Interview bezeichnet in der Literatur eine dialogische Form des Erzählens, bei der Fragen und Antworten genutzt werden, um Einblicke in Denken, Arbeitsweisen und Persönlichkeiten von Autor:innen, Verleger:innen oder Übersetzer:innen zu gewinnen. Es verbindet journalistische Struktur mit literarischer Nähe und schafft einen Raum, in dem kreative Prozesse, biografische Hintergründe und fachliche Perspektiven sichtbar werden.
Ein Interview eröffnet Leserinnen und Lesern einen direkten Zugang zu den Menschen hinter den Büchern: zu ihren Ideen, Zweifeln, Routinen, Inspirationsquellen und Haltungen. Gleichzeitig macht es Entwicklungen im Literaturbetrieb greifbar – von Schreibprozessen über Verlagsentscheidungen bis hin zu Übersetzungsstrategien und kulturellen Diskursen. Durch die dialogische Form entsteht eine besondere Unmittelbarkeit, die sowohl informativ als auch persönlich wirkt.
Ob sachlich, humorvoll, tiefgründig oder überraschend: Das Interview zeigt Literatur als lebendigen Austausch und macht deutlich, wie vielfältig die Stimmen sind, die Bücher entstehen lassen.
Von Wirtschaft zur Medizin – ein Forscher mit ungewöhnlichem Weg
Der Medien-, Konsum- und Verhaltensforscher Prof. Dr. Thomas Jendrosch wurde 1963 in Gelsenkirchen geboren. Nach seiner Schulzeit tauchte er zunächst in die Welt der Wirtschaftswissenschaften ein, studierte an den Universitäten Wuppertal und Köln und wandte sich später zusätzlich der Medizin zu, die er an der Universität Düsseldorf im Zweitstudium begann.
Dr. phil. Christian Hardinghaus wurde am 23. April 1978 in Osnabrück geboren. Nach einem Studium in Geschichte, Medien und Literaturwissenschaft an der Universität seines Geburtsortes promovierte er im Jahr 2011 im Bereich Propaganda- und Antisemitismusforschung. 2016 hat er sich für den Deutsch- und Geschichtsunterricht der gymnasialen Oberstufe qualifiziert, arbeitet aber als Historiker, Autor und Fachjournalist und schreibt neben Sachbüchern auch historische Romane. Er lebt und arbeitet in Osnabrück.
Im Gegensatz dazu hat die am 16. November 1985 in Heilbronn geborene Annette Nenner seit 2019 keinen festen Wohnsitz. Seit ihrem Studium in Germanistik, Philosophie und Ethnologie mit dem Abschluss Magister arbeitet sie als freiberufliche Autorin und Lektorin unter anderem in Argentinien, Kolumbien, Spanien, Puerto Rico und Portugal, wobei ihr der Laptop als ständiger Begleiter dient. Die Weltenbummlerin kann man für ein Lektorat oder auch ein Korrektorat buchen.
Wie alles begann – Der Weg zum gemeinsamen Schreiben
Das Autorenehepaar Dr. Angélique Kästner‑Mundt und Andreas Kästner hat mit der neuen Krimi‑Reihe Tatort Hafen auf bemerkenswerte Art und Weise eine Lücke auf dem Buchmarkt gefüllt, in der der Hauptkommissar der Wasserschutzpolizei Tom Bendixen und die Erste Hauptkommissarin Jonna Jacobi ein Team bilden. Angélique wurde 1966 in Hamburg geboren und ist seit 2005 als promovierte Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig. Während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kriseninterventionsteam beim DRK lernte sie ihren heutigen Ehemann, Hauptkommissar Andreas Kästner, kennen, der 1963 in Wismar geboren wurde. Aufgewachsen in Rostock fuhr er zur See und lebt seit seiner Ausbürgerung in Hamburg, wo er bis 2023 bei der Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen gearbeitet hat. Da seine Ehefrau schon seit 2012 Romane und Krimis verfasst, lag eine Zusammenarbeit der beiden in Form einer Hafenkrimiserie nahe.
Eva Wagendorfer schreibt unter anderem unter diesem Pseudonym. Sie wurde in Passau geboren, wuchs in Bayern auf und sammelte im Anschluss an ihr Studium in Regensburg sowohl in Italien als auch in England berufliche Erfahrungen in verschiedensten Bereichen. Unter dem Namen Sophie Oliver, einem weiteren Pseudonym, veröffentlichte sie im Jahr 2016 ihren ersten Roman, dem zahlreiche weitere folgten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, den beiden Kindern und einem Hund lebt sie heute auf dem Land.
Inspiration durch ein Familienerbstück
Grüß dich liebe Eva, dem Klappentext deiner Radioschwestern-Saga ist zu entnehmen, dass dich ein altes, seit vier Generationen in Familienbesitz befindliches Rundfunkgerät zu dieser Arbeit inspiriert hat. Kannst du unseren Lesern darüber etwas mehr verraten?
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