
Ein Teenagerpaar im Gras – und ein ungutes Gefühl
Birger Andresen von der Mordkommission Lübeck wird zum Drägerpark gerufen, wo eine Joggerin auf der grünen Wiese ein totes, eng umschlungenes Teenagerpaar entdeckt hat. Obwohl alles nach einem Suizid aussieht, versteht Birger zunächst nicht, warum er dazukommen soll. Doch vor Ort schließt er sich seinen Kollegen Ida‑Marie Berg und Morten Sandt an: Irgendetwas an diesem Bild stimmt ganz und gar nicht. Während der Kriminaltechniker den Verdacht äußert, dass sich die Jugendlichen vermutlich mit Zyankali vergiftet haben, weiß Ida‑Marie zu berichten, dass es sich bei den Toten um die sechzehnjährigen Jannik Wegener und Lisa Nolde handelt.
Familien, Geheimnisse und ein merkwürdiger Fund
Um mehr über die Teenager zu erfahren, statten die Ermittler Maren Nolde, der von ihrem Ehemann getrennt lebenden Mutter des toten Mädchens, einen Besuch ab. Birger wundert sich über die in einer Schublade deponierten Kondome und insbesondere über das dort entdeckte Sexspielzeug. Die Mutter, die einen Suizid ihrer Tochter entschieden ausschließt, weiß nichts von einem Verhältnis zwischen Lisa und Jannik. Allerdings sei Lisa gelegentlich mit Marcel Hofmann ausgegangen.
Als Nächstes hoffen die Ermittler, von Janniks Vater mehr zu erfahren, der ebenfalls nicht an einen Suizid seines Sohnes glaubt. Schließlich setzen sie ihre Befragungen in der Schule fort, die bis zu seinem spurlosen Verschwinden vor einigen Wochen auch Leif Sanders besucht hat. Für den Schulleiter zählt vor allem der Ruf der Schule, während sich ansonsten herauskristallisiert, dass Marcel Hofmann anscheinend bei allen unbeliebt ist.
Ein Fall im Lauerholz – und Birgers eigenes Chaos
Schauplatz des Kriminalromans Lauerholz von Jobst Schlennstedt ist das zur Hansestadt Lübeck gehörende Lauerholz, ein beliebtes Naherholungsgebiet. Birger Andresen, dessen Familiensituation ebenfalls Teil der Handlung ist, bleibt in seinem zehnten Fall nichts erspart. Seine aktuelle Lebensgefährtin Agnes bittet ihn ausgerechnet zu einem ungünstigen Zeitpunkt um ein Gespräch in einem Restaurant, da sie ihm etwas Wichtiges mitzuteilen habe. Um sie nicht wie seine letzte Partnerin zu verlieren, sagt er widerwillig zu – obwohl er am nächsten Morgen bereits früh mit Simon Winter, dem Privatermittler und Freund seiner Kollegin Ida‑Marie Berg, nach Norwegen fliegen wird. Dort will Simon die Mörder seiner vor dreißig Jahren getöteten Eltern aufspüren.
Ein verschwundener Junge, ein Zug – und die Wahrheit dahinter
Der Leser erfährt schon in den ersten Kapiteln, dass Leif Sanders von einem Zug überrollt wurde, während die Ermittler lediglich davon ausgehen, dass er spurlos verschwunden ist. Erst allmählich zeichnet sich eine Verbindung zum aktuellen Fall ab, und ab dem Moment, in dem die Ermittler eins und eins zusammenzählen, überschlagen sich die Ereignisse. Der mit reichlich Lokalkolorit ausgestattete Plot weckt von Beginn an das Interesse am Fortgang der Handlung und verspricht spannende Unterhaltung bis zur letzten Seite.

Laura Lumatti erhält von ihrem ehemaligen Auftraggeber Sebastian Distler einen Anruf betreffend Schwarzgeldgeschäft und Schmuggel mit der Vorgabe, in den Mülleimer zu schauen, wo sie einen Revolver und viel Geld entdeckt. Beides wäre von der Firma, sie solle sofort damit fliehen und die Stadt verlassen, da sie unter Mordverdacht stände. Tatsächlich sieht sie schon vor ihrem Haus die Polizei vorfahren und verlässt überstürzt durch den Hintereingang ihre Wohnung. Ohne Papiere und nur mit etwas Bargeld ausgerüstet flieht sie aus Angst, wieder im Gefängnis zu landen, mit dem Zug von Nürnberg nach Stuttgart, wo ihr ehemaliger Freund Sven De Luca wohnt, den sie vor Jahren verlassen hat.
Riekje Johannsen ist zu ihrem Freund Martin gezogen, der bei seinem Vater als Makler arbeitet und auf Norderney ein Haus mit Ausblick auf den Weststrand besitzt. Die Vereinbarung der beiden sieht so aus, dass Riekje keine Miete zahlen muss, dafür aber den größten Teil des Lebensunterhaltes plus Nebenkosten für das Haus übernimmt. Während sie aus Anlass des 30. Geburtstages von Martin hofft, an dem Abend von ihm zum Essen ausgeführt zu werden und einen Heiratsantrag bekommt, ist sie umso enttäuschter, dass er den Abend mit seinen Freunden verbringen will. Zudem nehmen die Spannungen zu, da in der Haushaltskasse permanent Ebbe herrscht, weil Martin seit Monaten seinen Anteil nicht überwiesen hat. 
Erik und Elise Amdahl aus Tromsø haben den Tod ihrer Tochter Emilie, die bei einem Sturz in einem Kletterzentrum ums Leben kam, noch nicht verschmerzt. Um die Familie zusammenzuhalten, wollen sie mit ihrer Tochter Sofia in die Lyngenalpen zum Ausspannen. Anders als Erik, der sich über gemeinsame Stunden mit der Familie freut, steckt Elise viel Herzblut in ihre Arbeit und trifft sich mit ihrer Kollegin, der Klimaaktivistin Karine Helgeland. Auf deren Einladung verbringen die drei Amdahls einen Abend bei Karine und ihrem Ehemann Lars. Aus Anlass des dreizehnten Geburtstags von Sofia schenkt ihr Lars ein Stuorraniibi, ein mit einer langen Klinge versehenes Finnenmesser, mit dem sogar Rentierknochen gespaltet werden können. 
