Eine Pietà aus Fleisch und Blut – und ein Killer, der zurückkehrt

Cover von Pietà - Steinerner Tod von von Alex Thomas

Ein grausiger Fund unter dem Brandenburger Tor

Die Pietà zeigt den vom Kreuz genommenen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegten Leichnam Jesu. In der bildenden Kunst ist Michelangelos Marmor‑Pietà im Petersdom das bekannteste Werk dieser Art.

Im Thriller von Alex Thomas entdecken Touristen unter dem Brandenburger Tor eine Frau und einen Mann, den sie in ihren Armen hält – beide unbekleidet, mit bronzener Farbe und Blut beschmiert. Als Kriminalkommissarin Annetta Niedlich am Tatort eintrifft, wurde die Frau, die im Gegensatz zum Mann noch lebt, bereits in die Charité gebracht.

Dr. Ralf Lewandowski richtet ihr im Auftrag von Kriminaldirektor Kurt Monsen aus, dass sie dem wegen eines Herzleidens pensionierten, nun aber reaktivierten Polizeihauptkommissar Magnus Böhm assistieren soll. Böhm hatte vor vierzehn Jahren in Rom einen Killer gejagt, der Menschenskulpturen inszenierte – ohne ihn je zu fassen.

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Sabotage im Weihnachtswunderland – wenn Glitzer, Punsch und Gefahr aufeinandertreffen

Cover von Keinmal werden wir noch wach... von Sanne Aswald

Ein zerstörtes Christkind und ein Sicherheitschef am Limit

Im Erlebnispark Weihnachtswunderland betreibt Franziska Fellinger einen ganzjährigen Weihnachtsmarkt, der ihr ganzer Stolz ist. Sicherheitschef Poldi, ein ehemaliger Polizist, ärgert sich erneut über den Weihnachtsscherzkeks, der jemandem einen Aufkleber mit „Weihnachten – nein danke!“ auf den Rücken geklebt und Eleonores Punsch – sie arbeitet als Frau Claus – mit Chilipulver verdorben hat.

Gerade als Poldi bei ihr steht und zur Beruhigung einen Punsch trinkt, erschüttert ein lauter Knall das Weihnachtswunderland. Besucher fliehen in Panik, denn das Christkind ist nur noch ein geschmolzener Plastikhaufen.

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Geheimnisse im Lilienpalais – eine Gouvernante zwischen Pflicht, Liebe und Gefahr

Cover von Eine Dame mit Geheimnissen von Hannah Conrad

Eine Gouvernante mit Verantwortung und einem verborgenen Leben

Im Jahr 1827 hat Nanette im siebten Jahr eine Anstellung als Gouvernante im Lilienpalais in München, nachdem Eloise, die Ehefrau von Graf Carl von Seybach, frühzeitig verstorben ist. Am Sterbebett versprach er ihr, Nanette einzustellen und die Erziehung der Kinder Isabella, des angehenden Arztes Maximilian sowie der Cousine Johanna nicht seiner Mutter Henriette zu überlassen, zumal er als engster Vertrauter von König Ludwig I. viel unterwegs ist.

Wenn es Nanettes Zeit erlaubt, trifft sie sich mit ihrem heimlichen Geliebten, dem Oberstkämmerer.

Eines Tages erscheint die geschändete Magd Kätt mit einem Empfehlungsschreiben ihrer früheren Herrschaft, der Gräfin und des Grafen von Neuhausen, bei Haushälterin Afra Haberl und hofft auf eine Anstellung im Lilienpalais. Trotz der Bitte der Freiin von Neuhausen lehnt Nanette ab und verweist Kätt an den Palais der Liebigs.

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Ein Sturm, ein Geheimnis – und drei Schicksale zwischen Ebbe und Flut

Cover von Schwestern wie Ebbe und Flut von Thesche Wulff

Rückkehr nach Amrum und ein Haus voller Erinnerungen

Die in Hamburg wohnende Mira lässt sich mit der Fähre zur Taufe ihrer Nichte nach Amrum übersetzen. Mit gemischten Gefühlen betritt sie neben dem Apartmenthaus ihrer Schwester Anke das ehemalige Kapitänshaus, das sie nach dem Tod ihres Patenonkels Ocko geerbt hat, und erinnert sich an frühere Besuche und seine Geschichten.

