Schlau food für alle von Gina Schlote und Dr. Axel Schlote

Schlau food für alleFür die Umstellung der Ernährung auf vegetarische Kost bedarf es einer Motivation, die häufig in gesundheitlichen Gründe zu finden ist. Das Ehepaar Gina und Dr. Axel Schlote verspricht in seinem Buch Schlau food für alle ein Essen mit Gewinn. In dem ersten von insgesamt sieben Zielen wird ein längeres Leben in Aussicht gestellt, auch wenn sie dafür keine Garantie übernehmen können. Da sie eine frische Zubereitung der möglichst in ursprünglichem Zustand verarbeiteten Lebensmittel mit Kräutern propagieren, wird auch in puncto Geschmack und Vielfalt das Ziel erreicht. Ein optimales Gewicht, so die Autoren, stellt sich ganz nebenbei ein, und diese dauerhafte Gewichtsreduktion bewirkt wiederum, dass sich der Mensch gesund und fit fühlt.

Das fünfte Ziel, Tiere und die Umwelt zu schonen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Sie machen deutlich, dass allein schon eine vegetarische Ernährung kein Indiz für eine gesunde Ernährung ist und kritisieren die Massentierhaltung. Wer auf Fleisch verzichtet, dem bleiben nicht nur die Rückstände des Einsatzes von Antibiotika erspart, er leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz und Verminderung des Hungers auf der Welt.

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Der Serienkiller, der keiner war von Dan Josefsson

Der Serienkiller der keiner warMitunter ist es schwierig, einen Täter zu einem Geständnis zu bewegen. Ganz anders verhält es sich jedoch in dem Sachbuch Der Serienkiller, der keiner war , in dem Dan Josefsson der Frage nachgeht, wie es möglich ist, dass ein Mensch 39 Morde gesteht, aber keinen einzigen davon begangen hat. Als der Autor zur Beerdigung seines Freundes Hannes Råstam fährt, der 2008 den größten Justizskandal des Jahrhunderts um den Fall Sture Bergwall aufdeckte, bittet ihn kurz darauf der Bruder des angeblichen Killers, bisher noch unerwähnte Details in einem Buch zu veröffentlichen. Um dieser Bitte nachzukommen und die Arbeit seines verstorbenen Freundes fortzusetzen, beginnt Dan Josefsson mit der Recherche:

Im Jahr 1991 wird der Drogenabhängige Sture Bergwall wegen Diebstahls in die Forensische Psychiatrie in Säter eingeliefert und im selben Jahr beginnt er eine Therapie. Die Psychologen erstatten der zu Therapiebeginn bereits 77 Jahre alten Psychoanalytikerin Margit Norell Bericht, da sie die Supervision übernommen hat und Stures Aussagen einer Deutung unterziehen will.

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Ohne Plan durch Kirgisistan von Markus Huth

Ohne Plan durch Kirgisistan„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen“, lautet ein bekanntes Sprichwort, und tatsächlich kann der Journalist Markus Huth einiges über seine Reise erzählen, die ihn Ohne Plan durch Kirgisistan führt. Alles beginnt mit einer Nachricht über Facebook seines österreichischen Freundes Franz, mit dem er eine Studentenwohnung in Moskau teilte. Als Deutschlehrer unterrichtet dieser in der Ukraine und schlägt dem Hamburger eine Tour in die kirgisische Republik nach Zentralasien vor. Markus muss nicht lange überlegen, denn Sprachprobleme sind nicht zu erwarten, er selbst ist gerade arbeitslos geworden und außerdem hat ihn seine Partnerin Rita verlassen.

Zwei Wochen später treffen sich die beiden in der Hauptstadt Bischkek und beziehen dort ein „schön geschmackloses“ Zimmer. Eine abenteuerliche Fahrt führt sie nach Dschalalabat, wo es ein Moslem mit dem von Allah auferlegten Bierverbot nicht so genau nimmt. Auf Markus und Franz warten dort allerlei Überraschungen, bevor es weiter nach Arslanbob geht. Nachdem sie einen Walnussbaumwald bewundert haben, führt sie ihre Reise in die dreißig Grad warme Stadt Osch. Zu Pferd geht es viele Stunden von Kotschkor hinauf zum Bergsee Songköl, wo sie zwei Nächte in einer Jurte übernachten.

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Nächste Ausfahrt Zukunft von Ranga Yogeshwar

Nächste Ausfahrt ZukunftRanga Yogeshwar gesteht schon in dem Vorwort seines Buches Nächste Ausfahrt Zukunft , dass er als Wissenschaftsjournalist eine andere, ihn prägende Perspektive auf die Dinge des Fortschritts genießt als die meisten Menschen. Bereits in den ersten Sätzen lässt er seinen privaten, familiären Alltag in Form eines defekten Kaffeeautomaten einfließen, womit er deutlich macht, dass er als Zielgruppe nicht nur Wissenschaftler ansprechen will, sondern vor allem auch Laien. Im Zusammenhang mit Smartphone und WhatsApp, die nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitswelt und das Familienleben sind, spricht er von einer digitalen Revolution, wobei er die Frage nach einer möglichen totalen Überwachung aufwirft. Ein jeder muss sich bewusst machen, dass die über ihn gesammelte Datenfülle nicht ersichtlich ist, ähnlich unsichtbarer Strahlung, so sein Vergleich, trotzdem aber existiert.

