Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen, und was ich dabei gelernt habe.
Peter Grünlich hat sich in unendlich vielen Stunden durch die Internet-Enzyklopädie Wikipedia gearbeitet und die für ihn überraschendsten und spannendsten Dinge in seinem Buch Der Alleswisser* festgehalten. Dabei ist er Menschen, die sich als Helden ausgezeichnet haben, wie auch Mördern auf die Spur gekommen. Er hat eine nur virtuell existierende Straße und eine Autobahn entdeckt, die mitten durch ein Gebäude führt. Zwei Studenten, so schreibt er, sind wegen des kredenzten Weines mit einem Wirt in Streit geraten, was den Tod von neunzig Menschen nach sich zog, und aufgrund enormer Lachanfälle mussten Schulen geschlossen werden. Er weiß von einem Mann zu berichten, der einfach ALLES essen konnte und von einem bis heute existierenden weißen Fleck auf der Landkarte, dessen isoliertes Volk sich wiederholt erfolgreich Kontakten zu Forschungszwecken widersetzen konnte.
Der Autor hat unter anderem Romane aufgelistet, die eine Jury als die besten erwählt hat, Songs, die es bis auf die vordersten Plätze geschafft haben, Worte eines Jahrgangs und Wörter, die häufig falsch geschrieben werden, sowie Justizirrtümer, wobei auffallend viele der zu Unrecht Verurteilten wegen der falschen Anschuldigung, eine Vergewaltigung begangen zu haben, ihre Strafe verbüßen mussten.

Endlich muss man nicht mehr lange bei Google nach einer Internet Adresse suchen. Für jedes interessante Thema bietet „Das Web-Adressbuch für Deutschland 2012“ eine Auswahl der besten Web-Seiten. Insgesamt enthält das Web-Adressbuch die 6000 besten und wichtigsten Internet-Seiten für Deutschland. Hier steht so manche Seite an oberster Stelle, die bei der Suchmaschine gar nicht oder vielleicht nur ganz weit hinten aufgelistet wird. Denn hier geht Qualität über die Häufigkeit der Keywords. Mit den entsprechenden Keywords werden die erzielten Suchergebnisse bei den Suchmaschinen stetig beeinflusst, um dort die ersten Plätze im Ranking zu ergattern. Im Web-Adressbuch hingegen ist die Auswahl nicht von einer Suchmaschine erstellt worden, sondern handverlesen von einem Menschen geprüft worden. Dennoch versteht sich das Buch eher als eine Ergänzung zu den üblichen Suchmaschinen Google und Co, die gewisse Aspekte einer Suche einfach durch ihren maschinellen Suchvorgang nicht leisten können.
Für viele Menschen ist der Computer und das Internet zum Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden und aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie shoppen, mailen, chatten oder spielen, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen, welche digitalen Spuren und persönlichen Daten sie im Netz hinterlassen.