Unsere Liebe war unerhört – Ein Roman als Zeugnis des Überlebens und der Erinnerung

Cover von Unsere Liebe war unerhört von Eva Müller

Die letzten Tage des Krieges und eine ungewöhnliche Begegnung

Am Ende des Zweiten Weltkriegs ist die einundzwanzigjährige Marga verpflichtet, in der niederbayerischen Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg auf dem Fliegerhorst sämtliche Unterlagen vor dem Eintreffen der Amerikaner zu vernichten. In Mairing trifft sie auf den ehemaligen Häftling Henryk Stattler, den sie während ihres Dienstes mehrfach beobachten konnte. Wie viele andere überlebende Juden ist auch Henryk gesellschaftlich isoliert und versucht sich durch den Handel mit Altwaren mehr schlecht als recht durchzuschlagen.

Zwischen Nähe und Zweifel – Der Beginn einer besonderen Beziehung

Aus anfänglichen Spaziergängen entsteht eine Einladung zu Margas Eltern, die zwar den Altersunterschied von zwölf Jahren zur Sprache bringen, jedoch keine Einwände gegen Henryks jüdischen Glauben haben.

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Ein Vermächtnis in Briefen: Die erschütternde Geschichte hinter «Spreche morgen Rolf»

Cover von Spreche morgen Rolf von Christian Brückner

Ein Nachlass, der zur Mahnung wird

Das Buch «Spreche morgen Rolf» versammelt im Wesentlichen jene Briefe, deren Veröffentlichung Reinhard Frank testamentarisch seinem Nachlassverwalter Christian Brückner anvertraute. Brückner, Notar und Dozent der Universität Basel, später außerordentlicher Professor für Privatrecht, erhielt von Frank die Aufgabe, die an dessen Mutter Hilde Frank (geb. Feldberg) gerichteten Schreiben zu sichten und zugänglich zu machen. Ebenso sollte er die Berichte von Franks Schwester Anita veröffentlichen, die im jüdischen Krankenhaus Berlin entstanden und als nahezu einzigartig gelten.

Hilde Franks Schicksal zwischen Hoffnung und Verlust

Brückner setzt seine Darstellung im Jahr 1932 an – dem Jahr, in dem Hilde Frank zur Witwe wurde und in die großzügige Villa eines Universitätsdozenten zog, wie eines der zahlreichen Fotos im Buch zeigt. Der ersten Fluchtwelle jüdischer Bürger schloss sie sich nicht an; ihre Bemühungen um eine Emigration nach Palästina kamen zu spät.

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Ein verborgenes Päckchen – und ein Geheimnis, das alles verändert

Cover von Sturmmädchen von Lilly Bernstein

Ein hartes Leben in der Eifel

Nachdem ihr Vater im Ersten Weltkrieg gefallen ist, wohnt Elli in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Mutter Alma in der Eifel. Von den Dorfbewohnern wird sie wegen ihres zu kurzen Beins und zu kleinen Fußes nur das „Hinkemädchen“ genannt. Eines Nachts, als die Hebamme Alma zu einer Geburt unterwegs ist, klopft Schwester Gertrud an und überreicht Elli ein Päckchen für ihre Mutter, über das sie Stillschweigen bewahren und das sie gut verstecken soll. In derselben Nacht kehrt auch Hans Janssen, ihr Nachbar und Freund aus Kindertagen, nach drei Jahren auf den elterlichen Hof zurück.

Freundschaft, die nur noch in Erinnerungen lebt

Im Jahr 1938 existieren die unbekümmerten Tage der einstigen Freundinnen nur noch in der Erinnerung. Vor fünf Jahren trafen sie sich regelmäßig zum Baden im Perlenbachtal.

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