
Acht Kapitel über Krankheit, Tod – und die Absurditäten dazwischen
Joachim Zelter entfaltet in Die Welt in Weiß acht in sich geschlossene Kapitel voller Erlebnisse und Beobachtungen rund um Krankheit und Tod. Mal berichtet er von modernen medizinischen Errungenschaften, dann wieder führt er in vergangene Zeiten und abgelegene Dörfer, in denen schnelle Hilfe kaum zu erwarten war. Ein Kapitel überrascht mit einer unerwarteten Wendung, ein anderes nähert sich fast philosophisch dem Innenleben eines Patienten, der kurz vor einer Operation steht.
Routine, Anonymität und die Sprache der Medizin
Ohne es ausdrücklich zu benennen, kritisiert Zelter die zunehmende Anonymität in Krankenhäusern. Alles scheint in routinierte Abläufe gegossen, die Menschlichkeit droht zu verblassen. Mit spitzer Feder nimmt er die Sprache der Ärzte aufs Korn und zeigt, wie widersprüchlich medizinische Einschätzungen ausfallen können, je mehr Fachleute man konsultiert.
weiterlesenZwischen Lachen und Abgrund: Joachim Zelters Blick auf die „Welt in Weiß“
