
Der gescheiterte Aufstieg des Felix Licht
Der 48-jährige Felix Licht lebt mit seiner Ehefrau Sarah und Tochter Emilia, die eine Privatschule besucht, in einem großzügigen Haus in Fischbach. Lange hat Felix darauf gewartet, endlich die Nachfolge von Richard Leck, dessen Stellvertreter er ist, als Chefredakteur eines Magazins antreten zu können. Als der Tag gekommen ist, an dem er einen Termin beim Verleger Christian Berg hat, lässt er in weiser Voraussicht schon einmal von Nachrichtenchefin Anette Gösmann Sekt kaltstellen.
Doch bevor Felix zu Berg geht, überreicht ihm Richard wegen Differenzen über eine Protestaktion, bei der sich Personen auf der Autobahn festkleben, seine Kündigung. Kurz darauf teilt ihm Berg mit, dass ausgerechnet Zoe Rauch die Stelle erhält – für Felix bricht eine Welt zusammen.
weiterlesenZwischen Macht, Moral und Medien: Peter Huths Roman „Aufsteiger“


Nach dem Tod seiner Ehefrau vor zehn Jahren führt Simon Brown die Bed and Breakfast Pension Castle Cottage im süd-west-englischen Dorset alleine mit seiner Tochter Anna. Als er inmitten der betriebsamen Hektik endlich dazu kommt, seine E-Mails durchzusehen, trifft ihn fast der Schlag: Raj, mit dem er sich fünf Jahre auf dem Internat ein Zimmer geteilt hat, ist plötzlich verstorben. In Erinnerung an die Vergangenheit stöbert er auf dem Dachboden in einer Kiste mit alten Schulsachen und stößt dabei auf ein Foto, das ihn mit Raj und Ian auf einer Radtour nach Bordeaux zeigt. Damals hatte er dort eine Brieffreundin namens Sylvie, die er unbedingt treffen wollte. Der einzige Ausweg schien die Eltern zu belügen und statt eines Schulausflugs mit seinen Freunden per Fahrrad nach Bordeaux zu fahren. Vor Ort war die Enttäuschung groß, da er Sylvie an der angegebenen Adresse nicht antraf, und zu allem Überfluss fiel der Schwindel auf und Simon wurde von der Schule verwiesen. Was seine einstigen Freunde anbelangt, hat er seit vierundvierzig Jahren nie etwas von ihnen gehört.
Michaela Küpper beschreibt in ihrem Roman
Grace Winters, die ehemalige Mathematiklehrerin von Maurice, antwortet in dem Roman
Während der Antiquitätenhändler und alleinerziehende Vater Terence Cave den Sonnenuntergang bewundert und im Hintergrund seine Tochter Bryony Cello spielen hört, dringen plötzlich Hilferufe ihres Zwillingsbruders Reuben zu ihm. Schnell rennt Terence nach draußen, doch noch bevor er Reuben von der Querstange eines Laternenpfahls befreien kann, stürzt dieser auf das Betonpflaster. Hilflos müssen eine Gruppe von Jungen und Terence mitansehen, wie das Opfer verblutet.
Während einer Taxifahrt hört die Architektin Isabelle aus den Nachrichten, dass ihre Tante Corinna Waldeck, die sich zurzeit auf ihrer Mawingu-Farm in Tansania aufhält, bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Sofort fährt sie zu ihrer Mutter Doris, eine Zwillingsschwester von Corinna. Kaum haben die beiden die schockierende Nachricht verarbeitet, erreicht sie ein Anruf des Konsulats mit der Mitteilung, dass Corinnas Tochter Hannah bereits in Frankfurt ist und direkt einen Anschlussflug nach München hat, von wo aus sie abgeholt werden sollte. Isabelle und Doris sind völlig perplex, denn sie können nicht glauben, dass ihnen Corinna über Jahre ein Kind verheimlicht haben soll. Immerhin war Isabelle des Öfteren auf der Kaffeeplantage zu Besuch und hat dort nie von einem Kind ihrer Tante gehört. Zudem fragen sich beide, ob Corinna vor vierzehn Jahren, so alt ist Hannah inzwischen, im Alter von vierundfünfzig Jahren überhaupt noch Mutter werden konnte. Doch ein erstes Zusammentreffen mit dem Mädchen beseitigt aufgrund der frappierenden Ähnlichkeit alle Zweifel.
Die in Hamburg wohnende Mira lässt sich mit der Fähre zur Taufe ihrer Nichte nach Amrum übersetzen. Mit gemischten Gefühlen betritt sie neben dem Apartmenthaus ihrer Schwester Anke das ehemalige Kapitänshaus, das sie nach dem Tod ihres Patenonkels Ocko von ihm geerbt hat und erinnert sich an ihre früheren Besuche und seine Geschichten. Zurück in Hamburg, erhält Mira vier Monate später von Anke einen Anruf: Ein Orkan hätte das Dach des Kapitänshauses abgedeckt und den Schuppen zerstört. Die vom Wind hinterlassene Unordnung wäre ihren Gästen nicht zuzumuten. Sollte Mira nicht sofort nach Amrum kommen, würde das alte Haus abgerissen.
Charlotte Roth zeichnet in ihrem Roman