Die Kommissarin und der Metzger – Auf Messers Schneide von Bent Ohle

Die Kommissarin und der Metzger - Auf Messers SchneideWährend Kriminalhauptkommissarin Tanja Terholte von der Mordkommission Münster gerade einen Fall löst, wird sie mit ihrem Kollegen Jens Förster zu einem neuen Fall gerufen: Ausgerechnet in ihrem Wohnort Horstmar hat Landwirt Lothar Wenninghoff in seinem Schweinestall menschliche Überreste entdeckt, die seinen Schweinen zum Fraß vorgeworfen wurden. Kurz darauf findet auch Jürgen Holthefe in seinem Garten Leichenteile. Als der Tierarzt Dr. Stratmann vermisst gemeldet wird, müssen die Ermittler davon ausgehen, dass es sich bei den Leichenteilen um seine Überreste handelt.

Tanja, die auf dem mit ihrem Bruder Rudi gemeinsam bewirtschafteten Hof im Nebenerwerb eine Rinderzucht betreibt, weiß sich keinen anderen Rat und bittet Rudi um Unterstützung. Er ist nicht nur Schlachter und betreibt im Ort eine Metzgerei, sondern interessiert sich zudem für Anatomie und Forensik.

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Das Biedermeier-Spielzeughaus von Therese und Hubert Siegmund

Das Biedermeier-SpielzeughausEin ganz ungewöhnliches Werk haben Therese und Hubert Siegmund mit dem Bilderbuch Das Biedermeier-Spielzeughaus * geschaffen. Bilderbücher, die ohne Text auskommen, sind zwar nichts Besonderes und es gibt sie in Hülle und Fülle, womit gerade die Kleinsten einen ersten Zugang zu einem Buch überhaupt gewinnen. Was aber dieses Werk von allen anderen unterscheidet ist, dass es sich zu einer Wohnstube aufklappen lässt, die typisch für die Wohnsituation der Jahre um 1840 ist und als Biedermeier bezeichnet wird.

Anstelle der Möglichkeit zum Blättern zeigt sich in dem großformatigen Buch nach dem Aufklappen mittig die Front eines Spielwarengeschäftes von Julius Siegmund, zur rechten im Erdgeschoss ein Kinderzimmer und darüber eine Küche, deren drei Seiten von vorne betrachtet werden können, während die eine Seite der „Wand“, je nach Betrachtungswinkel, die Fensterfront von außen gesehen darstellt, an die sich ein Garten anschließt.

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Die Sommergäste von Matias Acosta

Die SommergästeEin allein lebender Mann wird zum Sommerbeginn durch laute Rufe geweckt. Als er die Ursache, drei laut schnatternde Gänse erblickt, ahnt er schon, dass es von nun an mit der morgendlichen Ruhe vorbei ist. Sämtliche Versuche, die Gänse zu verscheuchen, misslingen. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese den Sommer über zu dulden. Früher als sonst wird es Herbst, doch die Gänse brechen immer noch nicht auf. Offensichtlich ist ihnen nicht klar, dass sie bei ihm nicht überwintern können. Aber wie soll er ihnen das klar machen?

Das großformatige Bilderbuch von Matías Acosta kommt mir sehr wenig Text aus, denn seinen Illustrationen können weitere Informationen entnommen werden. Das beginnt bereits mit dem Lebensumfeld des Mannes, der ohne Nachbarn alleine in einem kleinen Haus mit einer angrenzenden Runddachhalle wohnt, umgeben von Bergen.

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Das Gewicht der Worte von Pascal Mercier

Das Gewicht der WorteSimon Leyland ist seit seiner Kindheit von Sprachen fasziniert und nachdem er von der Schule in Oxford davongelaufen und in einem drittklassigen Hotel als Nachtportier untergekommen ist, besucht er einmal im Monat seinen Onkel Warren Shawn, einen Professor für orientalische Sprachen. Bei einem seiner Besuche hängt im Wohnzimmer eine große Karte des Mittelmeers, und Leyland äußert den Gedanken, dass er die Sprachen aller Länder lernen möchte, die ans Mittelmeer grenzen. Während der drei Jahre, die er im Belsize Retreat Hotel arbeitet, lernt er mehrere Sprachen aus Büchern, die ihm Warren Shawn geliehen hat. Am Anfang des zweiten Jahres bekommt er seinen ersten Auftrag als Übersetzer, dem kurz darauf weitere Anfragen von Verlagen folgen.

