Der zwölfjährige Lui lebt in der perfekten, hoch technisierten Welt von Isi, in der alles streng geregelt ist und selbst kleinste Vergehen, wie das Missachten der Kleiderordnung, bestraft werden. Mädchen und Jungen wachsen getrennt in Zells, kleinen Wohngruppen, auf, die von einem Vorsetzer betreut werden. In regelmäßigen Abständen müssen die Kinder in eine andere Zell wechseln, um zu verhindern, dass feste Bindungen entstehen. Doch Lui hat sich mit dem gleichaltrigen Wuck aus einer anderen Wohngruppe angefreundet, was streng verboten ist. Die beiden Jungen verabreden sich regelmäßig am Wartekiosk, um gemeinsam in einen der Vergnügungsparks zu fahren, in denen die Kinder am Nachmittag ihre Freizeit verbringen. Am Vormittag und am Abend müssen sie sich in den Zells ihrem täglichen Pensum an Lernstoff widmen, das der Vorsetzer auf jeden einzelnen Jungen abgestimmt hat.

Gelegentlich unternehmen Lui und Wuck kleine Streifzüge, wobei sie einmal tiefer in grenznahes Gelände geraten, als es erlaubt ist. Doch das Verbotene übt einen eigenartigen Reiz auf die beiden Freunde aus, und sie genießen es, sich unkontrolliert bewegen zu können. Sie wagen sich bei ihren Touren im Grenzgebiet immer weiter vor, und eines Tages überqueren sie die Grenze. Weiterlesen »

Auf der Insel Sylt findet eine mysteriöse Einbruchserie statt, wobei die Täter es nicht etwa auf die millionenschweren Luxusvillen der Touristen abgesehen haben, sondern auf die Häuser älterer, alleinstehender Inselbewohnerinnen. Die Polizei ist ratlos, zumal kaum etwas gestohlen wird. Die Täter dringen am helllichten Tag über die Terrassentüren in die Häuser ein, verwüsten die Räume und hinterlassen erhebliche Sachschäden. Karl Sönnigsen, der pensionierte Revierleiter der Polizei in Westerland, traut seinem Nachfolger Polizeihauptkommissar Peter Runge, der von der Ostsee auf die Insel versetzt wurde, die Aufklärung des Falls nicht zu und bietet den ehemaligen Kollegen seine Hilfe an. Da er sich nicht damit abfinden will, dass er inzwischen im Ruhestand ist, droht ihm Revierleiter Runge bei weiterer Einmischung mit einem Hausverbot.

Nach vier Einbrüchen zählen auch zwei Chorschwestern zu den Einbruchsopfern und Karl beschließt, zusammen mit seinem besten Freund Onno, sowie mit Hilfe der Chormitglieder Charlotte und Inge, die Täter selbst zu ermitteln. Als dann auch noch Jutta Holler, eine Nachbarin von Inge, nach einem Einbruch in ihrem Haus tot aufgefunden wird, ist das Rentnerquartett nicht mehr aufzuhalten und verfolgt eine heiße Spur. Weiterlesen »

Während des ersten Elternsprechtags seines Lebens versucht der junge Lehrer Fabian Dreher, eine Aufstellung der besten Deutschen Fußball-Nationalmannschaft aller Zeiten zu Papier zu bringen, denn er hat mit seinem Kumpel Gibbel um einen Kasten Bier gewettet, dass er eine bessere Elf aufstellen kann als sein Freund. Die einschläfernde Langeweile des Elternsprechtags macht ihn müde, woran der vorherige Abend, an dem er sich mit seinem Lehrerkollegen Herbert zum „Komma-Saufen“ getroffen hat, nicht ganz unschuldig ist, denn sie müssen bei diesem Spiel die Deutsch-Diktate ihrer Schüler korrigieren und für jeden Komma-Fehler einen Sambuca trinken. Auch nach drei Aspirin-Tabletten ist Fabian Dreher mit seinen Kräften immer noch am Ende und folgt nur gelangweilt den Ausführungen der Eltern, die ihre Kinder für Intelligenzbestien halten.

