Lesen ist doof – Ein Kinderbuch, das mit Vorurteilen spielt

Warum ein provokanter Titel zum Lesen motivieren kann

Buchcover des Kinderbuchs: Lesen ist doof

Lesestatistik und Leseförderung

Laut einer Statistik gaben über die Hälfte der befragten Kinder im Jahr 2020 an, mindestens einmal pro Woche ein gedrucktes Buch zu lesen. Zwei Jahre später erklärten rund 32 % der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren, täglich oder mehrmals pro Woche zu lesen. Genau hier setzt das Kinderbuch Lesen ist doof* von Nils Freytag und Silke Schlichtmann an – mit einem Titel, der auf den ersten Blick abschreckt, aber genau dadurch Neugier weckt.

Ein Cover, das zum Nachdenken anregt

Das Cover zeigt eine Szene im Bus oder Zug: Alle Mitreisenden starren auf ihre Handys – nur ein Kind liest ein Buch. Die anderen schauen irritiert. Der Widerspruch ist offensichtlich: Lesen gilt als „komisch“, während ständiger Handygebrauch als normal erscheint. Genau diesen gesellschaftlichen Reflex hinterfragt das Buch auf clevere Weise.

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Frau Wolle und der Duft von Schokolade von Jutta Richter

Frau Wolle und der Duft von SchokoladeDie elfjährige Merle und ihr drei Jahre jüngerer Bruder Moritz wohnen mit ihrer alleinerziehenden Mutter im Hasenweg. Als ihr Vater noch bei ihnen lebte, hat er ihnen Geschichten aus der Murkelei* erzählt und ihnen einen Weltempfänger geschenkt. Abends lauschen die Kinder heimlich seinen Worten, wenn er auf Sendung geht. Weil ihre Mutter in der Klinik für den Nachtdienst eingeteilt ist, sucht sie für Merle und Moritz eine Nachtfrau. Doch Mutters Wahl fällt ausgerechnet auf Gesine Wolkenstein, die Besitzerin des schwarzen Ladens, der nachgesagt wird, dass sie Kinder verschluckt. Merle und Moritz zeigen sich bei ihrem Besuch wenig begeistert, aber immerhin bekommen beide von ihr eine Eisvogelfeder.

Nachdem Gesine Wolkenstein die Kinder eines Abends ins Bett gebracht hat, wacht Merle plötzlich auf und auch Moritz kann nicht schlafen. Die Zimmertür sieht ganz anders aus, ist nicht mehr weiß, sondern schwarz und trägt die Aufschrift „Murkelei“. Neugierig treten die Geschwister ein und begegnen Spitzzahntrollen, die sie zum Schokolade-Essen verführen wollen, damit sie ebenfalls zu Spitzzahntrollen werden.

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Ida, Paul und die Dödeldetektive von Mikael Engström

Ida, Paul und die DödeldetektiveIn dem Kinderbuch „Ida, Paul und die Dödeldetektive“ von Mikael Engström sind die Eltern von Ida beide berufstätig und haben es morgens immer sehr eilig. Deshalb muss Ida häufig ihren kleineren Bruder Leonardo, den sie allerdings nur Zappel nennt, auf den Weg zur Schule zum Kindergarten bringen. Mit ihrem besten Freund Paul besucht sie die erste Klasse. Die Zwillinge Tim und Tom halten sich für die Klassenbesten, doch für Ida sind sie die letzten Dödel der Schule.

Eines Tages entdecken Paul und Ida auf einer Baustelle ein Ölfass, und Paul rollt das Fass bis in ein von Bauarbeitern entfachtes Feuer. Es kommt zu einer Explosion, die bis in die Schule zu hören ist. Der Schuldirektor will wissen, wer hinter dieser Sache steckt und setzt sogar eine Belohnung für die Aufklärung aus. Um die zu erhalten, gründen Tim und Tom einen Detektivklub. Seitdem fühlen sich Ida und Paul von den beiden Dödeldetektiven beschattet. Paul, der bei der Aufdeckung eine Bestrafung fürchtet, setzt seine Hoffnungen in eine Zeitmaschine, die der Hausmeister Hassan erfunden haben will. Doch leider sind bisher alle seine Versuche kläglich gescheitert.

