Schritt für Schritt: Ich lerne lesen! Schulgeschichten von Christina Koenig, Sabine Kalwitzki und Julia Boehme

Schritt für Schritt: Ich lerne lesen!Das Kinderbuch Schritt für Schritt: Ich lerne lesen!* gliedert sich in drei Teile. Den Anfang macht eine Geschichte von Julia Boehme, in der Moritz von einem Muffelmonster geweckt wird. Freudig sieht er seinem ersten Schultag entgegen. Da das Muffelmonster nicht mit in die Schule darf, versteckt es sich im Ranzen und macht erwartungsgemäß in der Klasse nur Unsinn. Farbige Illustrationen von Franziska Harvey ergänzen die Erzählung, bei der dem Lehrer das Muffelmonster zum Glück nicht auffällt.

Im Anschluss daran sind Aufgaben zum Erkennen von Reimen zu lösen, die jeweiligen Anfangsbuchstaben von Symbolen führen zu einem Lösungswort und bei einem Rätsel sollen Silben zu einem sinngebenden Wort geordnet werden, wobei selbstverständlich auch die Lösungen aufgezeigt werden.

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Scharfschütze von Christian Kärger

ScharfschützeMitten in München werden vor einem Café fünf Menschen kaltblütig erschossen. Zwischen den Toten scheint es keine Verbindung zu geben, ein Motiv ist nicht erkennbar und der untergetauchte Täter hat keine Spuren hinterlassen. Auch nach zwei Wochen tritt die Soko Scharfschütze noch auf der Stelle, woraufhin sich Kriminaldirektor Dr. Schubert keinen anderen Rat weiß, als den ehemaligen Kriminalhauptkommissar Paul Simon ins Boot zu holen, der seit der Geburt seiner zweiten Tochter auf Wunsch seiner Ehefrau freiwillig den Dienst quittiert hat und in seiner Rolle als Hausmann glücklich ist. Obwohl ihn sein früherer Kollege und bester Freund Abel Lackhardt inständig um Unterstützung bittet, lehnt er ab. Erst als ihn seine ältere Tochter bittet, den Mörder ihrer unter den Mordopfern befindlichen Mitschülerin zu finden, nimmt er eine Sonderrolle als externer Ermittler an.

Während das LKA und der Verfassungsschutz keine neuen Erkenntnisse vorweisen können, bittet Paul seinen Kollegen Abel sowie die neue Kollegin Sandra Kleinert um absolutes Stillschweigen bezüglich der eigenen Ermittlungen, für die er sich ausdrücklich „freie Hand“ beim Chef erbeten hat.

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Alemannischer Totentanz von Petra Gabriel

Alemannischer TotentanzKriminalhauptkommissarin Iris Terheyde und ihr Assistent Martin Felix haben es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun, als sich Felicia Herbst bei ihnen meldet und behauptet, ihre verstorbene Großmutter sei verschwunden. Sie hätte ihre Großmutter noch einmal im Beerdigungsinstitut sehen wollen, doch der Sarg wäre leer gewesen. Um die Beamten zur weiteren Überprüfung zu bewegen, meldet die Enkelin Zweifel an der Diagnose eines Herzinfarktes des Hausarztes an. Iris Terheyde und Martin Felix statten dem Beerdigungsinstitut notgedrungen einen Besuch ab, wo sie von zwei reizenden alten Damen empfangen werden. Bereitwillig führen sie die Beamten zum Sarg der Großmutter.

Zur Überraschung aller befindet sich nicht nur die Großmutter in dem Sarg, sondern auch noch eine zweite Tote. Wie sich bei der Obduktion herausstellt, handelt es sich bei der vermeintlichen Frau um einen drogensüchtigen Mann, der erschossen wurde. Bei einer Durchsuchung finden die Ermittler Sezierbesteck, deren Existenz die beiden alten Damen nicht erklären können.

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Die Uhr meines Großvaters – Ein poetisches Kinderbuch über Erinnerung und Zeit

Buchcover des Kinderbuchs Die Uhr meines Großvaters

Persönliche Erinnerungen als literarischer Ausgangspunkt

Das Kinderbuch Die Uhr meines Großvaters* erzählt die persönliche Geschichte des aus Kolumbien stammenden Samuel Castaño Mesa, wie er im Epilog anmerkt. Manches beruht auf eigenen Erinnerungen, anderes weiß er aus Erzählungen seiner Familienmitglieder. Als kleiner Junge beobachtete er, wie sein Großvater die Pendeluhr im Haus mit einem kleinen Schlüssel aufzog. Wenn es ganz still war – etwa in der Nacht – konnte er sogar das Ticken hören.

