Manuel, Schüler am Riesener-Gymnasium in Gladbeck, ist im strömenden Regen auf dem Weg zum Sportunterricht. Er muss sich beeilen, denn er hasst es zu spät zu kommen. Doch auf dem Weg zur Sporthalle versucht jemand, ihn mit seinem Auto auf dem Bürgersteig zu überfahren. Manuel weiß auch schon, wer dahinter steckt, denn sein Deutschlehrer Herr Urian ist sichtlich darüber verärgert, dass er unversehrt davongekommen ist. Der Lehrer befiehlt drei Muskelprotzen, Manuel anzugreifen, die der allerdings im Handumdrehen zu Boden bringt. Er nutzt einen günstigen Augenblick, um auf Urian loszustürmen, der den aussichtslosen Versuch wagen muss, sich im Nahkampf gegen Manuel zu behaupten. Der sticht seinem Lehrer nach einem kurzen Kampf mit einem Messer mitten ins Herz, und Urian ist binnen weniger Sekunden tot.

Die ersten Seiten des Fantasy-Romans Die letzte Stunde der Menschheit sorgt beim Leser zunächst einmal für Verwirrung. Denn wenn ein Schüler in Superhelden-Manier einem Anschlag mit einem Auto entgeht, in kurzer Zeit drei große, starke Männer zu Boden bringt, seinen Deutschlehrer überwältigt und ihn tötet, ist das wohl nicht alltäglich. Weiterlesen »

Lucy findet eines Tages ein Schreiben, wonach sie sich wegen einer Erbschaftsangelegenheit in einer Kanzlei melden soll. Bei dem Erbe handelt es sich um eine Villa am Chiemsee ihrer verstorbenen Tante Luise, die nach dem Umbau die Eröffnung der Pension nicht mehr erlebt hat. Für Lucy ist die Erbschaft die Rettung, denn von ihrem Esoterikladen kann sie kaum leben. Allerdings hat die Rechtsanwältin Verena van der Aue den Vertrag ohne die Billigung ihres Chefs Dr. Maier und des Bürgermeisters Allersfeld abgeschlossen, die selbst an dem Grundstück interessiert sind. Verena, die sich keine Vorschriften machen lässt, kündigt und verbündet sich mit Lucy. Da deren beste Freundin Kati zum selben Zeitpunkt fristlos gekündigt wurde und als Mutter von Zwillingen unbedingt eine Arbeit braucht, macht Lucy ihr und Verena den Vorschlag, mit in die Villa Sonnenschein zu ziehen. Kati soll die Gäste bekochen und Verena die Büroarbeit erledigen.

So ziehen die ungleichen Frauen gemeinsam in die Villa ein und stellen bald fest, dass in dem Haus merkwürdige Dinge geschehen. Noch ahnen sie nicht, dass Tante Luise als Geist ein wachsames Auge auf sie wirft, da sie Ärger mit ihren Widersachern Dr. Maier und Allersfeld befürchtet. Weiterlesen »

In den Ruhrpott-Geschichten Wat willze von Volker Kosznitzki ist Günner Mambrallek mit Lissken verheiratet, hat Otto Korsinetzky zum Cousin, Bernie Freitag ist sein Kumpel und Uschi eine Nachbarin. Er raucht gerne eine „Kippe“ und freut sich nach Feierabend auf ein „lecker Pilsken“. Denn immer wieder macht er die Erfahrung, dass er bei einer gemütlichen Pilsrunde gut gemeinte Ratschläge eines Kumpels erhält, wie er beispielsweise den Eigenanteil für eine zahnärztliche Behandlung mindern kann. Einem Glas Wein kann Günner genau so wenig abgewinnen wie dem Oktoberfest, und Verständnis kann er weder für die Umstellung auf Sommerzeit, noch für die Mallorca-Urlauber am Ballermann aufbringen.

Skeptisch wird Günner Mambrallek beim Thema Online-Banking und schüttelt den Kopf angesichts des überhand nehmenden Austausches von WhatsApp Nachrichten. Bei Verträgen scheint es ihm System zu haben, wenn das Kleingedruckte niemand entziffern kann und die Formulierungen mit Absicht so gewählt sind, dass der Kunde nicht versteht, was er unterschreiben soll. Nicht verständlich sind selbst für eine Einserkandidatin im Fach Mathematik Rechenaufgaben, die Günners Nachbarskind in der zweiten Klasse lösen soll. Weiterlesen »

Günner Mambrallek ist ein Genießer: Nach Feierabend trinkt er gerne ein Pils und raucht dazu eine Zigarette. Sport treibt er bewusst nicht, fährt aber gerne und viel mit dem Rad. Er liebt die Musik der Beatles und Stones und hält sich vom Vereinsleben lieber fern, wobei der Kegelverein eine Ausnahme bildet. Bei einem Ausflug mit seinen Kegelbrüdern sieht er sich plötzlich am Flughafen einer Kalaschnikow gegenüber, und in einem Traum haut er Dieter Bohlen in der Castingshow um. Die Rauchverbote in der Öffentlichkeit und sogar in der Wohnung gehen ihm zu weit, bei der Ziehung der Lottozahlen bekommt er Herzklopfen, und zu allem Überfluss verlangt man von ihm den Kauf eines Anzugs samt Krawatte für eine Familienfeier.

