Politthriller mit Sprengkraft: Terrorland von Christian v. Ditfurth

Cover des Politthrillers Terrorland

Ein Anschlag mit internationalen Folgen

Im sechsten Fall der Reihe um Hauptkommissar Eugen de Bodt eilen er und seine Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf vom LKA zur russischen Botschaft in Berlin, wo ein Bombenanschlag verübt wurde. Ein Bus ist explodiert, überall liegen Leichenteile, und es gibt zahlreiche Verletzte. Der Tod eines russischen Botschafters, der im Vorgarten durch ein Trümmerteil enthauptet wurde, kann nicht geplant gewesen sein und gilt daher als Zufall. Dennoch vermuten die Russen, dass der Anschlag ihnen galt.

Unter den Toten befinden sich auch ein französischer Staatssekretär und dessen Ehefrau, eine Agentin – was die Franzosen als gezielten Angriff interpretieren. Da zudem ein amerikanischer Agent ums Leben kam, werden de Bodt und sein Team sowohl von den russischen Kollegen Merkow und Katt als auch von Lebranc und Floire aus Paris unterstützt.

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Sibiro Haiku von Jurga Vilė

Eine Graphic Novel aus Litauen

Sibiro HaikuWie die Übersetzerin Saskia Drude in einem Nachwort des Kinderbuches Sibiro Haiku* von Jurga Vilė ausführt, wurden im Sommer 1940 die baltischen Staaten von sowjetischen Truppen besetzt. Ab Juni 1941 folgten Deportationen von vermeintlichen Staatsfeinden. Bis 1952 wurden schätzungsweise über einhundertdreißigtausend Menschen verschleppt, unter ihnen Algis Mielis, der Vater von Jurga Vilė, die das Buch nach Erzählungen ihres Vaters und ihrer Großmutter Röslein, mit eigenen Gedanken ausgeschmückt, in Form eines japanischen Kurzgedichtes (Haiku) ein Sibirisches Haiku, so die Übersetzung des Titels, geschrieben hat.

Am 14. Juni 1941 pochen in den frühen Morgenstunden zwei russische Soldaten an die Tür der Familie Mielis. Algis und seine Schwester Dalia, den Eltern und der Großmutter Röslein bleiben nur zehn Minuten Zeit zum Anziehen und um das Nötigste zu packen. Neben weiteren Familien werden sie auf einen Pferdekarren geladen und hoffen noch, dass sich alles als Irrtum herausstellt.

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Sweetland von Michael Crummey

SweetlandDer Roman Sweetland* erzählt die Geschichte Neufundlands, vor deren Südküste der eisige und nährstoffreiche Labradorstrom auf den wärmeren Golfstrom trifft und wo sich einzigartige, unvorstellbare Kabeljaugründe bildeten. Die Menschen entdeckten, dass sich der Fisch leicht gesalzen und luftgetrocknet über viele Jahre halten kann, selbst in der Hitze der Tropen, was bereits die spanischen Konquistadoren auf ihren langen Reisen zu nutzen wussten. Seit Jahrhunderten lebten die Menschen von dem Fischreichtum, doch von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des neuen Jahrtausends setzte eine Überfischung ein, die von der kanadischen Regierung zunächst nicht ernst genommen wurde. Erst, als es zu spät war, verhängte man ein Fangverbot, in der Folge verloren mehr als dreißigtausend Menschen ihre Arbeit und die Dörfer starben aus. Für die Bewohner war die Welt eine andere geworden.

Der inzwischen pensionierte Moses Louis Sweetland geht auf die siebzig Jahre zu und war Fischer, bevor er Leuchtturmwärter auf der nach seiner Familie benannten Insel Sweetland war. Seine Vorfahren waren seit mindestens zweihundert Jahren Fischer und ernährten sich von Pökelfleisch und Wurzelgemüse.