In den Pausen sind die Flure der Gesamtschule meist leer, da die Schüler bei jedem Wetter das Gebäude verlassen und die Pausen auf dem Schulhof verbringen müssen. Fabian nutzt diese Zeit, um im Lehrerzimmer einen Kaffee zu trinken. Dort verwickelt ihn sein Kollege Herbert in ein Gespräch, und erst viel zu spät macht er sich auf den Weg in den Unterricht. Ausgerechnet in dieser Situation läuft er Herrn Direktor Kaiser über den Weg, der ihm eröffnet, dass er ihn dringend sprechen möchte. Weiterlesen »

Sensible Menschen sind wunderbar, behauptet die Autorin Barbara Arzmüller in ihrem Buch Sensible Menschen – Gute Wege zu Wohlstand und Wert. Zu ihren Stärken zählen Einfühlsamkeit und Verständnis, doch gerade deshalb gelten sie oftmals als zu nachgiebig und durchsetzungsschwach. Ihnen fehlt meist die allgemeine Ellenbogenmentalität, um in Führungsposi-tionen zu gelangen. Sie sind sich ihrer Stärken nicht bewusst und empfinden ihre Sensibilität als Nachteil. Dadurch haben sie im Leben wenig Erfolg, können ihre Talente nicht nutzen und Wohlstand nur sehr mühsam erreichen.

Das muss aber nicht so sein, meint Barbara Arzmüller, denn gerade das Potential dieser feinsinnigen, sensiblen Menschen wird heutzutage in unserer Gesellschaft gebraucht. Doch wie lässt sich das ändern? Nach einer kurzen Einführung zeigt die Autorin in 30 Kapiteln mit Anregungen, Übungen und Ideen unterschiedliche Möglichkeiten auf, wie sensible Menschen ihr Selbstwertgefühl stärken und ihr Potential besser nutzen können, um ihren eigenen, passenden Weg zu Wohlstand und Erfolg zu finden. Weiterlesen »

Alex Dunbar leidet unter einer Drogenpsychose und befindet sich seit Jahren in therapeutischer Behandlung auf Gut Betzing in der Nähe von Wasserburg. Der in die Jahre gekommene Gitarrist wirkt mit seinen langen, grau gelockten Haaren und einem regenbogenfarbenen Pillbox-Hut wie ein alter Hippie. Gemeinsam mit Ben Setznick, einem jungen Punk mit Tourette-Syndrom, der ihn auf dem Waschbrett rhythmisch unterstützt, spielt er gelegentlich auf einer improvisierten Bühne im Speisesaal von Gut Betzing für ein kleines, aber wohlmeinendes Publikum den Blues. Alex und Ben galten schon immer als unzertrennlich, doch seit einiger Zeit haben die beiden Willi Oertel als ständigen Begleiter adoptiert. Er hat die Statur eines Sumoringers, ist jedoch in seiner geistigen Entwicklung auf dem Niveau eines einfältigen Kindes zurückgeblieben.

In den Siebzigerjahren war Alex der Gitarrist und Songwriter einer legendären Band und hat während dieser Zeit eine Menge Drogen konsumiert. Auf einer Party der leichtlebigen Gisa von Elbach landet er im Bett der Gastgeberin, die am nächsten Morgen erschlagen aufgefunden wird. Neben ihr liegt mit einem blutverschmierten Kerzenleuchter in der Hand Alex, der sich in einem drogeninduzierten Dämmerzustand befindet und sich an nichts erinnern kann. Weiterlesen »

Die neunundzwanzigjährige Anwältin Sophie Diehl arbeitet für die Kanzlei Traynor, Hand, Wyzanski in New Salem und ist auf Strafrecht spezialisiert. David Greaves, einer der Partner der Kanzlei, bittet sie, mit Mia Durkheim, einer potentiellen Mandantin für einen Scheidungsfall, ein Erstgespräch zu führen, obwohl Sophie noch nie eine Ehesache verhandelt hat. Denn an diesem Tag ist keiner der Scheidungsanwälte verfügbar, und Mia Durkheim ist die Tochter von Bruce Meiklejohn, eines wichtigen Mandanten der Kanzlei, der um einen Termin für sie gebeten hat. Da ihr Ehemann Dr. Daniel Durkheim nach sechzehn Jahren Ehe völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat, die ihr ausgerechnet in einem noblen Restaurant bei einem Essen mit einer Freundin zugestellt wurde, möchte ihr Vater, dass die Kanzlei den Fall übernimmt.

