Achtzehnter Stock – Ein Leben am Rand des Absturzes

Cover von Achtzehnter Stock von Sara Gmuer

Zwischen Fernsehturm und Alltagssackgasse

Wanda wohnt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie in einer Zweizimmerwohnung im 18. Stock. Das einzig Schöne ist der Blick auf den Berliner Fernsehturm, denn im Lift stapelt sich regelmäßig Sperrmüll und im Innenhof der Müll. So hat sich Wanda ihr Leben nicht vorgestellt. Sie will Schauspielerin werden – und freut sich umso mehr über eine Einladung zum Casting. Als sie per Anruf erfährt, dass sie die Rolle tatsächlich bekommt, ist sie überwältigt, zumal sie wegen des Schweigens des Regisseurs nicht mehr damit gerechnet hatte.

Zwischen Chance des Lebens und Mutterpflicht

Während Wanda ihre neuen Kollegen kennenlernen soll, darunter auch Adam Ezra, der die Hauptrolle übernimmt, ruft Aylins Mutter an, die eigentlich auf Karlie aufpassen sollte. Wanda, die auf die Chance ihres Lebens hofft, bleibt nichts anderes übrig, als den Champagner stehen zu lassen und zu ihrer Tochter zu eilen, deren Mittelohrentzündung sich offenbar verschlimmert hat. In der Eile wird ihr zudem die Handtasche mit Schlüssel, Geld und Personalausweis gestohlen.

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Amelia Earhart: Eine Frau, die den Himmel neu dachte

Cover von Die Himmelsrichtungen von Jo Lendle

Vom Rückzug ins Abenteuer

Jo Lendle zeichnet in seinem Roman Die Himmelsrichtungen das Leben der am 2. Juli 1937 im Pazifik verschollenen Flugpionierin Amelia Earhart nach. Schon in der Schule zieht sie sich zurück und ist lieber allein. Als sie Verwundete des Ersten Weltkriegs sieht, bricht sie das College ab und arbeitet freiwillig in einem Militärkrankenhaus.
Nach einem abgebrochenen Medizinstudium nimmt sie bei der Pilotin Neta Snook Flugstunden. Um die Kosten zu finanzieren, übernimmt Amelia verschiedene Jobs. In kurzer Zeit erwirbt sie die Pilotenlizenz und verlobt sich mit Samuel Chapman, genannt Sam.
1928 ist sie zwar nur Passagierin an Bord eines von Wilmer Stultz gesteuerten Flugzeugs, doch sie ist die erste Frau, die bei einem Nonstop-Flug über den Atlantik – mit Ziel Irland – an Bord ist.

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Gefangen im Luxus – und plötzlich fallengelassen

Cover von Geparkt von Susanne Fröhlich

Ein Märchenbeginn mit Warnsignalen

Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin zieht Monika von Darmstadt nach Butzbach. Vor drei Jahren lernt sie über ein Partnerschaftsportal den dreizehn Jahre älteren Investmentbanker Sven kennen. Für das erste Treffen schlägt er ein Frankfurter Restaurant vor – ausgerechnet an einem Montag, an dem laut Homepage Ruhetag ist. Doch sie werden als einzige Gäste bewirtet, was Monika beeindruckt. Heute weiß sie: Sie hätte die Falle früher erkennen müssen. Aber damals fühlte sie sich geschmeichelt.

Sven zeigt sich großzügig, gibt ihr eine Zweitkreditkarte, die sie „ohne falsche Bescheidenheit“ nutzen soll, und rät ihr, den schlecht bezahlten Job zu kündigen, zu ihm zu ziehen und stattdessen Haushalt und Massagen für ihn zu übernehmen. Seine „Gazellenrakete“ solle lieber zum Friseur, Yoga oder zur Maniküre gehen.

