Kettenreaktion von Sebastian Stammsen

KettenreaktionDavid Krusekamp bricht in dem Kriminalroman „Kettenreaktion“ von Sebastian Stammsen in einem Elektrogeschäft zusammen, jede Hilfe kommt zu spät. Kriminaloberinspektor Markus Wegener und seine Kollegin Nina Gerling treffen vor Ort schon auf den Gerichtsmediziner, der vor einem Rätsel steht, was die Todesursache anbelangt. Denn Drogen, Alkohol und Gift scheiden von vornherein aus. Die Videoaufzeichnungen der Fernsehabteilung zeigen einen schwankenden David Krusekamp und es muss geklärt werden, ob er geschubst wurde, bevor er gestürzt ist. Markus Wegener und Nina Gerling befragen zunächst Michael Freise, der sich in unmittelbarer Nähe von David Krusekamp befunden hat. Er beteuert immer wieder, dass er ihn weder kannte, noch ihn berührt hat.

Die beiden Kriminalbeamten machen sich auf den Weg zu Nadine Krusekamp, um sie vom Tod ihres Mannes zu unterrichten. Die Ehefrau kann ihnen auch keine brauchbaren Hinweise geben und bei Durchsicht der Computerdateien gibt ihnen eine Eintragung ein Rätsel auf.

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Radio Heimat – Frank Goosens Liebeserklärung an das Ruhrgebiet

Buchcover von Radio Heimat: Geschichten von zuhause

Omma, Oppa und die Kunst des Erinnerns

Frank Goosen macht in Radio Heimat*, seiner literarischen Hommage an das Ruhrgebiet, gleich zu Beginn deutlich: Fortan sprechen wir nur noch von Omma und Oppa. Die Omma weiß Bescheid. Gefragt nach dem Krieg, genügt ihr lapidarer Kommentar: „Wir hatten nix.“ Auch in kulinarischer Hinsicht wird schnell klar – echte Frikadellen schmecken nur bei ihr. Wie sie die macht? „Wie imma!“ Und wenn die Uromma vom Steckrübenwinter 1916/17 berichtet, bleibt einem die bittere Geschichte regelrecht im Hals stecken.

Alltag am Fenster und Duschen auf dem Pütt

Goosen ruft mit liebevollem Blick die Frauen im geblümten Hauskittel ins Gedächtnis, die sich beim „Im-Fenster-Liegen“ quer über die Fassaden unterhielten. Typisch Ruhrgebiet: Frauen und Kinder badeten nur einmal pro Woche, während die Männer täglich im Pütt duschen gingen.

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Pilz inne Buxe von Ludger Stratmann

Pilz inne BuxeDas als Comic herausgegebene Buch „Pilz inne Buxe“ von Ludger Stratmann kann gar nicht so gut sein, wie Doktor Stratmann, wenn man ihn in seinem Theater in Essen live erlebt! Aber es ist auf jeden Fall so gut gemacht, dass es sich lohnt, einen Blick in die Comics hinein zu werfen, die von Christina Groth-Lindenberg gezeichnet wurden.

Der Ruhrgebietsmensch, hier liebevoll Ruhri genannt, erfährt, dass er den Genitiv und Dativ nach dem Zufallsprinzip einsetzt, was zwar ein Fehler ist, aber man muss auch richtig falsch sprechen! Über Inge erfährt man, dass sie die geheimen erotischen Wünsche ihres Gatten Jupp platzen lassen kann. Und man wird darüber aufgeklärt, dass die glücksbringenden Hormone, die Endorphine, nicht nur beim Joggen vom Körper gebildet werden, nein, sondern auch schon, wenn man der Ehefrau bei der Arbeit zusieht. Wegen eines Verkehrsdeliktes wird Jupp gebeten, ob er Geld „für Leihen hat“ und gibt dann den Rat weiter, innerörtlich nur so schnell zu fahren, wie „mich dat finanziell erlauben kann“.

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„Eisaugen“ von Margit Kruse – Ein Krimi aus dem Ruhrgebiet mit trockenem Humor und schrägen Typen

Buchcover des Kriminalromans Eisaugen

Eine Frau, ein Turm, ein fremder Mann

Die 39-jährige Margareta Sommerfeld arbeitet bei Hertie in der Süßwarenabteilung. Seit der Trennung von ihrem Freund Friedbert, mit dem sie drei Jahre zusammenlebte, wohnt sie allein im Seitenflügel eines Wohnturms in einer Zechensiedlung in Buer – nahe dem Stadtwald und dem Friedhof.

Als sie in einem gegenüberliegenden Fenster einen attraktiven Mann beim Schuhereparieren beobachtet, wird ihre Neugier geweckt. Niemand in der Nachbarschaft scheint ihn zu kennen. Schließlich erfährt Margareta, dass ihre Nachbarin Frau Koletzki ihren polnischen Neffen Karol seit einem Jahr im Turmzimmer versteckt hält. Karol ist auf der Suche nach seiner Mutter, die vor einigen Jahren als Spätaussiedlerin nach Deutschland kam. Zwischen Margareta und Karol entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre.

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Teppichporsche von Sonja Ullrich

TeppichporscheEsther Rudloff wäre gerne Polizistin geworden, eine Kripobeamtin in Zivil mit einer respekteinflößenden Knarre. Doch bei der Sportprüfung versagt sie kläglich, und so macht sie eine Ausbildung zur Sozialversicherungsangestellten. Nach der Ausbildung arbeitet sie vierzehn Jahre bei einer Krankenkasse. Als sich die Gelegenheit bietet, kündigt sie ihren sicheren Job, um als Versicherungsdetektivin auf Probe für die dubiose Detektei Tozduman Securities in Wattenscheid zu arbeiten. Sie träumt davon, irgendwann einmal einen Mörder zu überführen.

Bei einem Haftpflichtfall, in dem ein Terrier mit nur einem Zahn ein Wasserbett zerbissen haben soll, entdeckt sie Blutspuren in den Fugen des Parketts. Als sie erfährt, dass der Ehemann der Geschädigten vor einigen Tagen angeblich verschwunden ist, wittert sie einen Mordfall. Worüber ihr Chef Metin Tozduman nicht erfreut ist, denn auch der zuständige Kommissar Ansmann ist von ihrer Vermutung nicht begeistert und lehnt eine Zusammenarbeit mit Detekteien grundsätzlich ab. Doch ihr Ehrgeiz ist geweckt und so ermittelt sie auf eigene Faust.

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