Der alljährliche Wahnsinn von Werner Irro (Hrsg.)

Der alljährliche WahnsinnAls Herausgeber der Anthologie Der alljährliche Wahnsinn präsentiert Werner Irro dem Leser das Weihnachtsfest einmal nicht in der gewohnt besinnlichen Weise, denn in dem Buch möchte beispielsweise ein Ehepaar seinen heiratswilligen Töchtern zur Bescherung jeweils einen Mann schenken, oder ein Revolutionär beabsichtigt den Bart des Nikolaus anzuzünden. In einer Familie wird zum Fest nicht nur auf Geschenke verzichtet, sondern sogar auf den Weihnachtsbaum, weil der Vater in allem eine Gefahr wittert. Überhaupt ist die Abschaffung des Festes häufig ein Thema, wobei ein Mann seiner Frau vorrechnet, wie viel eingespart werden könnte, wenn das Fest wie ein Geburtstag einfach um ein paar Tage verschoben würde. Für ein Ehepaar besteht die Bescherung in einem Wohnungsbrand und ein anderes Paar reagiert mit Bestürzung, als sie hören, was der gemietete Weihnachtsmann den Kindern erzählt. Ein Enkel wird kurzerhand vor dem Fest von seiner Oma enterbt, Weihnachtsplätzchen misslingen, und in einem modernen Weihnachtsmärchen führt Gretel ihren Hänsel mittels GPS nach Hause.

Werner Irro hat für sein Buch Der alljährliche Wahnsinn als Untertitel „Die besten Satiren zum Weihnachtsfest“ gewählt, und die Umsetzung ist ihm auch voll gelungen. Es wechseln sich Kurzgeschichten mit Gedichten und Theaterstücken ab und kurze, aber tiefsinnige Sprüche haben es in sich.

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