Rainer Wittkamp

Foto Claudia Chiecchi

Rainer Wittkamp, der 1956 in Münster geboren wurde, zog es nach dem Abitur und einer Lehre nach Berlin, um sich dort einem Studium zu widmen. Er darf sich heute nach der Veröffentlichung von fünf Romanen und einiger Kurzgeschichten in Anthologien glücklich schätzen, dass ihm am 12. November 2016 der Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ verliehen wurde.

Hallo, lieber Rainer! In deinem neuen Kriminalroman Hyänengesang hast du wieder einmal die Leser mit einer Menge Zusatzinformationen „gefüttert“. Ich muss zugeben, dass ich besonders die Ausführungen über den Teufelsberg mit Interesse gelesen habe und kann mir vorstellen, dass nicht einmal alle Bewohner von Berlin wissen, dass es sich dabei genau genommen um einen Schrottberg handelt.

In meiner Martin-Nettelbeck-Reihe, die ja fast ausschließlich in Berlin spielt, bemühe ich mich, unverbrauchte Handlungsorte zu finden, um so meine Leser noch stärker in meine Geschichten einzubinden, also ihre Neugier zu wecken. Von zahlreichen Rückmeldungen weiß ich, dass viele Leser das sehr schätzen.

Das kann ich nur bestätigen, denn auch ich liebe es, wenn ich Wissenswertes über die Handlungsorte erfahre, was ich stets mit Interesse verfolge. Weiterlesen »

Joachim H. Peters

Joachim H. Peters

Joachim H. Peters wurde im Jahr 1958 in Gladbeck geboren und hat eine Laufbahn als Polizeibeamter eingeschlagen, die ihn schließlich ins Lipperland führte. Zunächst hat er Kurzgeschichten geschrieben, die ihm den Weg zu einem ersten Lippe-Krimi bereiteten, wovon bisher acht veröffentlicht wurden. Inzwischen blickt er auch mit Stolz auf zwei Paderborn-Krimis und hat mit einer humorvollen Krimireihe Erfolge erzielen können. Natürlich liest er gerne auch aus seinen Büchern, steht aber nicht nur bei Lesungen im Rampenlicht, sondern darüber hinaus auch als Moderator, Schauspieler und Kabarettist auf der Bühne. Letzteres entweder mit dem Liedermacher Jörg Czyborra oder als Mitglied der Dance Company der Polizei NRW. Der vielseitige, verheiratete Künstler lebt und arbeitet heute in Detmold.

Ich grüße dich ganz herzlich, lieber Joachim, und freue mich, dass du die Zeit für ein Interview gefunden hast. Denn wenn man deinen Werdegang anschaut, stellt man fest, dass du ein sehr vielseitig begabter Künstler bist. Verrate unseren Lesern doch einmal dein Rezept, wie du es schaffst, den eher stressigen Polizeiberuf mit den Auftritten beim Theater, wozu ja nicht nur die Auftritte gehören, sondern auch die zeitintensiven Proben, in Einklang zu bringen. Weiterlesen »

Mike Steinhausen

Mike Steinhausen

Mike Steinhausen wurde 1969 in Essen geboren. Er ist Polizeibeamter und war mehrere Jahre als Zivilfahnder im Bereich der Drogenbekämpfung tätig. Heute lebt er in Hattingen.

Guten Tag Herr Steinhausen, nachdem ich mit großem Interesse Ihren ersten Roman Operation Villa Hügel gelesen habe, in dem Sie unter anderem die massiven Luftangriffe von 1943 auf das Ruhrgebiet thematisierten, hat mich Ihr neuester Roman Schlagwetter bereits durch das Cover angesprochen, das den Förderturm der Zeche Zollverein ziert. Da Sie in Essen geboren wurden, in beiden Romanen die Stadt Essen Ort des Geschehens ist und Sie in Schlagwetter über den Bergbau geschrieben haben, mutmaße ich, dass Sie einer Bergmannsfamilie entstammen. Sehe ich das richtig?

Guten Tag, Frau Petrikowski.
Zunächst vielen Dank für die Einladung zu diesem virtuellen Interview und für die Mühe, die Sie sich im Vorfeld durch die Rezension meines Romans gemacht haben. Nun zu Ihrer Frage. Nein. In unserer Familie gab es keinen Bergmann. Nicht mal einen Handwerker. Wir haben über Generationen zwei linke Hände, die zuverlässig weitervererbt wurden. Ein Regionalkrimi sollte einen Bezug zur Region aufweisen und sich nicht nur über eine bloße Aufzählung von Straßennamen definieren. Also galt es, einen Plot um etwas Ruhrgebietstypisches aufzubauen. Was die Sache – das muss ich zugeben – nicht einfacher gemacht hat.

