Drachenbabys in Gefahr – Ein Ritterabenteuer voller List und Mut

Buchcover: Drachen machen starke Sachen

Ein Schloss voller Geheimnisse

Es ist das Jahr 1280: Ritter Ottokar von Zipp wohnt mit seiner Gemahlin Edeltraud, dem Hausdrachen Klemens sowie dem Drachenweibchen Stella, die Nachwuchs erwartet, im Schloss des Herzogs. Die Herzogin ist mit den Vorbereitungen für ihr fünfundzwanzigjähriges Ehejubiläum beschäftigt, als alle von der freudigen Nachricht aufgeschreckt werden: Die Geburt der Drachenbabys steht bevor.

Doch die Kunde von den vier kleinen Drachen Nepomuk, Elinor, Robert und Klementine erreicht auch den Drachenjäger Sigmund Silberzahn-Floretto – für ihn sind Drachenbabys ein Leckerbissen.

Gefangen im Hungerturm

Mit List gelingt es Sigmund Silberzahn-Floretto, drei der Drachenbabys zu fangen. Nur die kleine Klementine bleibt den trauernden Eltern als Trost. Auf seinem Schloss verlangt der Drachenjäger von seiner neuen Köchin Milena die Zubereitung der Drachenbabys. Doch Milena bringt es nicht übers Herz, die Kleinen zu töten. Um Zeit zu gewinnen, schlägt sie vor, die Babys zunächst zu mästen, da sie noch viel zu mager seien.

Unterdessen versucht Ritter Ottokar von Zipp, die Drachenbabys zu befreien. Doch er gerät selbst in Gefangenschaft und wird von Sigmund Silberzahn-Floretto über eine Falltür in den Hungerturm geworfen – einen Ort, aus dem niemand mehr entkommen kann.

Hoffnung durch einen Minnesänger

Zum Glück beobachtet ein Page den Raub der Drachenbabys. Die Herzogstochter Edeltraud schickt daraufhin den Hausdrachen Klemens mit einer Schriftrolle zu Archibald Exeter, einem Minnesänger. Er ist ihre letzte Hoffnung! Gemeinsam mit der Köchin Milena schmiedet Archibald einen Plan zur Befreiung, bei dem sie auf die Unterstützung des Drachen Klemens angewiesen sind.

Sprachliche Authentizität und Stolpersteine

Das Kinderbuch Drachen machen starke Sachen* entführt junge Leserinnen und Leser in die Zeit der Ritter. Franz S. Sklenitzka verwendet dabei bewusst mittelalterliche Begriffe wie „Zuber“, „Kemenate“, „Hellebarde“ oder „Remise“. Diese Wortwahl verleiht der Geschichte Authentizität, doch dürfte vielen Kindern die Bedeutung unbekannt sein – erklärende Hinweise wären hier hilfreich gewesen. So, wie der Autor an einigen Stellen mit Fußnoten auf frühere Drachen-Abenteuer verweist.

Zwischen Märchen und Realität

Ob Redewendungen wie „Wein hinter die Binde gegossen“ in ein Buch gehören, das für Acht- bis Zehnjährige empfohlen wird, lässt sich diskutieren. Sicher ist jedoch: Franz S. Sklenitzka, der auch die schwarz-weißen Illustrationen gestaltet hat, versteht es, junge abenteuerlustige Leser mit seiner spannenden Geschichte zu fesseln. Wie es sich für ein Märchen gehört, nimmt die Handlung schließlich ein gutes Ende.

Drachen machen starke Sachen von Franz S. Sklenitzka

Buchcover: Drachen machen starke Sachen
Arena Verlag 2016
Taschenbuch
128 Seiten
ISBN 978-3-401-50899-3

Bildquelle: Arena Verlag

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