Vier Monate später erhält Mira in Hamburg einen Anruf von Anke: Ein Orkan habe das Dach des Kapitänshauses abgedeckt und den Schuppen zerstört. Die vom Wind hinterlassene Unordnung sei den Gästen nicht zuzumuten. Sollte Mira nicht sofort nach Amrum kommen, drohe der Abriss des alten Hauses.

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Zwischen UFA‑Glanz und Abgrund – Das Leben der Renate Müller

Cover von Ich bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Vom Jahreswechsel 1918 bis zu den ersten Schritten auf der Bühne

Charlotte Roth zeichnet in ihrem Roman Ich bin ja heut so glücklich das kurze Leben der Sängerin und Schauspielerin Renate Müller nach. Ende des Jahres 1918 feiert ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn Lohse im oberbayerischen Emmering den ersten Jahreswechsel in Friedenszeiten. Renate ist damals zwölf Jahre alt, der Nachbarsjunge Werner, überzeugt davon, eines Tages ihr Ehemann zu werden, fünfzehn.

Fünf Jahre später verschweigt Renate ihrem Vater, dass sie beim Latinum in der verhassten Schule durchgefallen ist. Da er jedoch von einer bestandenen Prüfung ausgeht, darf sie zur Belohnung Gesangsunterricht am Danziger Stadttheater nehmen. In Danzig trifft sie zufällig Werner wieder, der völlig mittellos ist. Mit ihrem ersparten Geld unterstützt sie ihn, damit er sich eine Existenz als Antiquitätenhändler aufbauen kann.

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Im Schatten der Nachkriegszeit – Hennis Weg zwischen Liebe, Verlust und Neubeginn

Cover von Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Ein Unfall, der alles verändert

Henni Bartholdy lebt 1947 allein mit ihrer Mutter Wilma und ihrem kränkelnden Bruder Paulchen in Berlin, nachdem der Vater in Russland gefallen ist. Als sie für ihre geschwächte Mutter im Haus der Rothenburgs putzen soll, stürzt der erwachsene Sohn auf der von ihr mit Schmierseife behandelten Treppe und schlägt mit dem Kopf auf den Putzeimer. Eine blutende Wunde an der Stirn ist die Folge. Hennis direkte Art macht den jungen Mann neugierig. Er möchte mehr über sie und die Sorgen armer Leute erfahren. Gleichzeitig vertraut er ihr an, dass er seine verlogene Familie nicht mehr erträgt und nach Cambridge gehen will, um Medizin zu studieren. Anders als sein Vater, der zahlungskräftigen Frauen Abtreibungen ermöglicht, möchte er später auch ohne Bezahlung helfen. Um Henni das Abitur zu ermöglichen, übernimmt er ihre Putzarbeiten und entlohnt sie dennoch großzügig.

Liebe, Verlust und ein neuer Lebensweg

Ed, der Sohn des reichen Dr. von Rothenburg, beteuert immer wieder seine Liebe zu Henni, seinen „Engel“. Doch das Schicksal trifft Henni hart: Sie verliert Mutter und Bruder und muss allein weitermachen. Sie fasst den Entschluss, Hebamme zu werden, und wird an einem ihr verhassten Ort zur Bittstellerin. Später steht sie im Krankenhaus Waldfriede einer Rechtsanwältin unerlaubt ganz alleine bei der Geburt bei – und findet in ihr eine Freundin. Henni überlegt längst, wie sie Müttern helfen kann, die ihre Kinder nicht behalten wollen und diese aus Not töten. Gegen den Rat ihrer Freundin sieht sie die Lösung in einer Apfelsinenkiste vor ihrer Tür im Hof, in der Babys anonym abgelegt werden können.

