
Eine Bande mit vielen Konflikten
Linus betreibt gemeinsam mit Albert und Roman, der eine Vorliebe für lateinische Sprüche hat, einen Blog im Internet. Der deutlich jüngere Knut, der häufig Wörter verdreht, wird von den drei nur als „halbe Person“ betrachtet. Dennoch möchte er unbedingt wie sie die Administrationsrechte erhalten.
Der Theoretikerclub, zu dem sich die Jungen zusammengeschlossen haben, zählt die Geschwister Moritz und Jonathan sowie Thomas, den Sohn des Bürgermeisters, zu seinen erklärten Feinden. Doch damit nicht genug: Albert liegt in ständigem Streit mit seiner Zwillingsschwester Alba. Als er mit seinen Freunden heimlich ihr Tagebuch stiehlt, findet die Theoretikerbande ihr Baumhaus – den Ort ihrer Mitgliederversammlungen – zerstört vor. Das können nur ihre Feinde gewesen sein! Denn Alba, die mit Moritz befreundet ist, hat sich vermutlich auf diese Weise rächen wollen.
weiterlesenChaos im Kinderbuch: „Der Theoretikerclub“ von Anja Janotta


Seit zwei Monaten wohnt der fast zehnjährige Max mit seiner Mutter im Altenheim Burg Geroldseck, die dort als Altenpflegerin tätig ist. Mit seinem übergewichtigen Kater Motzkopf soll er eines Tages alleine zum Tierarzt fahren. Als er sich bereits auf dem Rückweg von Dr. Blümlein zur Bushaltestelle befindet, wird er von einem Motorradfahrer in ein Gespräch verwickelt. Max, der dazu den Tierkäfig abgestellt hat und einen Weg beschreibt, sieht gerade noch, wie ein Mann Motzkopf aus dem Käfig holt und ihn in einen schwarzen Lieferwagen packt. Für Max steht fest, dass der Motorradfahrer nur ein Ablenkungsmanöver war und geht mit seiner Mutter zur Polizei. Doch Polizeimeister Poschke glaubt Max nicht, der sich sogar an einen Drachenkopf auf dem Tank des Motorrads erinnern kann. 
Eigentlich könnte die siebzehnjährige Tessa glücklich sein, denn sie ist nicht nur eine exzellente Schülerin, sondern auch noch sportlich und musisch begabt. Obwohl sie seit ihrer Kindheit immer viel krank war, weiß sie doch erst seit einigen Wochen, dass sie aufgrund eines Herzfehlers sehr bald sterben muss. Seitdem verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Zimmer und wartet quasi auf den Tod. Ihre Gedanken kreisen darum, dass sie niemals einen Führerschein besitzen wird oder eine Uni besuchen kann und schließlich als Jungfrau sterben wird.
Julia und Simon treffen sich regelmäßig in einem geheimnisvollen, verwilderten Garten, um in dem baufälligen Gartenhäuschen des scheinbar verlassenen Anwesens ihre Hausaufgaben zu machen oder dort einfach nur abzuhängen. Doch eines Tages werden sie von der resoluten Haushälterin Wilhelmine entdeckt und von dem Grundstück vertrieben. Wie Julia zufällig von ihrem Biologielehrer Harald Hartmann erfährt, gehört das Haus mit dem einzigartigen Garten Professor Quintus Zickel, der gegen einen Besuch sicher nichts einzuwenden hat. Doch aus Angst, von der Haushälterin noch einmal erwischt zu werden, trauen sich die beiden Kinder zunächst nicht mehr in das verfallene Gartenhäuschen.
Der zwölfjährige Lui lebt in der perfekten, hoch technisierten Welt von Isi, in der alles streng geregelt ist und selbst kleinste Vergehen, wie das Missachten der Kleiderordnung, bestraft werden. Mädchen und Jungen wachsen getrennt in Zells, kleinen Wohngruppen, auf, die von einem Vorsetzer betreut werden. In regelmäßigen Abständen müssen die Kinder in eine andere Zell wechseln, um zu verhindern, dass feste Bindungen entstehen. Doch Lui hat sich mit dem gleichaltrigen Wuck aus einer anderen Wohngruppe angefreundet, was streng verboten ist. Die beiden Jungen verabreden sich regelmäßig am Wartekiosk, um gemeinsam in einen der Vergnügungsparks zu fahren, in denen die Kinder am Nachmittag ihre Freizeit verbringen. Am Vormittag und am Abend müssen sie sich in den Zells ihrem täglichen Pensum an Lernstoff widmen, das der Vorsetzer auf jeden einzelnen Jungen abgestimmt hat.
Stefan Boonen erzählt in seinem Kinderbuch „Der Riese, der mit dem Regen kam“ die Geschichte des neunjährigen Albert, der mit seiner Mutter und fünf Schwestern in einem Sommerhochhaus wohnt. Wegen der dünnen Wände ist es in dem vom Einsturz gefährdenden Haus recht geräuschvoll. Albert führt dort ein tristes Leben und klagt besonders in diesen Sommerferien über Langeweile. Seiner Mutter bedeutet er nichts, und einer Mieterin, die ihren Hund regelmäßig aus der neunten Etage in einen Teich landen lässt, schimpft ihn einen Rotzbengel. Doch eines Tages zieht Kalinda mit ihrer Mutter und dessen Freund in das Hochhaus ein. Sie hoffen, nur ein paar Monate hier wohnen zu müssen, bevor sie eine bessere Bleibe gefunden haben. Auch Kalinda ist den ganzen Tag über allein und freundet sich mit Albert an.