
Konfirmationen, Kirchenfreizeiten und unerfüllte Liebe
In ihrem Buch Ruhrgebiet – Taubengurren und Kohlenhaufen präsentiert Margit Kruse zwölf Geschichten und Anekdoten, die allesamt im Ruhrgebiet angesiedelt sind.
Da geht es um die Vorbereitungen für Karins Konfirmation, die mit dem Nähen eines Kleides, das so gar nicht ihrem Geschmack entsprach, lange vor dem großen Tag begannen und in der völligen Erschöpfung der Mutter endeten. Petra freute sich auf die Kirchenfreizeit mit Sabine und dachte nicht daran, auf ein deutlich jüngeres Mädchen aufzupassen – sie wollte lieber ihre ersten Lungenzüge ausprobieren.
Während Matthias seinen Vater nicht aus der Kneipe bekommt, obwohl die Mutter zu Hause vergeblich mit dem Mittagessen wartet, findet in einer anderen Geschichte die Liebe von Paul zu Lydia ein trauriges Ende. Nur weil er nicht der „richtigen“ Konfession angehörte. Obwohl Lydia volljährig ist, fehlt ihr die Kraft, sich gegen ihre Eltern zu stellen.
weiterlesenZwölf Ruhrpott‑Geschichten voller Herz, Humor und Erinnerung





C. J. Flood nimmt sich in ihrem Jugendroman Wen liebst du, wenn ich tot bin? einem heiklen Thema an, denn es geht darin um den Tod eines jungen Menschen. Schon im Prolog wird das spätere Geschehen vorweggenommen: Ein erst Fünfzehnjähriger liegt im Grab. Zur Handlung: Die noch dreizehn Jahre alte Iris lebt mit ihrem Vater und dem fünfzehnjährigen Bruder Sam auf der Silverweed-Farm im englischen Ashbourne, nachdem sich ihre Mum vor drei Monaten auf unbestimmte Zeit zwecks Selbstverwirklichung verabschiedet hat. Im Gegensatz zu Iris Vater, der mit Entrüstung und voller Abneigung zur Kenntnis nimmt, dass sich Zigeuner auf der Pferdekoppel niedergelassen haben, ist das Mädchen neugierig auf die Menschen. Sie beobachtet einen Jungen, der kaum älter ist als sie und folgt ihm. Mit Trick, der irischer Abstammung ist und für den die Ansässigen Gadschos sind, freundet sie sich an und verbringt fortan ihre Freizeit. Das wiederum gefällt ihrer Freundin Matty gar nicht, die eifersüchtig ist und auf Rache sinnt.
Seit einem halben Jahr lebt Ina Krause auf Sylt, nachdem es ihre Freundin Maike, mit der sie während des Studiums in Hamburg zusammengewohnt hat, der Liebe wegen auf die Insel zog. Der Vater ihres Freundes Bendix besitzt am Strand von Westerland ein Luxushotel, in dem Maike ihre Freundin die erste Zeit unterbringen konnte. Doch nachdem es sich Ina gutgehen ließ und ihr Studium nicht fortsetzen wollte, ist sie in eine kleine, gemütliche Wohnung gezogen und arbeitet nun seit fünf Wochen als Produktionsassistentin beim Inselradio Sylt. Vom ersten Tag an hat Ina ein Auge auf den attraktiven Moderator Jan Jessen geworfen, der von Fanpost überschüttet wird. Ihr Ziel ist es, sich mit ihrem Traummann zu verabreden, der ihr in ihren Träumen einen Heiratsantrag macht und mit dem sie eine Familie gründen wird. 
Um im Leben voran zu kommen, etwas zu erreichen, Erfolg zu haben, braucht es… Ja, was braucht es da manchmal? Genau! Das kleine QuEntchen Glück. In seinem gleichnamigen Buch hat Klaus Puth eine Reihe von Situationen dargestellt, in denen wir genau auf dieses kleine Quentchen angewiesen sind, ohne uns dessen in jeder Lage bewusst zu sein. Wie ist das nochmal, wenn wir pünktlich irgendwohin müssen, einen Termin haben, und dann in der Eile nicht mehr wissen, wo wir den Wohnungsschlüssel gelassen haben? Oder wenn wir uns hastig auf den Weg zur Bushaltestelle machen? Der Bus kann uns wie die Straßenbahn oder der Zug vor der Nase wegfahren und wir sehen nur noch die Rücklichter. Auf der anderen Seite können wir Glück haben, der Busfahrer hat ein Einsehen oder es steigen so viele Leute aus und ein, dass wir es gerade noch rechtzeitig schaffen.