Die verborgene Realität hinter der Fassade: Ein Sachbuch, das erschüttert

Cover von Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen von Barbara Schmid

Ein Einstieg, der keine Zweifel lässt

Bereits im Vorwort macht Simone Kleinert im Sachbuch Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen* deutlich, dass Prostitution eine Normalisierung von Machtmissbrauch darstellt und die liberale Prostitutionsgesetzgebung sexuelle Übergriffe rechtlich wie gesellschaftlich begünstigt. Die ehemalige Spiegel-Journalistin Barbara Schmid folgt dem Anspruch Rudolf Augsteins, „Schreiben, was ist“, und setzt diesen Grundsatz konsequent um. Laut Koalitionsvertrag der aktuellen Merz-Regierung ist Deutschland zum größten europäischen Umschlagplatz für Menschenhandel geworden – mit Duisburg als zentraler Drehscheibe. Männer müssen, so wird ausgeführt, dank früherer politischer Entscheidungen nicht mehr nach Thailand reisen, sondern finden das „europäische Bordell“ direkt vor der eigenen Haustür.

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Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover von Tsai Kun-lin – Ein neues Leben von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben* an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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Gefangenschaft, Folter und verlorene Jugend – Tsai Kun-lins erschütternde Jahre

Cover von Tsai Kun-lin Die gestohlenen Jahre von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein junger Mann gerät unschuldig in die Fänge des Regimes

Tsai Kun-lin – Die gestohlenen Jahre ist der zweite von vier Bänden, die inhaltlich eine geschlossene Einheit bilden. In dieser ausführlichen Comicform erzählt Yu Pei-yun das Leben von Tsai Kun-lin, der ihr und Illustrator Zhou Jian‑xin in zahlreichen Gesprächen seine Erinnerungen anvertraut hat.

Die Fortsetzung knüpft direkt an den ersten Band an, der mit Kun‑lins Abführung zum Verhör endet: Nachdem sein ahnungsloser Bruder Kun‑chang die Militärpolizisten unwissentlich zu ihm geführt hat, gerät der knapp Zwanzigjährige am 10. September 1950 unschuldig in die Gewalt des Regimes von Chiang Kai‑shek. Sein einziges „Vergehen“ besteht darin, während der Schulzeit einem Lesezirkel angehört zu haben, der als „aufrührerische Vereinigung“ eingestuft wurde.

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Zwischen Terror und Frieden: Die bewegende Lebensgeschichte von Zak Ebrahim

Buchcover: Der Sohn des Terroristen von Zak Ebrahim und Jeff Giles

Herkunft und familiärer Hintergrund

Zak Ebrahim wurde 1983 in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania geboren. Er ist der Sohn eines ägyptischen Ingenieurs und einer amerikanischen Lehrerin, die zum Islam konvertierte. Sein Vater, El-Sayyid Nosair, verübte am 5. November 1990 ein Attentat auf den Rabbi Meir Kahane und war später aus dem Gefängnis heraus an der Planung des ersten Bombenanschlags auf das World Trade Center beteiligt. Die Autobiografie Der Sohn des Terroristen* entstand unter Mitwirkung des Journalisten Jeff Giles und basiert auf einem Vortrag, den Zak Ebrahim 2014 auf einer TED-Konferenz hielt.

Die Nacht des Attentats

Als Zak sieben Jahre alt ist, wird er um elf Uhr abends von seiner Mutter geweckt – angeblich habe es einen Unfall gegeben. In letzter Zeit bleibt sein Vater oft bis spät in die Nacht in der Moschee in Jersey City.

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Zwischen Realität und Fiktion: Der Flughafen Frankfurt im Kriminalroman „Fliegeralarm“

Buchcover: Fliegeralarm von Gerd Fischer

Ein Flughafen als Zündstoff gesellschaftlicher Konflikte

Frankfurt beherbergt den drittgrößten Flughafen Europas. Doch während manche darin einen Fortschritt sehen, ist es für andere ein permanenter Störfaktor. Schon beim Antrag zur Startbahn West im Jahr 1965 kam es zu massiven Bürgerprotesten. Diese konnten jedoch die Eröffnung im April 1984 nicht verhindern. Die angespannte Lage kulminierte in einer Großdemonstration in Hanau am 8. November 1986, bei der zwei Polizisten ihr Leben verloren. Auch die 2011 eröffnete Startbahn Nord-West bleibt bis heute umstritten.

Vergangenheit, Proteste und ein Leben im Wandel

Karsten Kempf, eine fiktive Figur aus Gerd Fischers Kriminalroman Fliegeralarm*, wird in jungen Jahren durch die Geschehnisse rund um die Startbahnräumung erschüttert.

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