Ein Szenario für Kinder in 19 Sprachen unserer Welt!
Anna ist über das, was sie gerade in den Nachrichten sieht, entsetzt: Ein Flüchtling trägt ein totes Kind auf dem Arm, das er aus dem Meer kommend auf einem Strand ablegt, während ihm Touristen dabei zusehen. Sie hört den Spendenaufruf des Nachrichtensprechers und entschließt sich spontan, auf das Geld zu verzichten, das sie von ihren Großeltern für den nächsten Urlaub bekommen hat. Doch damit nicht genug. Anna sammelt auch Geld von Verwandten und Bekannten und sogar von Freunden auf der Straße.
In der Schule hört Anna von Robin Hood, der den Armen gab, was er den Reichen genommen hat. Fortan kleidet sie sich wie ihr Vorbild in grünen Farben und nennt sich Anna Hood. Im Internet startet sie einen Aufruf, der von ihr gegründeten Anna-Hood-Gang beizutreten, den andere teilen und in weitere Sprachen übersetzen. Anna ist von der Idee begeistert, dass Kinder in einen Streik für die Schaffung einer Reichensteuer treten sollten, indem sie sich weigern, Hausaufgaben zu machen oder Klassenarbeiten zu schreiben, bis ihre Forderung durchgesetzt wird.
Frieda und Anselm besuchen dieselbe Schule. Anselm, der von allen nur Amsel gerufen wird, gilt als Außenseiter in der Klasse und verbringt als Nerd die Nachmittage am liebsten vor seinem Computer. Mathematik bereitet ihm im Gegensatz zu Frieda keine Probleme, die in dem ihr verhassten Fach sogar Nachhilfe von einer älteren Schülerin benötigt. Dafür ist sie in Musik und Sport die Bessere.
Der siebzehnjährige Robin Fuchs lebt mit seiner Mutter und der ein Jahr jüngeren Schwester Melanie im Breslauer Block, einem Plattenbau. Seit er nicht mehr die Schule besucht, dealt er für den gleichaltrigen Hakan Topal, möchte allerdings aus dem „Geschäft“ aussteigen. Zufällig wird Robin eines Tages Zeuge, wie Emil Becker seinen „Chef“ Fred Kuschinski verrät. In einer Garage will er dem Journalisten und Blogger Magnus Mahlmann gegen Geld einen Stick überreichen, der belastendes Material über Fred enthält, der der rechten Deutschen Alternativen Partei angehört und in den Bundestag einziehen will. Doch Nikolaj Müller und Marc Dorfmann, die Fred treu ergeben sind, stechen ihren Kollegen Emil Becker nieder und verletzen Magnus Mahlmann. Der schwer Verletzte kann sich zu Robin retten, der Erste Hilfe leistet und einen Notruf absetzt. Doch bevor Magnus bewusstlos wird, übergibt er Robin den Stick mit der Bitte, diesen an eine Person namens Henry zu überreichen.
Auf Knorffin, einer Insel mitten im Meer, leben die Knorffe. Sie lieben die Unordnung und räumen nie auf. Nur Knobelius Knorff ist ganz anders und fühlt sich bei den Knorffen nicht wohl. Er weiß, dass man durch die Dunkelschlucht zu den Menschen gelangen kann, die für ihre Ordnung und Sauberkeit bekannt sind. Um zu ihnen zu kommen, stürzt er sich in die Schlucht und landet im Kinderzimmer von Otto. Doch dort angekommen, ist Knobelius entsetzt: Nicht nur in Ottos Zimmer, wo stinkige Socken und dreckige T-Shirts auf dem Boden herumliegen, ist es so unordentlich wie auf Knorffin. Auch die Eltern und Ottos Schwester halten nichts vom Aufräumen.