Zwei Zeitebenen – zwei Frauen auf Spurensuche

Marie Sand erzählt Wie ein Stern in mondloser Nacht* in zwei Handlungssträngen:
Zum einen Hennis Kampf, Hebamme zu werden.
Zum anderen Berlin im Jahr 2000: Die Journalistin Liv Andersson hört im Krankenhaus Waldfriede die Rede eines Arztes, der stolz die Einweihung der ersten Babyklappe in Berlin verkündet. 1985 hatte sie ein nie veröffentlichtes Interview mit Henni geführt. Nach der Rede fragt sie den Arzt im Garten, ob er Henni kenne. Er verneint – doch Liv ist sicher, dass Henni in höchsten Tönen von ihm sprach. Für sie bedeutet das nur eines: Dr. Ed von Rothenburg hat sie belogen.

Historische Bezüge und medizinische Abgründe

Der Roman verweist auf die Stern-Ausgabe vom Juni 1971, in der zahlreiche prominente Frauen öffentlich über Abtreibungen sprachen. Ebenso erwähnt er eine damals in Aussicht gestellte Medikation gegen Schwangerschaftsübelkeit – offensichtlich das später millionenfach verabreichte Contergan, das wegen schwerer Fehlbildungen traurige Bekanntheit erlangte.
Auch der umstrittene Kristeller-Handgriff, bei dem durch Druck auf den Bauch die Geburt beschleunigt wird, findet Erwähnung. Tatsächlich wurde im September 2000 die erste Babyklappe Deutschlands im Krankenhaus Waldfriede eingerichtet.

Eine Liebe voller Hindernisse und ein Leben voller Rätsel

Der Roman Wie ein Stern in mondloser Nacht* erzählt von einer unglückseligen Liebe und zeichnet die bewegende Geschichte der fiktiven Henni Bartholdy nach, die nach einer Intrige um ihr Glück kämpfen muss. Marie Sand versteht es, dem Leser immer neue Rätsel aufzugeben – nicht alles ist so, wie es scheint. Der Sog der Handlung macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Cover von Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand
Erschienen im Droemer Verlag 2023
Klappenbroschur
304 Seiten
ISBN 978-3-426-30910-0

Bildquelle: Droemer Verlag

Die Sonne über Berlin – Trugbild: Ein Kriminalroman mit kunstvoller Tiefenschärfe

Cover von Die Sonne über Berlin – Trugbild von Carla Kalkbrenner

Ein rätselhafter Todesfall im Berliner Luftschutzbunker

Kriminalhauptkommissar Eberhard Dahlberg und sein Kollege Johannes Julius Eckbert von Gotthaus, genannt „Jo“, werden zu einem Luftschutzbunker in Berlin gerufen. Dort wurde der Maler Gernot Reischberger tot aufgefunden, dessen Atelier sich in dem Bunker befindet. Offensichtlich war er von der Leiter gestürzt und anschließend an der über sein Gesicht gelaufenen Farbe erstickt.

Allerdings findet die Spurensicherung im Atelier keinerlei verwertbare Hinweise, was die Ermittler Dahlberg, Jo, Kollegin Claudia Gerlinger sowie Alexander Taub zu der Annahme verleitet, es könne sich um Mord handeln.

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Zwischen Wohnträumen und Wirklichkeit: Ein Roman über Wohnungssuche, Freundschaft und gesellschaftliche Missstände

Cover von Familie ist, wenn man trotzdem lacht von Wiebke Busch

Eine Familie auf der Suche nach mehr Raum

Steffi und Arno Ruttmann leben mit ihren Kindern Lina und Oskar in Hamburg-Ottensen. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes wünscht sich Steffi eine größere Wohnung. Als ihr ein Makler eine ideale Wohnung vierzig Kilometer von der Innenstadt entfernt zeigt, ist sie von der Größe und Ausstattung begeistert. Erst auf der Rückfahrt in die Stadt wird ihr klar, warum Wohnungen in den Randbezirken so günstig angeboten werden: Niemand möchte täglich im Stau stehen oder eine schlechtere Netzabdeckung in Kauf nehmen.

Arno, der als Geschäftsführer einer Werbeagentur arbeitet, erzählt seiner Ehefrau eines Tages, dass die Wohnung eines Kollegen in der Stadtmitte frei wird.

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