Dann ist es nur zu verständlich, dass Sie davon ausgehen, die durch den Kohleabbau entstandenen Hohlräume würden auch heute noch verfüllt. Tatsächlich ist das durch die heutige Technik des fortschreitenden Schildausbaus gar nicht mehr möglich. Aber darum ging es in Ihrem Roman ja auch nicht. Weiterlesen »

Tino Hemmann

Tino Hemmann

Tino Hemmann wurde 1967 in Leipzig geboren und hat bereits im Alter von zehn Jahren angefangen Bücher zu schreiben. Nach einer Ausbildung zum Waagenbauer legte er die Hochschulreife ab und studierte Chemie und Pädagogik an einer DDR-Offiziershochschule. Nach der Wende arbeitete er als Erzieher und in der Druckindustrie. Den Engelsdorfer Verlag hat er am 1. Mai 2004 in Leipzig gegründet und ist stolz darauf, heute – gemeinsam mit seinem Team – über 2.000 Autoren aus 26 Ländern zu betreuen. Er ist seit 27 Jahren verheiratet, Vater von einer Tochter und zwei Söhnen und lebt in einem Dorf im sächsischen Muldental. Zu seiner Bibliografie zählen 28 Werke, in denen meist Kinder im Mittelpunkt stehen.

Tino, von dir habe ich nun schon einige Bücher gelesen und bin immer wieder aufs Neue von deiner Vielseitigkeit als Autor überrascht. Du schreibst Kinderbücher, von denen ich die fantastischen Abenteuer der Schulkinder in David Knackmanns unglaubliche Vorlesenacht der vierten Klassen kenne. In dem Roman Hugo, der unwerte Schatz, der mir sehr nahe ging, hast du dich mit dem unmenschlichen Euthanasieprogramm T4 der Nazis beschäftigt. Genauso betroffen hat mich das Schicksal von Elias gemacht, der in deinem Polit-Thriller Und weil die Stunde kommt zum Kindersoldat erzogen wird. Bevor ich auf deine neueste Trilogie zu sprechen komme, verrate mir doch zunächst einmal, wie du die Flucht von Elias nach Islamabad in Pakistan und Delhi in Indien so realitätsnah beschreiben konntest. Weiterlesen »

Petra Mattfeldt

Foto © Sonja Inselmann

Petra Mattfeldt wurde 1971 geboren und neben einer Tätigkeit als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte arbeitet sie auch noch als freie Journalistin. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Norddeutschland, wo sie bereits ihre Kindheit verbrachte.

Frau Mattfeldt, Sie…

Darf ich kurz unterbrechen? Wenn es recht ist, möchte ich das persönlichere „Du“ vorschlagen.

Immer gerne! Also wenn ich das richtig sehe, präsentierst du mit dem Kriminalroman Sekundentod deinen Debütroman.

Das ist nicht ganz richtig. Denn unter meinem Pseudonym Caren Benedikt habe ich bereits drei historische Romane geschrieben: Die Feinde der Tuchhändlerin ist im Club Bertelsmann im Jahr 2010 erschienen und dann als Taschenbuch 2012 bei Piper. Die Duftnäherin kam 2011 bei Weltbild in den Handel und im September 2013 als Taschenbuch bei Droemer Knaur. Etwa zeitgleich kam dann mein dritter Roman Die Kerzenzieherin bei Weltbild heraus. Hierzu wird das Taschenbuch dieses Jahr im September bei Droemer Knaur erscheinen. Außerdem habe ich noch an dem Gemeinschaftsroman Die vierte Zeugin und der Anthologie Bitterer Nachgeschmack mitgewirkt. Auch hieran hatte ich viel Spaß.

In diesen Romanen, vermute ich, sind die Protagonisten Frauen. In dem Kriminalroman Sekundentod ist Falko Cornelsen als ermittelnder Kommissar die Hauptperson. Wenn ein Roman von einer Frau geschrieben wird, sind die Ermittler meist weiblich und betreiben ein Detektivbüro. Ist es dir nicht schwer gefallen, dich in die Rolle des männlichen Profilers zu versetzen? Weiterlesen »

Die Autorin Elke Pupke wurde im Jahr 1954 in dem Seeheilbad Bansin auf der Insel Usedom geboren, das mit Heringsdorf und Ahlbeck zu den „drei Kaiserbädern“ zählt. Zunächst hat sie eine Ausbildung als Bibliothekarin absolviert und führte viele Jahre ein eigenes Hotel auf der Insel. Mittlerweile ist sie auf Usedom als Reiseleiterin tätig, hält Vorträge und verfasst Broschüren für Touristen.

Einen schönen guten Tag, Frau Pupke, mich interessiert als erstes, wann Ihnen die Idee zu Ihrem ersten Kriminalroman Die Toten von Bansin kam? Ist der Gedanke, ein Buch über Usedom zu schreiben, über Jahre gereift? Denn immerhin haben Sie bereits durch Ihre Ausbildung zur Bibliothekarin einen Bezug zu Büchern gehabt und genügend eigene Erfahrungen konnten Sie auch in dem Roman verarbeiten. Weiterlesen »

Stefanie Philipp

Stefanie Philipp

Stefanie Philipp wurde 1970 in Kiel geboren. Nach ihrem Abitur hat sie ein Studium der Volkswirtschaftslehre absolviert und sich zeitweise in Frankreich und der Volksrepublik China aufgehalten. Sie konnte sich über Stipendien der Konrad-Adenauer-Stifung und der Europäischen Union sowie der Heinz-Nixdorf-Stiftung freuen. Bis vor neun Jahren hat sie als Unternehmens- und Aktienanalystin gearbeitet. Seit ihrer frühesten Kindheit zählt das Schreiben zu ihren Leidenschaften und so hat sie bereits mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht. In diesem Jahr folgte die Veröffentlichung eines ersten Romans Der Sohn der Amazone. Seit 2008 ist sie Mitglied im Literaturkreis ERA e.V. in Ratingen und außerdem greift sie mit ihren „Schauerliedern“ gerne zur Gitarre. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Mülheim an der Ruhr.

