Wissenschaft steht für die systematische Suche nach Erkenntnis. Sie beobachtet, misst, hinterfragt und überprüft, um die Welt verständlich zu machen – von den kleinsten Teilchen bis zu den größten kosmischen Strukturen.
In literarischen Werken erscheint Wissenschaft oft als Motor für Neugier, Staunen und Erkenntnisgewinn. Sie eröffnet Figuren neue Perspektiven, erklärt Zusammenhänge oder stellt Gewissheiten infrage. Ob Astronomie, Biologie, Physik oder Medizin: Wissenschaft vermittelt Wissen, schafft Orientierung und lädt dazu ein, die Realität mit offenen Augen zu betrachten.
Wissenschaft bedeutet damit nicht nur Fakten, sondern auch die Haltung, Fragen zu stellen, Antworten zu prüfen und die Welt immer wieder neu zu entdecken.
Manche Eltern fühlen sich überfordert, wenn ihre neugierigen Kinder Fragen über „das Klima unserer Erde von der Urzeit bis heute“ stellen. In diesem Fall kann das Kindersachbuch Pupsende Mikroben und Dinos im Winterschlaf von Ola Woldańska‑Płocińska eine wertvolle Hilfe sein. Anhand vieler Beispiele zeigt es, wie Klima und Wetter zusammenhängen und welche Auswirkungen sie auf Pflanzen, Tiere und Menschen haben.
Da sich das Klima über Jahrmillionen hinweg verändert hat, wandelten sich auch die Lebensformen. Vor 230 Millionen Jahren existierte nur ein einziger Kontinent – Pangäa –, bevölkert von Dinosauriern, bis ein Meteoriteneinschlag vor 66 Millionen Jahren ihr Ende einleitete.
Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.
Toni ist zehn Jahre alt und vermisst ihre Mutter, die im letzten Jahr an Hautkrebs verstarb, so sehr, dass sie an einer großen „Vermissung“ leidet. Im Gegensatz dazu beklagt sich ihre gleichaltrige beste Freundin YumYum darüber, dass ihre alleinerziehende Mutter so besorgt um sie ist, dass sie nichts darf. Nach dem Tod von Tonis Mutter lebt sie allein mit ihrem Vater in einem Haus mit Garten, das sich ihre Mutter einst gewünscht hatte. Heute Abend darf sie mit YumYum zum ersten Mal in ihrem Zelt Phantom 3000 übernachten. Toni kann kaum abwarten, bis ihre Freundin endlich kommt, und hat das Gefühl, dass die Zeit manchmal „mit Absicht langsam“ vergeht.
Laura Reiter, die als Journalistin für eine medizinische Fachzeitschrift in Wien arbeitet, erhält überraschend eine Kündigung und entschließt sich, einen Reiseführer über das Burgenland zu schreiben. Da ihre ehemalige Freundin Ariane Breyer in Fertőrákos ein Haus direkt am Neusiedlersee besitzt, kann Laura vorübergehend bei ihr wohnen.
Während sie einen Vogel im Schilf beobachtet, fällt ihr ein stinkender Geruch auf. Sie geht dem nach und entdeckt Teile einer Leiche. Laura benachrichtigt die ungarische Polizei, die wiederum die Kollegen aus Österreich alarmiert, da der Fundort direkt an der österreichisch‑ungarischen Grenze liegt. Die Kommissare Herbert Wasser und Robert Riedl nehmen Laura für ihre Aussage mit zur Polizeiinspektion in Apetlon.
Eine neue Sachcomic‑Reihe für wissbegierige junge Leser
Die neue Sachthemenreihe Superbrain-Comics startet mit dem Kinderbuch Superbrain-Comics – Auf den Spuren der Dinosaurier, das über die Dinosaurier informiert, die 165 Millionen Jahre lang die Erde bevölkerten – und das, bevor der Mensch vor 66 Millionen Jahren auftauchte. Irgendwann fielen ihm ungewöhnliche Knochen auf, die er sich nicht erklären konnte, was sich allerdings durch tiefe Grabungen während der industriellen Revolution, insbesondere beim Bau von Kanälen, änderte. Überreste der Dinosaurier, die im günstigsten Fall versteinerten, wurden durch Sedimentgestein geschützt, was eine Vielzahl gefundener Fossilien zur Folge hatte.
Von ersten Funden bis zu wissenschaftlichen Durchbrüchen
Das Sachbuch informiert über die ersten kompletten Funde eines Skeletts, wie das eines Ichthyosaurus oder Plesiosaurus, denen eine Vielzahl weiterer folgen sollte. Man fand im versteinerten Kot die Überreste der letzten Mahlzeit, und immer wieder tauchte die Frage auf, ob es sich um ausgestorbene Tierarten handeln könnte. Das 19. Jahrhundert brachte schließlich mit der Evolution, der Zelltheorie, der Entdeckung der DNA und der Grundlagenforschung im Bereich der Genetik einen enormen Durchbruch, der zudem unter den konkurrierenden Forschern einen Wettstreit auslöste. Um das Jahr 1900 wurden erste Teile von Tyrannosaurus Rex, dem wohl berühmtesten Dinosaurier, entdeckt.
