Zwischen Blutrichter und Gewissensqual

Die außergewöhnliche Biografie des SS-Untersuchungsrichters Konrad Morgen

Cover von Der Fall Konrad Morgen von Christian Hardinghaus

Aufstieg, Fall und erneuter Auftrag

Christian Hardinghaus rollt in der Biografie Der Fall Konrad Morgen das Leben und Schaffen des SS-Untersuchungsrichters Konrad Morgen neu auf: angefangen von dessen Geburt im Jahr 1909 über seine Kindheit, Schulzeit, Studium, Promotion und seine Beitritte in SS und NSDAP, die ihm Aufstiegschancen versprachen. Wegen seiner Einmischung in eine Verhandlung wurde er schon wenige Wochen nach seinem Amtseintritt als Richter seines Amtes enthoben.

Nach einer Ausbildung an der von Heinrich Himmler gegründeten Sondergerichtsbarkeit glaubte der als Hilfsrichter Einberufene noch an die Gerechtigkeit und erhielt für seine Kompromisslosigkeit den Spitznamen „Blutrichter“. Er deckte Misshandlungen an der Zivilbevölkerung sowie die Bereicherungen des SS-Führers Hermann Fegelein auf, erkannte in Oskar Dirlewanger einen wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen verurteilten Täter, dessen Gefolgsleute ebenfalls verurteilte Verbrecher waren, denen Zehntausende zum Opfer fielen.

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Die Sucht nach Verbrechen: Ein tiefgründiger Blick hinter die True-Crime-Faszination

Cover von Die Sucht nach Verbrechen von Christian HardinghausChristian Hardinghaus‘ Sachbuch Die Sucht nach Verbrechen nimmt Leserinnen und Leser mit auf eine fesselnde Reise durch die Welt der True-Crime-Fans, Websleuthing-Communitys und Cold Cases. Die Analyse ist faktenreich, fundiert und zugleich erschütternd.

Von der Sucht nach Mord zur Faszination für True Crime

Wer glaubt, dass Hardinghaus in seinem Buch mit Mördern über deren Sucht zu töten spricht, wird bereits durch den Untertitel Wie Internetdetektive in True-Crime-Fällen ermitteln eines Besseren belehrt. Der Autor beleuchtet die psychologische Anziehungskraft außergewöhnlicher Kriminalfälle und unterlegt seine Aussagen mit Zahlen und Zitaten – etwa von einem Redakteur, der das echte Verbrechen als „kulturellen Giganten“ bezeichnet.

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Zwei Autoren, ein mysteriöser Fall – Ein Blick hinter die Entstehung von Verschollen in Panama

Foto von Christian Hardinghaus und Annette Nenner
Bildquelle: Annette Nenner

Wer sind die beiden Autor*innen?

Dr. phil. Christian Hardinghaus wurde am 23. April 1978 in Osnabrück geboren. Nach einem Studium in Geschichte, Medien und Literaturwissenschaft an der Universität seines Geburtsortes promovierte er im Jahr 2011 im Bereich Propaganda- und Antisemitismusforschung. 2016 hat er sich für den Deutsch- und Geschichtsunterricht der gymnasialen Oberstufe qualifiziert, arbeitet aber als Historiker, Autor und Fachjournalist und schreibt neben Sachbüchern auch historische Romane. Er lebt und arbeitet in Osnabrück.

Im Gegensatz dazu hat die am 16. November 1985 in Heilbronn geborene Annette Nenner seit 2019 keinen festen Wohnsitz. Seit ihrem Studium in Germanistik, Philosophie und Ethnologie mit dem Abschluss Magister arbeitet sie als freiberufliche Autorin und Lektorin unter anderem in Argentinien, Kolumbien, Spanien, Puerto Rico und Portugal, wobei ihr der Laptop als ständiger Begleiter dient. Die Weltenbummlerin kann man für ein Lektorat oder auch ein Korrektorat buchen.

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Das Rätsel des Pianista Trails – und die Suche nach der Wahrheit

Cover von Verschollen in Panama von Christian Hardinghaus und Annette Nenner

Ein Verschwinden, das die Welt erschütterte

Christian Hardinghaus und Annette Nenner zeichnen in ihrem Sachbuch Verschollen in Panama die wahre Tragödie um das spurlose Verschwinden der beiden niederländischen Touristinnen Lisanne Froon und Kris Kremers nach. Die jungen Frauen kehrten am 1. April 2014 von einer Wanderung auf dem Pianista Trail nicht zurück.

Vor ihrem Masterstudium wollten sie einen sechswöchigen Trip durch Panama mit freiwilliger Arbeit in einer Kindertagesstätte in Boquete verbinden. Am 15. März starteten sie vom Flughafen Schiphol in Amsterdam. Nach einem Spanischkurs waren sie enttäuscht, dass die Kita ihnen kurzfristig abgesagt hatte. Dass sie den Pianista Trail – und dazu ohne Guide – gehen wollten, wusste niemand.

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