Ein Brand, ein Skandal – und ein düsteres Geheimnis im alten Darmstadt

Cover von Das Darmstädter Mörderliebchen von Ella Theiss

Eine Residenzstadt voller Intrigen

Nach der Verleihung der Stadtrechte wurde Darmstadt im Jahr 1330 zur Residenzstadt der Landgrafen und Großherzöge von Hessen und blieb bis 1945 hessische Hauptstadt.

Ella Theiss zeichnet in ihrem Kriminalroman Das Darmstädter Mörderliebchen einen wahren Fall nach: Gräfin Emilie von Görlitz kam bei einem Brand ums Leben. Während der Löscharbeiten begegnet der Jurastudent Alexander Büchner einem Mann, der sich Paul Mink nennt – jemand, den Alexander von früher zu kennen glaubt. Mink bestreitet dies jedoch. Vom Geheimdienst gezwungen, als Lockspitzel zu arbeiten, tritt er später unter dem Namen Peter Ennig auf – mit langem Haar und Vollbart kaum wiederzuerkennen.

Christina Born zwischen Angst, Liebe und gesellschaftlichem Druck

Vor den Flammen bangt die Magd Christina Born um ihren Verlobten Johann Stauf, Kammerdiener im Hause von Görlitz. Er könnte sich noch im brennenden Gebäude befinden.

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Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover von Tsai Kun-lin – Ein neues Leben von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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Im Schatten alter Schuld – Ida Rabes zweiter Fall

Cover von Alte Schuld von Lea Stein

Erste Spuren im Jahr 1948

Mit dem zweiten Fall ihrer Protagonistin Ida Rabe setzt Lea Stein mit dem Kriminalroman Alte Schuld diese Reihe fort: Ida Rabe empfängt gemeinsam mit ihrer Kollegin Heide Brasch im Jahr 1948 Karen Metzger und Vera Pape in ihrem unfreundlichen Kellerbüro auf der Davidwache in Hamburg. Vera behauptet, dass ein Mann, dem sie zuvor schon auf dem Fischmarkt begegnet ist, plötzlich in ihrer Wohnung stand. Obwohl sie Vera heißt, habe der Unbekannte sie mit Merle angesprochen und gesagt, dass er sie heiraten wolle. Fürs Erste notiert sich Ida alles, muss es jedoch zunächst dabei belassen.

Beim anschließenden Streifgang entdeckt Ida in den Trümmern eine bewusstlos geschlagene Frau, deren Identität es noch zu klären gilt. Dummerweise muss sie sich zunächst um gestohlen gemeldete Kaninchen und Hühner kümmern, was ihr gar nicht gefällt.

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Zwischen Erbe, Idealen und Abgrund

Eine Familie am Rand des finanziellen und moralischen Kollapses

Cover von Keine Reue von Ellen Sandberg

Ein Leben über den Verhältnissen

Die Anwältin Barbara und ihr Ehemann, der Publizist Gernot Maienfeld, leben in einer großzügigen Eigentumswohnung in Stuttgart, die sie Ende der 1980er Jahre gekauft haben. Als Barbaras Eltern kurz nacheinander verstorben sind, hat sie völlig unerwartet einen Teil des Millionenvermögens aus deren Textilfabrik geerbt. Obwohl sie die Erbschaft zunächst ausschlagen wollte, hat Gernot sie überredet, mit einem Teil des Geldes einige Organisationen zu unterstützen. Doch das ausschlaggebende Argument für sie war, dass sie sich mit dem Geld eine kleine Wohnung in Stuttgart, Frankfurt oder München leisten könnten. Die Aussicht, aus dem alten Haus in Buchsweiler auszuziehen und wieder in einer Stadt zu leben, war zu verlockend.

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Geheimoperation Gehlen – Ein packender Kriminalroman zwischen Geheimdiensten und dunkler Vergangenheit

Cover von Geheimoperation Gehlen von Mike Steinhausen

Ein Fremdenlegionär im Schatten der Nachkriegszeit

Im Jahr 1955 besitzt der ehemalige Fremdenlegionär Louis Richard zwei Wohnungen in Essen – eine davon dient konspirativen Zwecken. Als er eine junge Frau namens Monika aus den Fängen ihrer brutalen Zuhälter befreit, die er krankenhausreif schlägt, erwartet er Dankbarkeit. Doch Monika reagiert verärgert: Sie weiß, dass ihre Peiniger sich rächen werden.

Tatsächlich wird sie bald Opfer brutaler Übergriffe. Louis beschließt, sie in seiner Wohnung zu beschützen. Kurz darauf erhält er von seinem Mittelsmann einen neuen Auftrag: Er soll den berüchtigten Zuhälter Roland „Mucki“ Kahrmann davon überzeugen, dass der Kokainhandel in der Nordstadt bereits „besetzt“ ist.

