Unsere Liebe war unerhört – Ein Roman als Zeugnis des Überlebens und der Erinnerung

Cover von Unsere Liebe war unerhört von Eva Müller

Die letzten Tage des Krieges und eine ungewöhnliche Begegnung

Am Ende des Zweiten Weltkriegs ist die einundzwanzigjährige Marga verpflichtet, in der niederbayerischen Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg auf dem Fliegerhorst sämtliche Unterlagen vor dem Eintreffen der Amerikaner zu vernichten. In Mairing trifft sie auf den ehemaligen Häftling Henryk Stattler, den sie während ihres Dienstes mehrfach beobachten konnte. Wie viele andere überlebende Juden ist auch Henryk gesellschaftlich isoliert und versucht sich durch den Handel mit Altwaren mehr schlecht als recht durchzuschlagen.

Zwischen Nähe und Zweifel – Der Beginn einer besonderen Beziehung

Aus anfänglichen Spaziergängen entsteht eine Einladung zu Margas Eltern, die zwar den Altersunterschied von zwölf Jahren zur Sprache bringen, jedoch keine Einwände gegen Henryks jüdischen Glauben haben.

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Flucht, Verlust und ein Erbe aus Schmerz: Eine Familiengeschichte, die nachhallt

Cover von Bis ans Meer von Peggy Patzschke

Der jähe Aufbruch: Januar 1945 in Brieg

Während ihr Ehemann Karl Puchalla an der Front ist, hämmert eines Abends im Januar 1945 plötzlich der Blockwart im schlesischen Brieg an Friedas Haustür: Auf Befehl des Gauleiters haben sich am nächsten Morgen um fünf Uhr alle mit maximal zwei Gepäckstücken zur Evakuierung bereitzuhalten. In größter Eile vergräbt Frieda Wertsachen im Garten und lockt ihre kleine Tochter Erika mit dem Versprechen, nach Wünschelburg zu Onkel Walter und Tante Charlotte zu fahren.

Die erste Enttäuschung folgt sofort: Der letzte Bus zum Fliegerhorst ist ohne sie abgefahren. Gemeinsam mit Hunderten Vertriebenen marschieren Frieda, Erika und Sohn Horst bei minus 30 Grad über die Dörfer, immer auf der Flucht vor den Kanoneneinschlägen der Roten Armee. Ihnen bleiben die Anblicke erschöpft Zusammengebrochener, die nicht mehr aufstehen, von Toten, die bis auf die Unterwäsche entkleidet wurden, und die fürchterlichen Schreie Verletzter oder Niedergetrampelter nicht erspart.

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Ein Sommer zwischen Krieg, Hoffnung und verbotener Liebe

Cover von Nur ein kurzer Sommer von Astrid Lehmann

Eine Geburt im Schatten des Krieges

Während die deutschen Truppen im Juni 1940 auf die bretonische Küstenstadt Vannes vorrücken, liegt die junge Anne‑Marie in den Wehen. Erst ein Jahr zuvor hat sie ihr Elternhaus verlassen, um eine Abendschule zu besuchen und Lehrerin zu werden. Zu spät musste sie erkennen, dass Maurice – entgegen all seiner Versprechen – seine Frau nicht verlassen würde. Mit der Schwangerschaft will er nichts zu tun haben.

In der Krankenstation wird Anne‑Marie von der Nonne Bernadette versorgt, die jedoch mit der ins Stocken geratenen Geburt überfordert ist. In ihrer Not bittet sie den mit der Wehrmacht herangerückten jungen Arzt Helmut Wagner um Hilfe. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Mediziner hat es im Leben nicht leicht gehabt.

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Ein Kochbuch, ein Geheimnis – und eine Wahrheit, die alles verändert

Cover von Der Pakt der Frauen von Julia Kröhn

Eine Historikerin vor einer unerwarteten Herausforderung

Die Historikerin Dr. Katharina Adler ist Dozentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Als Expertin für Sozial‑, Alltags‑ und Frauengeschichte hat sie ein mehrmonatiges Stipendium in den USA erhalten, um neue wissenschaftliche Impulse nach Österreich zu bringen. Doch um die neu geschaffene Assistenzprofessur, die eigentlich für sie vorgesehen war, tatsächlich zu erhalten, muss sie im kommenden Semester eine Übung abhalten.

Doch völlig unerwartet erhob das Institut für Osteuropäische Geschichte beim Bildungsministerium Einspruch gegen die Vergabe. Dr. Florian Bruckmann, der ebenfalls an der Stelle interessiert ist, möchte mit einer eigenen Lehrveranstaltung seine Kompetenz unter Beweis stellen.

