Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

Frauen, die denken, sind gefährlich und stark
Bei amazon.de bestellen
Frauen müssen auch heute noch einen Spagat machen, wenn sie ihr Familienleben mit einer Berufstätigkeit vereinbaren wollen und darüber hinaus werden sie oftmals noch geringer bezahlt wie ihre männlichen Kollegen. In Deutschland wurden sie erst ab 1908 zum Studium zugelassen und die Frage, was angeboren oder anerzogen ist, sorgt immer noch für Diskussionsstoff. Das Buch Frauen, die denken, sind gefährlich und stark ist eine Geschichte der Emanzipation, denn durch den kriegsbedingten Frauenüberschuss nach dem 1. Weltkrieg mussten die Frauen „ihren Mann stehen“, woraus ein gestärktes Selbstbewusstsein resultierte. Die Emanzipation hat erst durch diesen Krieg einen ungeahnten Vorschub erfahren, wie Stefan Bollmann schreibt.

Der Autor stellt in seinem Buch fünfundzwanzig Frauen vor, denen eines gemeinsam ist: Sie haben Mut, Stärke und Kampfgeist bewiesen. Ansonsten haben sie auf völlig unterschiedlichen Gebieten agiert, denn unter ihnen befindet sich eine Friedensnobelpreisträgerin wie auch eine Ärztin oder Verhaltensforscherin. Eine andere war Anthropologin oder Physikerin. Sie konnten aber auch eine militante Schriftstellerin, eine Regierungschefin oder Verlegerin sein. Außerdem haben sie als Interviewerin gearbeitet, wurden zur berühmten Mathematikerin oder Gesundheitsministerin. Einige von ihnen haben sich bewusst gegen Kinder entschieden, wobei die Familienplanung nicht mit den heutigen Möglichkeiten aufwarten konnte. Viele der Frauen sind nämlich längst verstorben.

Der Autor hat zu jeder der vorgestellten Frauen ein spannendes Porträt mit umfangreichem Hintergrundwissen gezeichnet. Das politische und private Leben hat er detailreich geschildert, für das er sicher umfangreiche Recherchen betreiben musste. Stefan Bollmann ist es gelungen, durch geschickte Überleitungen eine Verbindung der Frauen untereinander zu schaffen und der Leser begegnet in den Geschichten zu ihrem Leben und Wirken oft weiteren bekannten und berühmten Persönlichkeiten. Zu allen Frauen sind Fotos abgedruckt, die sie zum Teil bei ihrer Arbeit oder im Gespräch mit Staatsmännern zeigen. Ein bemerkenswertes Buch über außergewöhnliche Frauen für alle Leser, die gerne zu unterschiedlichen Themen ihr Wissen erweitern, das sich auch als Nachschlagewerk bestens eignet.

Stefan Bollmann, Frauen, die denken, sind gefährlich und stark, Elisabeth Sandmann Verlag 2012, Hardcover mit Schutzumschlag, 28,4 x 21,9 cm, 144 Seiten, 100 Abbildungen, ISBN 978-3-938045-70-1, Preis: 24,95 Euro.

Wie bewertest du dieses Buch? schrecklichschlechtdurchschnittlichgutausgezeichnet 8 Stimme(n) | Bewertung 4,63
Loading...

2 Gedanken zu “Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

  1. Das Buch ist eine glatte Unverschämtheit. Anstatt Frauen generell respektvoll zu betrachten, sie in allen Facetten als gleichwertig zu respektieren, werden hier Präzedenzfälle zitiert. Es ist wie ein Gang durch den Zoo. Vorm Affengehege mit den 25 schlausten drin, bleiben wir staunend stehen und schaun zu wie Judy die Murmel in die Schuhschachtel steckt, damit sie ein Leckerli bekommt. Für mich hat dieses Buch ein Mann mit ausgeprägtem Mutterkomplex geschrieben, fehlt nur noch Elfi Love in der Sammlung.

  2. Die fünfundzwanzig in dem Buch vorgestellten Frauen haben Mut, Stärke und Kampfgeist bewiesen. Ob Elfi Love sich in dieser Sammlung einmal einreihen kann, muss sie erst noch beweisen. Zumindest besitzt sie nicht den Mut, ihre Bücher unter ihrem realen Namen zu veröffentlichen.

Schreibe einen Kommentar