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111 Orte in Paderborn, die man gesehen haben muss von Stephanie Katerle

111 Orte in Paderborn, die man gesehen haben mussWer schon einmal Paderborn besucht hat, wird sich bestimmt an einige der 111 Orte in Paderborn, die man gesehen haben muss* erinnern. In ihrem Freizeitführer stellt Stephanie Katerle neben allem, was die katholische Kirche in dem bischöflichen Paderborn repräsentiert, eine Reihe Museen, Parks, Schlösser, Bäder und Seen sowie Cafés und lohnenswerte Ausflugsziele vor. Darunter befinden sich alteingesessene Geschäfte, die bereits über mehrere Generationen bestehen oder auch Gebäude, die nicht mehr genutzt und deshalb umfunktioniert wurden. Nicht zu übersehen und deshalb jedem Besucher bekannt ist das zentral gelegene Paderquellgebiet, dessen abfließende Bäche namensgebend für die Stadt sind.

Stephanie Katerle stellt unter anderem eine Bäckerei vor, die noch vom alten Schlag ist und Brötchen nach alten Familienrezepten backt, was heutzutage schon eine Rarität darstellt. Sie kennt ein Schwimmbad in der achten Etage eines Hotels, das einen Blick über die ganze Stadt gewährt und sogar auch Nichthotelgästen zur Verfügung steht.

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52 kleine & große Eskapaden am und um den Bodensee von Yvonne Weik

52 kleine & große Eskapaden am und um den BodenseeGerade in Corona-Zeiten gilt es, im eigenen Land etwas zu entdecken. Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, um etwas Besonderes zu entdecken. Yvonne Weik beweist das in ihrem Reiseratgeber 52 kleine & große Eskapaden am und um den Bodensee*, den sie in Vorschläge für einen nur wenige Stunden dauernden Abstecher, Tages- oder Wochenendausflüge unterteilt hat. Los geht es mit einem Tipp, im Bodensee vor Sonnenaufgang ein Bad zu nehmen (Kälteschock inbegriffen 😉 ). Wer lieber eine geheimnisvolle Höhlenexpedition unternehmen oder mit einem SUP-Board über eine mystische Felskante gleiten möchte, findet auch hier ein passendes Angebot. Einer gibt sich beispielsweise schon mit einem Besuch im Schmetterlingshaus oder einem eintrittsfreien Bad im Lindenhof zufrieden, andere brauchen den Nervenkitzel, den sie von einem gläsernen Steg auf dem Karren mit einem traumhaften Ausblick haben können.

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Triceratops von Stephan Roiss

TriceratopsIm Leben des namenlosen Protagonisten des Romans Triceratops* existieren glückliche Tage nur noch in der Erinnerung. Bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr war er Bettnässer, er leidet an einem stark juckenden Ekzem, das mit Cortison behandelt wird, er kaut an seinen Nägeln und in sein Schulheft malt er Monster. Seine Mutter wurde mehrmals in einer geschlossenen Anstalt aufgenommen, mit Stromschlägen malträtiert und mit Neuroleptika behandelt. Der Vater, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte und dennoch die Schule mit der Matura abschloss, hatte eigentlich studieren wollen, doch ein Unfall, so hat es die Großmutter aus Aschbach dem Protagonisten erzählt, hat ihn frühzeitig zum Vater einer kleinen Tochter gemacht. Deren Blicke gehen häufig nur ins Leere, anderen Menschen sieht sie kaum in die Augen.

Wenn die Mutter in die Klinik geht und der Vater zur Arbeit muss, wird der Junge zu seiner Aschbach-Großmutter oder zur Tante gegeben. Mit anderen Firmlingen verreist er und spricht von der zur Gruppe gehörenden Silvana als seiner zweiten großen Liebe.

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Die entspannten Städte in Europa

Die entspannten Städte in EuropaIn dem großformatigen Buch Die entspannten Städte in Europa* stellen vierzehn Autoren, deren Aufzählung den Rahmen dieser Rezension sprengen würde, fünfzehn Städte vor, wobei sie deren Kulturangebote, architektonischen Besonderheiten, die jeweilige Verkehrssituation, geschichtliche Hintergründe, musikalische Vorlieben oder einfach die Lebensart ihrer Bewohner hervorheben. Zu jeder Stadt gibt es drei Tourenvorschläge; den Abschluss bilden jeweils Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten, den kulinarischen Vorlieben, was es zu stöbern oder entdecken gibt und welches Nachtleben geboten wird. Um keine Stadt zu bevorzugen, hat man die alphabetische Reihenfolge gewählt.