Nachdem Robert und Matze reichlich Alkohol konsumiert haben, beschließen sie, einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft zu werfen. Matzes ehemalige Freundin Beate können sie als Fahrerin gewinnen. Robert wirft den selbst gebastelten Brandsatz durch eine Fensterscheibe, und nur einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass niemand der Bewohner getötet wird. Für sein Jugendbuch „Anschlag von rechts“, das auf einer wahren Begebenheit beruht, hat Reiner Engelmann mit den betroffenen Flüchtlingen gesprochen und lediglich ihre Namen geändert:
Im Kriegsjahr 1942 wird es für die Juden in Amsterdam, das die Deutschen besetzt haben, immer gefährlicher. So auch für eine jüdische Mutter mit ihrer sechsjährigen Tochter Beatrix in dem Roman „Die letzte Haltestelle“. Als sie auf dem Weg zu einer Fluchthelferin sind, werden sie in einer Straßenbahn von deutschen Soldaten kontrolliert. Die Mutter wird abgeführt, während der Kontrolleur Lars das Kind kurzerhand als seine Nichte ausgibt. Doch wie sein Bruder Hans, der Fahrer der Straßenbahn, war er nie verheiratet und hat keine Ahnung, wie man mit einem Kind umgeht.
Seit dem Unfalltod ihrer Schwester Polly ist für die fünfzehnjährige Romy nichts mehr, wie es war. Ihre Eltern, die nur noch für ihre Arbeit leben, sieht sie kaum noch. Als Romy eines Tages mit Mister Boo, dem Hund ihrer verstorbenen Schwester, einen Spaziergang über die Rheinwiesen macht, prallt sie mit einem jungen Fußballspieler zusammen, der dort mit seinen Kollegen trainiert. Weil sie kurzzeitig ohnmächtig wurde, besteht er darauf, sie mit seinem Auto zum Arzt zu bringen und gibt ihr zum Abschied einen Zettel mit seiner Telefonnummer. Doch zu allem Unglück kann Romy den Zettel nicht mehr finden und begibt sich deshalb auf die Suche nach dem gut aussehenden Unbekannten.
Da die Mutter der zwölfjährigen Merle ein Baby erwartet, muss die Familie umziehen. Damit ihre Eltern Vorbereitungen treffen können, bringt ihre Mutter sie zu ihren Großeltern, die den Sommer in einem Ferienhaus am Waldsee verbringen. Merle gefällt das alles gar nicht und möchte lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Unterwegs entdeckt sie an einer Raststätte ein aufblasbares Schwimmkrokodil und überredet ihre Mutter, es mitzunehmen. Obwohl Merle anfangs skeptisch ist, freundet sie sich schnell mit den anderen Kindern in dem Feriendorf an. Besonders der ein Jahr ältere Felix hat es ihr angetan, und auch mit Dana schließt sie Freundschaft. Als ein Angelwettbewerb bevorsteht, haben es einige Kinder auf den Wels im See abgesehen, von dem Merles Opa viel erzählt. Auch wenn den Wels noch niemand gesehen hat, ist er für Merle und Felix ein Freund geworden. Sie brauchen einen Plan, um ihn zu retten.
In Finnland lebt der elfjährige Nikolas mit seinem Vater Joel, einem Holzfäller, in ärmlichsten Verhältnissen. In ihrem Haus gibt es nur ein einziges Zimmer und ein Loch hinter ihrem Haus dient ihnen als Klo. Nikolas hat keine Geschwister und sein einziger Besitz sind ein Schlitten und eine Steckrübenpuppe, die er von seiner verstorbenen Mutter bekommen hat. Da er am Weihnachtstag geboren wurde, nennt ihn sein Vater auch Weihnacht.
„Palalu die Zauberkuh“ und ihre Tochter Sue begegnen auf einer bunten Blumenwiese dem Mädchen Anneliese, die mit den Schmetterlingen gespielt hat, bis sie außer Puste geraten ist. Anneliese ist stolz auf ihre glänzenden, roten Lackschuhe, während Palalu die braunen Punkte auf ihrem Körper mag. Plötzlich stellt das Mädchen fest, dass es sich beim Spiel verlaufen hat und nicht mehr nach Hause findet. Der Tag neigt sich dem Ende und es wird immer dunkler. In der Nacht, so verkündet ihr die Kuh, kann sie von ihrer Mutter nicht mehr gefunden werden.