In seinen autobiografischen Erzählungen „Heimwege“ schreibt Gerd Fuchs über seine Kindheit in einem Dorf im Hunsrück, das nach und nach durch Bombengeschwader zerstört wird. Von seinen Erlebnissen der Kinderlandverschickung und wie er schließlich als 16jähriger beschließt zu schreiben. Bücher will er schreiben, ein Schöpfer sein. Obwohl er damals glaubt, dass Schreiben und Glücklichsein einander ausschließen.
Ein unvorbereiteter Wechsel in die Großstadt ist für Fuchs seine Zeit an der Universität in Köln und einem Leben als Untermieter in möblierten Zimmern. Die Arbeit in einem Bergwerk in Herne, eine Burschenschaft, in der er Mitglied wird und wieder austritt, die schlecht bezahlten Tätigkeiten, die das Studentenwerk vermittelt, sind weitere Stationen bis zum Beginn seiner Karriere als Journalist.
Bei einer Tagung der Gruppe 47 wird Fuchs zunächst als Springer-Knecht an den Pranger gestellt. Um dann als junger Autor aus einer seiner Erzählungen zu lesen. Siegfried Lenz und Günter Grass loben ihn, woraufhin er Angebote von zwei Verlagen erhält.
Tobias Lehnert hat sein Studium abgeschlossen und arbeitet in einer Flüchtlingsunterkunft, in der er schon seit Jahren einen Studentenjob als Betreuer hat. Er möchte auf keinen Fall, wie einige seiner Kollegen, in der Unterkunft enden. Doch zu einer Doktorarbeit kann er sich auch nicht durchringen. Er spielt mit dem Gedanken ein Praktikum bei einer Zeitung oder einem Magazin zu absolvieren.
Der Münchner Trödelhändler Wilhelm Gossec hat mit seinem Freund Julius eine mit diversen Flaschen Weißbier angeheizte Diskussion, in der es darum geht, weshalb junge Burschen zu Nazis werden. Er will seinem Freund beweisen, dass der überwiegende Teil der Münchner wieder den rechten Arm erhebt, wenn Hitler durch München marschieren würde. Eine Schnapsidee veranlasst ihn, sich kurzerhand einen Wehrmachtsmantel, Stiefel und eine SS-Offiziersmütze aus seinem Klamottenfundus anzuziehen. Mit einem Kajalstift markiert er sich einen typischen Bart und verlässt das Haus. Bei dieser hirnrissigen Aktion trifft er auf einen Trupp Neonazis, die eine Mahnwache mit Fackeln abhält und ihm nun folgt. Nur mit Mühe gelingt es ihm, die Verfolger abzuschütteln und sich zu retten.
Aktivisten des Netzwerks „Sub Africa“ planen einen Terroranschlag während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft im Moses-Mabhida-Station in Durban soll der Skywalk, ein ypsilonförmiger Bogen, der das Spielfeld des Stadions um mehr als hundert Meter überragt, gesprengt werden, wobei die gefährlichen Viren aus zwei Phiolen, die im Skywalk versteckt sind, in wenigen Sekunden die 70.000 Menschen im Stadion infizieren würden.
Jan Hesse, der 25-Jährige Protagonist in Sebastian Christs Roman „…und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!“, studiert in München Geschichte und führt seit Jahren ein Leben als Praktikant in der Medienwelt. Wie ein Nomade zieht er mit drei Taschen, in die er sein ganzes Leben packen kann, zum nächsten Praktikum in die nächste Stadt. Ein neuer Arbeitsplatz, ein neuer Chef und nur Übergangsbekanntschaften. Er lebt in nur spärlich möblierten Wohnungen zur Zwischenmiete, ohne ein festes Umfeld und ohne echte Freunde.
Eddy Stein ist ein Lebenskünstler. Als Trickbetrüger nimmt er betuchte Touristen aus, um sein Leben in Kreuzberg, als Musiker mit einer bürgerlichen Fassade, zu finanzieren.
Der neue Thriller „Boston Run“ von Frank Lauenroth handelt während der zwei Stunden des berühmtesten Marathon-Laufs der Welt, des Boston-Marathons. Der Boston-Marathon ist erst der zweite Start von Brian Harding über die 42,195 Kilometer lange Distanz, doch er weiß, dass er den Lauf gewinnen wird. Ein neues Dopingmittel verleiht seinem Körper ein Mehrfaches des normalen Leistungsvermögens. Die Substanz baut sich während des Laufes ab, so dass sie nach dem Überqueren der Ziellinie nicht mehr nachweisbar sein wird.