Wenn die Wände sprechen: Hedwigs Kampf um Freiheit und Wahrheit

Cover von Der Riss in der Wand von Ina Maschner

Ein Leben im Stillstand – und ein Traum, der ruft

Mit sechsundzwanzig Jahren lebt Hedwig noch immer bei ihren Eltern in einem Reihenhaus aus den 1960er‑Jahren am Rand von Innsbruck. Nachdem sie mit achtzehn Jahren die Matura abgelegt hatte, absolvierte sie mehrere Praktika und probierte verschiedene kleine Jobs aus. Ihre letzte Anstellung in einer Kunstgalerie musste sie schweren Herzens kündigen, weil ihre Eltern mehr Unterstützung im Haushalt erwarteten.

Seit Jahren wünscht sie sich nichts sehnlicher, als Künstlerin zu werden und ein Kunststudium in Wien zu beginnen – Zeichnen ist ihre große Leidenschaft. Doch bisher hat sie sich nicht getraut, ihren Traum zu verwirklichen, denn dafür müsste sie, wie ihr älterer Bruder Franz, das Elternhaus verlassen. Franz hat sich nach seinem Auszug vor einigen Jahren nicht mehr gemeldet, und Hedwig hofft noch immer, dass er eines Tages zurückkehren wird.

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Neunzehn Minuten bis zum Verschwinden – Frankies abenteuerlichster Tag beginnt

cover von Frankie und wie er die Welt sieht von Zoran Drvenkar

Ein Gespräch über Eltern, Schmerz und Erdbeershakes

Der zehnjährige Frankie sitzt mit seiner vier Jahre älteren Schwester Delia in einer Berliner Eisdiele. Sie sprechen über ihre Eltern: Der Vater lebt seit drei Monaten bei seiner neuen Partnerin Natalie, und nachts hören die Geschwister ihre Mutter weinen. Aus Kummer isst sie viel und hat bereits zwanzig Kilogramm zugenommen.

Während Frankie glaubt, dass ein Gespräch mit dem Vater helfen könnte, ist Delia überzeugt, dass er nicht zuhören wird. So sicher, wie niemand vier Erdbeershakes hintereinander trinken könne. Doch Frankie belehrt sie eines Besseren – und verschwindet nach dem letzten Shake auf die Toilette. Als er nicht zurückkehrt, fragt sich Delia: Hat er sich wieder „unsichtbar gemacht“, wie vor zwei Jahren?

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Lou auf großer Suche – Ein Eichhörnchen, ein Traum und ein süßer Schatz

Cover von Lou und der geheimnisvolle Süßigkeitenschatz von Bine Pauli

Ein Traum von Süßigkeiten und ein fauler Abenteurer

Eines Morgens wird das Eichhörnchen Lou vom Trommeln des Spechts Rosali geweckt. Eigentlich möchte Lou noch gar nicht aufstehen – zu schön war sein Traum von einem Land voller paradiesischer Süßigkeitenberge. Rosali erinnert ihn zwar daran, dass Süßes schlecht für die Zähne ist, doch Lou lässt sich davon nicht beeindrucken. Während Rosali fleißig arbeitet und Nüsse sammelt, zieht Lou es vor, faul zu sein und lieber auf Entdeckungsreise zu gehen. Mit einem Bündel Nüsse und seinem Lieblingskissen macht er sich auf den Weg. Rosali bleibt zurück, verspricht aber, auf ihn zu warten.
Neue Freunde und ein geheimnisvolles „Miau“

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Ich will dies, das und dich – Wenn gute Vorsätze ins Chaos führen

Cover von Ich will dies, das und dich von Saskia Louis

Ein Silvester voller Erwartungen – und erster Enttäuschungen

Svea Nussbaum wartet an Silvester gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin Elisa auf ihre Eltern, ihre Schwester Karla, deren Ehemann und auf Leon – den Bruder ihres Schwagers. Vor sechs Jahren hatte sie eine gemeinsame Nacht mit ihm, doch er wollte danach nur Freundschaft. Svea dagegen hofft seitdem auf mehr und setzt all ihre Erwartungen in diesen Abend. Um ihre Eltern zu beeindrucken, hat sie Servietten kunstvoll gefaltet und behauptet, das Essen selbst gekocht zu haben – nicht die einzige Lüge, die sie ihnen auftischt.

