Der Roman Marschmusik* zeichnet das Leben eines namenlosen Protagonisten nach, der seine Mutter für drei Tage in dem fiktiven Ort Mündendorf besucht, einer Kleinstadt am Rand des Ruhrgebiets. Nach dem Tod des Vaters lebt sie alleine in einem Reihenhaus, wo sie täglich von einem Pflegedienst versorgt wird. Um nicht im Elternhaus übernachten zu müssen, verbringt der Sohn die Nächte bei seinem Bruder. So sehr er sich jedes Mal vor dem Besuch bei der Mutter fürchtet, so hat er noch mehr Angst vor der letzten Nacht. Er zählt die Tage und Stunden bis zum „Bergfest“ und danach bis zu seiner Abreise, der er mit Wehmut entgegensieht und äußert: „Ich will hier nicht weg. Ich halte es hier keine Sekunde länger aus“.
Die raschen Themenwechsel und nicht deutlich gemachten Zeitsprünge erschweren dem Leser den Einstieg in den drei Kapitel umfassenden Plot, zumal alle Handlungen im Präsens geschrieben sind und ihm damit suggerieren, dass die Szenen zeitgleich stattfinden.

Margit Kruse sucht am Halterner Stausee nach einem passenden Ort, um eine Leiche zu entsorgen. Nein, natürlich ist die Autorin nicht wirklich auf der Suche nach einem Versteck für eine Leiche, sondern es handelt sich dabei um eine Geschichte in ihrem Buch „Dunkle Geschichten aus dem Ruhrgebiet“. In weiteren Episoden geht es um einen verlassenen Reiterhof in Gelsenkirchen-Heßler, um das verfallene Hotel Seestern in Haltern oder das altehrwürdige Stadtbad in Krefeld, das der Schließung zum Opfer fiel. Dasselbe Schicksal ereiferte auch das Opel-Werk in Bochum und machte damit viele Opelaner arbeitslos. Margit Kruse schreibt von der Ölkrise im Jahr 1973, welche Forscher auf die Suche nach Alternativen auf den Plan rief. In Gladbeck belieferte ein Eiermann die Bürger mit „Kartoffeln, Erdbeeren und Eiern“, wie der Eiermann laut gerufen haben soll, wohingegen die Bueraner Stadtteile mit frischer Milch von einem Milchwagen versorgt wurden, vor dem ein Pony gespannt war.
Es gibt unzählige Bücher über Weihnachtsbräuche und natürlich auch mit Geschichten, die sich um das Weihnachtsfest drehen. Doch Elke Schleich hat sich in ihrem Buch ausschließlich mit „Weihnachtsgeschichten aus dem Vest Recklinghausen“ befasst. So ist Günter als Busfahrer am Heiligen Abend in Gladbeck zu einer letzten Fahrt unterwegs und hofft auf einen entspannten Feierabend, bevor ihn sein letzter Fahrgast nachdenklich stimmt. Sylvia und ihr arbeitslos gewordener Mann Michael aus Polsum können ihre Kinder zum Weihnachtsfest nur dürftig beschenken, aber dann lässt sie ein Ereignis doch noch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Tim Feldmann lebt mit Lisa und den beiden Wellensittichen Thorsten und Bernadette in Bottrop. Nach dem Abbruch seines Studiums hat er vor zwei Jahren die Kneipe Schluckspecht gekauft, in der er mit seinen Freunden Schlütti, Knolle, Micha und Lars jeden Freitag kegelt. Doch mit nur zwei weiteren Stammgästen läuft die Kneipe nicht wie erhofft, und das Paar muss von seinen Ersparnissen leben.
Auf Polizeireporterin Maria Grappa, die für das Bierstädter Tageblatt schreibt, wartet eine neue Aufgabe: Aus dem Phoenix-See hat man die Leiche von Marina Schrott geborgen, die Betreiberin mehrerer Hundesalons war. Laut Obduktion ist sie ertrunken. Doch nicht im See, sondern in einem für Hunde vorgesehenen Waschbecken. Die Tote hinterlässt eine schwer behinderte Tochter, die einundzwanzigjährige Venus.
Wer als Pendler im Ruhrgebiet mit dem Auto unterwegs ist, weiß ein Lied von den täglichen, kilometerlangen und zeitraubenden Staus zu singen! Ist ein Unfall als Ursache auszumachen, weiß man zumindest, dass niemand dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann und ist froh, nicht in den Unfall verwickelt zu sein. Doch wenn Fahrbahnen aufgrund von Baustellen wegfallen, auf denen weit und breit kein Arbeiter zu sehen ist, dann kann das Unverständnis und Wut bei den Menschen auslösen, die auf diese Weise eine nicht unbeträchtliche Zeit auf den Autobahnen, anstatt daheim bei ihren Familien zubringen.
In den Ruhrpott-Geschichten „Wat willze“ von Volker Kosznitzki ist Günner Mambrallek mit Lissken verheiratet, hat Otto Korsinetzky zum Cousin, Bernie Freitag ist sein Kumpel und Uschi eine Nachbarin. Er raucht gerne eine „Kippe“ und freut sich nach Feierabend auf ein „lecker Pilsken“. Denn immer wieder macht er die Erfahrung, dass er bei einer gemütlichen Pilsrunde gut gemeinte Ratschläge eines Kumpels erhält, wie er beispielsweise den Eigenanteil für eine zahnärztliche Behandlung mindern kann. Einem Glas Wein kann Günner genau so wenig abgewinnen wie dem Oktoberfest, und Verständnis kann er weder für die Umstellung auf Sommerzeit, noch für die Mallorca-Urlauber am Ballermann aufbringen. 
Hauptkommissarin Herta Kasten und ihr Kollege Christoph Waliszczek von der Kripo Dortmund werden zu einer bereits skelettierten Leiche gerufen, die vom neuen Pächter eines Gartens unter Dielenbrettern einer Holzhütte ausgegraben wurde. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den vorherigen Pächter Klaus-Ulrich Mager und seinen inzwischen verstorbenen Vater Heinz Mager, da es sich bei der Toten um die vor rund fünfundzwanzig Jahren verschwundene Studentin Silke handelt. Weder die Befragung der ehemaligen Nachbarn, noch die Vernehmung von Mager, den viele für den Mörder halten, bringen die Beamten weiter.