Obwohl Sophie für eine Scheidung juristisch schlecht ausgebildet ist, meistert sie die schwierige Situation mit viel Fingerspitzengefühl, und Mia Durkheim ist nach dem ersten Gespräch von der talentierten Anwältin begeistert. Sie möchte unbedingt von Sophie in ihrem Scheidungsfall vertreten werden, auch wenn diese noch nie einen Zivilprozess geführt hat. Wie sich herausstellt, hat Mia Durkheim damit keine schlechte Wahl getroffen, denn die junge Strafrechtlerin wartet mit neuen Ideen auf und bereitet den gegnerischen Anwälten von Kahn & Boyle einige Probleme, mit denen sie nicht gerechnet haben. Weiterlesen »

Der Psychotherapeut Jakob Jakobi will sich mit seiner Exfrau Ellen auf einem Weihnachtsmarkt treffen. Auf dem Weg dorthin wird er in einer Seitengasse von zwei Ganoven, die sich als Nikolaus und Knecht Ruprecht verkleidet haben, ausgeraubt. Sie nehmen ihm seine Brieftasche, das Handy und eine teure Uhr ab, die ein Geschenk von Ellen war. Kurz nach dem Überfall trifft er auf den Obdachlosen Franz, der die Tat beobachtet hat, aber niemanden verpfeifen will. Aus Mitleid schenkt ihm Jakob seine Mütze, einen Schal und seine Handschuhe und kommt zu spät zu seiner Verabredung mit Ellen. Sie überzeugt Jakob, den Diebstahl sofort bei der Polizei zu melden, da die wertvolle Uhr registriert ist. Währenddessen erblickt Jakob seinen ehemaligen Patienten Abel Baumann, der sich höchstpersönlich für Gott gehalten hat, in einer vorbeifahrenden Straßenbahn. Doch wie ist das möglich? Denn Abel Baumann ist seit mehr als vier Jahren tot.

Als Jakob am nächsten Morgen die Wohnungstür öffnet, um in seine Praxis zu gehen, steht Abel Baumann vor ihm und lädt ihn zu einem Frühstück ein. Zu Jakobs Verwunderung ist Abel von den Toten auferstanden, um ihn zu seinem neuen Propheten zu machen, der den Hunger in der Welt und alle Kriege beenden sowie den Menschen einen Weg in eine glückliche Zukunft weisen soll. Jakob sieht sich mit der Aufgabe als neuer Messias überfordert, und möchte viel lieber in den bereits gebuchten Wellnessurlaub fliegen. Deshalb stellt ihm Abel zur Unterstützung drei Apostel zur Seite. Dabei handelt es sich ausgerechnet um Kalle und Frieder, den verkleideten Ganoven, die ihn überfallen haben und den Obdachlosen Franz. Weiterlesen »

Nachdem Torsten Brettschneider, der Protagonist aus den beiden Romanen Elchscheiße und Kaimankacke von Lars Simon, wieder zurück in Schweden ist, kauft er ein kleines Ferienhaus ganz in der Nähe seiner Angebeteten Linda, die ihn mit ihren langen, goldblonden Haaren und einem Elfenlächeln verzaubert hat. Allerdings ist Linda zum Zweck der Selbstfindung nach Lappland gefahren, wo ihr Exfreund Olle Olofsson ein Kulturprojekt betreibt, was Torsten einiges Kopfzerbrechen bereitet. Doch beauftragt er zunächst einmal die Firma des Handwerkers Johansson mit der Renovierung des neu erworbenen Hauses. Noch während der Bauarbeiten kommt sein Kumpel Rainer in samischer Traditionsbekleidung vorzeitig von einem kulturellen Intensivkurs aus Lappland zurück. Als ihn dann noch sein Vater Gerd mit seiner esoterischen Freundin Renate und Pfarrer Pettersson unangemeldet besuchen, ist das Chaos perfekt.