Seiner Ehefrau, der Journalistin Livia Petot, begegnet Leyland zum ersten Mal in der U-Bahn, wo sie versehentlich ihr Notizbuch vergisst. Kurz darauf fährt er mit dem Notizbuch zu einer Gerichtsverhandlung nach Aylesbury, um sie dort wiederzusehen.

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Hörst du, wie der Himmel singt? von Kirsten Miller

Hörst du, wie der Himmel singt?Der achtjährige Ash lebt mit seiner Mutter Yanela in einem kleinen Haus in Südafrika, in dem schon seine Vorfahren gelebt haben. Regelmäßig besucht ein fremder Mann seine Mutter und zieht sich mit ihr zurück, so dass Ash noch die Geschwister Honey und Zuko bekommt. Obwohl schon der kleine Zuko ein guter Beobachter ist, kann er nicht sprechen und somit auch nicht artikulieren, dass er lieber barfuß läuft, weil die Schuhe drücken. Als Ash zwölf Jahre alt ist, besucht sie der Fremde ein letztes Mal. Da mit seinem Fortgang die Geldzuwendungen ausbleiben, geht es der Familie zunehmend schlechter. Für die kränkliche Honey fehlt es an Medikamenten. Sie verstirbt, woraufhin die Mutter hinter dem Haus eine Grube aushebt. Eine Beerdigungsfeier kann sie sich nicht leisten, denn sie ist ohne Arbeit.

Als Ash siebzehn Jahre alt ist, verrät ihm seine Mutter auf dem Sterbebett, dass der Fremde ein teurer Anwalt in der Stadt ist und Dominic Rahl heißt. Sie rät ihrem Sohn, von dem Ort, an dem alle krank werden, wegzugehen und bittet ihn, sich um Zuko zu kümmern.

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Steine schmeißen von Sophia Fritz

Steine schmeißenAnna feiert in Wien mit ihren Freunden Marie, Jara, Samir, Erik, Linda, Lukas und Fede, der aus Frankfurt zu Besuch gekommen ist, den Jahreswechsel. Es wird Wein getrunken und „gekokst“. Während es gilt, die letzten Stunden des Jahres irgendwie zu überbrücken, hat Samir die Idee, dass jeder eine Liste mit allen Tiefpunkten des vergangenen Jahres führen soll, weil man sich danach „gereinigt und entspannt“ fühlt. Alle sind einverstanden, es werden Papier und Schreiber verteilt. Lukas sammelt die vollgeschriebenen Listen ein und meint, dass das zwar schon gut war, doch müssten alle noch ehrlicher werden. Damit „das mit der Energie“ funktioniert, müssten die noch ehrlicheren Dinge auf Steine geschrieben werden, die „nachher gemeinsam vor Mitternacht in die Donau“ geworfen werden müssten.

Anna, lange Zeit mit Alex befreundet, lässt ihre Freunde weiterhin in dem Glauben, dass sie sich mit ihm verlobt hat, was jedoch nicht stimmt, da sich Alex von ihr getrennt hat.

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Endlich wieder Meer von Christiane Franke

Endlich wieder MeerKatharina Baumgartner erhält einen Anruf vom Klinikum Wilhelmshaven: Ihrem Vater Walter Hansen geht es sehr schlecht und man müsse mit dem Schlimmsten rechnen. Als sie ihrem Ehemann Hannes sagt, dass sie für den nächsten Tag einen Flug nach Deutschland buchen will, zeigt der wenig Verständnis für ihr Vorhaben. Schließlich, so entgegnet er, ließe sie ihn mitten in der Weinlese im Stich, und von ihrem nunmehr erkrankten Vater, der Eigentümer einer Werft ist, hätte sie seit ihrem Weggang von Hooksiel in die österreichische Steiermark vor über zwanzig Jahren nichts mehr gehört.

