
Ein Kreisverkehr für den Dorfpolizisten
In Niederkaltenkirchen soll ein Kreisverkehr nach Franz Eberhofer benannt werden – als Anerkennung für seinen zehnjährigen Einsatz als Dorfpolizist. Diese Entscheidung sorgt für Unmut: Bürgermeister Harry Zierner ist enttäuscht, da ihm diese Ehre bislang verwehrt blieb. Auch Eberhofers ehemaliger Kollege Rudi Birkenberger, der vom Dienst suspendiert wurde, fühlt sich übergangen – immerhin kann er auf zehn gemeinsam gelöste Fälle mit Eberhofer zurückblicken.
Bedrohung aus dem Untergrund
Eines Abends erhält Eberhofer Besuch von Oscar, der wegen seines Lottoladens von allen nur „Lotto-Otto“ genannt wird. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit gesteht Otto ihm seine Spielschulden.
weiterlesenGuglhupfgeschwader: Ein neuer Fall für Eberhofer und Birkenberger
Für die neunjährige Sara ist die Welt in Ordnung, bis Karin, die Freundin ihrer Mutter, plötzlich verstirbt. Denn nach deren Beerdigung verkündet der Vater, dass Karins Sohn nur noch eine Großmutter hat und deshalb in Zukunft bei ihnen wohnen wird. Den fünfjährigen Steinar, der jedes Jahr mit seiner Mutter das Weihnachtsfest bei ihnen verbracht hat, mochte Sara aber noch nie leiden und hatte sich schon darüber gefreut, dass ihr das in diesem Jahr erspart bleiben würde. Wie ihre fünf Jahr ältere Schwester Emilie soll Sara nett zu dem neuen Familienmitglied sein. Während ihre Schwester weiterhin ihr Zimmer behalten darf, wird Steinar auch noch in Saras Zimmer untergebracht. Aber Sara findet, dass es nach dem Umbau nicht mehr ihr Zimmer ist.
Linda, von Beruf Übersetzerin persischer und französischer Romane, ist die Erzählerin des Romans Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung. Sie gibt sich ihren von ihrer Großmutter Ida Sklorz handelnden Träumen hin, die in Beuthen ihren Anfang nehmen: Alle Einwohner müssen im Januar 1945 die Stadt verlassen. Während Idas Ehemann Kurt in Kiel stationiert ist, macht sie sich bei minus fünfzehn Grad mit ihren Kindern Hannes, Kaspar, Nanne und Karl sowie schwerem Gepäck auf den Weg nach Lüneburg zu Kurts Eltern und seiner Schwester. Noch hofft Ida, bald wieder in die Heimat zurückkehren zu können. Doch auch Lüneburg wird immer häufiger bombardiert und ein Ende des Krieges ist nicht abzusehen. Da die Schwägerin Ida und den Kindern kaum genug zum Leben lässt, ist Ida froh, als sie für den englischen Officer Smith die Wäsche waschen darf. Schnell melden sich seine Kollegen und Gefangene, für die sie im Tausch gegen Lebensmittel oder Schmugglerware ebenfalls kleine Gefälligkeiten erledigt.
Die in Berlin aufgewachsene Verena Friederike Hasel hat mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern ein halbes Jahr bei den Maori in Narrow Neck, einem Vorort von Auckland, verbracht. In ihrem Buch Der tanzende Direktor schreibt sie über das Bildungssystem in Neuseeland, das immer noch auf den von Sylvia Ashton-Warner entwickelten Methoden basiert, die vor mehr als einhundert Jahren geboren wurde. Gleichwohl wurde das Schulsystem in den 1980er Jahren innerhalb von nur vierzehn Monaten einer radikalen Änderung unterzogen. Ein von der Regierung entworfenes „Dezilsystem“ verteilt das für die Bildung bereitgestellte Geld gerecht, und der ständige Austausch zwischen Wissenschaftlern und Schulen hat dazu geführt, dass das erfolgreiche Pilotprojekt „Reading Recovery“ von den USA, Kanada, England und Australien übernommen wurde.