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Hirnrissig von Henning Beck

Die 20,5 größten Neuromythen – und wie unser Gehirn wirklich tickt!

HirnrissigSowohl das Verfassen, als auch das Lesen dieser Buchbesprechung setzt das Vorhandensein eines vernetzten Nervensystems voraus, mit dessen Entwicklung die Stammzellen bereits während der embryonalen Phase beginnen: Mit unserem Gehirn. Der promovierte Neurobiologe Henning Beck räumt in seinem Buch „Hirnrissig“ mit einer Vielzahl von Mythen auf und will verständlich machen, was die Wissenschaft bisher über dieses spannende Organ in Erfahrung gebracht hat. Erst das Zusammenspiel von Groß-, Zwischen- und Kleinhirn ergibt ein perfektes Ganzes und natürlich geht der Autor auf die einzelnen Hirnzentren ausführlich ein. Sehr anschaulich erklärt er, was bei einer Elektroenzephalographie (EEG) gemessen wird oder was bei der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) geschieht. Der Leser erfährt, dass der Mensch seiner Amygdala, einem Teil des limbischen Systems, bestimmte Abneigungen oder Vorlieben zu verdanken hat, warum das Hirngewebe gefaltet ist und ob ein großes Hirn mehr zu leisten vermag als ein kleines.

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Wissenschaft trifft Herz: „Quantic Love“ von Sonia Fernández-Vidal

Buchcover des Jugendromans Quantic Love

Neutrino-Forschung als Ausgangspunkt

Erst vor zwei Tagen berichtete Focus Online von einem bahnbrechenden Ergebnis im Zusammenhang mit der Erforschung der Neutrinos. Wissenschaftler konnten experimentell nachweisen, dass die im Inneren der Sonne freigesetzte Energie identisch ist mit jener, die ihre Oberfläche als Licht abstrahlt. Sonia Fernández-Vidal hat in ihrem Roman Quantic Love* bereits auf Forschungen in diesem Bereich hingewiesen.

Laila am CERN: Zwischen Wissenschaft und Gefühlen

Um ihr Taschengeld aufzubessern, nimmt die aus Sevilla stammende Laila einen Ferienjob als Kellnerin im Forschungszentrum CERN in Genf an – für drei Monate. Ihr Wunsch ist es, später ein Studium zu beginnen.

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Nikos Reise durch Raum und Zeit – Quantenphysik trifft Fantasie

Ein Jugendroman, der Wissenschaft verständlich und unterhaltsam vermittelt

Buchcover des Jugendromans Nikos Reise durch Raum und Zeit

Physik ist mehr als Strom aus der Steckdose

Wer bei „Physik“ nur an Schaltkreise aus dem Schulunterricht denkt oder glaubt, dass Naturwissenschaften lediglich mit dem „Saft“ aus der Steckdose zu tun haben, liegt falsch. Denn selbst das Lesen dieses Textes im Internet basiert auf physikalischen Prinzipien – etwa dem Datenaustausch über das World Wide Web, den der Physiker Tim Berners-Lee 1989 mit der Entwicklung von HTML am CERN ermöglichte.

Ein Abenteuer zwischen Urknall und Quantenwelt

In Nikos Reise durch Raum und Zeit* lässt Sonia Fernández-Vidal ihren jungen Protagonisten physikalische Phänomene auf fantasievolle Weise erleben.

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Ella und das große Rennen von Timo Parvela

Ella und das große RennenElla besucht in Finnland eine zweite Schulklasse. Da von der Gemeinde einige Schulen geschlossen werden sollen, müssen alle Lehrer eine Erklärung ans Schulamt schreiben. Dummerweise verwechselt ihr Lehrer seinen Brief mit einem Aufsatz von Ella, der vom letzten Schulausflug zum Zoo handelt. In der Konsequenz führt das zu ungeahnten Verwicklungen und die Verantwortlichen im Schulamt glauben, dass sie die Schüler vor ihrem Lehrer schützen müssen. So muss Ella mit ihren Mitschülern Hanna, Tiina, Timo, Rambo, Mika und Pekka von nun an eine „Monsterschule“ besuchen, die viel zu groß und unübersichtlich ist.

