Feuerschlange von Stefan Tschök

FeuerschlangeAn einem hellen Morgen im August in den 1950er Jahren beginnt die Geschichte der beiden Familien Trösch und Tippner, als sich der achtundfünfzigjährige Paul Endler versonnen am Hinterkopf kratzt und ins Tal blickt, in dem sich der von einer Dampflokomotive gezogene Personenzug in das Gebirge quält. Eine “Feuerschlange”, denkt Paul, denn wenn es dunkel ist, wirbeln Dampf und Funken aus dem Schornstein des Stahlkolosses und die Fenster der Abteile sind erleuchtet. Zusammen mit seiner Frau Elsa und seiner Tochter Margot, dessen erster Mann kurz vor Kriegsende im Februar 1945 gefallen war, lebt er in einem kleinen Häuschen am Rande einer Siedlung auf einer Anhöhe. Entgegen seiner Befürchtungen, hatte Margot, die inzwischen Anfang dreißig ist, in ihrem Freund, dem Hochschullehrer Heiner Trösch, doch noch einen Mann gefunden, der zu ihr passt. Paul und Heiner sind sich auf Anhieb sympathisch und mit der Haltung von eigenen Hühnern für ein tägliches Frühstücksei sowie der Anschaffung eines der ersten Fernsehgeräte in der Siedlung bringt Heiner Veränderungen in das kleine Häuschen, die Paul durchaus zu schätzen weiß.

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