Wenn Vergangenheit nachhallt – und eine gefährliche Reise Antworten verspricht

Cover von Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich

Flucht, Verlust und die Suche nach dem Vater

Madina, die mit ihrer Mutter, Großmutter, Tante Amina und ihrem Bruder Rami zusammenlebt, vermisst ihren Vater Eli, den – wie seinen Bruder Miro – ein unbestimmtes Schicksal ereilt hat. Sie erinnert sich daran, wie sie ihm assistierte, während er heimlich im Keller auf dem Küchentisch operierte, bevor die Familie eines Nachts nur mit Rucksäcken ausgerüstet überstürzt zur Flucht aufbrechen musste. Damals führte sie ihr wochenlanger Weg zu Fuß „durch Wälder, Schluchten, Bäche“, ohne Socken und mit Blasen an den Füßen. Die Großmutter verlor alles: ihr Haus, den Garten, die Hühner und nun auch die Söhne Eli und Miro. Bevor Madina an der Seite ihrer neuen Freundin Laura ein glückliches Leben führen und mit ihr eine Reise nach Italien machen konnte, kam sie zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft unter.

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Frauen in Uniform, Gewalt im Verborgenen – Ida Rabes gefährlichster erster Fall

Cover von Altes Leid von Lea Stein

Ein harter Start in der Davidwache

In den britischen Besatzungszonen gab es ab 1945 weibliche Schutzpolizistinnen, wie Lea Stein sie in ihrem Kriminalroman Altes Leid beschreibt. Trotz schlechter Bezahlung tritt Ida Rabe im Mai 1947 ihren ersten Arbeitstag in der Davidwache auf der Reeperbahn an. Polizeimeister Hildesund empfängt sie unfreundlich und weist ihr ein Zimmer im spärlich eingerichteten Keller zu. Dort trifft Ida auf Heide Brasch, die sie aus der Ausbildung kennt und der nicht zu trauen ist. Die Aufgabe der Frauen besteht darin, die letzten Anzeigen zu prüfen, wobei Ida Randbemerkungen auffallen, die der freundliche Polizeimeisteranwärter Johann Meyerlich gemacht hat.

Ein Flüchtlingslager, ein „Katzenkind“ und verschwundene Frauen

Gemeinsam mit ihrer britischen Vorgesetzten, Superintendent Ann Watson, müssen Ida und Heide ein Flüchtlingslager kontrollieren und sich die Kennkarten der Bewohner im ehemaligen Bunker zeigen lassen.

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Zwischen Kostümen und Kontrolle – Evas Weg zu ihrem eigenen Traum

Cover von Wunder gibt es immer wieder von Beate Sauer

Ein unerwarteter Einstieg in die Filmwelt

Die neunzehnjährige Eva Vordemfelde freut sich auf einen Urlaub bei ihrer Cousine Margit, die in einem luxuriösen Hotel in Fuschl am See eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert. Als Eva eintrifft, eröffnet Margit ihr, dass aus der geplanten Wanderung nichts wird, da sie wegen der kurzfristig ins Hotel verlegten Dreharbeiten zu einem Sissi‑Film arbeiten muss. Ehe sich Eva versieht, ist sie als Statistin vorgesehen und zeigt sich begeistert von den Kostümen. Eigentlich hätte sie eine Schneiderlehre machen wollen, doch ihr strenger Vater Axel hatte es ihr nicht erlaubt. Als sie die Kostümbildnerin Gerdago kennenlernt, gesteht sie ihr, dass sie bereits Kostüme gezeichnet hat, und zeigt ihr die Entwürfe. Tatsächlich bescheinigt Gerdago ihr Talent und reicht ihr ein Empfehlungsschreiben für das Theater in München.

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Die Sonne über Berlin – Trugbild: Ein Kriminalroman mit kunstvoller Tiefenschärfe

Cover von Die Sonne über Berlin – Trugbild von Carla Kalkbrenner

Ein rätselhafter Todesfall im Berliner Luftschutzbunker

Kriminalhauptkommissar Eberhard Dahlberg und sein Kollege Johannes Julius Eckbert von Gotthaus, genannt „Jo“, werden zu einem Luftschutzbunker in Berlin gerufen. Dort wurde der Maler Gernot Reischberger tot aufgefunden, dessen Atelier sich in dem Bunker befindet. Offensichtlich war er von der Leiter gestürzt und anschließend an der über sein Gesicht gelaufenen Farbe erstickt.

Allerdings findet die Spurensicherung im Atelier keinerlei verwertbare Hinweise, was die Ermittler Dahlberg, Jo, Kollegin Claudia Gerlinger sowie Alexander Taub zu der Annahme verleitet, es könne sich um Mord handeln.

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Zwischen Wohnträumen und Wirklichkeit: Ein Roman über Wohnungssuche, Freundschaft und gesellschaftliche Missstände

Cover von Familie ist, wenn man trotzdem lacht von Wiebke Busch

Eine Familie auf der Suche nach mehr Raum

Steffi und Arno Ruttmann leben mit ihren Kindern Lina und Oskar in Hamburg-Ottensen. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes wünscht sich Steffi eine größere Wohnung. Als ihr ein Makler eine ideale Wohnung vierzig Kilometer von der Innenstadt entfernt zeigt, ist sie von der Größe und Ausstattung begeistert. Erst auf der Rückfahrt in die Stadt wird ihr klar, warum Wohnungen in den Randbezirken so günstig angeboten werden: Niemand möchte täglich im Stau stehen oder eine schlechtere Netzabdeckung in Kauf nehmen.

Arno, der als Geschäftsführer einer Werbeagentur arbeitet, erzählt seiner Ehefrau eines Tages, dass die Wohnung eines Kollegen in der Stadtmitte frei wird.

