In dem Erlebnispark Weihnachtswunderland gibt es einen von Franziska Fellinger ins Leben gerufenen ganzjährigen Weihnachtsmarkt, der ihr Ein und Alles ist. Ihr Sicherheitschef Poldi, ein ehemaliger Polizist, ärgert sich einmal wieder über den Weihnachtsscherzkeks, der einer Person auf den Rücken den Aufkleber mit den Worten „Weihnachten – nein danke!“ geklebt und zudem den leckeren Punsch von Eleonore, die als Frau Claus arbeitet, mit Chilipulver ungenießbar gemacht hat. Gerade, als Poldi bei ihr steht und zur Beruhigung einen Punsch trinkt, gibt es im Weihnachtswunderland einen lauten Knall. Alle Besucher bringen sich schnellstens in Sicherheit und sind entsetzt angesichts des Christkindes, das nun nur noch ein Plastikhaufen ist. Tim, der Sohn von Franziska, ist der Einzige, der sich darüber freut, dass endlich einmal im Weihnachtswunderland etwas los und dem der ganzjährige Weihnachtstrubel zu viel ist.
Gewalt
Gewalt beschreibt Handlungen, die körperlichen, seelischen oder sozialen Schaden verursachen. Sie kann offen, brutal und sichtbar auftreten oder subtil, leise und kaum greifbar sein. Gewalt entsteht in Machtgefällen, in Momenten der Überforderung, in Strukturen, die Menschen verletzen, ausgrenzen oder kontrollieren. Sie hinterlässt Spuren – auf Körpern, in Beziehungen, in Biografien.
In literarischen Texten zeigt sich Gewalt in vielen Formen: als körperlicher Angriff, psychischer Druck, Manipulation, Demütigung oder strukturelle Benachteiligung. Sie treibt Figuren an Grenzen, verändert ihr Verhalten, prägt Entscheidungen und schafft Konflikte, die Handlung und Spannung vorantreiben. Oft wird erst im Rückblick sichtbar, wie tief Gewalt wirkt und wie schwer sie zu überwinden ist.
Gewalt steht damit für zerstörerische Kräfte, die Menschen herausfordern, bedrohen oder brechen – und zugleich für die Frage, wie Figuren mit diesen Erfahrungen umgehen, sich wehren oder Wege finden, sich davon zu befreien.
Rezension: Meine wunderbare Frau – Ein perfider Thriller mit überraschender Wendung

Eine Ehe mit dunklen Geheimnissen
Der Protagonist des Thrillers Meine wunderbare Frau ist seit fünfzehn Jahren mit Millicent verheiratet. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern, Jenna und Rory, leben sie in Florida am Rand von Hidden Oaks. Millicent verkauft Immobilien, ihr Mann gibt private Tennisstunden. Doch immer dann, wenn sich später jemand an ihn erinnern soll, gibt sich der neununddreißigjährige Mann als Tobias aus – ein angeblich tauber Buchhalter.
Denn um Millicent glücklich zu machen, sucht er Frauen aus und verschleppt sie. Bereits vor einem Jahr hat das Paar Lindsey entführt, die sie gemeinsam im Moor töten wollten.
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