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Eine Liebe in Indien – und ein Zufall, der alles verändert

Cover von Der Zufall eines Sommers von Saskia Sarginson

Ein magischer Beginn unter Palmen

Die aus Cambridge stammende Summer Blythe erhält zu ihrem sechsundzwanzigsten Geburtstag von ihrem Vater eine Rundreise nach Südindien. Dort begegnet sie dem seit Monaten durch Indien reisenden Hobbyzeichner Kit Appleby – und das ausgerechnet in dem Moment, als er ihr in einem Lokal zur Hilfe eilt. Kit ist überrascht, wie stark seine Gefühle für die junge Frau sind. Noch erstaunter ist er, als sie nach nur einem gemeinsamen Essen einwilligt, mit ihm nach Varkala zu reisen, wo er Tänzer bei einem Festival zeichnen soll.

Vor Ort stellen beide fest, dass es keine freien Zimmer mehr gibt. Summer, überwältigt von ihren Gefühlen, wagt es, sich mit Kit eine Strandhütte zu teilen. Dass diese äußerst einfach ist und nicht einmal ein überdachtes Bad besitzt, stört sie nicht – sie genießt den Blick auf den traumhaften Strand.

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Eine Radtour zurück ins Leben – und in die eigene Vergangenheit

Cover von Als Simon Brown sich ein Herz fasste von James Bailey

Ein unerwarteter Verlust und eine Reise in die Erinnerung

Nach dem Tod seiner Ehefrau vor zehn Jahren führt Simon Brown die Bed‑and‑Breakfast‑Pension Castle Cottage im südwestenglischen Dorset allein mit seiner Tochter Anna. Als er inmitten des Alltags endlich seine E‑Mails öffnet, trifft ihn die Nachricht wie ein Schlag: Raj, mit dem er fünf Jahre lang im Internat ein Zimmer teilte, ist plötzlich verstorben.

Von Erinnerungen übermannt, stöbert Simon auf dem Dachboden in einer Kiste mit alten Schulsachen. Dabei findet er ein Foto, das ihn mit Raj und Ian auf einer Radtour nach Bordeaux zeigt. Damals wollte er dort seine Brieffreundin Sylvie treffen – und belog dafür seine Eltern, um statt eines Schulausflugs mit seinen Freunden nach Frankreich zu radeln. Doch Sylvie war nicht anzutreffen, der Schwindel flog auf, und Simon wurde von der Schule verwiesen. Seit vierundvierzig Jahren hat er nichts mehr von seinen Freunden gehört.

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Ein Grab am Vesuv – und ein Geheimnis, das eine Familie erschüttert

Cover von An den grünen Hängen von Marie Matisek

Ein Tod in Wuppertal und eine Frage nach den eigenen Wurzeln

Nach einem abgebrochenen Studium in Berlin kehrt Selina Catalongo zu ihrer Familie nach Wuppertal zurück, wo ihr Vater Marcello die von seinem Vater Sergio gegründete Eisdiele Bella Italia weiterführt. Während einer Herrenrunde erleidet Sergio plötzlich einen tödlichen Herzinfarkt und bricht zusammen. Erst jetzt wird Selina bewusst, dass sie zwar seinen italienischen Nachnamen trägt, aber kein Wort Italienisch spricht.

Bekannt ist lediglich, dass Sergio 1956 aus einem Dorf am Fuß des Vesuvs nach Deutschland kam und Selinas Großmutter Marianne heiratete. Von seinem ältesten Freund Giancarlo erfährt Selina den Namen des Dorfes: Pietra Alta. Auf Nachfrage erklärt ihr Vater, Sergios Familie sei ums Leben gekommen, er selbst in einem Waisenhaus aufgewachsen.

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Drei Schwestern, ein Land im Umbruch – und Wahrheiten, die nicht länger schweigen

Cover von Glücklich sind die Mutigen von Beate Sauer

Zwischen Mauerfall, Karriere und zerbrochenen Beziehungen

Mit den zunehmenden Demonstrationen in Ostberlin setzt der letzte Teil Glücklich sind die Mutigen der Trilogie Die Fernsehschwestern ein. Die Journalistin Franka Vordemfelde möchte einerseits über die sich anbahnende Grenzöffnung berichten, andererseits die Premiere ihrer Tochter Joan besuchen, die sie nach dem Tod ihres Mannes Frieder allein großgezogen hat. Als Franka sich für den Beruf entscheidet, verschärft sich das ohnehin belastete Verhältnis zu Joan weiter.