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Thomas Christos im Interview: Vom Drehbuchautor zum gefeierten Krimiautor

Foto von Christos Yiannopoulos
Bildquelle: Christos Yiannopoulos

Über Thomas Christos (Christos Yiannopoulos)

Christos Yiannopoulos, der 1957 in Griechenland geboren wurde, schreibt unter dem Pseudonym Thomas Christos. Im Jahr 1964 kam er als Sohn griechischer Gastarbeiter nach Deutschland, machte Abitur und studierte in Düsseldorf Germanistik und Pädagogik. Bereits als Kind dachte er sich spannende Geschichten für mögliche Filme aus und verfasste mit vierundzwanzig Jahren sein erstes Drehbuch „Italienische Karriere“. Sein TV-Thriller „Der Venusmörder“ erreichte im Jahr 1996 ein Millionenpublikum. Unzählige Drehbücher folgten, u. a. für den Tatort. Mit seinem Kollegen Thomas Niermann begann Christos Yiannopoulos eine schriftstellerische Karriere mit Kinderbüchern, wofür sie das gemeinsame Pseudonym Thomas Christos verwendeten. Seit 2011 nutzt er das allerdings nur für sich. Der freiberufliche Autor lebt in Düsseldorf.

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Ein Toter, ein Mädchen und ein verdrängtes Verbrechen – Thomas Engels gefährlicher Einstieg ins Jahr 1965

Cover von 1965 - Der erste Fall für Thomas Engel von Thomas Christos

Ein Traumjob – und ein Toter auf der Müllhalde

Für den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn einsetzt. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in den Händen. Bereits nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl vieles auf einen Suizid von Willy Frenzel hindeutet, ist Kollege Drezko anderer Meinung, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden. Näheres will Drezko jedoch nicht preisgeben. Unterdessen lernt Engel auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.

Ein vermisstes Mädchen und ein Fund, der alles verändert

Durch Zufall erfährt Engel, dass ein Mädchen vermisst wird, und ebenso zufällig entdeckt er die Leiche der kleinen Esperanza in Kaiserswerth bei den Ruinen der Kaiserpfalz.

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Operation Gay Bomb – Ein verlorenes Kind und alte Stasi‑Machenschaften

Cover von Operation Gay Bomb von Symone Hengy

Ein Treffen alter Geheimdienstler und eine gefährliche Forschung

Oberst a.D. Friedbert Hartmann hat eine außergewöhnliche Karriere beim Ministerium für Staatssicherheit hinter sich, die mit dem Zusammenbruch der DDR abrupt endete. Damals wurde ihm mehrfach der Prozess gemacht, doch nun lädt er seine früheren Weggefährten aus Zeiten des Kalten Krieges in seine imposante Villa in einem Dresdner Nobelviertel ein. Die alten Kameraden, allesamt ehemalige Geheimdienstler befreundeter Ostblockstaaten, wollen dem Niedergang moralischer Werte nicht länger tatenlos zusehen und aus dem Untergrund die Tyrannei von Waffenschiebern, Menschenhändlern und Drogenbossen beenden. Deshalb finanzieren sie seit Jahren die geheimen Forschungen von Henry, dem Sohn des Obersts. Der Biochemiker gilt als genialer Wissenschaftler und hat eine Wunderwaffe mit geschlechtsspezifischer Gefährlichkeit entwickelt.

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Verborgene Briefe, verlorene Liebe – und eine Reise ins Ungewisse

Cover von Die Hoffnung zwischen den Zeilen von Elin Olofsson

Ein Abschied, der alles verändert

Nachdem Uli, mit bürgerlichem Namen Ulrike Hartmann, erfahren hat, dass ihr Geliebter Johann Becker, den sie immer nur Hansi genannt hat, nicht mehr aus dem Krieg zurückkommen wird, will sie auf Anraten ihrer Freundin Hamburg verlassen und in Malmö eine Arbeit finden. Doch zuvor möchte sie sich von Hansis Mutter verabschieden, die ihr einen Stapel Briefe ihres toten Sohnes überreicht. Deren Absenderin ist Elsa Pettersson aus Krokom in Schweden.

Nach Kriegsende kommt Uli in Malmö zunächst als Dienstmädchen unter, ist jedoch nach ihrem Rausschmiss im Jahr 1949 entschlossen, Elsa Pettersson in Krokom aufzusuchen. Sie scheint die einzige Verbindung zu ihrem ehemaligen Geliebten Hansi zu sein, und Uli will erfahren, in welchem Verhältnis sie zu dem Mann stand, der ihr einst die Ehe versprochen hat.

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Zwischen Fragment und Dunkelheit: Eine kritische Betrachtung von Günter Abramowskis „das leichte ist im schweren“

Buchcover des Gedichtbands das leichte ist im schweren

Formale Auffälligkeiten und thematische Schwerpunkte

Wie gibt man den Inhalt eines Buches wieder, wenn dieser – wie im Fall des Gedichtbandes das leichte ist im schweren von Günter Abramowski – unverständlich bleibt? Zunächst fällt auf, dass sämtliche Wörter kleingeschrieben sind und oftmals eine Seite nur zu einem kleinen Teil mit wenigen Zeilen bedruckt ist. Reime, wie sie frühere Dichter in klassischer Form verwendet haben, sucht der Leser in diesem Band vergeblich.

Dafür sind einige Begriffe überdurchschnittlich häufig zu finden: Tod, Leben, Herz, Sklaven, Träume, Gott. Wenn von der Liebe die Rede ist, dann in negativer Form – etwa als verlorene Liebe. Auch Verrat ist ein wiederkehrendes Thema.

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