Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover von Tsai Kun-lin – Ein neues Leben von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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Gefangenschaft, Folter und verlorene Jugend – Tsai Kun-lins erschütternde Jahre

Cover von Tsai Kun-lin Die gestohlenen Jahre von Yu Pei-yun und Zhou Jian-xin

Ein junger Mann gerät unschuldig in die Fänge des Regimes

Tsai Kun-lin – Die gestohlenen Jahre ist der zweite von vier Bänden, die inhaltlich eine geschlossene Einheit bilden. In dieser ausführlichen Comicform erzählt Yu Pei-yun das Leben von Tsai Kun-lin, der ihr und Illustrator Zhou Jian‑xin in zahlreichen Gesprächen seine Erinnerungen anvertraut hat.

Die Fortsetzung knüpft direkt an den ersten Band an, der mit Kun‑lins Abführung zum Verhör endet: Nachdem sein ahnungsloser Bruder Kun‑chang die Militärpolizisten unwissentlich zu ihm geführt hat, gerät der knapp Zwanzigjährige am 10. September 1950 unschuldig in die Gewalt des Regimes von Chiang Kai‑shek. Sein einziges „Vergehen“ besteht darin, während der Schulzeit einem Lesezirkel angehört zu haben, der als „aufrührerische Vereinigung“ eingestuft wurde.

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