Doch Leon sagt nicht, was sie sich erhofft. Und als dann auch noch Steffen, der Sohn ihres Chefs Harald Lindholm, die Beförderung erhält, die eigentlich ihr zustehen sollte, beschließt Svea am Neujahrstag, wie Elisa eine Liste mit Vorsätzen zu erstellen.

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Wenn Wut zu Mut wird – Pattis Weg nach oben

Cover von Patti packts an von Edith Schachinger

Ein frustrierender Start in die Sportstunde

Für Patti steht Sportunterricht auf dem Plan. Ihre Lehrerin, Frau Schönbügel, erlaubt den Kindern, eine Stange hinaufzuklettern. Peter und Maira sind bereits gescheitert. Auch Patti findet selbst beim dritten Versuch keinen Halt – und die Wut packt sie: „Warum geht das nicht?“ Sie stampft auf den Boden, schreit ihre Frustration heraus und wird von den Mitschülern ausgelacht. Enttäuscht und verletzt zieht sie sich in eine Ecke zurück. Sie ist wütend auf die Stange, auf die Lehrerin – und am meisten auf sich selbst. In diesem Moment hasst sie die Sportstunde und die ganze Welt, während die anderen zumindest weiterprobieren.

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Wenn ein Junge seinen eigenen Weg findet – zwischen Cello, Tutu und Identität

Cover von Ich schenk dir ein A von Thomas J. Hauck

Adrians Sehnsucht nach Musik und Tanz

Adrian spielt Cello, und sein größter Wunsch ist es, eines Tages in einem berühmten Orchester zu musizieren. Auf dem Weg zur Musikschule bleibt er oft am Ballettsaal stehen und beobachtet fasziniert die tanzenden Mädchen. Als sich eines Tages ein Mädchen aus der Ballettklasse über die Vorstellung lustig macht, er könne als Junge in einem Tutu tanzen, bringt Adrian vor Verlegenheit kaum ein Wort heraus. Doch sie entschuldigt sich sofort mit einer Pirouette und erklärt, es sei nur ein Scherz gewesen – Adrian jedoch bleibt sprachlos zurück.

Zwischen Orchestergraben und Ballettsaal

Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Großmutter besucht Adrian eine Ballettaufführung, begleitet von einem Orchester. Besonders die glitzernden Tutus der Tänzerinnen ziehen ihn in ihren Bann.

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Wer hat Angst vor dem Licht? – Ein Tiefseeabenteuer voller Überraschungen

Cover von Wer hat Angst vor dem Licht? von Anna McGregor

Ein geheimnisvoller Handlungsort in völliger Dunkelheit

Der Schauplatz des Kinderbuchs Wer hat Angst vor dem Licht? ist die Tiefe des Ozeans – ein Ort, an dem kein Sonnenstrahl mehr ankommt. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass dort kein Leben existiert. Eine der dort lebenden Kreaturen ist Rufus, den man in der Finsternis natürlich nicht sehen kann. Auf die Frage, ob er keine Angst im Dunkeln habe, antwortet er mit einem lässigen „Nö!“. Im Gegenteil: Er findet die Dunkelheit sogar großartig. Denn, wie er verrät, verstecken sich die wahren Monster im Licht – ein Hinweis darauf, dass er tatsächlich zwei Augen besitzt.

Gefährliche Begegnungen in der Tiefe

Als ein kleines Licht beginnt, mehr von seinem Äußeren zu enthüllen, ergreift Rufus sofort die Flucht. Kurz darauf taucht ein gefährlicher Anglerfisch mit „nadelspitzen“ Zähnen auf und wirbelt Rufus’ Schwanz herum – und schon wissen wir ein weiteres Detail über sein Aussehen.

