Hauptsache gesund! von Petra Koruhn

Hauptsache gesund!
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Die Gesundheit steht bei den meisten Menschen auf der Wunschliste ganz oben. Deshalb sollte es ein vordergründiges Ziel sein, die Gesundheit zu erhalten. Petra Koruhn stellt in Hauptsache gesund! Methoden der Naturheilhunde vor. Alphabetisch gegliedert führt sie Krankheiten an und macht Vorschläge für eine Behandlung. Die Empfehlungen reichen von homöopathischen Mitteln über Bachblüten und Schüßler-Salze, bis hin zu den unterschiedlichsten Naturheilverfahren und alten Hausmitteln. Immer wieder unterstreicht die Autorin die Bedeutung von ausreichender Bewegung. Es folgt eine Auswahl an Heilmitteln und Heilpflanzen und schließlich gibt es noch Tipps zur Lebensführung.

Hauptsache gesund! ist ein Ratgeber, der ganz grob über einige Krankheitsbilder informieren will. So sind sämtliche Kapitel allgemeinverständlich verfasst und auf medizinische Fachausdrücke wurde verzichtet. Der Leser sollte daher keine detaillierten Ausführungen erwarten.

Hervorzuheben ist, dass Petra Koruhn wiederholt die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung betont und auch, dass man sich so viel und so oft wie möglich bewegen sollte. Ebenso erinnert sie an die heilende Kraft des Fiebers, das viele Menschen gar nicht mehr produzieren können oder aber sofort mit fiebersenkenden Mitteln drücken. Eher unangenehm fällt auf, dass auf Studien verwiesen wird, bei denen zur Erklärung lediglich in Klammern ein Name steht. Was soll „Witt“ oder „von Bock“ dem Leser sagen, wenn keine weiteren Angaben gemacht werden? Zu den Gewürzen sagt Petra Koruhn, dass diese erst kurz vor dem Verzehr beigegeben werden sollten. Nun ist es im Fall von Thymian und Rosmarin aber gerade so, dass sie länger mitgekocht werden sollten, weil sich gerade dann erst das Aroma voll entfalten kann.

Zur Hormonersatztherapie erfährt der Leser, dass noch nicht geklärt ist, ob sie das Brustkrebsrisiko erhöht oder nicht. Eine Studie, die das klären sollte, ist aber ausgerechnet aus dem Grunde abgebrochen worden, weil sich schon vorzeitig herausgestellt hat, dass sich das Brustkrebsrisiko dadurch erhöht!

Im Kapitel über die Homöopathie schreibt Petra Koruhn, dass die Niedrigpotenzen lediglich auf körperlicher Ebene wirken, was durchaus der Fall ist. Wieso empfiehlt sie dann bei Depressionen Niedrigpotenzen, obwohl es sich bei Depressionen sicher um einen pathologischen Zustand handelt, der eher der geistigen Ebene zugeordnet werden kann? Wenn die Autorin auch das Potenzieren homöopathischer Mittel kurz erklärt hat, so ist dennoch die Aussage nicht korrekt, dass man das Verdünnen in der Homöopathie als Potenzieren bezeichnet und ebenso ist es nicht richtig, dass höhere Potenzen schneller wirken. Wie schnell ein richtig gewähltes Mittel wirkt, hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Je lebensbedrohender ein Zustand ist, desto schneller muss die Wirkung einsetzen.

Petra Koruhn, Hauptsache gesund!, Klartext Verlag 2011, broschiert, 208 Seiten, ISBN 978-3-837-50582-5, Preis: 11,95 Euro.

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