Hallo Frau Philipp, in Ihrem ersten Roman Der Sohn der Amazone haben Sie das Leben der Amazonen geschildert. Im Nachwort „Die Wahrheit über die Steppen-Amazonen“ empfehlen Sie zur Vertiefung das Buch Amazonen – Geheimnisvolle Kriegerinnen. Haben Sie sich von diesem Werk bezüglich der von Ihnen geschilderten Sitten und Gebräuche inspirieren lassen? Weiterlesen »

Michael Wyhnal

Michael Wyhnal

Michael Wyhnal wurde am 28.09.1988 in Wien geboren, wo er auch heute noch lebt. Schon seit seiner Kindheit gehört das Lesen und Schreiben zu seinen Hobbys. Sein kritisches Augenmerk richtet er auf die Entwicklung in unserer Gesellschaft und will als einer, der seinen eigenen Weg geht, nicht in der breiten Masse untergehen. Nach seinem Abschluss an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Biedermannsdorf hat er in diesem Jahr seinen ersten Roman Oberflächenmensch veröffentlicht.

Servus Michael! Ich hoffe, dass es in Ordnung ist, wenn ich einfach du sage! Du bist ja noch keine 24 Jahre und hast schon einen Roman hingelegt, dem ich eher einem älteren Semester zuordnen würde. Beispielsweise wendest du zumindest immer dann, wenn es sich nicht um eine wörtliche Rede der durchweg jungen Leute in dem Roman handelt, eine für dein Alter ausgesprochen gehobene Sprache an. Mich hat das schon erstaunt und mich stellenweise an den Schreibstil von Adalbert Stifter erinnert! Könnte er oder ein Zeitgenosse dafür Pate gestanden haben? Weiterlesen »

Tube Tobias Herre

Foto © Oz Ordu

Tobias Herre, oft nur „Tube” genant, ist Mitbegründer der seit 1997 existierenden Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen), die in Berlin einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Fünf kreative Künstler, unter ihnen Tube, präsentieren einem geneigten Publikum jeden Dienstag neue Texte, Tänze und Songs. Außerdem liest Tobias Herre jeden Mittwoch Geschichten vor. Er beherrscht selbstredend alle Programmiersprachen und schreibt Computerprogramme. Zurzeit nimmt er an einer privaten Universität in Berlin an einem Experiment zur Lohnarbeit teil.

Nach seinem Kurzgeschichtenband Wenn ich Macht hätte hat er nun seinen ersten Roman Das Fehlerchen auf den Markt gebracht.

Hallo und guten Tag Herr Herre! Ist es o. k., wenn wir uns einfach duzen?

Klar.

Als ich in deinem Roman Das Fehlerchen von der Möglichkeit des Teletransports gelesen habe, kam mir sofort eine Meldung in Erinnerung. Demnach wollen Schweizer Wissenschaftler einen materielosen Transfer bewerkstelligt haben und dieses Experiment, bei denen Quarks auf die andere Seite eines Flusses transferiert worden sein sollen, könnte der Auftakt zu weiteren Versuchen sein. Weiterlesen »

Volkmar Nebe

Foto © privat

Volkmar Nebe ist 1960 in Kiel geboren und hat sich schon als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist durchs Leben geschlagen. Nach dem Abitur hat er ein Musikstudium absolviert und erste Romane veröffentlicht. Bekannt wurde er als Drehbuch- und Theaterautor.

Unter dem Pseudonym Janne Mommsen hat er Oma ihr klein Häuschen, Ein Strandkorb für Oma und Oma dreht auf geschrieben. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.

Einen schönen guten Tag Herr Nebe,
einer breiten Leserschaft sind Sie unter Ihrem Pseudonym Janne Mommsen bekannt. Warum wollten Sie nicht unter Ihrem richtigen Namen die Romane über die liebenswerte Oma veröffentlichen?

Ich wurde unter meinem Namen in eine bestimmte Ecke eingeordnet, aus der ich heraus wollte. Das Pseudonym verschaffte mir die Freiheit, auch ganz anders schreiben zu dürfen. Janne Mommsen zu sein, macht mir richtig Spaß (Janne ist übrigens auch ein finnischer Jungsname).

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass Ihre Geschichten eine Zusammenfassung dessen sind, was Sie erlebt oder gehört haben. Gibt es also tatsächlich einen solchen Typ Oma, wie Sie ihn in Ihrer Reihe und zuletzt in Oma dreht auf beschrieben haben? Weiterlesen »

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