Weihnachtsbräuche in aller Welt von Rüdiger Vossen

Weihnachtsbräuche in aller WeltDas Buch „Weihnachtsbräuche in aller Welt“ von Rüdiger Vossen gibt zunächst einmal einen Überblick über die weihnachtlichen Wendezeiten, die mit dem Martinitag am 11. November und den Martinsumzügen ihren Anfang nehmen. Es folgen Fakten, Mythen, Legenden und Brauchtum der Feste um Katharina, den Andreastag sowie den bereits in die Adventszeit fallenden Barbaratag, Nikolaus und Luzientag, gefolgt von den Klopfnächten und dem Thomastag am 21. Dezember mit dem Beginn der Zwölfnächte, vielen bekannt als die Rau- oder auch Rauhnächte. Dass einige Deutungen nur auf Vermutungen des Autors basieren, trotz der Bemühungen von Verhaltens- und Sprachforschern wie auch Volkskundlern, liegt auf der Hand, da die Wurzeln oft Jahrhunderte zurückliegen. Zumindest den in Städten aufgewachsenen Lesern dürften einige der erwähnten Feste und Bräuche völlig unbekannt sein.

Die Wurzeln des Epiphaniefestes am 6. Januar, das als Geburtsfest Christi begangen wurde und in Armenien sogar bis in die heutige Zeit gefeiert wird, reichen bis nach Ägypten, und die diesbezüglichen Ausführungen werden besonders Freunde der griechischen Mythologie begeistern.

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Faszination Ruhrgebiet von Gerhard Launer, Rasmus C. Beck und Hans-Peter Noll

Faszination RuhrgebietDie Herausgeber Rasmus C. Beck und Hans-Peter Noll haben für den Bildband „Faszination Ruhrgebiet“ namhafte Persönlichkeiten als Autoren gewinnen können, die sich mit der drittgrößten Metropole, die zudem einer der am dichtesten besiedelten Ballungsräume Europas ist, auseinandersetzten. Einigkeit herrscht darüber, dass das Ruhrgebiet nicht exakt geographisch definiert werden kann. Die Menschen, die als Gastarbeiter ins Ruhrgebiet kamen, sind eine Bereicherung für die Kultur, und die eigene Sprache der Ruhrpöttler darf nicht etwa als falsches Deutsch aufgefasst werden, sondern ist Ausdruck einer Sprachkultur, zu der auch die Bereitschaft zu kumpelhafter Hilfe zählt. Wo früher noch Wildpferde im Emscherbruch lebten, ist heute die renaturierte Emscher das Ziel, und wo einst Industrie angesiedelt war, hat man an ihrer Stelle Landschaftsparks errichtet.

Anhand zum Teil doppelseitiger, großformatiger Farbfotos, deren ungewöhnliche Luftaufnahmen von Gerhard Launer eine den meisten Menschen nicht gekannte Perspektive zeigen, werden Bergmannssiedlungen und unzählige, heute zumeist begehbare Halden, die durch den Abraum ehemaliger Zechen entstanden sind, vorgestellt.

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Vom Bauernlümmel aus dem tiefsten Hochsauerland zum Millionär und zurück! von Paul Büchel

Vom Bauernlümmel aus dem tiefsten Hochsauerland zum Millionär und zurück!Im Alter von sechsundachtzig Jahren schreibt der 1925 in Fredeburg, Hochsauerland, geborene Paul Büchel in nur dreißig Stunden seine Autobiographie Vom Bauernlümmel aus dem tiefsten Hochsauerland zum Millionär und zurück!*, wobei er, wie es ihm gerade einfällt, beliebige Zeitsprünge macht. Er stellt das Leben der zur damaligen Zeit zumeist kinderreichen Familien in Punkto Kleidung, Speisen sowie fehlendes Bad und Heizung vor, wobei seine Eltern wegen eines tödlichen Unfalls seines Vaters im Jahr 1936 nur sieben Kinder bekommen. Es ist von seiner Schulzeit, bei der noch Schläge an der Tagesordnung waren, die Rede, von Kinderlandverschickung, einer Lehre zum Industriekaufmann und den ertragenen Schikanen bei der Hitlerjugend und Luftwaffe, zu der er mit achtzehn Jahren eingezogen wird. Paul Büchel ist einer der Kamikazeflieger, leidet in der Kriegsgefangenschaft unter Krätze und schwimmt nach seiner Freilassung wegen der gesprengten Brücken täglich durch den Rhein. In Königswinter lernt er seine spätere, aus Gelsenkirchen-Schalke stammende Frau kennen, die er 1950 heiratet und mit der er drei Kinder bekommt.