An der neuen Schule treffen sie auf Anna, die ihnen von einem Schüler erzählt, den niemand berühren darf und vor dem sich alle fürchten. Denn sein einflussreicher Vater hat viel Geld und will genau auf dem Platz, auf dem ihre alte Schule steht, eine Formel-1-Rennstrecke für seinen Sohn Kimi errichten lassen.

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Helden von Jutta Richter

HeldenDie Sommerferien ziehen sich hin, es ist heiß und dem elfjährigen Felix sowie den beiden zehnjährigen Mädchen Mia und Corinna ist langweilig. Am Bahndamm zündeln sie mit Feuer und plötzlich greifen die Flammen um sich. Vergeblich versuchen sie, das Feuer mit den Füßen auszutreten und unter Kontrolle zu bringen, was Fräulein Fontana beobachtet und so werden sie zwei Tage später in der Zeitung als die Helden gefeiert.

Die Kinder leben von nun an ständig mit der Angst, dass die Wahrheit herauskommen könnte. Sie gründen einen Club der Meisterdetektive und halten Ausschau nach dem „Unheimlichen“, das ihnen überall begegnet: In Form von drei Erwachsenen, die alle kleinen Katzen ertränken wollen oder in Gestalt des Trinkers Herrn Brüning, den sie stützend nach Hause begleiten. Wenn es auch niemand ausspricht, so halten ihn alle für den Feuerteufel und ausgerechnet Felix, der eine Einweisung in ein Kinderheim fürchten muss, entbindet Mia und Corinna von dem Schwur, ihn niemals zu verraten und beichtet Herrn Brüning die Wahrheit.

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33 Cent – um ein Leben zu retten von Louis Jensen

33 Cent – um ein Leben zu rettenLouis Jensen schreibt in dem Jugendroman „33 Cent – um ein Leben zu retten“ von einem 14-jährigen Jungen, der mit seiner Familie in Dänemark lebt. Um den hungernden Kindern in Afrika zu helfen, besucht er nur noch jeden zweiten Tag die Schule, damit er an den freien Tagen Geld verdienen kann. Als ihm das auch noch zu wenig ist, beginnt er Kleidung zu stehlen, die er an einen Hehler weiterverkauft. Natürlich stellt er sich die Frage, ob das erlaubt ist. Immerhin ist sein Vater Richter und sagt ihm, dass man nicht stehlen darf. Doch er kann nicht verstehen, dass er etwas Unrechtes tut, denn schließlich nimmt er wie sein Vorbild „Robin Hood“ den Reichen und gibt den Armen.

Er sammelt mit seiner Freundin Anne, die ihm viel bedeutet, Geld bei den Bürgern und trifft dabei auf eine Frau, die ihren Geldschein in einen Gullideckel, anstatt in die Sammelbüchse wirft. Sie ist davon überzeugt, dass alle Hilfen den Hungernden nichts nutzen und sie für sich selbst sorgen müssten.

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„Kiki“ von Antje Damm: Ein Kinderbuch über Freundschaft, Abenteuer und Abschied

Buchcover des Kinderbuchs Kiki

Neuanfang im Dorf: Antjes schwieriger Start

Im Kinderbuch Kiki* von Antje Damm zieht die 9-jährige Antje mit ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Geschwistern Flo und Fabi von einer Stadt aufs Land. Der Umzug gefällt ihr zunächst gar nicht, denn alles erscheint fremd und ungewohnt. Doch schon bald findet sie in der gleichaltrigen Kiki eine neue Freundin, die eine kreative Bastelwerkstatt besitzt. Von ihr erfährt Antje auch, wie man mit Bildern eine sogenannte „Wechselwand“ gestaltet.

Abenteuer und Spiel: Barbiepuppen, Streiche und Archäologie

Die beiden Mädchen verbringen viel Zeit miteinander, hecken Streiche aus und spielen mit ihren Barbiepuppen. Sie betätigen sich sogar als Hobby-Archäologinnen und stellen ihre Fundstücke aus.

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