Ausführlich schreibt der Autor über die Kernspaltung, eines seiner Fachgebiete als Physiker. Seine Erfahrungen und Eindrücke, die er im Reaktorgebäude von Tschernobyl sammeln durfte, präsentiert er dem Leser in eindrucksvollen Tagebucheinträgen, wobei er nicht mit Kritik spart. Mit demselben, bewährten Team besuchte er Fukushima, rekonstruiert die letzten Minuten vor der Katastrophe, und gerade durch die detaillierte Schilderung seiner Gefühle während der Besichtigung macht er die Beklemmung begreifbar.

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Die Honigfabrik von Jürgen Tautz und Diedrich Steen

Die HonigfabrikDas Sachbuch Die Honigfabrik von Jürgen Tautz und Diedrich Steen beginnt schon mit einer interessanten Schilderung über die Honigsammler in Südindien. Die Autoren rekonstruieren den spannenden Weg, den die Imkerei über die Jahrhunderte bis heute zurückgelegt hat und zeigen die Entwicklungsstadien der Biene von der Eiablage zur Verpuppung, von einer Putzbiene zur Ammenbiene und weiter zur Honigmacherin auf, die schließlich zur Futtersuche als Sammelbiene ausschwärmt. So müssen Spurbienen jedes Jahr nach der Überwinterung nach neuen Quellen suchen, die sie im Stock über Tanzfiguren, den sogenannten Schwänzeltanz, ihren Artgenossen mitteilen. Anders als beim Entdecker Karl von Frisch kann heute bei der Erforschung auf moderne Videotechnik zurückgegriffen werden.

Die Autoren schreiben von der traurigen und brutal anmutenden Existenz der Drohnen, machen einen notwendigen Abstecher in die Genetik und gehen auf die unterschiedlichen Bienenrassen ein. Sie erläutern nachvollziehbar, wie eine Königin, die nur für das Eierlegen zuständig ist, auf geheimnisvolle Weise entsteht und auch, was zu ihrem Untergang führt.

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Schweiß, Schlamm und Endorphine von Raffael Zeller

Seit den 1990er Jahren ist ein neues Virus auf dem Vormarsch: Obstacle Course Race, kurz OCR, befällt sowohl Männer, als auch Frauen. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um ein Matschrennen, einen in jeder Hinsicht extremen Hindernislauf, den aktive Soldaten und Reservisten bereits von den Vielseitigkeitswettkämpfen beim Militär kennen, der dort jedoch in wesentlich kürzeren Distanzen und mit bedeutend weniger Hindernissen praktiziert wird. Für Raffael Zeller ist dieser Extremsport seit über zwanzig Jahren ein Thema, und weil er keine Fachliteratur dazu finden konnte, hat er sich entschlossen, das Buch Schweiß, Schlamm und Endorphine herauszugeben.

Der Autor vermutet, dass man sich mit dem Wühlen im Schlamm ein Stück Kindheit bewahren will und Urinstinkte geweckt werden. Wenn schmerzhafte Krämpfe den Sportler quälen und er der Verzweiflung beim Bezwingen einer fünf Meter hohen Halfpipe, im Eintauchen in Eiswasser oder eines Hindernisses mit Elektroschocks nahe kommt, ist das Durchhaltevermögen zu 80% eine reine Kopfsache.

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Nürnberg – einfach Spitze! von Philip J. Dingeldey

Nürnberg – einfach Spitze!Philip J. Dingeldey, der davon überzeugt ist, dass Nürnberg – einfach Spitze! ist, beginnt sein Buch mit der Aufzählung von Superlativen. Dazu zählen die älteste Buchhandlung sowie das größte Kino von Deutschland, in dem auch Silvesterpartys gefeiert werden. In Nürnberg steht die älteste Kettenbrücke Europas, die Stadt beherbergt den größten europäischen Figurenbrunnen und einzigartig auf der Welt ist auch ein riesiger Kessel für eine Feuerzangenbowle.

Der Autor weiß von mittelalterlichen Traditionen zu berichten und bis in diese Zeit zurückreichenden Festen. Er gibt Hintergrundinformationen zur Kaiserburg, dem Wahrzeichen von Nürnberg, schreibt von Fußball und Trachtenmode sowie vom fränkischen Dialekt. Natürlich widmet er auch dem weit über die Grenzen hinaus bekannten Christkindlesmarkt und den berühmten Nürnberger Lebkuchen einen Abschnitt und vergisst dabei nicht, ein weiteres Markenzeichen zu erwähnen: Die Nürnberger Rostbratwurst.