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Alzheimer ist heilbar von Dr. med. Michael Nehls

Rechtzeitig zurück in ein gesundes Leben!

Alzheimer ist heilbarObwohl Dr. med. Michael Nehls keine Wunderpille erfunden hat, behauptet er in seinem neuesten Buch „Alzheimer ist heilbar“ – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Seiner Meinung nach ist die Entstehung der nach dem Arzt Alois Alzheimer benannten Krankheit nicht schicksalsbedingt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Mangelkrankheit, wobei sich der Autor auf eine Studie des kalifornischen Neurologieprofessors Dale Bredesen stützt. Zunächst geht er in seinem Buch der Frage nach, was genau unter der Krankheit zu verstehen ist, die in den USA bereits die dritthäufigste Todesursache sein soll. Es folgen ein evolutionsbiologischer Exkurs sowie der Weg einer Übertragung von Erlebtem. Dies geschieht während der Tiefschlafphase vom Hippocampus in die neue Hirnrinde, den Neocortex. Dass hierbei dem Schlaf eine wesentliche Bedeutung zukommt, liegt auf der Hand. Um aber Erlebtes ins Langzeitgedächtnis überführen zu können, müssen im Hippocampus fortwährend neue Hirnzellen gebildet werden, die durch geistige Aktivitäten im Anschluss vernetzt werden. Aber genau an dem Punkt, der Ausbildung neuer Hirnzellen, der adulten Neurogenese, scheint bei Alzheimer eine Störung vorzuliegen.

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Unbeugsame Lehrerinnen von Luise Berg-Ehlers

Unbeugsame LehrerinnenAllein der Titel „Unbeugsame Lehrerinnen“ macht schon deutlich, dass es sich in dem Buch von Luise Berg-Ehlers um Frauen handelt, die den Kampf für eine ihnen wichtige Sache aufgenommen haben: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Bis in unsere Tage ist die soziale und politische Gleichstellung der Frau nur zum Teil verwirklicht worden, denn sonst hätte es kaum eine gesetzlich geforderte Frauenquote geben müssen, wie sie der Bundestag erst im März dieses Jahres beschlossen hat.

Die Autorin macht zunächst deutlich, dass Frauen, die bis ins 20. Jahrhundert hinein den Lehrerberuf anstrebten, die Emanzipationsbewegung entscheidend beeinflusst haben und stellt in diesem Zusammenhang das Leben der drei Brontë-Schwestern vor. Um die gesellschaftliche Stellung einer Gouvernante zu beleuchten sowie die Anforderungen, die an sie gestellt wurden, führt sie Louise Lehzen, die für die spätere Königin Victoria zuständig war und Marion Crawford, Gouvernante für Elizabeth, von den Engländern nur Queen Mum genannt, an.

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Kritische Buchbesprechung: Yoga gegen Burnout von Tanja Seehofer

Buchcover des Ratgebers Yoga gegen Burnout

Kein klassischer Ratgeber zur Burnout-Prävention

Der Titel Yoga gegen Burnout* lässt vermuten, dass es sich bei dem Buch von Tanja Seehofer um einen Ratgeber handelt, der Wege aufzeigt, wie durch regelmäßiges Praktizieren von Yoga ein Burnout verhindert werden kann. Das ist allerdings nicht der Fall. Vielmehr richtet sich das Buch mit einer Mischung aus Yoga- und Mentalübungen als flankierende Maßnahme zu einer Therapie an Betroffene, die bereits an einem Burnout-Syndrom erkrankt sind.

Aufbau und Inhalt des Buches

Im theoretischen Teil schildert die Autorin die Ursachen und den Verlauf eines Burnouts und zeigt mögliche Auswege auf, bevor sie sich dem Thema „Yoga und Burnout“ widmet.

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Krank durch Früherkennung von Frank Wittig

Warum Vorsorgeuntersuchungen unserer Gesundheit oft mehr schaden als nutzen!

Krank durch FrüherkennungEs ist keine Satire, wenn Frank Wittig in seinem Buch „Krank durch Früherkennung“ behauptet, dass der Mensch durch die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen in der Regel nicht länger lebt, sondern lediglich früher mit einer ihn traumatisierenden Diagnose konfrontiert wird. Bereits in seiner Einleitung spricht er von einer Überdiagnose, unter der er eine im Leben nicht weiter in Erscheinung tretende Krankheit versteht und der er sich schon in seinem Buch Die weiße Mafia ausführlich gewidmet hat.