Entgegen der Bitte ihres Mannes zu bleiben reist Katharina ab und wird von Ingrid Brinkmann, der langjährigen Sekretärin von Walter Hansen, vom Flughafen abgeholt. Bei der Ankunft im Krankenhaus teilt man ihr mit, dass ihr Vater zwischenzeitlich auf der Intensivstation liegt und in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Eine Versöhnung, wie Katharina gehofft hat, ist damit zumindest nicht so schnell möglich.

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Fröhliches Morden überall von Margit Kruse

Fröhliches Morden überallDie Privatermittlerin Margareta Sommerfeld will mit ihrer Mutter Waltraud, ihrem Partner Thomas Scheffel, Hauptkommissar beim Polizeipräsidium Buer, und seiner Mutter Eleonore die Weihnachtstage in einem Ferienhaus im sauerländischen Bödefeld verbringen. Bereits auf der Fahrt, einen Tag vor Heilig Abend, stellt Margareta fest, dass die beiden Mütter, die sich erst im Auto kennengelernt haben, nicht gut miteinander auskommen. Zwischen Waltraud, die nach dem Ende einer Beziehung depressiv geworden ist und der Witwe Eleonore knistert es gewaltig.

Eine tot aufgefunden Frau, deren Hals von einem Eiszapfen durchstochen wurde, wird von Polizeihauptkommissar Ralf Radowski aus Bad Fredeburg sowie den hinzugezogenen Kollegen Rolf Grundmüller und Tanja Altmeier aus Dortmund rasch als Eleonore Scheffel identifiziert. Allerdings glaubt ein Nachbar, in der Toten Brigitte Voss-Grobe erkannt zu haben.

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Ein Licht im Wald von Raphaël Kolly

Ein Licht im WaldAuf einem Feld macht das Kaninchen Entdeckungen und beobachtet kleine Tiere. Dabei gelangt es immer tiefer in den Wald, den es in der Dunkelheit nicht kennt. Das Kaninchen fragt sich, wo die Sonne geblieben ist und fängt in der Nacht an zu weinen. Endlich sieht es Ein Licht im Wald *, das warm ist und das es sogar zu einem Ball formen kann. Das Licht vor sich hertragend, bahnt sich das Kaninchen den Weg. Plötzlich rumpelt der Boden und es kommt ein Maulwurf zum Vorschein, der um ein Stück des Lichts bittet, damit er in seinem Bau lesen kann. Das Kaninchen gibt dem Maulwurf die Hälfte seines Lichts ab.

Als nächstes möchte ein Greifvogel ein Stück von dem Licht, und wieder teilt das Kaninchen, damit der Vogel seiner Freundin nach Hause leuchten kann. Nachdem auch noch der Fuchs von dem Licht möchte, damit sein Kind besser einschlafen kann, ist nach der erneuten Teilung das Licht nur noch so klein, dass das verzweifelte Kaninchen nicht mehr den Weg aus dem Wald finden kann.

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Kleinstadtfarben von Martin Becker

KleinstadtfarbenPeter Pinscher ist Single und Todesursachenermittler bei der Kripo. Nach dem Tod seines Vaters lebt seine Mutter im Altersheim seines Heimatortes Mündendorf. Wegen der Heimkosten hat er das Haus verkauft, was er ihr gegenüber allerdings verschweigt. Stattdessen lässt er sie in dem Glauben, dass sie nach einer notwendigen Renovierung wieder nach Hause kann. Eines Tages benimmt er sich einem Passanten gegenüber unrühmlich und wird deshalb von seiner Vorgesetzten unverzüglich vom Rhein nach Mündendorf strafversetzt. Dort soll er, wie ihm sein neuer Chef und alter Schulkollege Paul Goranek mitteilt, als Bezirksdienstbeamter Vorträge in Kindergärten und Schulen halten.

Peter versucht sich damit zu trösten, dass er an seiner neuen Dienststelle endlich einen Hund halten und seine Mutter täglich besuchen kann. Als in der Oestertalsperre die Wasserleiche von Elisabeth Seifert, für ihn immer nur Glotzen-Elsbeth, aufgefunden wird, horcht er auf, denn der Käufer seines Hauses war ihr Sohn Kurt. Peter, der diesen wie so viele im Dorf aus Schulzeiten kennt, weiß, dass er gerne Apotheker geworden wäre, weshalb er den Obduktionsbericht anzweifelt und zum ersten Mal in seinem Leben ermittelt.

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