Es sind die Nachkriegsjahre, die uns den wirtschaftlichen Aufschwung gebracht haben und vielfach als Wirtschaftswunder bezeichnet werden. In dieser Zeit ist auch Margit Kruse groß geworden und hat ihre Erinnerungen in dem Buch „Wir Kinder der 60er & 70er Jahre – Aufgewachsen in Gelsenkirchen“ festgehalten. Sie schreibt von der Wohnsituation in der ehemaligen Bergarbeiterstadt, in der extra für die unter Tage Beschäftigten Zechensiedlungen erbaut wurden. Familienausflüge führten in die nahe Umgebung, nach Schloss Berge, an den Kanal oder in den Zoo. Was zu Weihnachten auf den Wunschzetteln der Kinder stand, weiß sie noch genauso wie die Dinge, die in eine Schultüte gehörten.
Die Autorin erinnert sich an den ersten Kinobesuch, die erste Tanzveranstaltung und erste Küsse, wobei durch Flaschendrehen ausgelost wurde, wer wen küssen darf oder muss! Die Jugendlichen griffen zur ersten Zigarette, fieberten dem ersten Moped oder später Auto entgegen, fuhren zum ersten Mal alleine in den Urlaub und durften mit 18 Jahren endlich zur Wahlurne. Sie weiß von Freibadbesuchen zu berichten und von einem Autokino, das es nur in wenigen Städten gab.
weiterlesenWir Kinder der 60er & 70er Jahre – Aufgewachsen in Gelsenkirchen von Margit Kruse

„Wer mordet schon…“ ist eine Reihe von kriminellen Freizeitführern, die zu den unterschiedlichsten Gegenden in Deutschland Freizeittipps liefert, die wiederum von den jeweiligen Autoren geschickt in Kurzkrimis eingearbeitet wurden. In elf Geschichten schreibt Margit Kruse in „Wer mordet schon im Hochsauerland?“ von einem vergifteten Finanzbeamten und weiter von einem Mann, der unter Schneemassen begraben liegt, nur weil ihm ein Glas Wasser verweigert wurde. Seiner Aufdringlichkeit fällt ein Vertreter zum Opfer, und ein nur mit einer knappen roten Unterhose Bekleideter wird abgeführt, während Freunde einem Forellenzüchter übel mitspielen, wodurch einer von ihnen ein tödliches Ende im Teich findet. Gestorben wird aber auch in einem Heilstollen, wobei der Kommissar zu klären hat, ob es sich um einen Unfall oder Mord gehandelt hat.
In der Vorweihnachtszeit machen es sich viele Menschen gerne zu Hause in der warmen Stube gemütlich und greifen zu einem Buch. Welche Lektüre könnte sich da besser anbieten als „Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet“? In dreizehn, in sich abgeschlossenen Geschichten rund um das Fest schreibt Margit Kruse, wie die Menschen im Ruhrgebiet diese festlichen Tage erlebt haben.
Margareta Sommerfeld hat sich von ihrer Mutter Waltraud zu einer Tagestour mit dem Bus nach Bad Sassendorf überreden lassen. Sie selbst hat die vierzig zwar schon überschritten, aber zwischen den deutlich älteren Mitreisenden fühlt sie sich deplatziert. Umso mehr sticht ihr ein Mann ins Auge, der in ihrem Alter und dazu ungewöhnlich elegant gekleidet ist. Als Simon von Brehden zeigt er Interesse an der reichen, über siebzigjährigen Brigitte Hoffmann, doch Margareta erkennt in ihm ihren früheren Klassenkameraden Harald Kleinschnittger. In den nächsten Tagen recherchiert sie seinen Wohnort und erfährt von seiner Nachbarin Susanne Mackenrodt, dass sein Architekturbüro kurz vor der Insolvenz steht. Margareta besucht ihn und will wissen, warum er als gut aussehender, junger Mann Interesse an älteren Frauen hat. Nachdem sie die Nacht bei ihm verbracht hat, händigt er ihr einen Wohnungsschlüssel aus. Doch als Margareta ihn zum vereinbarten Termin besucht, findet sie ihn mit einer Drahtschlinge um den Hals tot im Heizungskeller vor.
„Zechenbrand“ ist der zweite Buer-Krimi von Margit Kruse mit der taffen Hobbyermittlerin Margareta Sommerfeld, die inzwischen von der Verkäuferin in der Süßwarenabteilung bei Hertie in ein Geschäft für Damenoberbekleidung gewechselt hat. Ihre leidenschaftliche Beziehung mit Karol aus dem Roman 