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Der Einsturz von Münchenstein – als eine Brücke zur tödlichen Falle wurde

Cover von Eiffels Schuld von Stefan Haenni

Ein Ausflug, der im Desaster endet

Am 14. Juni 1891 wurde die Schweiz vom größten Eisenbahnunglück ihrer Geschichte erschüttert. Nahezu zweihundert Passagiere wurden teils schwer verletzt, dreiundsiebzig Menschen verloren ihr Leben. Zu den Überlebenden zählte Ida Gutzwiller Gysin, die ihrem Sohn Willi siebzig Jahre später ein Geheimnis anvertraut:

Ein Jahr vor dem Unglück hatte sich die damals achtzehnjährige Ida mit Wilhelm Münch verlobt, der plötzlich spurlos verschwand. Selbst ein vom Vater engagierter Privatdetektiv konnte ihn nicht finden. Da Ida ein Kind erwartete, gab sie schließlich den Avancen von Karl Gutzwiller nach und heiratete ihn. Mit dem inzwischen geborenen Sohn Willi wollte das Ehepaar einen Ausflug nach Münchenstein bei Basel zu einem Bezirkssängerfest machen – nicht ahnend, dass der Zug sein Ziel nie erreichen würde.

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Ein Kind im Krieg – und ein Überleben gegen jede Wahrscheinlichkeit

Cover von Das einzige Kind von Hera Lind

Früheste Erinnerungen: Angst, Flucht und der Verlust der Heimat

Hera Lind zeichnet in ihrem Roman Das einzige Kind die ersten Lebensjahre von Djoko nach, dem späteren Franz Peters‑Engl, der ihr dreiundachtzig Jahre später erzählt, wie er im Frühling 1939 als kleiner Junge von drei bis vier Jahren bei seiner Mame und seinem Tate im damaligen Jugoslawien lebte, im heutigen Landesteil Bosnien.

Wenn sein Tate im Wald war, fürchtete er sich gemeinsam mit seiner Mame in der Hütte vor den hungrigen Wölfen. Im Herbst 1940 suchte die Familie Schutz vor dem von Ante Pavelić gegründeten Geheimbund Ustascha und floh zu Tates Eltern in eine Siedlung. Noch wusste der Junge nicht, dass er seine Nachbarn nie wiedersehen würde. Er musste mitansehen, wie seinem Freund das Gesicht zerschossen wurde, und flüchtete nachts in den Wald, als auch diese Siedlung überfallen wurde.

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Ein Mord, ein Massaker und ein tödliches Spiel – nichts ist, wie es scheint

Cover von Rotkäppchen lügt von Elias Haller

Eine Tote in der Grube und ein Fall, der sofort eskaliert

Als Konrad König, Leiter der Berliner Mordkommission, eine Leiche in einer mitten auf der Straße befindlichen Grube in Augenschein nehmen will, ist seine Kollegin Manja Steinke bereits vor Ort. Erstaunt stellt der Kriminalhauptkommissar fest, dass er die Tote als Margot Schreiner identifizieren kann – eine hartnäckige Journalistin. Unklar bleibt zunächst, ob sie gestürzt ist oder ermordet wurde.

Für Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann bedeutet Schreiners Tod, dass ihre wichtigste Kronzeugin für eine Anhörung zu Korruptionsvorwürfen gegen den pensionierten Polizeipräsidenten Wilhelm Tuchfeldt wegfällt. Ihr Kollege Benjamin Jasser hält die Angelegenheit für zu brisant und begleitet sie nicht zu dem Gespräch.

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Gefangenschaft, Folter und verlorene Jugend – Tsai Kun-lins erschütternde Jahre

Cover von Tsai Kun-lin Die gestohlenen Jahre von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein junger Mann gerät unschuldig in die Fänge des Regimes

Tsai Kun-lin – Die gestohlenen Jahre ist der zweite von vier Bänden, die inhaltlich eine geschlossene Einheit bilden. In dieser ausführlichen Comicform erzählt Yu Pei-yun das Leben von Tsai Kun-lin, der ihr und Illustrator Zhou Jian‑xin in zahlreichen Gesprächen seine Erinnerungen anvertraut hat.

Die Fortsetzung knüpft direkt an den ersten Band an, der mit Kun‑lins Abführung zum Verhör endet: Nachdem sein ahnungsloser Bruder Kun‑chang die Militärpolizisten unwissentlich zu ihm geführt hat, gerät der knapp Zwanzigjährige am 10. September 1950 unschuldig in die Gewalt des Regimes von Chiang Kai‑shek. Sein einziges „Vergehen“ besteht darin, während der Schulzeit einem Lesezirkel angehört zu haben, der als „aufrührerische Vereinigung“ eingestuft wurde.

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Eine Pietà aus Fleisch und Blut – und ein Killer, der zurückkehrt

Cover von Pietà - Steinerner Tod von von Alex Thomas

Ein grausiger Fund unter dem Brandenburger Tor

Die Pietà zeigt den vom Kreuz genommenen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegten Leichnam Jesu. In der bildenden Kunst ist Michelangelos Marmor‑Pietà im Petersdom das bekannteste Werk dieser Art.

Im Thriller von Alex Thomas entdecken Touristen unter dem Brandenburger Tor eine Frau und einen Mann, den sie in ihren Armen hält – beide unbekleidet, mit bronzener Farbe und Blut beschmiert. Als Kriminalkommissarin Annetta Niedlich am Tatort eintrifft, wurde die Frau, die im Gegensatz zum Mann noch lebt, bereits in die Charité gebracht.

Dr. Ralf Lewandowski richtet ihr im Auftrag von Kriminaldirektor Kurt Monsen aus, dass sie dem wegen eines Herzleidens pensionierten, nun aber reaktivierten Polizeihauptkommissar Magnus Böhm assistieren soll. Böhm hatte vor vierzehn Jahren in Rom einen Killer gejagt, der Menschenskulpturen inszenierte – ohne ihn je zu fassen.

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