Doch dann verstarb sein Großvater, und nach der Beerdigung geschah vieles einfach nicht mehr: Die Suppe wurde nicht mehr heiß, die Blumen verwelkten nicht, und das Kind seiner Tante wurde nicht geboren.

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Kascha Nord-Nordost von Anne C. Voorhoeve

Kascha Nord-NordostValentina Natzweiler, dessen Sinti-Name Kascha lautet, lebt mit ihren Eltern, dem Großvater und ihren Geschwistern Zippi, Janko, Hanno und Gecko in Groß-Mooren an der Ostsee. Am 28. Dezember bittet sie ihr Nachbar Hugo Müller, für ihn einen Brief einzuwerfen. Bei noch milden Temperaturen macht sie sich mit dem Fahrrad und in Begleitung ihres Bruders Janko auf den Weg. Spontan entscheiden sie, bei ihrer Tante Lonny vorbeizuschauen. Doch der Wind gewinnt an Kraft und es wird merklich kälter. Als die fast Zwölfjährige mit ihrem jüngeren Bruder durchgefroren bei der Tante ankommt, knallt ihnen ihre Cousine Bettina die Tür vor der Nase zu. Sie will mit den „Scheißzigeunern“ nichts zu tun haben, da ihre Mutter einen Gadsche, einen Nicht-Sinti, geheiratet hat.

Während des kurzen Besuchs am Nachmittag gibt es einen plötzlichen Wintereinbruch und es schneit ununterbrochen. Da die Kinder nicht mehr mit dem Rad nach Hause fahren können, soll ihnen ihr Bruder Hanno mit dem Geländewagen entgegenkommen, während sie von ihrem Onkel Harald mit dem Auto gefahren werden.

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Im Freien – Abenteuer vor der Tür von Björn Kern

Im Freien - Abenteuer vor der TürSeit den Sechzigerjahren, so schreibt Björn Kern in seinem Buch Im Freien – Abenteuer vor der Tür*, zieht es die Deutschen zu immer weiter entfernteren Urlaubszielen. Als Folge wird die nähere Umgebung kaum noch erkundet, weil die zur Verfügung stehende Zeit in der Ferne verbracht wird. Als er sich eines Abends nach einem am Computer verbrachten Tag dazu entschließt, eine Nacht im märkischen Wald am Rand des Oderbruchs zu verbringen, ist er überrascht, wie fremd plötzlich bekannte Orte auf ihn wirken. Aus Furcht schlägt er sein Lager am Waldrand auf, um bei Tagesanbruch festzustellen, dass seine Ängste unbegründet waren.

Immer öfter verspürt der Autor ein Nahweh, tauscht die Drinnen- gegen die Draußenwelt und nur im Freien gelingt es ihm, an nichts mehr zu denken. Er versteht sich nicht als Aussteiger, sondern will vielmehr dem gleichförmigen Alltag auf Zeit entfliehen.

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Der Keller von Sabine Thiesler

Der KellerAls Hannah ihrem Ehemann Heiko eröffnet, dass sie auf die eindringliche Bitte ihres Vaters ihre depressive Mutter nach einem Suizidversuch in der Toskana besuchen will, reagiert dieser ungehalten. Er fleht Hannah an zu bleiben, zumal sie unter großer Flugangst leidet und im dritten Monat schwanger ist. Obwohl sich das Paar heftig streitet, fährt Heiko seine Frau zum Flughafen. Am Check-in-Schalter in Berlin wird Hannah von einem Mann beobachtet, der daraufhin den Sitzplatz neben ihr bucht. Dass sich der Flug nach Florenz verspäten wird, fügt sich bestens in seine Absichten und er lädt Hannah auf ein Glas Champagner ein. Umso erstaunter und erfreuter ist sie, dass der charmante Mann im Flugzeug neben ihr sitzen kann. Während des Fluges zeigt er Verständnis für ihre Ängste, und da sie sich bei ihm gut aufgehoben fühlt, nimmt sie nach der späten Landung auch gerne seine Einladung an, in seinem Palazzo zu übernachten.

