Ein weißer Vogel gegen das Vergessen

Cover von White Bird von R.J. Palacio und Erica S. Perl

Ein Anruf zwischen New York und Paris

Per Face‑Time‑Anruf telefoniert Julian aus New York City mit seiner Grandmère in Paris und bittet sie, für einen Schulaufsatz von ihrer Zeit als Mädchen im Krieg zu berichten. Obwohl die Erinnerungen schmerzen, beginnt sie zu erzählen: Sie wuchs mit ihren Eltern in einem kleinen französischen Dorf auf. Sara war verwöhnt, hatte hübsche Kleidung, Spielzeug und sogar ein Klavier. Ihr Vater, ein berühmter Arzt, und ihre Mutter, Dozentin an der Universität, führten ein sorgenfreies Leben – bis die Kapitulation vor den Deutschen im Jahr 1940 alles veränderte. Die Mutter verlor ihre Arbeit, und der zwölfjährigen Sara wurde sogar der Besuch einer Eisdiele verwehrt.

Ein Skizzenbuch, ein Außenseiter und die ersten Schatten

Eines Tages vergaß Sara ihr Skizzenbuch mit Vogelzeichnungen in der Schule. Ausgerechnet ihr Tischnachbar Julien Beaumier, den sie wie alle anderen ignorierte und mit dem sie nie ein Wort gewechselt hatte, brachte es ihr zurück.

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Mut, Risiko und Wahrheit – Jugendliche entdecken die Macht der Whistleblower

Cover von Whistleblower Rebels von Benjamin und Christine Knödler

Zwanzig mutige Menschen, die Missstände aufdeckten

Benjamin und Christine Knödler stellen in ihrem Jugendbuch Whistleblower Rebels zwanzig Whistleblowerinnen und Whistleblower vor, denen jeweils ein ausdrucksstarkes, illustriertes Porträt von Felicitas Horstschäfer vorangestellt ist. Den Anfang macht der wohl weltweit bekannteste Whistleblower Edward Snowden, der für die Geheimdienste CIA und NSA arbeitete. In vielen Nächten sammelte er Beweise, schmuggelte sie an den Sicherheitssystemen vorbei und präsentierte sie schließlich in Hongkong.

Während Snowden in Russland Asyl erhielt, beantragten Julia Stepanowa und Witali Stepanow in den USA Schutz, nachdem sie den größten Sportskandal der Geschichte aufgedeckt hatten: Heimliche Aufnahmen belegten, dass im russischen Leistungssport systematisches Doping an der Tagesordnung war.

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Ein Roadtrip, ein Geheimnis – und ein Junge, der Enden sammelt

Cover von This Is Not The End von Molly Morris

Hugh, der Eiswagen und die Liebe zu Enden

Nach einem tödlichen Autounfall der Eltern lebt der Highschool‑Absolvent Hugh Copper mit seiner Schwester Ellen zusammen, die ihr gesamtes Geld in einen Eiswagen investiert hat. Hugh, der keine Veränderungen mag und von Enden fasziniert ist, hat auf seiner Website fünf Kategorien zur Bewertung von Enden eingerichtet: Bücher, Filme, Fernsehen, Menschen und Vermischtes.

Da er auf keinen Fall ein Studium beginnen wollte, verkauft er das von seiner Schwester hergestellte Eis.

Olivia Moon und ein riskanter Plan

Eines Tages beobachtet Hugh vom Eiswagen aus die ihm aus der Schulzeit bekannte Olivia Moon, wie sie auf dem Vordach eines Hauses balanciert, in das sie offenbar einbrechen will.

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The way I used to be von Amber Smith

The way I used to beAls die vierzehnjährige Eden McCrorey in dem Roman The way I used to be* eines Sonntagmorgens erwacht, glaubt sie zunächst, einen schlechten Traum gehabt zu haben, in dem Kevin, der beste Freund ihres Bruders Caelin, der seit Jahren quasi zur Familie gehört, sich des nachts zu ihr ins Bett gelegt und sie vergewaltigt hat. Doch dann realisiert sie das Blut auf dem Laken und ihren Beinen, sieht blaue Flecken an Armen, Hüfte und Oberschenkel. Sie hört, wie ihre Mutter zum Frühstück ruft. Da Eden sich nicht rührt, kommt die Mutter ins Zimmer. Was soll sie sagen, was kann sie sagen, zumal Kevin ihr glaubhaft versichert hat, dass ihr niemals jemand glauben wird und ihr zudem gedroht hat, sie in diesem Fall umzubringen? Für die Mutter besteht kein Zweifel, dass es sich lediglich um Menstruationsblut handelt, was keiner weiteren Erklärung bedarf.