Lilly Wenck, Fernsehansagerin und Frankas Zwillingsschwester, ist mit dem Programmdirektor des Saarländischen Rundfunks verheiratet – hat jedoch eine Affäre mit einem ebenfalls verheirateten Schauspieler. Die dritte Schwester, die Oscar‑nominierte Kostümbildnerin Eva Vordemfelde, plant mit ihrem Partner Chris den Umzug von Los Angeles nach München.

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Zwischen Flucht, Neubeginn und den Schatten der Vergangenheit

Cover von Lass uns tanzen, Fräulein Lena von Hanna Aden

Ein neues Leben im Norden – und alte Wunden, die nicht heilen

In der Fortsetzung des Romans I love you, Fräulein Lena ist die zwanzigjährige Lena Buth, die gemeinsam mit ihrer Schwester Margot aus Pommern nach Niebüll in Nordfriesland fliehen konnte, im Pfarrhaus untergekommen. Margot lebt bei der Mutter des Apothekenhelfers Rainer. Der Vater der Schwestern ist als Pastor in Greifenberg geblieben, während die Mutter mit Schwester Lieselotte in einem dänischen Flüchtlingslager gestrandet ist. Von den Brüdern fehlt jedes Lebenszeichen.

Um ihren Lebensunterhalt zu sichern und für ihren Traum zu sparen, eines Tages Ärztin zu werden, arbeitet Lena für die britische Besatzungsregierung als Übersetzerin und unterstützt Fräulein Gerdes bei der Wäsche.

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Wenn der Schlaf zur Bedrohung wird – ein Roman zwischen Wissenschaft, Trauma und Übernatürlichem

Cover von Der längste Schlaf von Melanie Raabe

Eine Forscherin, die selbst nicht schlafen kann

Die in London lebende Neurowissenschaftlerin Mara Lux forscht seit Jahren daran, Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen und damit verbundenen Albträumen zu einem angstfreien Einschlafen zu verhelfen. Auch sie selbst ist betroffen und fürchtet jede Nacht, die Augen zu schließen.

Eines Tages erhält sie eine E-Mail eines Notars aus Frankfurt: Es gehe um die Schenkung einer Immobilie. Bevor Mara zurückrufen kann, muss sie jedoch zu einer Konferenz. In der Maske spricht sie mit einem CEO, der ihr von digital erzeugten Geistern berichtet, mit denen Verstorbene kommunizieren können.

Mara, die seit ihrer Kindheit von Träumen verfolgt wird, die später Realität werden, erzählt ihrer besten Freundin Roxane vom Selbstmord ihrer Nachbarin – ein Ereignis, das sie in der Nacht zuvor in einem Traum vorweggenommen hatte, in dem die Nachbarin fliegen konnte.

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Zwei Frauen, zwei Zeiten – und ein Geheimnis, das alles verändert

Cover von Liebe und andere Heimlichkeiten von Michaela Küpper

Evelyn 1959: Eine Begegnung, die ihr Leben aus der Bahn wirft

Michaela Küpper beschreibt in ihrem Roman Liebe und andere Heimlichkeiten das Schicksal zweier Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten leben, mit verschiedenen gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert sind und dennoch ähnliche Konflikte durchleben.

Da ist zum einen Evelyn, die mit dem Mechaniker Friedrich verheiratet ist und die Kinder Martha und Kai-Uwe hat. Als ihr Ehemann 1959 beruflich nach Italien fährt, klingelt es unverhofft an ihrer Tür. Ein fremder Mann, der sich als Jonas Schulte vorstellt, möchte Friedrich sprechen – in der Hoffnung, eine Arbeit in dessen Reparaturwerkstatt zu bekommen.

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