Ruhrgebiet – Taubengurren und Kohlenhaufen von Margit Kruse

Geschichten und Anekdoten!

Ruhrgebiet – Taubengurren und KohlenhaufenIn ihrem Buch Ruhrgebiet – Taubengurren und Kohlenhaufen* gibt Margit Kruse zwölf Geschichten und Anekdoten zum Besten, die allesamt im Ruhrgebiet angesiedelt sind. Da geht es um die Vorbereitungen für Karins Konfirmation, die mit dem Nähen eines Kleides, das so gar nicht nach ihrem Geschmack war, schon lange vor dem Ereignis einsetzten und mit der völligen Erschöpfung der Mutter endeten. Petra freute sich auf die Kirchenfreizeit mit Sabine und dachte gar nicht daran, auf ein bedeutend jüngeres Mädchen aufzupassen, denn ihr lag mehr daran, die ersten Lungenzüge auszuprobieren. Während in einer Geschichte Matthias seinen Vater nicht aus der Kneipe vom Frühschoppen wegbekommt, obwohl die Mutter zu Hause vergeblich mit dem Mittagessen wartet, findet in einer anderen die Liebe von Paul zu Lydia ein trauriges Ende. Und das nur, weil er nicht der „richtigen“ Konfession angehörte. Obwohl Lydia volljährig ist, hat sie nicht die Kraft, gegen die Eltern aufzubegehren.

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Mörderisches aus Westfalen von Margit Kruse

Mörderisches aus WestfalenIn den zwölf kurzen Kriminalgeschichten „Mörderisches aus Westfalen“ konnte Margit Kruse kein Ort zum Morden heilig genug sein, denn Tote gibt es nicht nur auf einem Reiter- oder Bauernhof, an einer idyllischen Talsperre oder in einer Kornbrennerei zu beklagen, sondern selbst im Schlosspark eines Klostergartens wird ein Mann an einem Baum hängend vorgefunden und auch im erzkatholischen Paderborn schreckt man nicht vor einem Mord zurück. Mal baumelt ein Mensch mit einem Seil um den Hals in einer Räucherkammer, mal steckt eine Mistgabel oder eine Forke in der Brust einer dahingeschiedenen Person, ein anderes Mal kommt jemand unter einem Mühlrad zu Tode und auf Köpfe wird mit einem Holzhammer oder einer glühenden Schmiedezange eingeschlagen.

In einem der Kurzkrimis freut sich jemand, dass die lästig gewordene Person von einem Dritten aus dem Weg geräumt wurde, in einem weiteren Krimi sieht man sich plötzlich mit dem Tod, anstatt der gesuchten Person konfrontiert.

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Karpfen, Kerzen, Kohleofen von Margit Kruse

Karpfen, Kerzen, KohleofenMargit Kruse stellt in ihrem Buch „Karpfen, Kerzen, Kohleofen“ 24 Weihnachtskrimis aus dem Ruhrpott vor, wobei die Handlungsorte Bad Sassendorf und Meschede schon außerhalb des Ruhrgebietes liegen. Ansonsten sind die Kurzkrimis über den gesamten Ruhrpott, wie die Region von den Einheimischen genannt wird, angesiedelt. Und zwar nicht nur in den großen Metropolen Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum oder Essen, sondern auch in Buer, Westerholt, Erle, Scholven und Horst, wobei Margit Kruse natürlich auch vom Leben in den alten Bergbausiedlungen zu berichten weiß. Wer ihre Romane kennt, freut sich in einigen der Geschichten auf ein Wiedersehen mit der privaten Ermittlerin Margareta und ihrem Freund Kriminalhauptkommisar Thomas Scheffel in Buer, der zu Margaretas Seelenfrieden in einer getrennten Wohnung lebt.

In den mit reichlich recherchiertem Lokalkolorit versehenen Weihnachtskrimis rieselt, wie zu erwarten, nicht nur leise der Schnee, sondern es wird fremdgegangen, was das Zeug hält. Um einen Seitensprung oder ein länger bestehendes Techtelmechtel zu vertuschen, wird auch schon mal ein Mord in Kauf genommen.

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Fröhliches Morden überall von Margit Kruse

Fröhliches Morden überallDie Privatermittlerin Margareta Sommerfeld will mit ihrer Mutter Waltraud, ihrem Partner Thomas Scheffel, Hauptkommissar beim Polizeipräsidium Buer, und seiner Mutter Eleonore die Weihnachtstage in einem Ferienhaus im sauerländischen Bödefeld verbringen. Bereits auf der Fahrt, einen Tag vor Heilig Abend, stellt Margareta fest, dass die beiden Mütter, die sich erst im Auto kennengelernt haben, nicht gut miteinander auskommen. Zwischen Waltraud, die nach dem Ende einer Beziehung depressiv geworden ist und der Witwe Eleonore knistert es gewaltig.