Am letzten Samstag vor den großen Ferien erfährt die neunjährige Yeshi, dass sie mit ihrer Mama vom Land in die Stadt ziehen soll, während ihr Vater für ein Jahr an eine Universität nach London geht. Yeshi vermisst in der Stadt, in der sie nur eine „winzig kleine Wohnung“ beziehen, vor allem ihr Baumhaus. In der neuen Schule findet Yeshi keine Freunde und von der „fiesen Doro“ wird sie nur die Kackbohne genannt, weil sie eine dunkle Hautfarbe hat. Yeshi kam nämlich in Afrika zur Welt und wurde im Alter von drei Monaten von einem Ehepaar aus der Schweiz adoptiert.
Drei völlig verschiedene Menschen begegnen sich in einem Klinikum in Österreich: Der Ex-Junkie Richie, der aus Verantwortung für seine beiden Söhne seit zwei Jahren clean ist; der an Prostatakrebs im Endstadium erkrankte Hans, dessen Ehefrau Poldi seit zwei Jahren tot ist; und schließlich die von ihrem Ehemann verlassene Karin, die von Kopfschmerzen geplagt wird und an einem Burnout leidet. Drei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihre Krankengeschichten vereinen sie zu einer gemeinsamen Komposition, dem Dreierblues.
Bei dem Reiseführer Kreta fällt bereits beim Aufschlagen des Inhaltsverzeichnisses die gewählte Gliederung nach Küsten- und Inselabschnitten positiv auf, was aufgrund der langen und schmalen Form der Insel Sinn macht. Um dem Leser einen schnellen Überblick zu ermöglichen, sind jedem Kapitel die jeweiligen Highlights stichwortartig vorangesetzt. Zunächst wird die Hauptstadt Iraklio vorgestellt, deren koloniale Bauten von der venezianischen Architektur zeugen. Es folgen weitere Küsten- und Bergdörfer sowie deren Umgebung, die Auflistung üblicher Sehenswürdigkeiten und obligatorische Empfehlungen für Übernachtungen, zum Essen und Einkäufen, zu Aktivitäten und zum Ausgehen und Feiern.
Beate Thoma ist promovierte Wissenschaftlerin und arbeitet in der pharmazeutischen Industrie, was ihr wenig Freizeit lässt. Sie freut sich mit fast vierzig Jahren endlich auf ein erstes Baby. Voller Übermut glaubt sie fest daran, dass sie mit Clemens, dem werdenden Vater, eine Lösung bezüglich des gemeinsamen Wohnortes finden wird. Denn ihr geschiedener Freund besitzt ein Haus, das er nicht aufgeben will, in dem für Beate allerdings der Geist seiner Exfrau schwebt, was sie bisher davon abgehalten hat, zu ihm zu ziehen. Als sie bei einem Treffen ihm die erfreuliche Nachricht überbringen will, wird sie vor seinen Augen von einem Lastwagen angefahren. Bea, wie er sie nennt, wird zum Glück nicht schwer verletzt, verliert jedoch ihr Baby.
Das Eichhörnchen Pino wird in dem Kinderbuch Pino, Lela und der kleine Fuchs eines Morgens von seiner besten Freundin, der Schwalbe Lela, geweckt. Sie will ihm ganz dringend etwas zeigen. Pino folgt Lela in den Wald zu einem hilflosen Fuchsbaby. Auf Nachfrage erklärt ihnen das Fuchsbaby, dass es seine Mama und die Geschwister beim Herumtollen verloren hat. Obwohl Pino skeptisch ist und Angst vor den gefährlichen Füchsen hat, will er trotzdem helfen, denn das weinende Fuchsbaby tut ihm leid. Während Lela Hilfe holen will, soll Pino dem Fuchsbaby Gesellschaft leisten. Die Schwalbe kommt mit einer Eule zurück, die allerdings die Fuchseltern nicht finden kann. Lela holt die Rehe, ein Wildschwein und Kaninchen zur Hilfe, doch auch sie können die Füchse nicht finden. Erst der Dachs führt alle zum Fuchsbau, in den das Fuchsbaby sofort schlüpft.
Der Doppelband Die schwarzen Wasser von Venedig von Edith Schreiber-Wicke vereint zwei spannende Kriminalfälle um den ermittelnden Commissario Roberto Gorin von der Questura in Venedig. Im ersten Krimi