Einem seiner Kumpel ist das Wasserlassen in einer öffentlichen Grünanlage teuer zu stehen gekommen, während ein anderer von seinem Vollzeitjob nicht leben kann. Von einem Rechtssekretär wird Günner darüber aufgeklärt, wie die Kreisverwaltung rechnet, mit dem Handbuch zu seinem neuen Herd hat er seine liebe Not, und seine Einkäufe tätigt er lieber im Supermarkt, als zu den überteuerten Tiefkühlprodukten der Firma Eismann zu greifen. Längst hat er auch die Vorzüge der Steuererklärung als Freiberufler oder die einiger Tickets des Verkehrsverbundes kennengelernt und weiß besonders nach einer schlechten Erfahrung mit der Deutschen Bahn die lokalen Verkehrsunternehmen zu schätzen. Seinem Herrgott dankt Günner dafür, nicht immer erreichbar zu sein, denn er kommt gut ohne ein Handy aus, hat er doch bereits als Kind bei seiner Uroma auf das Fernsehen verzichten müssen. Weiterlesen »

In einer der Geschichten aus dem Kinderbuch Von Engeln, Drachen und mutigen Kindern von Dietmar Ostwald erzählt eine Großmutter ihrer Enkelin eine Geschichte, die sie schon als Kind von ihrer Großmutter gehört hat, während die Schneeflocken rieselten. In weiteren Geschichten muss ein Mädchen eine Rätselaufgabe von einem Einhorn lösen, Kobolde im Kikiland müssen ihre Erdbeeren vor einem Untier in Sicherheit bringen oder ein Junge erkennt, dass auch sein Vater nicht alles kann. Aus den Heften von Schülern verschwinden Buchstaben, ein Junge beobachtet Marienkäfer, wofür sein Vater absolut kein Verständnis hat, und ein neuer Schüler wird von allen für doof gehalten, weil er gehbehindert ist. Ein Drache will mit Yvonne auf eine Reise gehen und in einer weiteren Episode besiegt Yvonne mit dem Drachen ein Ungeheuer. Zur Verwunderung ihrer Mitschülerin kann sich ein Mädchen verwandeln und fliegt mit ihr als Drache davon. Ein Weihnachtsmann sorgt am Heiligen Abend für eine entsprechende Atmosphäre und hat sogar zum Erstaunen der Mutter die Geschenke gebracht, während in einer anderen Geschichte alle Kinder bis auf einen Jungen zu Weihnachten leer ausgehen, weil sie nicht an den Weihnachtsmann geglaubt haben. Weiterlesen »

In bestem Ruhrpott-Deutsch schreibt Volker Kosznitzki Geschichten über Günner Mambrallek, der sich als bekennender Gewerkschafter den Titel eines Dipl.-Cholerikers zugelegt hat. Obwohl Günner an seinem Wohnort die Innenstadt nicht gefällt, ist er stolz auf das „Berchbaumuseum“. Verheiratet ist er mit „Lissbett“, die ihm sogar Vorschriften macht, wie er zu pinkeln hat. Vergeblich sucht er in einem Biergarten bei ein paar „Pilskes“ Entspannung, zieht sich einen Bandscheibenschaden zu, als er gegen Wildtauben vorgehen will und kommt einem Zeitschriftenwerber bei einer Urkundenfälschung auf die Schliche. Günner versteht nicht, wieso die „Verschönerung“ eines Wahlplakats Sachbeschädigung sein soll, hält nur eine Abgeordnetendiät für eine wahre Diät, wird von einer früheren Schulkollegin über „Traumfänger“ aufgeklärt und sammelt Erfahrungen als Patient im Krankenhaus.

Volker Kosznitzki gibt in dem Buch Günner Mambrallek: So isset! Ruhrpott-Geschichten zum Besten, von denen einige eher zum Heulen sind, als zum Lachen. Denn Günner Mambrallek nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um politische, gesellschaftliche oder soziale Missstände in unserem Land geht. Unserer Kanzlerin unterstellt er Schwachsinn und sieht in ihr eine Vogelscheuche, während er mit einem schwulen Milchbubi von der blau-gelben Partei hart ins Gericht geht. Weiterlesen »