Eine tot aufgefunden Frau, deren Hals von einem Eiszapfen durchstochen wurde, wird von Polizeihauptkommissar Ralf Radowski aus Bad Fredeburg sowie den hinzugezogenen Kollegen Rolf Grundmüller und Tanja Altmeier aus Dortmund rasch als Eleonore Scheffel identifiziert. Allerdings glaubt ein Nachbar, in der Toten Brigitte Voss-Grobe erkannt zu haben.

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Bergmannserbe von Margit Kruse

BergmannserbeErst vor zehn Wochen ist die ehemalige Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld zu einer staatlich geprüften Ermittlerin aufgestiegen und muss noch die für ihre Ausbildung aufgenommenen Schulden abtragen. Da bittet sie ihr Bruder Gisbert um Hilfe: Im Picksmühlenteich in Gelsenkirchen-Buer-Hassel wurde der Makler Fritz Stalewski erdrosselt aufgefunden. Gisbert räumt zwar ein, dem Makler das Nasenbein gebrochen zu haben, aber nur, weil der die Leute aus den Zechenhäusern vertreiben wollte. Obwohl er ein Alibi hat, zur Tatzeit war er bei seinem Nachbarn Norbert Koslowski, befürchtet er verdächtigt zu werden. Notgedrungen verspricht Margareta sich umzuhören, auch wenn er sie nicht bezahlen kann. Da kommt ihr die lukrative Vermittlung ihres Freundes Henry, mit dem sie zuvor in einer Detektei gearbeitet hat, gerade recht. Sie soll Dr. Klaus von Koschnitz im Auftrag seiner Ehefrau Dietlinde beobachten.

Obwohl Margareta für den einträglichen Auftrag in Bochum observieren muss, zieht es sie immer wieder an den roten Cola-Tisch des Kiosk-Besitzers Martin Bahlke in Hassel, an dem sich die Nachbarn versammeln.

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Advent, Advent, die Zeche brennt von Margit Kruse

Advent, Advent, die Zeche brenntDas Buch „Advent, Advent, die Zeche brennt“ von Margit Kruse vereint vierundzwanzig Weihnachtskrimis, von denen es jeder einzelne in sich hat! So endet beispielsweise ein besinnlicher Ausflug von zwei in die Jahre gekommenen Heimbewohnerinnen anders als geplant, ein eifersüchtiger Ehemann sieht rot und jemand muss die Erfahrung machen, dass er einen Polen besser nicht für dumm verkauft hätte. Ein Organist freut sich zu früh auf den Tod eines lästig gewordenen Chormitglieds, eine Exfrau wäre zum Fest besser nicht mehr aufgetaucht und eine Weihnachtsbäckerin erfährt den Spruch „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ am eigenen Leib. Ungeahnte Folgen hat auch der Ausflug einer Bergmannskapelle, und während es einem Kommissar an den Kragen geht, entdeckt eine Hauptkommissarin ausgerechnet in einer Umkleidekabine einen Toten. Da wird einem Mann sein Geiz zum Verhängnis, einer Frau wird der Partner nach Jahren überdrüssig, ein Monopoly-Spiel sorgt für eine Eskalation und selbst das sensible Thema des Missbrauchs greift die Autorin in einer ihrer Geschichten auf.

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Interview mit der Autorin Margit Kruse

Margit Kruse
Bildquelle: Gmeiner Verlag
Margit Kruse ist 1957 in Gelsenkirchen geboren und damit ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Die gelernte Bürokauffrau hat erst mit Mitte 40 mit dem Schreiben begonnen. Zunächst hat sie zahlreiche Beiträge in Anthologien veröffentlicht und mittlerweile hat sie sich mit den Revier-Krimis um ihre Ermittlerin Margareta Sommerfeld einen Namen gemacht. Ein Roman war sogar für den Literaturpreis Ruhr 2009 nominiert. Die Mutter eines Kindes, die sich auch schon über eine Enkelin freut, ist seit 2004 als freiberufliche Autorin tätig und ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Mit ihrem Mann und Hündin Enja, die selbstverständlich mit ihrem Frauchen auf Recherche-Tour geht, wohnt sie in Buer-Hassel.

Ich grüße dich, liebe Margit, kurz und schmerzlos mit einem Hallo, wie es bei uns im Ruhrgebiet heißt. Es freut mich, dass du die Zeit für ein Interview gefunden hast, denn immerhin sind auf unserer Webseite mittlerweile schon neun Rezensionen deiner Bücher zu finden. Wie unschwer zu erkennen ist, bist du in deinem Schreibeifer kaum zu bremsen und nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Du kannst, wenn ich das mal so sagen darf, gut zwischen den unterschiedlichen Richtungen hin- und herswitchen.

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Dunkle Geschichten aus dem Ruhrgebiet von Margit Kruse

Dunkle Geschichten aus dem RuhrgebietMargit Kruse sucht am Halterner Stausee nach einem passenden Ort, um eine Leiche zu entsorgen. Nein, natürlich ist die Autorin nicht wirklich auf der Suche nach einem Versteck für eine Leiche, sondern es handelt sich dabei um eine Geschichte in ihrem Buch „Dunkle Geschichten aus dem Ruhrgebiet“. In weiteren Episoden geht es um einen verlassenen Reiterhof in Gelsenkirchen-Heßler, um das verfallene Hotel Seestern in Haltern oder das altehrwürdige Stadtbad in Krefeld, das der Schließung zum Opfer fiel. Dasselbe Schicksal ereiferte auch das Opel-Werk in Bochum und machte damit viele Opelaner arbeitslos. Margit Kruse schreibt von der Ölkrise im Jahr 1973, welche Forscher auf die Suche nach Alternativen auf den Plan rief. In Gladbeck belieferte ein Eiermann die Bürger mit „Kartoffeln, Erdbeeren und Eiern“, wie der Eiermann laut gerufen haben soll, wohingegen die Bueraner Stadtteile mit frischer Milch von einem Milchwagen versorgt wurden, vor dem ein Pony gespannt war.

Margit Kruse weiß von einem Grubenbrand im Jahr 1935 auf der Zeche Bergmannsglück in Buer-Hassel zu berichten, dem zwei Retter zum Opfer fielen, sowie von einem Absturz eines Bombers auf dieselbe Zeche während des Zweiten Weltkrieges.

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Schneeflöckchen, Blutröckchen von Margit Kruse

Schneeflöckchen, BlutröckchenMargareta Sommerfeld beobachtet zwei Tage vor Heiligabend von ihrem Arbeitsplatz einen Überfall auf eine Filiale der Deutschen Bank in Gelsenkirchen-Buer. Da nicht nur der Erste Hauptkommissar Helmut Blauländer zugegen ist, sondern auch noch ein Notarztwagen, kombiniert die Hobbydetektivin, dass es zumindest einen Toten geben muss. Wie sie erfährt, handelt es sich dabei um den Auszubildenden André, der dem Täter im Weg gestanden haben soll. Margaretas Spürsinn ist geweckt und sie kommt auf dem Weihnachtsmarkt mit dem obdachlosen Felix ins Gespräch, dem etwas aufgefallen sein könnte. Kurzerhand lädt sie ihn dazu ein, die Feiertage bei ihr zu verbringen.

Tatsächlich geht ihre Rechnung auf, als er ihr neben Alfred, dem Besitzer einer Mandelbude, und dem Hähnchenanbieter Bodo mit Kluge, dem Besitzer eines Autohauses, einen weiteren Verdächtigen präsentiert. Margareta muss diesem unbedingt auf den Zahn fühlen und verschafft sich gemeinsam mit Felix, dem das allerdings gar nicht behagt, unerlaubten Zutritt zu seinem Wohnhaus.

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Wir Kinder der 60er & 70er Jahre – Aufgewachsen in Gelsenkirchen von Margit Kruse

Wir Kinder der 60er & 70er Jahre - Aufgewachsen in GelsenkirchenEs sind die Nachkriegsjahre, die uns den wirtschaftlichen Aufschwung gebracht haben und vielfach als Wirtschaftswunder bezeichnet werden. In dieser Zeit ist auch Margit Kruse groß geworden und hat ihre Erinnerungen in dem Buch „Wir Kinder der 60er & 70er Jahre – Aufgewachsen in Gelsenkirchen“ festgehalten. Sie schreibt von der Wohnsituation in der ehemaligen Bergarbeiterstadt, in der extra für die unter Tage Beschäftigten Zechensiedlungen erbaut wurden. Familienausflüge führten in die nahe Umgebung, nach Schloss Berge, an den Kanal oder in den Zoo. Was zu Weihnachten auf den Wunschzetteln der Kinder stand, weiß sie noch genauso wie die Dinge, die in eine Schultüte gehörten.

Die Autorin erinnert sich an den ersten Kinobesuch, die erste Tanzveranstaltung und erste Küsse, wobei durch Flaschendrehen ausgelost wurde, wer wen küssen darf oder muss! Die Jugendlichen griffen zur ersten Zigarette, fieberten dem ersten Moped oder später Auto entgegen, fuhren zum ersten Mal alleine in den Urlaub und durften mit 18 Jahren endlich zur Wahlurne. Sie weiß von Freibadbesuchen zu berichten und von einem Autokino, das es nur in wenigen Städten gab.

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