Pfarrer Pettersson macht sich große Sorgen um seine Tochter Linda, die seit einigen Tagen nicht mehr zu erreichen ist. Er möchte nicht die Polizei einschalten und bittet Torsten, nach Jokkmokk zu fahren, um bei Olle Olofsson nach dem Rechten zu sehen. So begibt sich Torsten in Begleitung des realitätsfremden Sozialpädagogikstudenten Rainer in einem alten VW-Bus auf die Reise nach Lappland, um die Frau seiner Träume zu suchen, während sein Vater Gerd und Renate den Fortgang der Renovierungsarbeiten beaufsichtigen. In der eisigen Kälte Lapplands treffen Torsten und Rainer auf die Mitglieder einer Asen-Sekte, die anscheinend eine Vollmeise haben, denn sie sind davon überzeugt, die Reinkarnation nordischer Götter zu sein. Da die beiden hoffen, Linda hier zu finden, geben sie vor, auch Asen zu sein. Weiterlesen »

Der Sohn des TerroristenZak Ebrahim wurde 1983 in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania geboren und ist der Sohn eines ägyptischen Ingenieurs und einer amerikanischen Lehrerin, die zum Islam konvertierte. Sein Vater El-Sayyid Nosair hat am 5. November 1990 ein Attentat auf den Rabbi Meir Kahane verübt und war aus dem Gefängnis heraus an der Planung des ersten Bombenanschlags auf das World Trade Center beteiligt. Die Autobiografie Der Sohn des Terroristen ist unter Mitwirkung des Journalisten Jeff Giles auf Grundlage eines Vortrags, den Zak Ebrahim auf einer TED-Konferenz 2014 hielt, entstanden.

Als Zak sieben Jahre alt ist, wird er um elf Uhr abends von seiner Mutter geweckt, weil es angeblich einen Unfall gegeben hat. In letzter Zeit bleibt sein Vater oft bis spät in die Nacht in der Moschee in Jersey City. Hatte er einen Unfall? Er traut sich nicht zu fragen, was passiert ist, weil er Angst vor der Antwort hat. Seine Schwester, sein Bruder und er sollen sich so schnell wie möglich anziehen und ihre Sachen zusammenpacken, denn die Mutter weiß nicht, ob sie in die Wohnung zurückkommen werden. Weiterlesen »

Der Roman Schwarzer Mann von Daniel Holbe ist bereits der zweite Kriminalfall mit den Kommissaren Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach von der Mordkommission Bad Vilbel. Sabine Kaufmann ist vor acht Monaten aus Frankfurt in ihren Heimatort zurück gekommen, um sich besser um ihre kranke Mutter kümmern zu können. Sie war an einigen vielbeachteten Morduntersuchungen beteiligt und ist eine Frau, die Herausforderungen sucht. Doch Bad Vilbel ist keine Metropole des Verbrechens, und die letzte Mordermittlung liegt bereits Wochen zurück. Deshalb wurde ihr Kollege Ralph Angersbach inzwischen an das Präsidium in Lauterbach ausgeliehen, um die Kollegen im Vogelsbergkreis zu unterstützen.

In den drei Wochen, die Ralph Angersbach, der in der Region aufgewachsen ist, im Vogelsbergkreis durchhalten muss, kann es nicht viele Morde geben, und so besucht der Kommissar zunächst einmal seinen alten Freund, den Metzger Neifinger. Der bittet ihn, auf dem Hof von seinem Kunden Johann Gründler Nachforschungen anzustellen, denn der Alte scheint verschwunden zu sein. Aber ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt wird der Kommissar zu einem Tatort in der Nähe von Hopfmannsfeld gerufen, wo ein Mann kopfüber mit den Füßen an einem Galgen aufgehängt wurde. Der Tote ist Mitte fünfzig und wie sich herausstellt, handelt es sich um den ehemaligen Terroristen Veith Gruber, der in den achtziger Jahren an mindestens zwei Sprengstoffanschlägen sowie einer Schießerei mit der Polizei, bei der ein Beamter getötet wurde, beteiligt war. Er wurde erst vor ein paar Wochen begnadigt, was für einen Aufschrei in den Medien gesorgt hat. Weiterlesen »

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