Das Letzte, was Heiko von Hannah hört, ist eine Nachricht über die erfolgreiche Landung und dass sie in einem wunderschönen Palazzo für eine Nacht ein Zimmer bezogen hat. Nach drei Tagen ohne ein weiteres Lebenszeichen von ihr schaltet er die deutsche Polizei ein und sein Schwiegervater verständigt Donato Neri von der Carabinieri in Ambra.

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Wir sehen dich sterben von Michael Meisheit

Wir sehen dich sterbenDie technisch Verantwortliche für die Videostreams von GEM, die IT-Expertin Franziska, stellt fest, dass jemand an ihrem PC war. Zu ihrem Entsetzen kann sie auf den installierten Streams in Echtzeit durch die Augen von Menschen sehen, aus deren Sehnerv direkt ins Netz gesendet wird. Sofort zieht sie Rückschlüsse darauf, was die angekündigte Sensation sein soll, die GEM einen Tag später der Welt präsentieren will. Ihr früherer Freund Christoph Becker und Internetmogul Ruby haben es offensichtlich geschafft, MyView zu entwickeln und die Bilder aus den Sehnerven von Probanden zu übertragen. Sie selbst hat die Basis dazu geschaffen und ist dennoch aus dem Inner Circle ausgeschlossen worden. Als Franziska weiter beobachtet, wie unbefangen sich eine Probandin verhält, wird ihr klar, dass diese unmöglich von dem ihr in den Sehnerv eingepflanzten Chip wissen kann. Mit Bestürzung sieht sie auf einem weiteren Stream, wie ein Wanderer mit Absicht in eine Schlucht gestoßen wird.

Franziska entschließt sich, an Tim Börde vom LKA in Berlin eine anonyme Mail zu schreiben, in der sie den Mord schildert. Zunächst misst er der Mail keine Bedeutung bei, doch als wenig später die Polizeiinspektion in Garmisch-Partenkirchen die Leiche eines Wanderers in einer Schlucht meldet, ist er besorgt.

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Zwischen Apfelbäumen und Geheimnissen: Ein Roman voller Spannungen

Buchcover: Der Duft von Apfeltarte

Ein Neuanfang wider Willen

Seit Camille Rosière ihr Elternhaus verlassen und nach Paris gezogen ist, bewohnt sie lediglich eine kleine Dachkammer und arbeitet in einem Reisebüro. Eines Tages erreicht die Zweiunddreißigjährige die dringende Bitte ihrer Mutter Jeanne, sie für mindestens sechs Wochen wegen eines Bandscheibenvorfalls auf der Apfelplantage zu unterstützen. Obwohl das Verhältnis zu ihrer Mutter von einem Ereignis überschattet ist, beantragt Camille notgedrungen unbezahlten Urlaub und fährt nach Vert-le-Coin, einem kleinen Dorf in der Normandie, das sie zuletzt auf der Beerdigung ihres Vaters vor drei Jahren gesehen hat.

Begegnungen im Dorf

Schnell stellt Camille fest, dass die Arbeit auf der Plantage zwar körperlich anstrengend ist, jedoch weniger Stress verursacht als ihr Job im Reisebüro. Sie trifft ihre alte Schulfreundin Sandrine wieder und begegnet den Kindern ihrer Nachbarn: der unscheinbaren Lilou und deren attraktiven Bruder Damien.

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Wenn das Leben zur wahren Geschichte wird – Bruno Schrep und seine erschütternden Reportagen

Buchcover: Nachts ist jeder ein Feind

Schicksale am Rand der Gesellschaft

Bruno Schrep stellt in seinem Buch Nachts ist jeder ein Feind* siebzehn wahre Geschichten vor – allesamt erlittene Schicksale. Zunächst beschreibt er den Lebensweg eines jungen Obdachlosen, der nie eine Chance hatte. Ebenso erzählt er von einer Pflegekraft mit rumänischen Wurzeln, die „schwarz“ arbeitet und Tag und Nacht eine alte Frau versorgt. Rund um die Uhr werden auch Pflegebedürftige von einem Betrieb in einem Mehrfamilienhaus betreut – ähnlich wie auf einer Intensivstation. Doch dieses Modell ruft den Unmut der übrigen Wohnungseigentümer hervor. In einem anderen Fall dokumentieren die Söhne einer Heimbewohnerin mit einer versteckten Kamera das unmenschliche Verhalten einer Altenpflegerin.

Sekunden, die alles verändern

Der Autor zeigt anhand eines Beispiels, dass jeder in einer Notwehrsituation das Recht hat, sich zu verteidigen – selbst dann, wenn der Angreifer dabei ums Leben kommt.

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