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Im Schatten alter Schuld – Ida Rabes zweiter Fall

Cover von Alte Schuld von Lea Stein

Erste Spuren im Jahr 1948

Mit dem zweiten Fall ihrer Protagonistin Ida Rabe setzt Lea Stein mit dem Kriminalroman Alte Schuld diese Reihe fort: Ida Rabe empfängt gemeinsam mit ihrer Kollegin Heide Brasch im Jahr 1948 Karen Metzger und Vera Pape in ihrem unfreundlichen Kellerbüro auf der Davidwache in Hamburg. Vera behauptet, dass ein Mann, dem sie zuvor schon auf dem Fischmarkt begegnet ist, plötzlich in ihrer Wohnung stand. Obwohl sie Vera heißt, habe der Unbekannte sie mit Merle angesprochen und gesagt, dass er sie heiraten wolle. Fürs Erste notiert sich Ida alles, muss es jedoch zunächst dabei belassen.

Beim anschließenden Streifgang entdeckt Ida in den Trümmern eine bewusstlos geschlagene Frau, deren Identität es noch zu klären gilt. Dummerweise muss sie sich zunächst um gestohlen gemeldete Kaninchen und Hühner kümmern, was ihr gar nicht gefällt.

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Kornblumenzeit – Eine Familiengeschichte zwischen Glück, Krieg und Flucht

Cover von Kornblumenzeit von Simona Wernicke

Ein Leben in Ostpreußen vor dem Sturm

Nach den Erinnerungen ihres Vaters hat Simona Wernicke den Roman Kornblumenzeit geschrieben – eine ostpreußische Familiengeschichte nach wahren Begebenheiten. Käthe lebt 1928 mit ihren Geschwistern und den Eltern Hugo und Anna Weiß, Besitzern des Dorfkrugs in Koschainen, ein glückliches Leben. Als sie Carl Kühnapfel zum Pfingstfest nach fünf Jahren wiedersieht, verlieben sich beide sofort ineinander. Da Carl die Bäckerei seines Vaters in Locken übernehmen und zuvor die Meisterschule in Berlin abschließen will, sehen sie sich während der Verlobungszeit nur selten. Schließlich läuten die Hochzeitsglocken, und das junge Paar freut sich über die Geburt des ersten Sohnes Heinz.

Die Nationalsozialisten gewinnen an Einfluss, und Käthe sorgt sich um ihre jüdische Freundin Esther, deren Mann auswandern möchte – was sie jedoch ablehnt. Nach Doris wird im Januar 1935 Rudolf geboren. Der jungen Familie, die Land und Vieh besitzt, geht es gut; sie können sich sogar ein Auto leisten. 1936 kommt Werner zur Welt, gefolgt von Martin.

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Eine verbotene Liebe im Schatten des Krieges

Cover von Im nächsten Jahr zur selben Zeit von Jana Voosen

Zwischen Pflicht, Erwartungen und einem unerfüllten Traum

Anni, die Tochter des Hamburger Süßwarenfabrikanten Friedrich Brand, wünscht sich sehnlichst, in den Familienbetrieb einzusteigen und die Handelsschule zu besuchen. Doch ihr Vater ist der Meinung, dass Frauen sich auf die Aufgaben als Ehefrau und Mutter beschränken sollten. So schickt er sie für ein Jahr in die Haushaltsschule des Bundes Deutscher Mädel nach Köln.

Als sie im Juni 1940 nach Hamburg zurückkehrt, trifft sie am Bahnhof ihre Eltern und ihren älteren Bruder Hans, der inzwischen als Soldat eingezogen wurde und ausgerechnet zum Zeitpunkt ihrer Rückkehr an die Front muss.

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Der Berg, der nie bestiegen wurde – Ein Leben zwischen Krieg, Flucht und Sinnsuche

Cover von Der Berg, der nie bestiegen wurde von Gabor Laczko

Kindheit in den Wirren des Zweiten Weltkriegs

Béla wird inmitten der Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs in Budapest geboren. Nach der Geburt seines Bruders István müssen die Geschwister mit ihrer Mutter vorübergehend in einer Obdachlosenunterkunft leben, da ihr Haus von den Kommunisten enteignet wurde. Für einige Wochen nimmt sie eine Tante mit aufs Land, bevor sie sich erneut in Budapest durchschlagen müssen.

Als der Vater aus der Gefangenschaft zurückkehrt, währt das Familienglück nur kurz. Um dem Tod durch den Strang zu entgehen, muss er fliehen. Durch die verminte Todeszone gelingt ihm die Flucht in die sowjetische Besatzungszone nach Österreich. Unterdessen wird Béla eingeschult und verbringt seine freie Zeit gerne mit István und einem alten Mann auf Berggipfeln, wo er dessen Worten lauscht.

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