Für das Mädchen beginnt ein Albtraum, sitzt doch Kevin weiterhin bei der Familie am Esstisch. In der Schule flüchtet Eden nach den Winterferien aus der Schulmensa vor ihren Mitschülern in die Bibliothek, ohne der irritierten Bibliothekarin eine Erklärung geben zu können.

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Zeitreisen mit Tiefgang: Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Cover von Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Ein Junge zwischen Kuchenresten und Geheimnissen

Nach dem Tod seiner Eltern lebt der zwölfjährige Adam Lee Tripp im Jahr 1999 bei seinem Onkel Henry, der eine kleine Bäckerei im Stadtteil Manhattan von New York City betreibt. Da die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Backwaren nur wenig Gewinn abwerfen, leben die beiden in bescheidenen Verhältnissen. Die übrig gebliebenen Kuchen bringt Adam regelmäßig ins Obdachlosenheim, wo er sich gerne mit Victor, einem der Bewohner, unterhält.

Eines Abends klopft ein Fremder an der Tür, in der Hoffnung, dass die Bäckerei noch geöffnet ist. Überraschenderweise spricht der Mann Adam mit seinem vollständigen Namen an und stellt sich als J. C. Walsh vor. Er behauptet, dem Jungen stünden große Dinge bevor – und seine geliebte Maus Speedy werde bald sterben. Adam hält den Fremden für verrückt und schenkt ihm wenig Glauben.

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No place, no home von Morton Rhue

No place, no homeAmerikanische Filme vermitteln mit den schicken Eigenheimen, in denen die Darsteller zu sehen sind, den Eindruck, dass alle Menschen in den USA ein luxuriöses Leben führen. Doch ist das nur einer Minderheit vergönnt. Wie in Deutschland rutscht die Mittelschicht immer mehr in die Armut ab. Diese Erfahrung macht auch der siebzehnjährige Protagonist in dem Jugendroman No place, no home: Dan Halprin ist ein guter Schüler, weshalb ihm ein Stipendium an einer Universität in Aussicht gestellt wurde. Als Pitcher trainiert er mit seinem Freund Noah in einem Baseballteam. Seine Eltern Hannah und Paul sind trotz eines Studiums arbeitslos und können den Kredit für ihr Haus in Average nicht mehr abzahlen. Deshalb zieht die Familie zu Hannahs Bruder Ron, der mit Ehefrau und zwei Kindern in einem großzügigen Haus mit Pool und Tennisplatz wohnt.

Doch zwischen den Familien wachsen die Spannungen, so dass Dan notgedrungen mit seinen Eltern nach Dignityville, ein Auffanglager für Obdachlose, zieht. Ein Zelt ist Dans neues Zuhause und er fragt sich, wie es trotz jahrelanger Arbeit der Eltern so weit kommen konnte.

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Wen liebst du, wenn ich tot bin? von C. J. Flood

Wen liebst du, wenn ich tot bin?C. J. Flood nimmt sich in ihrem Jugendroman Wen liebst du, wenn ich tot bin? einem heiklen Thema an, denn es geht darin um den Tod eines jungen Menschen. Schon im Prolog wird das spätere Geschehen vorweggenommen: Ein erst Fünfzehnjähriger liegt im Grab. Zur Handlung: Die noch dreizehn Jahre alte Iris lebt mit ihrem Vater und dem fünfzehnjährigen Bruder Sam auf der Silverweed-Farm im englischen Ashbourne, nachdem sich ihre Mum vor drei Monaten auf unbestimmte Zeit zwecks Selbstverwirklichung verabschiedet hat. Im Gegensatz zu Iris Vater, der mit Entrüstung und voller Abneigung zur Kenntnis nimmt, dass sich Zigeuner auf der Pferdekoppel niedergelassen haben, ist das Mädchen neugierig auf die Menschen. Sie beobachtet einen Jungen, der kaum älter ist als sie und folgt ihm. Mit Trick, der irischer Abstammung ist und für den die Ansässigen Gadschos sind, freundet sie sich an und verbringt fortan ihre Freizeit. Das wiederum gefällt ihrer Freundin Matty gar nicht, die eifersüchtig ist und auf Rache sinnt.

