Der kleine Bär in der Schule von Jean-Luc Englebert

Der kleine Bär in der SchuleBevor der lange Winter einsetzt, beschließt der kleine Bär, ein letztes Mal den Bäumen im Wald einen Besuch abzustatten. Neugierig betrachtet er eine bunte Wollmütze, die an einem Ast hängt. Er fragt sich, was das für ein Teil ist und was man damit machen kann. Während er mit der Mütze spielt, stellt er fest, dass sie weich, warm, schön und witzig ist. Instinktiv setzt er sich das ihm unbekannte Ding auf den Kopf und geht weiter. Dieses Mal allerdings zum ersten Mal bis ans Ende des Waldes. Dort entdeckt er spielende Kinder, die alle genau so ein seltsames Teil auf dem Kopf haben. Als sich der kleine Bär alles aus der Nähe anschauen will, spricht ihn ein kleiner Junge an, der ihn für den neuen Schüler hält. Alle Schüler sind nun neugierig und wollen wissen, wie der Neue heißt, wo er wohnt und vor allem, warum er einen Pelzmantel trägt. Ohne zu zögern nehmen sie den kleinen Bären einfach mit in ihre Klasse.

Die Lehrerin bemerkt den neuen Schüler gar nicht und fährt im Unterricht fort. Erst, nachdem der Bär schon eingeschlafen ist, wird sie auf ihn aufmerksam. Sie entscheidet, dass sich seine Mutter bestimmt schon Sorgen macht und sie ihn schnellstens in den Wald zurückbringen müssen. Gemeinsam begleiten die Kinder mit der Lehrerin den Bären bis zu einer Lichtung, wo er auf seine Mama warten soll. Traurig und alleine sitzt er dort, bis ihn endlich seine Mama abholt, die ihn schon überall gesucht hat. Zu gerne würde der kleine Bär von seinem Abenteuer und den neuen Freunden erzählen, doch seine Mama mahnt zur Eile, da bereits der erste Schnee fällt und sie schnell nach Hause in die von ihr vorbereitete Höhle einkehren müssen.

Jean-Luc Englebert hat seinem Protagonisten in dem Kinderbuch „Der kleine Bär in der Schule“ keinen Namen gegeben. So mag sich vielleicht das ein oder andere Kind, dem die Geschichte vorgelesen wird, fragen, wie der kleine Bär heißen könnte oder auch, wem wohl die verloren gegangene Wollmütze gehört hat, die der kleine Bär an einem Ast im Wald gefunden hat. Dass dieser so ahnungslos ist und gar nicht weiß, was man mit einer Mütze anstellen kann, wird sicherlich einige Kinder amüsieren, für die es natürlich keine Frage ist, dass eine Wollmütze bei Kälte gute Dienste leistet.

Die Geschichte, die Jean-Luc Englebert mit farbigen und sich auf das Wesentliche konzentrierenden Illustrationen aufgewertet hat, macht deutlich, wie ein Zufallsfund weitere Tore im Leben öffnen kann. Denn nur durch die im Wald verloren gegangene Mütze eines Kindes wird der kleine Bär an einer Schule von den Schülern angesprochen, die ihn aufgrund der gleichen Mütze, die sie alle tragen, für den Neuen halten, auf den sie bereits gewartet haben. Der kleine Bär hat die Gelegenheit genutzt und den Mathematikunterricht aufmerksam verfolgt. Das auf Hochglanzpapier gedruckte Kinderbuch „Der kleine Bär in der Schule“ kann Kindern ab einem Alter von drei Jahren vorgelesen werden und eignet sich besonders als Gute-Nacht-Geschichte, weil es mit dem Schlaf des kleinen Bären auf dem Rücken seiner Mama endet.

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Der kleine Bär in der Schule von Jean-Luc Englebert

Der kleine Bär in der Schule
Picus Verlag 2016
Hardcover
40 Seiten
ISBN 978-3-85452-191-4

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Bildquelle: Picus Verlag
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