Der Leser erfährt, welche Stadt zu einem Drittel aus Wasser besteht und obendrein vierzig Prozent Grünflächen aufweist, was weltweit seinesgleichen sucht. Nach der Lektüre des Buches weiß er, welche Stadt sich vom einstigen am Meer gelegenen Fischerdorf bis zum Strand ausgebreitet hat, welche Stadt für den Festivalmonat August berühmt ist, oder wo er ein vom Chianina-Rind stammendes Riesensteak genießen kann, sofern ihn der Preis nicht abschreckt.

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Vielleicht auf einem anderen Stern von Karen Raney

Vielleicht auf einem anderen SternAls Eve einen Abschluss als Museumswissenschaftlerin macht, lernt sie den aus Spanien stammenden Antonio kennen, der gerade an seiner Promotion in Neurobiologie arbeitet. Für beide ist es die große Liebe, doch mit einer unerwarteten Schwangerschaft konfrontiert, ist für Antonio eine Vaterschaft unvorstellbar. Eve zieht kurzerhand die Konsequenzen und beschließt, das Kind alleine großzuziehen. Mittlerweile hat sie in Robin einen Lebensgefährten gefunden, der auch für die inzwischen sechzehnjährige Tochter Maddy ein guter Ersatzvater ist. Eve könnte glücklich sein, wäre ihre Tochter nicht an Blutkrebs erkrankt.

Schon seit Monaten kann Maddy nicht mehr die Schule besuchen und wird stattdessen von Miss Sedge zu Hause unterrichtet. Gelegentlich bekommt sie Besuch von ihren Freundinnen und bereitet auch auf Bitten ihrer Lehrerin eine Kampagne für einen Protestmarsch gegen eine geplante Pipeline vor.

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Nachhaltig Reisen – Die besten Ideen für Europa von Dirk Engelhardt und Michaela Harfst

Nachhaltig Reisen - Die besten Ideen für EuropaEinen Pauschalurlaub zu buchen ist kein Kunststück, doch wer einfach einmal anders reisen möchte, kommt an dem Inspirationsbuch Nachhaltig Reisen – Die besten Ideen für Europa* von Michaela Harfst und Dirk Engelhardt nicht vorbei. Grundsätzlich gilt es zu bedenken, dass Bus- und Bahnfahrten eine bessere Ökobilanz als Flüge aufweisen, obwohl die Autoren durchaus auch Ziele vorschlagen, die fast immer mit einem Flugzeug angesteuert werden. Sie stellen diverse Fortbildungsmöglichkeiten zu Wasser vor, wie etwa mit einem Segelboot oder Kajak. Das Ziel kann der Spreewald, wie auch das in der Ferne liegende Mallorca sein. Während einer das ruhige Ijsselmeer genießt, zieht es jemand anderen zu den norwegischen Stromschnellen. Lernhungrige können beispielsweise in Sevilla einen Flamenco Tanzkurs belegen, in Grasse ein eigenes Parfüm herstellen, einen Iglu bauen oder auf steilen Flächen im schweizerischen Val Medel bei der Wiederaufforstung helfen.

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Zwischen Sprachen und Schicksalen – Einblicke in die Arbeit der Übersetzerin Simone Schroth

Simone Schroth
Bildquelle: Simone Schroth

Simone Schroth wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft, Neuere Germanistik und Neuere Anglistik sowie „Literarisches Übersetzen aus dem Niederländischen“ in Mainz, Bonn und Münster. In ihrer Dissertation unterzog sie die Übersetzungen von Anne Franks Het Achterhuis* ins Deutsche, Englische und Französische einem kritischen Vergleich.

Seit 2004 nimmt sie regelmäßig an den Übersetzertagen, den Literaire Vertaaldagen in Utrecht und Amsterdam teil sowie an weiteren Workshops, etwa des Expertisecentrum Literair Vertalen in Antwerpen und Utrecht. Heute arbeitet sie freiberuflich als Lehrkraft für Germanistik und Übersetzungswissenschaft, übersetzt aus dem Niederländischen und Englischen ins Deutsche sowie aus dem Deutschen ins Englische. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Rudel Hunde und Katzen aus dem Tierschutz in ihrer Wahlheimat England.

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