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Heiterer Ruhestand – Geschichten vom Nichtstun, das nie gelingt

Cover von Bin in Rente, ich muss gar nichts!

Wenn Rentner plötzlich keine Zeit mehr haben

Die Anthologie Bin in Rente, ich muss gar nichts! vereint heitere Geschichten, wobei schon die erste mit dem Vorurteil aufräumt, Rentner hätten stets genug Zeit und langweilten sich sogar mitunter: Einer Frau macht die Großtante ihres Mannes, die neuerdings Rentnerin ist, einen Strich durch die Rechnung. Karl hat das Pech, dass sich seine allzu besorgten Freunde, die er gar nicht braucht, um ihn kümmern wollen, während eine Kundin im Schuhgeschäft eine unliebsame Bekanntschaft mit den Sicherheitskräften macht. Neu‑Rentner, so die Erfahrung eines Mannes, sind in Wirklichkeit zum Lesen des Sportteils einer Tageszeitung geschaffen, und für Mona sieht es an ihrem letzten Arbeitstag schlecht aus, denn nichts läuft, wie es sollte, bis … Das kann an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden.

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Wenn Träume auseinanderdriften – und ein Neuanfang möglich wird

Cover von Glück für Wiedereinsteiger von Carla Berling

Ein Paar, zwei Lebensträume – und eine ehrliche Frage

Was, wenn ein Paar nach vierzigjähriger Ehe feststellt, dass jeder von ihnen noch einen Traum hat, der jedoch nicht mit dem des Partners vereinbar ist? Genau das geschieht den Protagonisten im Roman Glück für Wiedereinsteiger von Carla Berling: Thea Schmidt ist wie Ronny am ersten Januar geboren und hat dieselbe Schule wie er besucht. Beide haben bei der Sparkasse eine Ausbildung gemacht, in der sie nunmehr halbtags arbeitet, während ihr Ehemann Filialleiter ist. Sie sind glückliche Eltern von drei Töchtern, haben zwei Schwiegersöhne und fünf Enkelkinder. Ihren vierzigsten Hochzeitstag, der gleichzeitig ihr sechzigster Geburtstag sein wird, wollen sie groß im Rheinhotel feiern. Geplant ist eine Mottoparty rund ums Kino, zu der neben der Familie auch die alten Freunde eingeladen werden sollen, die schon bei ihrer Hochzeit dabei waren.

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Eine absurde Geschäftsidee, ein Hummer – und die Liebe in der Bretagne

Cover von Hummer to go von Rüdiger Bertram

Vom Arbeitslosen zum Fotobetrachter – eine Idee, die niemand kommen sah

Frank Berger hat gerade seinen Job verloren und viel Zeit, denn er hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Da sich niemand für seine Fotos aus einem Venedig‑Urlaub interessiert, kommt ihm eine ungewöhnliche Idee: Jeder besitzt Fotos, die niemand sehen will. Also gibt er eine Anzeige auf: „Sehe mir gegen Honorar mit regem Interesse Ihre Urlaubsfotos an.“ Keine halbe Stunde nach Veröffentlichung erhält er bereits den ersten Auftrag – fünftausend Fotos aus dem Leben eines Kunden. Während er diese durchgeht, trudeln zwanzig weitere Anfragen ein. Frank hätte nie gedacht, dass sich mit Nichtstun so viel Geld verdienen lässt.

Ein Start‑up wächst – und Frank bleibt lieber beim Wesentlichen

Nach nicht einmal einem Jahr hat sein Unternehmen fünfhundertzwanzig Mitarbeiter und Filialen in allen großen deutschen Städten. Doch Frank schaut weiterhin lieber Fotos bei den Kunden an, statt Bilanzen zu prüfen.

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