Mit „Hexengold“ setzt Heidi Rehn die Geschichte um Magdalena, deren Schicksal mit „Die Wundärztin“ begann, fort. Der Dreißigjährige Krieg ist mittlerweile seit zehn Jahren vorbei. Die Protagonistin Magdalena hat sich mit ihrem Eric und der gemeinsamen Tochter Carlotta in Frankfurt niedergelassen, wo Eric als Kaufmann arbeitet. Plötzlich kehrt Eric jedoch von einer Reise nicht zurück. Magdalena muss erfahren, dass er ihr etwas über ihre verschollene Familie in Königsberg verschwieg und ihr ein falsches Reiseziel angegeben hat. Magdalenas Welt bricht zusammen. Plötzlich steht sie mittellos da und fürchtet, dass ihr gemeinsames Leben nur auf Lügen basiert. Daraufhin bricht sie nach Königsberg auf und kommt dort nicht nur ihrem Familiengeheimnis, sondern auch Erics Vergangenheit auf die Spur.
Wie schon in „Die Wundärztin“ gelingt es Heidi Rehn, den Leser mit dem Schicksal der schönen und tapferen Ärztin Magdalena in den Bann zu ziehen. Es ist eine bewegte Epoche, in der die Handlung spielt – die Leiden des Krieges sind noch allgegenwärtig, Frauen haben wenig zu sagen.
Das Buch „Jenseits von Feuerland“ von Carla Federico ist der zweite Teil einer Chile Saga, nach dem erfolgreichen Erstling „Im Land der Feuerblume“. Die Geschichte des historischen Romans spielt bei genauerer Betrachtung aber nicht in Feuerland, sondern in der Region, welche gegenüber des Archipels liegt – und zwar in Patagonien. Patagonien ist eine windige, einsame, archaische und raue Gegend. Und genau dorthin flüchten zwei Frauen, Rita und Emilia vor ihrer Vergangenheit.
Es ist die Amtszeit von John F. Kennedy und vier „Pilzköpfe“ bringen die Mädchen um den Verstand. Das Buch „Aufbruch“ von Ulla Hahn versetzt uns mit Hildegard Palm, kurz Hilla genannt, in diese Zeit. Hilla wohnt mit ihrer Familie in Dondorf, einem kleinen Örtchen am Rhein und besucht das Aufbaugymnasium. Was für eine aus einer Proletenfamilie schon ungewöhnlich ist. Fast täglich trifft sie sich mit dem aus besserem Hause stammenden Godehard, der ihr Geschenke macht. Darunter sogar einen Ring, mit dem er ernste Absichten bekundet. Dabei denkt Hilla noch gar nicht an eine feste Bindung, sondern hat nur ihr Ziel Abitur und Studium vor Augen. So „kniefällig“ wie ihre Mutter will sie nicht werden. Als sie jedoch erfährt, dass sie nur als Ersatz für eine Andere herhalten muss, ist sie froh, sich ihr „Kapital“, wie die Mutter immer gemahnt hat, bewahrt zu haben. Und ihr Zuhause ein Loch genannt zu haben, nein, das hätte Godehard nicht sagen dürfen.
In dem Thriller „Der Regler“ von Max Landorff lässt sich Gabriel Tretjak für Dienste bezahlen, die seine Auftraggeber selbst nicht ausführen wollen. So wird er von Melanie Schwarz beauftragt, ihren Mann zu erpressen. Sie verlangt die Scheidung plus genügend Geld, um ein angenehmes Leben führen zu können. Er ist gewohnt, in seinem Leben alles unter Kontrolle zu haben, wobei er stets von seiner Ratio geleitet vorgeht. 



In Elias Khourys Roman „Yalo“ wird die Titelfigur im Gefängnis von Beirut einem Verhör unterzogen. Der Ermittler erwartet von ihm, dass er sich seiner Vergehen für schuldig bekennt. Schîrîn Raad hätte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Aber das sind doch alles gemeine Unterstellungen! Sie hat doch nach seinen Umarmungen geschmachtet! Er hat sie doch geliebt, sich in ihre Zartheit verliebt. Die Liebe zu ihr schnitt ihm die Luft ab, er wollte sie heiraten! Und die Sterne konnte er nur bei ihr sehen! Warum glaubt man ihm nicht und quält ihn dafür? Er wird geschlagen, getreten, aufs Übelste gefoltert. Dann soll er alles aufschreiben, seine ganze Lebensgeschichte und bloß bei der Wahrheit bleiben!