehr bei Katharina gemeldet, und von Leonie erfährt sie, dass dieser die Stationsleitung angeboten wurde. In der Anrufliste ihres Handys sieht Katharina, dass ihre Schwester Sara, zu der sie seit einem Streit zu Weihnachten keinen Kontakt mehr hat, mehrmals am selben Tag versucht hat sie zu erreichen. Außerdem findet sie eine seltsame Sprachnachricht von ihr auf dem Anrufbeantworter. Nachdem sie vergeblich versucht hat, ihre Schwester auf dem Handy und in ihrer Wohnung zu erreichen, beschließt sie, zu ihr nach Rostock zu fahren. Weiterlesen »

Im Jahre 1938 synthetisierte Albert Hofmann erstmals Lysergsäurediäthylamid (LSD). Doch in Tierversuchen bestätigte sich nicht die erhoffte Wirkung für den Einsatz als Kreislauf- und Atmungsstimulanz. Erst 1943 entschied sich der Chemiker das Lysergsäurediäthylamid erneut zu testen und hat durch unsauberes Arbeiten im Labor ein wenig davon über die Haut aufgenommen. Dabei bemerkt er eine veränderte Wahrnehmung, die er sich zunächst nicht erklären konnte. Zu Hause versank Hofmann in einen angenehmen, rauschartigen Zustand. Nur diesem Zufall ist die Kenntnis über die bewusstseinsverändernde Wirkung des LSD zu verdanken. In der darauf folgenden Woche unternahm er einen gezielten Selbstversuch, um seine Beobachtungen zu bestätigen. Doch da er die kleinste wirksame Dosis viel zu hoch einschätzte, erlebte er einen Horrortrip, der sich erst nach einiger Zeit in das wandelte, was erst viel später Hippies begeistern sollte. Glücksgefühle durchströmten ihn und er genoss das Spiel der Farben. Am nächsten Morgen fühlte er sich merkwürdig erfrischt.

Sechs Jahre später brachte Sandoz das LSD unter dem Markennamen Delysid auf den Markt. Das Präparat konnte von Forschungsinstituten und Ärzten kostenlos bezogen werden und wurde in der Psychotherapie bei Patienten mit Angst- und Zwangsneurosen sowie von Ärzten und Therapeuten zu „experimentellen Untersuchungen“ angewendet. Weiterlesen »

Was hat die Terroristen vom 11. September 2001 bewogen, das Leben von dreitausend Menschen im World Trade Center auszulöschen? Die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris haben einhundertdreißig Menschen das Leben gekostet. Ein blutjunger Glaubenskrieger filmt im Jahr 2012 seine Mordtaten, denen drei Kinder zum Opfer fielen. In den Jahren 2001 bis 2009 töten Mörder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vornehmlich Mitbürger islamischen Glaubens. Der rechtsextremistische, norwegische Massenmörder Breivik tötet bei den Anschlägen vom 22. Juli 2011 die jugendlichen Teilnehmer eines Zeltlagers. Am 14. Dezember 2014 töten islamistische Terroristen im pakistanischen Peschawar über einhundert Schulkinder. Keinen Monat später töten die Brüder Kouachi zehn Mitarbeiter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.

„Warum zürnt der Mensch?“ Dieser Frage geht der Rechtsanwalt, Publizist und Autor Thorsten Purps in seinem Buch Die Zornschaukel nach und versucht, die Ursachen von Gewalt in einer philosophischen Untersuchung zu ergründen. Der Autor zeigt die gesellschaftlichen Aspekte des Zorns auf und dessen Quellen in den monotheistischen Religionen wie dem Judentum, dem Islam und dem Christentum, sowie in Ideologien der weltlichen Vernunft und plädiert für Versöhnung statt Vergeltung. Weiterlesen »

Die Journalistin Yola Wolkenstein benötigt dringend eine Auszeit sowohl von ihrer Ehe, wegen einer Affäre ihres Mannes, als auch von ihrem Job in der Redaktion einer Frauenzeitschrift, in dem ihr zunehmende Konflikte mit ihrer Chefin die Arbeit erschweren. Da ihre vierjährige Tochter Janelle nach Meinung der Kinderärztin dringend Nordseeluft braucht, entschließt sie sich zu einer Mutter-Kind-Kur, obwohl sie von der Vorstellung, drei Wochen in einer Kurklinik mit anderen Frauen und ihren Kindern zu verbringen, nicht begeistert ist. Mit einem zwanzig Jahre alten VW-Bulli macht sie sich gemeinsam mit ihrer Tochter, die sie liebevoll Wölkchen nennt, auf den Weg von Hamburg in den Kurort Cuxhaven.

