Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut
Ältere Lehrer wissen um die in den letzten Jahren sozialen und emotionalen Veränderungen der Schüler, die ihnen Sorgen bereiten. In seinem Sachbuch Deutschland verdummt* widmet sich Michael Winterhoff dieser Gegebenheit und stellt fest, dass es bis in die 1990er Jahre gängige Praxis war, Kindern das Wissen durch Erwachsene zu vermitteln. Doch der seitdem propagierte offene Unterricht an unseren Schulen verhindert das, und der Autor spricht in dem Zusammenhang sogar von unterlassener Hilfeleistung. Das verordnete selbstständige Lernen kann seiner Meinung nach nicht funktionieren, weil Grundschüler zunächst einmal selbstständig werden müssen. Fälschlicherweise sehen viele in Kindern kleine Erwachsene. Ihre verpassten Entwicklungsschritte, deren Ursachen bei den Eltern liegen, führen zu einer auf dem Niveau eines Kleinkindes stehenden Psyche, womit die Fähigkeit der emotionalen und sozialen Leistungen eines Menschen gemeint sind. Selbst als Erwachsene bleiben sie auf diesem niedrigen Niveau, was Michael Winterhoff in seiner psychotherapeutischen Praxis bestätigt sieht.
Viele Ameisenarten sind vom Aussterben bedroht und eine Umsiedlung ist für die meisten sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wird beispielsweise eine Autobahn auf einem Gelände erweitert, auf dem Ameisennester aufgespürt werden, kommt Christina Grätz als Ameisenumsiedlerin zum Einsatz. In ihrem Sachbuch
Tamina Kallert hat für ihr amüsant geschriebenes Buch
Nach achtjähriger Tätigkeit als Kundenberater einer Bankfiliale erhält Niklas die Kündigung. Er entscheidet sich für die angebotene Abfindung und gönnt sich eine Auszeit in Andalusien. Eine Woche später trifft er in Estepona ein und zieht dort in die Wohngemeinschaft von Pedro und dem aus dem Senegal stammenden Khadim ein. Als Niklas von Pedro gefragt wird, warum er nach Andalusien gekommen ist, antwortet er, dass er auf der Suche nach Inspiration ist. Pedro rät ihm deshalb zu einem Besuch bei Señor Gonzalez. Niklas besucht den achtundsiebzig Jahre alten Bauern auf seiner Finca und erfährt, dass dieser nur bis zum achten Lebensjahr eine Schule besucht hat und bereits mit fünf Jahren beim Gemüseanbau mithelfen musste.
Das Sachbuch „Die Honigfabrik“ von Jürgen Tautz und Diedrich Steen beginnt schon mit einer interessanten Schilderung über die Honigsammler in Südindien. Die Autoren rekonstruieren den spannenden Weg, den die Imkerei über die Jahrhunderte bis heute zurückgelegt hat und zeigen die Entwicklungsstadien der Biene von der Eiablage zur Verpuppung, von einer Putzbiene zur Ammenbiene und weiter zur Honigmacherin auf, die schließlich zur Futtersuche als Sammelbiene ausschwärmt. So müssen Spurbienen jedes Jahr nach der Überwinterung nach neuen Quellen suchen, die sie im Stock über Tanzfiguren, den sogenannten Schwänzeltanz, ihren Artgenossen mitteilen. Anders als beim Entdecker Karl von Frisch kann heute bei der Erforschung auf moderne Videotechnik zurückgegriffen werden.
Es kann jeden von uns treffen: Durch einen Arbeitsunfall, einen unglücklichen Sturz oder einen Verkehrsunfall kann das Gehirn so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass es irreparable Schäden davonträgt. Wer im Wachkoma liegt, kann keine Entscheidungen mehr treffen. Das kann man nur, so lange man noch gesund und im Besitz der geistigen Kräfte ist. Ob man unter Umständen jahrelang nur an Maschinen angeschlossen lediglich am Leben erhalten werden möchte oder nicht, sollten nicht nur ältere Menschen, die sich schon mit ihrem Tod auseinandergesetzt haben, sondern gerade auch junge Leute in einer Patientenverfügung schriftlich fixieren. Entsprechende Muster gibt es beispielsweise in Mappen wie
Eltern, deren Kinder an ADHS leiden, einer Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung, die durchaus auch noch Erwachsene betreffen kann, haben es nicht leicht und sind nicht zu beneiden. Die Betroffenen selbst leiden unter der bei ihnen gestörten Weiterleitung von Signalen zwischen den Nervenzellen. Anna Maria Sanders, bei deren Sohn ADHS diagnostiziert wurde, ist es ein Anliegen, mit einigen diesbezüglichen Vorurteilen aufzuräumen und hat deshalb das Sachbuch „Ich dreh gleich durch!“ geschrieben. Zunächst nennt sie Zahlen und Fakten zu diesem häufigsten kinderpsychiatrischen Krankheitsbild, bei dem die Ärzte zunehmend Medikamente verordnen. Sie geht auf die Ursachen nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand ein, bevor sie eine imaginäre Familie mit einem an ADHS erkrankten Kind in Form von Tagebucheinträgen zu Wort kommen lässt: