Drei Freunde warten auf Weihnachten von Henrike Wilson

Drei Freunde warten auf WeihnachtenDer Weihnachtsmann höchstpersönlich betätigt sich in dem Kinderbuch „Drei Freunde warten auf Weihnachten“ von Henrike Wilson als Frau Holle. Um in seinem Häuschen, in dem er mit dem kleinen Fuchs wohnt, einen Tannenbaum aufstellen zu können, begibt er sich in den Wald, in dem er sich allerdings verläuft. Zum Glück kennt das um Hilfe gebetene Eichhörnchen den Weg! Zu Hause wollen der kleine Fuchs und das Eichhörnchen einen Adventskranz binden, verlieren jedoch schnell die Lust an der Fertigstellung. Schließlich muss für den neuen Gast, der schwer zufriedenzustellen ist, auch noch ein Schlafplatz gefunden werden.

Während fleißig Lebkuchen gebacken werden, klingelt der Nikolaus an der Tür und hält den Weihnachtmann auf, was zur Folge hat, dass alle Lebkuchen verbrennen. Zur Freude aller sind Äpfel im Haus, aus denen der Nikolaus leckere Bratäpfel bereitet.

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Damals, im Sommer von Jie Wei

Ein Bilderbuch aus China!

Damals, im SommerIm Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort eine Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin, wie sie im Anhang ihres Bilderbuches „Damals, im Sommer“ schreibt, unterschiedliche Gefühle erzeugt, denn einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwarten sollte. Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz-weiß Illustrationen hinzugefügt, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie heißt, Abschied zu nehmen. Als Onkel Liu adieu sagen will, haben sich die Kinder im Garten versteckt und anhand der Illustration wird ihre helle Freude daran gezeigt, wie er gegen einen Wachskürbis läuft.

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Gestatten Gaston! von Kelly DiPucchio

Gestatten Gaston!Das Bilderbuch „Gestatten, Gaston!“ handelt von zwei Hundefamilien. Madame Pudel achtet bei ihren vier Welpen Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston auf eine gute Erziehung. So sollte weder geschlabbert noch gebellt oder gekläfft werden. Gaston, der als einziger viel größer wurde als seine Geschwister, fällt das allerdings schwer und er muss deshalb für die gesteckten Ziele härter und länger üben.

Im Frühling nimmt Madame Pudel ihre Welpen zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang in den Park, wo sie Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston stolz präsentiert. Dort begegnen sie Rocky, Ricky, Bruno und Antoinette von Frau Bulldogge und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Offensichtlich wurden der zu groß geratene Gaston und die zierliche Antoinette bei den Geburten vertauscht!

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Magie der Blumen von Emmanuelle Kecir-Lepetit

Magie der BlumenDas Sachbuch „Magie der Blumen“ stellt, nach den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gegliedert, siebenunddreißig Blumen vor. Zunächst gibt Emmanuelle Kecir-Lepetit in der deutschen Übersetzung von Marie Gamillscheg eine Einführung in das Thema und informiert darüber, wie die Blüte einer ein- oder mehrjährigen Pflanze bestäubt und befruchtet wird. Auf jeder Doppelseite finden sich ausführliche Informationen zu einer Blüte mit Angabe der zugehörigen Familie, wann die Blütezeit ist und wie groß die Pflanze wird. Neben diesen Erläuterungen hat Léa Maupetit jeweils auf einer ganzen Seite die Blüte farbig illustriert.

Schon bei der Vorstellung der ersten Blüte, einer Tulpe, gibt es eine Überraschung, wenn es an dieser Stelle heißt, dass eine Tulpenzwiebel im 16. Jahrhundert mehr als ein Haus gekostet hat! Heutzutage ist das schwer vorstellbar, aber man muss sich vergegenwärtigen, dass die Tulpe zu der Zeit eine Seltenheit war und erstmals nach Holland importiert wurde. Ebenso schwer kann man sich eine Blüte vorstellen, die es bereits zu Lebzeiten der Dinosaurier gegeben haben soll. Die Autorin weiß auch von einem in den Blütenblättern einer Pflanze enthaltenen Stoff, der als Schlafmittel für Kinder diente, indem es in ihren Schnuller gemischt wurde.

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Montags ist immer Safari von Johanna Prinz

Montags ist immer Safari„Montags ist immer Safari“ in der afrikanischen Savanne, dessen zentraler Punkt ein Wasserloch mit glitzernden Wellen neben einer Akazie ist. Das Erdferkel Pippa, der afrikanische Madenhacker Horst, Manolo der Löwe und die Erdmännchenbrüder Einz, Zwai und Dreizahn leben glücklich in der Savanne und beobachten jeden Montag die Menschen, die sich Touristen nennen. Wenn sie mit ihrem Jeep kommen, führen ihnen die Tiere ein einstudiertes Theaterprogramm vor. Eines Tages entdecken sie einen Brief mit einem Bauplan, den die Touristen verloren haben müssen. Die Waldrappe Gisela, die kaum aus ihrem Gebüsch kommt, kann den Inhalt als Einzige lesen. Mit Erschrecken stellen alle fest, dass laut Bauplan genau an der Stelle ihres Wasserlochs ein Bungalow errichtet werden soll! Nur, wie können sie das verhindern? Horst hat die Idee, das Große Orakel zu befragen. Allerdings hält Pippa das nur für eine Legende, da niemand weiß, wie es aussehen soll.