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Vom ersten Mal und der Achterbahn der Gefühle

Cover von Tick Tack Fuck von Tom Limes

Ein Jugendlicher in der Krise

Nur noch wenige Tage, dann feiert Xaver von Göttschling seinen siebzehnten Geburtstag. Doch statt Vorfreude quält ihn ein einziges Problem: Er ist immer noch Jungfrau! Das muss sich unbedingt schnell ändern, denn was er momentan durchlebt, ist die reinste Hölle.

Sein größtes Hindernis? Seine Traumfrau Charly. Immer wenn er sie ansieht, versagt ihm die Stimme – und zu allem Überfluss bekommt er auch noch eine Erektion. Sein Freund Leo hat wenig Verständnis: Für ihn ist Charly bloß eine Schlampe, eine Bitch, die mit jedem schläft, der entweder gute Kontakte, ein Auto oder Kohle hat.

Zwar hat Xaver ebenfalls eine Freundin – Toni. Doch die kennt er seit seiner Kindheit und betrachtet sie eher wie eine Zwillingsschwester. Für sein Vorhaben kommt sie definitiv nicht in Frage.

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Von der Ostsee nach Berlin: Carl und Fees abenteuerlicher Weg zur Selbstbestimmung

Cover von Nur 300 km von Rüdiger Bertram

Ein Urlaub, der alles andere als erholsam ist

Nach einem schweren Autounfall ist der nun dreizehnjährige Carl inkomplett querschnittgelähmt. Zwar trägt sein Vater keine Schuld am Unfall, doch er verlässt die Familie, da er den Anblick seines Sohnes im Rollstuhl nicht ertragen kann. Für die Sommerferien bucht Carls Mutter ein Ferienhaus an der Ostsee, obwohl Carl viel lieber ein Rollstuhl-Skate-Camp in Bayern besucht hätte.

Bei der Ankunft zeigt sich schnell, dass das angeblich behindertengerechte Haus nicht hält, was es verspricht: Es ist eine Bruchbude mit geschmackloser Einrichtung. Der Treppenlift zur Veranda braucht ewig, und das Schlafzimmer im oberen Stockwerk bleibt für Carl unerreichbar. Stattdessen schläft er auf dem unbequemen Sofa im Wohnzimmer.

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Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich

Der Geruch von Ruß und RosenMadina, die mit ihrer Mutter, Großmutter, Tante Amina und ihrem Bruder Rami zusammenlebt, vermisst ihren Vater Eli, den wie sein Bruder Miro ein unbestimmtes Schicksal ereilte. Sie erinnert sich, dass sie ihm assistierte, während er heimlich im Keller auf dem Küchentisch operiert hat, bevor die Familie eines nachts nur mit Rucksäcken ausgerüstet überstürzt zur Flucht aufbrechen musste. Damals, als sie ihr wochenlanger Weg zu Fuß „durch Wälder, Schluchten, Bäche“, ohne Socken und mit Blasen an den Füßen führte. Die Großmutter verlor alles, ihr Haus, den Garten, ihre Hühner und jetzt auch noch die Söhne Eli und Miro. Bevor Madina an der Seite ihrer neuen Freundin Laura ein glückliches Leben führen und mit ihr eine Reise nach Italien machen konnte, kam sie in einer Flüchtlingsunterkunft unter.

Im Café bei Johann trifft Madina auf Becca, die neue Kellnerin, die ebenfalls ihre Sprache spricht, allerdings sehr abweisend reagiert. Wiederholt versucht sie, Kontakt zu der Landsmännin aufzunehmen.

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