Bei der Ankunft in der Klinik Seeburg herrschen chaotische Zustände, und Yolas Bedenken gegen eine Mutter-Kind-Kur werden zunächst bestätigt, doch lernt sie nach kurzer Zeit einige der Frauen näher kennen, die alle mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen haben. Sie treffen sich regelmäßig am Piratenbus, ein Verkaufswagen am Strand, und unterstützen sich gegenseitig, um ihre Probleme im Alltag zu bewältigen. Yola findet die bunte Truppe zunehmend sympathisch. Sie fühlt sich immer wohler unter den Frauen und fängt an, das Leben wieder zu genießen. Nach einiger Zeit entwickeln sich schließlich Freundschaften und aus der gefürchteten Mutter-Kind-Kur wird ein wunderbarer Urlaub Weiterlesen »

Die zweiundfünfzigjährige Lehrerin Salli Sturm bringt Ausländern in einem Institut die deutsche Grammatik bei. Sie ist unverheiratet und alleinstehend, denn nachdem ihre Mutter verstorben ist, hat sie sich um die Belange ihres Vaters gekümmert und ihre Beziehung mit einem Ethologen beendet. Zwölf Jahre später machte sie die Bekanntschaft eines Professors der Linguistik, der gut zu ihr gepasst hätte, doch ihrem Vater zuliebe beendete sie auch diese Affäre. Nach dem Tod des Vaters verkaufte sie das Elternhaus und zog in ein Apartment in Schwabing.

Erst vor neun Monaten ist der fünfzigjährige Dr. Anselm Donnerstag an seine frühere Wirkungsstätte im Institut zurückgekehrt, was bei dem stark frauenlastigen Kollegium zu Aufregung geführt hat. Sein Anblick hat Salli vollkommen eingenommen, denn der gutaussehende, gebildete Akademiker ist nur zwei Jahre jünger als sie und scheint aktuell keine Frau an seiner Seite zu haben. Salli, die keinen akademischen Titel vorweisen kann, sondern nur das Erste Staatsexamen gemacht hat, würde gerne eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlichen und für dieses Vorhaben scheint ihr Anselm der richtige Mann zu sein. Doch auch die Kollegin Barbara Müller zeigt Interesse an dem Kollegen, der die beiden Frauen auf eine Kleinanzeige aufmerksam macht: Brauch ich Lehrer für Deutsch. Bitte anrufen mir. Während Barbara Müller glaubt, dass dieser Privatschüler ein hoffnungsloser Fall wäre, ist Salli davon überzeugt, dass jeder Deutsch lernen kann. Weiterlesen »

Nachdem die vier Kinder Dugo, Brauni, Camel und Zaza aus der Parallelwelt des Luna Parks entkommen konnten, wollten sie eigentlich so schnell keinen Rummelplatz mehr besuchen. Doch kann Brauni die anderen überreden, sich auf dem deutsch-französischen Volksfest in Berlin-Mitte einmal die größte Achterbahn Europas und den Schwerelosigkeitssimulator anzusehen. Nach einer Fahrt im Round-up wollen Dugo und Zaza etwas Langsameres, eine Geisterbahn, ausprobieren. Doch dabei geraten alle vier wieder zurück in die Welt des Luna Parks, die von einem König regiert wird. Der schlägt ihnen ein Spiel vor, und wenn sie gewinnen, dürfen sie den Park wieder verlassen.

Jeder von ihnen bekommt einen gut bezahlten Job und eine luxuriöse Unterkunft im reichen Luna Park Nord. Um das Spiel zu gewinnen, müssen sie eine Million Euro verdienen, eine Aufgabe, die ihnen durch den König und seine Roboter unmöglich gemacht wird. Brauni wird ein erfolgreicher Banker, der seinen Freund Dugo faule Hypothekenpapiere verkaufen muss, während Camel von seiner Assistentin falsch beraten wird und einen Kredit aufnimmt, den er nicht zurück bezahlen kann. Mit einer Spielhölle im Luna Park Süd muss er den armen Schluckern, die für drei Euro am Tag arbeiten oder betteln gehen, den letzten Cent abnehmen. Weiterlesen »