In die Rubrik der Legenden, von denen Philip J. Dingeldey schreibt, reiht sich die Figur des Kaspar Hauser ein. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wer dieser Mann war und woher er kam.

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Eat for Health von Dr. Joel Fuhrman

Eat for HealthWer möchte nicht von einer chronischen Krankheit geheilt werden oder für die Zukunft vor einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz gefeit sein? Dr. Joel Fuhrman verspricht genau das jedem, der seine Ernährung entsprechend den Angaben in seinem Buch Eat for Health umstellt. Aufgrund seiner über zwanzigjährigen Erfahrung als Allgemeinmediziner mit Tausenden Patienten ist er davon überzeugt, dass wir mit unserer Nahrung nicht ausreichend Mikronährstoffe aufnehmen, denn nur wertvolle und kalorienfreie Bestandteile sind in der Lage, Karzinogene in unserem Körper unschädlich zu machen oder DNA-Schäden zu reparieren.

Um es vorweg zu nehmen: Auch wenn es im Untertitel „gesund abnehmen“ heißt, ist das Buch in erster Linie kein Ratgeber für eine neue Diät, sondern es geht vielmehr um eine gesunde Lebensweise, bei der sich das Abnehmen ohne zu hungern von ganz alleine ergeben soll. Der Autor baut auf eine schrittweise, völlige! Ernährungsumstellung, bei der weniger Fett, Proteine und Kohlenhydrate konsumiert werden darf und auf Zucker, Süßstoffe, Weißmehl, raffinerierte Öle und überhaupt auf alle verarbeiteten Produkte möglichst verzichtet werden soll.

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Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind von Sina Pousset

Keine Ahnung, wo wir hier gerade sindBereits als Studentin ist Sina Pousset häufig mit einem Fernbus unterwegs gewesen. Auch heute reist sie mit ihnen quer durch Europa und hat ihre im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen in dem Buch Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind zusammengefasst. Manche Reise, so ist zu lesen, beginnt schon mit dem Problem, das sich bei einer Buchung über die entsprechende App ergibt und findet eine Fortsetzung mit der Suche nach der Bushaltestelle. Die Jogginghose hat sich als Kleidungsstück auf langen Fahrten bewährt und was das Gepäck anbelangt, so sind immer die Gegenstände, die man sucht, ganz unten zu finden. Nicht zu unterschätzen ist die richtige Wahl des Sitzplatzes, wobei die Unsitte mancher Mitreisender störend ist, einen freien Platz durch Gepäck zu blockieren, wozu sogar einmal eine Tanne gehört hat.

Unter den Busfahrern gibt es einige, die nette Scherze machen, doch zwecklos ist es, jemanden um eine rücksichtsvollere Fahrweise zu bitten, sofern man nicht selbst das Steuer übernehmen kann. Was die Ruhe während der Fahrt anbelangt, so kann man die nur in den seltensten Fällen genießen: Einmal wird man durch ein zu lautes Telefongespräch gestört, ein anderes Mal schreit ein Kleinkind oder die Rücklehne des Vordersitzes wird so weit zurückgestellt, dass man kaum noch Platz hat und schon recht nicht schlafen kann, woran aber gelegentlich auch nicht einrastende Fußstützen verantwortlich sind.

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Die Krebsrevolution von Miguel Corty Friedrich

Die KrebsrevolutionKann es sein, dass eine neue Behandlungsmethode zur Bekämpfung der Krebskrankheiten weder in Spanien oder England, noch bei uns in Deutschland Erwähnung gefunden hat, obwohl sie bereits seit vielen Jahren mit Erfolg Anwendung findet? Miguel Corty Friedrich, selbst Arzt und Leiter ärztlicher Fakultäten, behauptet das zumindest in seinem Buch Die Krebsrevolution . Die Rede ist von einer homöopathischen Behandlung, die eine indische Arztfamilie ausgearbeitet hat. Die Banerjis haben sich bereits seit vier Generationen der homöopathischen Therapie verschrieben, die in Indien auf eine lange Tradition zurück blicken kann, und haben das von Samuel Hahnemann vor mehr als zweihundert Jahren zur praktischen Anwendung gebrachte homöopathische Prinzip weiter entwickelt. Im Gegensatz zu dem von Hahnemann aufgestellten Gesetz, die Medikation auf Grundlage spezifischer Besonderheiten des Patienten auszuwählen, gehen sie bei ihren Banerji-Protokollen™ vereinfacht davon aus, dass eine bestimmte Krebsart die gleiche Medikation erfordert. Der Autor erklärt das mit den immer präziser gewordenen Diagnosestellungen.

Schon in seinem Vorwort räumt Miguel Corty Friedrich der Krebsprävention die größte Bedeutung ein. Seit über zwanzig Jahren sucht er nach neuen Wegen der Heilung, weil er die Folgen der aggressiven Chemotherapien nicht mehr hinnehmen will, die letztlich mindestens so grausam wie mittelalterliche Behandlungsmethoden seien.

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