Studien zum Nutzen und Schaden des Mammographie-Screenings, das nach seiner Auffassung lediglich eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Radiologen ist, seziert er quasi und rät allenfalls vorbelasteten Frauen zur Abklärung durch MR-Tomographie oder Ultraschall.

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Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte von Anne-Kathrin Kilg-Meyer

Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherteAlbert Einstein dürfte jeder kennen, doch wer hat schon von seiner ersten Ehefrau Mileva Einstein gehört? Anne-Kathrin Kilg-Meyer hat in ihrem Buch ein Porträt dieser außergewöhnlichen Frau gezeichnet, die 1875 im heutigen Serbien zur Welt kommt. Nach einer unbeschwerten Kindheit geht die erst Neunzehnjährige alleine in die Schweiz, die ihr ein Studium in den Fächern Medizin, Mathematik und Physik ermöglicht. Dort trifft sie auf ihren späteren Ehemann Albert, und in der Folgezeit tauschen sie in Briefen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch Liebesschwüre aus. Die beiden heiraten und trotz dreimaliger Mutterschaft unterstützt Mileva ihren Mann bei seinen Studien- und Forschungsarbeiten in Bern, da er sie als ebenbürtige Partnerin anerkennt. Doch mit achtunddreißig Jahren muss Mileva erkennen, dass ihr Mann sie mit seiner Cousine Elsa betrügt. Fast zeitgleich mit Beginn des Ersten Weltkrieges kommt es zur Trennung, und um ihren Kindern weiterhin eine beste Ausbildung zukommen zu lassen, muss Mileva Hunger leiden.

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Die Schokoladendamen von Teresa Monestiroli

Wie Olga Zaini ihre Schokoladenfabrik rettete!

Die SchokoladendamenIn dem Ferienhaus ihrer Eltern in Cunardo, nahe des Lago Maggiore gelegen, lernt die 1899 geborene Olga den Begründer und Inhaber der Mailänder Schokoladenfabrik, Luigi Zaini, kennen. Als seine Frau Luisa 1923 stirbt und dem Fünfundvierzigjährigen zwei kleine Kinder hinterlässt, heiratet er im Jahr darauf Olga, die ein Diplom als Buchhalterin hat, was für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war. Um die mit in die Ehe gebrachten Kinder Piero und Rosetta, wie auch für die gemeinsamen Kinder Luisa und Vittorio, kümmert sich ein Dienstmädchen. Der Familie geht es finanziell gut, sie beschäftigen weitere Bedienstete und verbringen die Sommer in einem Haus am Comer See. Doch im Jahr 1938 wird bei Luigi ein Hirntumor entdeckt. Das Unternehmen beschäftigt zu der Zeit einhundert Mitarbeiter, und Luigi äußert den Wunsch, dass Olga die Unternehmensführung übernimmt, bis die Söhne dazu in der Lage sind.

Mit erst neununddreißig Jahren wird Olga Witwe. Einem weiteren Wunsch ihres Mannes folgend, bleibt sie nicht alleine und lebt mit dem Verkaufsleiter Pio Mannocchi ohne Trauschein zusammen, womit sie ihrer Zeit weit voraus ist.

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Die weiße Mafia von Frank Wittig

Wie Ärzte und die Pharmaindustrie unsere Gesundheit aufs Spiel setzen!

Die weiße MafiaBereits in seinem Vorwort des Buches Die weiße Mafia spricht Frank Wittig von mafiösen Strukturen innerhalb der Medizin. Zur Erklärung führt er Bereiche an, in denen die Medizin nicht nur nicht hilft, sondern sogar schadet. Ein verblüffendes Ergebnis hat eine Studie im Zusammenhang mit der Knorpelglättung am Knie erbracht. Demnach ist dieser Eingriff genau so unnötig wie die viel zu häufige Entfernung der Gebärmutter. Symptomlosen Patienten wird ein Stent eingesetzt, der nur dem Arzt Geld einbringt. Denn bekommt dieser Mensch tatsächlich eines Tages Probleme mit seinem Herzen, kassiert die Klinik ein zweites Mal: Jetzt mit einem sinnvollen Bypass. Auch der in Deutschland häufigste medizinische Eingriff an der Bandscheibe hat meistens nur für den Chirurg einen Vorteil, Operationen werden konservativen Behandlungen vorgezogen. Und mit einem Lockvogel konnte der Beweis erbracht werden, dass Bohrer sogar an nicht kariösen Zähnen angesetzt werden. Dass alles haben wir einer Überversorgung zu verdanken, die dem Menschen mehr schadet als nutzt.

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