Mit dem dritten Teil, dem autobiografischen Roman Ost – Nord – West, schließt Barbara Endres ihren Lebensbericht ab. In der Verkörperung von Eva zieht sie mit ihrem Mann Michael von Hellingen nach Köln zurück, wo sie auf Freunde stößt, die sie seit Jahrzehnte aus den Augen verloren hat. Die erwachsenen Töchter Sandra und Anni sind in Norddeutschland geblieben und besuchen mit ihren Familien gelegentlich die Eltern in Köln. So auch zum Karnevalsumzug, zu dem sie die vier Enkelkindern mitnehmen. Nach dem Tod ihres Bruders Rolf ist ihr Elternhaus in Klappendorf verkauft worden. Eva hängt häufig alten Erinnerungen nach, an die frühen Kindheitstage in Pollin, an die Flucht, oder wenn sie nur einen Blick aus der neuen Wohnung auf den Rhein wirft, wo ihr Vater ihr das Schwimmen beibrachte.

Der Leser erfährt, wie das erste Weihnachtsfest und der Jahreswechsel in der neuen „alten“ Heimat gefeiert wurden. Eva verbringt mit Michael den Hochzeitstag in Venedig, sie gehen zu Konzerten und den Kölner Lichtern (dem größten musiksynchronen Feuerwerk Deutschlands), sie beschreibt ihren Tagesablauf im Alltag und stellt ihre Bilder aus, wobei sie auch einzelne Werke verkaufen kann. Weiterlesen »

Barbara Endres hat ihr Versprechen gehalten und den Familienstammbaum, den ihre Großmutter über die Wirren des Krieges retten konnte, in Ehren gehalten. In alten Kirchenbüchern fand sie die Daten bestätigt und hat basierend auf Erzählungen von Verwandten und ihren eigenen Erinnerungen die autobiografische Erzählung Pollin – Fragmente einer Kindheit in Pommern und als Fortsetzung den Roman Kölner Mosaik geschrieben.

Die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre gehören für Eva Hartmann mittlerweile der Vergangenheit an. Bei ihrem Vater kann sie sich durchsetzen und lernt an der Kölner Werkschule akademisches Zeichnen. Der älteste Bruder musste gegen seinen Willen in die Fußstapfen des Vaters treten und eine Ausbildung zum Schornsteinfeger machen, was nicht ohne Folgen geblieben ist. Ihre Mutter ist weiterhin in ihrer Ehe unglücklich und besonders an ihrem 40. Geburtstag erlebt sie eine große Enttäuschung. Für Eva beginnt an der Kunstschule ihre bisher glücklichste Zeit und in Sigrid findet sie ihre beste Freundin. Beim Karneval lernt Eva ihren zukünftigen Mann Michael kennen. Doch eine Aussteuer versagt ihr der Vater, weil er das dreijährige Studium als Ausgleich sieht. Weiterlesen »

Aus Furcht vor den sowjetischen Soldaten flüchteten ab Oktober 1944 Millionen aus ihrer Heimat, zunächst aus Ostpreußen, dann aus Schlesien und schließlich aus Pommern. Die Flüchtlinge gingen einer ungewissen Zukunft entgegen und viele von ihnen sind auf der Flucht durch Auszehrung oder Krankheit gestorben. Barbara Endres erinnert in ihrer autobiographischen Erzählung Pollin – Fragmente einer Kindheit in Pommern an diese Zeit und lässt die Protagonistin Eva Hartmann von ihren Erinnerungen berichten.

Eva blickt gerne zurück auf ihr Zuhause Pollin in Pommern, dem heutigen Damnica in Polen. Aus Erzählungen weiß sie, wie Max und Ida Hartmann zueinander gefunden haben und heirateten. Eines ihrer Kinder hieß Felix, Eva’s Vater. Ihre Mutter hieß Erika und war die Tochter von Christine und Johannes Schüler. Nach vielen unentschlossenen Jahren haben die Eheleute Anfang 1940 geheiratet und Eva erlebte in Pollin eine glückliche Kindheit, die allerdings durch den Krieg ein abruptes Ende fand.

Im Alter von vier Jahren musste sie mit der Mutter und den Geschwistern ihr Heimatdorf verlassen. Erst kamen die Polen, danach die Russen, die ihnen alles abgenommen haben. Weiterlesen »