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Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer von Charlotte Inden

Die Lolli-Gäng sucht das AbenteuerDer siebenjährige Theo, sein sechsjähriger Bruder Tom und seine erst dreijährige Schwester Lotti sind in dem Spiel mal Desperados, Ritter, Superhelden oder Detektive, wobei Theo der beste Spurensucher ist. Den drei Kindern war es noch nie so langweilig wie dieser Tage bei der unerträglichen Hitze. Endlich hören sie ein Auto in ihrer kleinen Gasse, das sie durch den Zaun mit der kleinen roten Wasserspritze von Lasso-Lotte, wie sie im Spiel heißt, bespritzen. Dem Besitzer, einem Mann mit glänzenden schwarzen Schuhen, gefällt das gar nicht, und er beschwert sich wütend bei der Mutter der Kinder. Auf seine Forderung, ihm Geld für eine Waschanlage zu geben, geht sie nicht ein und bittet nach seinem Weggang die Kinder lediglich darum, nicht mehr auf Autos oder Menschen zu zielen.

Wieder langweilen sich die Desperados und zielen mit der Wasserpistole auf eine Katze, der das natürlich missfällt und die deshalb von der Mutter Wurst bekommt.

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So riecht Glück von David Cirici

So riecht GlückDer Hund Locke erinnert sich an ein glückliches Leben vor dem Krieg. Bei den Eltern von Janinka und Mirek hatte er es warm, bekam täglich zwei volle Näpfe Futter und lag auf einer Decke im Körbchen. Doch dann weiß er nur noch, wie die Geschwister geschrien haben, ein Blitz aufleuchtete und nichts mehr wie zuvor war. Erst als Männer die Trümmer des Hauses mit einem verbogenen Fahrrad von Mirek und einem Wollpullover von Janinka wegräumen, versteht er, dass er sein Zuhause verloren hat.

Längst hat Locke Flöhe und Zecken, die er gar nicht mag, und Hunger. Die Märkte, auf denen früher Fressbares zu finden war, haben geschlossen. Vor den Geschäften schreien die Leute „weg da, dreckiger Köter“ und werfen mit Steinen nach ihm. Doch in einem unbeobachteten Augenblick kann er eine Kalbshälfte ergattern und lädt die anderen Hunde Stinker, Schiene, Stromer, Minza und Feuerspucker zu einem Festmahl ein.

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Josch, der Froschkönig von Petra Piuk

Ein Nicht-Märchen!

Josch, der FroschkönigDas Nicht-Märchen Kinderbuch „Josch der Froschkönig“ beginnt nicht mit „Es war einmal…“, sondern mit „Es ist…“, wobei Jessica die Tochter von Karl König ist. Anstelle eines Schlosses wohnt sie mit ihren Eltern und den Geschwistern Jana und Jonas in einer Zweizimmerwohnung, spielt natürlich nicht mit einer goldenen Kugel, sondern lieber mit dem Fußball, der Schlossplatz wird durch eine Wiese ersetzt und der Brunnen durch einen Teich. Nicht zu fassen: Aber Jana und Jonas glauben tatsächlich daran, dass sich ihr Plastikfrosch aus dem Kaugummiautomaten eines Tages „in den süßen Typen von der 3B verwandelt“!

Nachdem mit Jessica niemand Fußball spielen will, geht sie alleine in den Park. Sie traut sich nicht, die anderen Kinder zu fragen, ob sie mitspielen darf. Einsam sitzt sie so an dem Matschloch, einem früheren Teich, und wirft den Ball in die Höhe, fängt ihn wieder auf… bis ihr Ball in der Matsche landet.

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Peggy Diggledey – Kein Problem, Herr Kapitän! von Wolfram Eicke

Peggy Diggledey - Kein Problem, Herr Kapitän!Peggy Diggledey ist die Heldin in dem Kinderbuch „Peggy Diggledey – Kein Problem, Herr Kapitän!“ von Wolfram Eicke. Wegen der englischen Vorfahren der Familie wird der Name wie Diggel-Die ausgesprochen. Mit ihren Eltern, dem Hund Klabauter und Papagei Pelle lebt sie auf einer Insel. Eines Tages vermieten die Eltern eines ihrer Gästezimmer an Adem Bursa, der auf der Insel eine Fischfabrik bauen möchte. Peggy lernt seinen Sohn Cengis kennen, der viel lieber Filme anschaut und der Meinung ist, dass auf der Insel nichts los, „tote Hose“ ist. Doch Peggy sieht das ganz anders und erlebt lieber selbst etwas.

Immerhin kann sie Cengis für den Bau einer Seifenkiste begeistern. Bei einer abschüssigen Fahrt kommt es allerdings zu einem kleinen Unfall, der für Peggy einen defekten Zahn und einen Besuch beim Zahnarzt zur Folge hat.

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Das Gänsespiel von Anne-Ruth Wertheim

Meine Kinderjahre im Internierungslager auf Java!

Das GänsespielAnne-Ruth Wertheim kam im Jahr 1934 als Kind niederländischer Eltern in der niederländischen Kolonie Jakarta zur Welt. Im Jahr 1942 erklärten die Japaner den Niederländern den Krieg, die Bevölkerung wurde in Internierungslager gesperrt. So erging es auch der Autorin Anne-Ruth Wertheim mit ihren Eltern und den Geschwistern Marijke und Hugo. Der Mutter gelang es, Papier und Stifte ins Lager zu schmuggeln, so dass die Kinder alle Ereignisse zeichnerisch festhalten konnten. Seit ihrer Freilassung, so schreibt Anne-Ruth Wertheim in ihrem Vorwort, haben die Aufzeichnungen, die ihr als Erinnerung für das Kinderbuch „Das Gänsespiel“ gedient haben, im Koffer auf einem Kleiderschrank gelegen:

Die Familie bewohnte ein schönes Haus in Java, unweit eines Ententeichs. Weil die Gänse den Enten das Brot wegschnappten, haben sie die Gänse verscheucht. „Das Gänsespiel“ haben sie später im Lager auf einer von der Mutter notdürftig errichteten Vorlage gespielt.

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