Es ist zwei Uhr in der Nacht, als die Journalistin Maria Grappa von der Bäckereibesitzerin Anneliese Schmitz auf einen Spielplatz in eine ehemalige Zechensiedlung gerufen wird. Dort sitzt eine Muslima im Sand und schaukelt den Körper eines kleinen, toten Mädchens. Wie die Ermittlungen ergeben, wurde die zweijährige Öslem erstickt. Doch die neunzehnjährige Mutter Duru Sahin steht unter Schock und ist nur eingeschränkt vernehmungsfähig. Es wird ein Haftbefehl wegen Mordes gegen sie erlassen, und sie wird in einer geschlossenen, psychiatrischen Klinik untergebracht. Von dem befreundeten Friedemann Kleist, der wegen einer Tagung zum Thema islamischer Terrorismus in der Stadt ist, erfährt Grappa, dass die neunzehnjährige Duru vor zwei Jahren ihr Abitur abgebrochen hat und nach Syrien gereist ist, um einen IS-Kämpfer zu heiraten. Der Vater des Kindes, der gesuchte Terrorist Ali Musa, soll sich in Deutschland aufhalten und sich unter den Flüchtlingen aus Syrien befinden. Die Behörden befürchten einen Anschlag.

Bei einem Gespräch mit Perihan Tercanli, einer Freundin von Duru, erfährt Grappa, wie sich die junge Muslima in den letzten Jahren verändert hat. Ihr Vater ist ein Imam und Vorsitzender der muslimischen Gemeinde. Im Integrationsrat der Stadt kümmert er sich um ein friedvolles Miteinander der verschiedenen Kulturen. Weiterlesen »

Die beiden Journalisten Brent Schlender und Rick Tetzeli arbeiten seit ihrer gemeinsamen Zeit bei dem Magazin Fortune schon seit vielen Jahren zusammen. Für ihre Biografie Becoming Steve Jobs haben sie drei Jahre lang recherchiert und zahlreiche Freunde und Weggefährten des Mitbegründers von Apple interviewt, um ein tieferes Verständnis für die Persönlichkeit hinter der Legende Steve Jobs zu vermitteln. Nach ihrer Ansicht wird in den zahlreichen, bisher veröffentlichten Biografien ein falsches Bild gezeichnet, das bereits in den achtziger Jahren immer wieder in der selben Weise verbreitet wurde.

Fast fünfundzwanzig Jahre lang hat Brent Schlender für seine Berichte im Wall Street Journal und im Magazin Fortune zahlreiche Gespräche mit Steve Jobs geführt. Im Prolog des Buches berichtet er über die erste Begegnung, die 1986 in der Zentrale von NeXT Computer in Palo Alto stattfand. Zu diesem Zeitpunkt war Jobs einunddreißig Jahre alt und bereits weltberühmt, er galt als Superstar der Hightech. Dem Mitbegründer von Apple Computer war es gelungen, mit den ersten Schaltkreisen, die er und Steve Wozniak in einer Garage in Palo Alto entwickelten, die Voraussetzungen für ein milliardenschweres Unternehmen zu schaffen, denn das Potential des Personal Computers schien praktisch unbegrenzt zu sein. Wie Brent Schlender weiter erzählt, hatte sich Jobs ein Jahr zuvor von Apple getrennt, um in seinem neuen Unternehmen NeXT Workstations zu bauen. Weiterlesen »

Julia und Simon treffen sich regelmäßig in einem geheimnisvollen, verwilderten Garten, um in dem baufälligen Gartenhäuschen des scheinbar verlassenen Anwesens ihre Hausaufgaben zu machen oder dort einfach nur abzuhängen. Doch eines Tages werden sie von der resoluten Haushälterin Wilhelmine entdeckt und von dem Grundstück vertrieben. Wie Julia zufällig von ihrem Biologielehrer Harald Hartmann erfährt, gehört das Haus mit dem einzigartigen Garten Professor Quintus Zickel, der gegen einen Besuch sicher nichts einzuwenden hat. Doch aus Angst, von der Haushälterin noch einmal erwischt zu werden, trauen sich die beiden Kinder zunächst nicht mehr in das verfallene Gartenhäuschen.

Simons Eltern, die Hagemanns, sind wohlhabende Leute, die mit einer Haushälterin und einem Gärtner eine Villa inmitten einer Parkanlage bewohnen. Eines Nachts wird Simon durch einen durchdringenden Schrei geweckt, die Haushälterin Nanetta liegt bewusstlos in ihrem Zimmer auf dem Boden. Der herbeigerufene Arzt steht vor einem Rätsel, denn die Haushälterin ist in eine Art Koma, einen Tiefschlaf, gefallen. Der Arzt lässt sie mit einem Rettungswagen in eine Klinik bringen, denn einen ähnlichen Fall hat es bereits vor einigen Tagen schon einmal gegeben. Am nächsten Tag holt Simons Vater, der Medizin studiert hat und Chef einer Arzneimittelfirma ist, Nanetta aus der Klinik zurück in die Villa, um sie dort von Fachleuten behandeln zu lassen. Weiterlesen »

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