Kontinentalverschiebung, Kraterfunde und das große Sterben
In Grönland stießen Meteorologen auf identische Steinformationen wie in Norwegen, was nur den Schluss zuließ, dass die Kontinente zusammengehört haben müssen. Der Gedanke der Kontinentalverschiebung war geboren. Der Zweite Weltkrieg bremste weitere Forschungen aus, doch das Echolot eines U‑Boots konnte einen Gebirgsrücken vermessen, womit der Beweis für das Auseinanderdrücken des Meeresgrunds geliefert war. Das führte wiederum zur Altersbestimmung unserer Erde und des Mondes.
Bevor die Suche nach überlebenden Tieren der Dinosaurier fortgesetzt wurde, galt das Interesse der Wissenschaftler der Ursache für das Aussterben. Tatsächlich fand man in Yucatán, Mexiko, einen Einschlagkrater eines Asteroiden, der 1,2‑mal heftiger als die Hiroshima‑Atombombe gewesen sein muss, wobei das lediglich in Meteoriten in der Menge vorhandene Iridium als Beweis galt.
Neue Erkenntnisse bis heute – und ein überraschender Nachfahre
Bis heute werden immer weitere Veröffentlichungen bekannt, wobei sich eine Veränderung sogar noch bis wenige Wochen vor Drucklegung der englischen Originalausgabe dieses Buches ergab. Beispielsweise konnte die Farbe der Federn erst im Jahr 2011 bestimmt werden. Wie es aussieht, so ist in dem Kinderbuch Superbrain-Comics – Auf den Spuren der Dinosaurier von MK Reed zu lesen, dass Vögel wie Hühner und Krähen die direkten Nachfahren der Dinosaurier sind.
Wie für einen Comic zu erwarten, dominieren die farbigen und den knappen Text unterstreichenden Illustrationen von Joe Flood, der damit das Interesse der jungen Leser weckt. Wenn es im Text nur lapidar heißt, dass sich eine Person von seinem Kollegen entfremdet, zeigt die Illustration einen im hohen Bogen fliegenden Kollegen, dem vermutlich ein Tritt in den Allerwertesten voranging. Der Verlag empfiehlt die Reihe ab einem Alter ab neun Jahren, wobei allerdings aufgrund der letzten Lernstandserhebungen bezweifelt werden darf, ob das Leseverständnis für die komplexen Sachverhalte überhaupt schon in diesem Alter von einer relevanten Menge erreicht wird.
Ein Sachcomic voller Wissen – für Kinder und Erwachsene
In einer Übersetzung von Anna Taube aus dem Englischen punktet das informative Sachbuch mit einer geballten Ladung wissenschaftlicher Fakten rund um die Dinosaurier, was durchaus auch einige Erwachsene faszinieren könnte. Zwischen den Comics sind ganze Seiten mit weiteren interessanten Angaben eingebettet, die zum einen den jeweils aktuellen Wissensstand vergangener Zeiten preisgeben und zum anderen über vieles rund um die gerade bei Kindern beliebten Dinosaurier informieren. Am Ende gibt es für Wissenshungrige in den Anmerkungen noch weiter ins Detail gehende Erklärungen sowie ein Glossar.
Superbrain-Comics – Auf den Spuren der Dinosaurier von MK Reed und Joe Flood
Übersetzung von Anna Taube
Loewe Verlag 2024
Hardcover
128 Seiten
ISBN 978-3-7432-1801-7
Wer von dem Sachbuch Die Schlank‑Strategie Kalorientabellen oder Menüvorschläge zur Gewichtsreduktion erwartet, wird bereits in der Einleitung von Prof. Dr. Stefan Winter eines Besseren belehrt. Gleich zu Beginn betont er die Bedeutung des „richtigen“ Lesens und einer konsequenten Protokollführung. Danach widmet er sich unserem Ess- und Bewegungsverhalten – und plötzlich dem Tauchen. Spätestens an dieser Stelle fragt sich der Leser, ob er das falsche Buch in der Hand hält. Doch weit gefehlt: All diese scheinbar themenfremden Ausführungen sind essenziell, um unrealistische Erwartungen – etwa morgen schon mit einer Bikinifigur zu glänzen – zu entkräften. Im Mittelpunkt stehen bescheidene Ziele und konkrete, wirksame Strategien, wie es der Titel verspricht.
Weltweit werden derzeit Hitzerekorde gebrochen, im Süden Europas wüten verheerende Waldbrände. Der Klimawandel ist allgegenwärtig: Der Golfstrom droht abzureißen, im Permafrost lagern enorme Mengen an CO₂, deren Freisetzung einen fatalen Teufelskreis in Gang setzt. Ganze „Gebäude, Eisenbahnstrecken, Landebahnen und Straßen“ sacken auf den zu einem Viertel der Nordhalbkugel gefrorenen Flächen ab. Und nicht zuletzt „erwachen uralte Bakterien und Viren aus ihrem Dornröschenschlaf“. Zu all diesen Phänomenen führen die Autorinnen Kathrin Lange und Susanne Thiele in ihrem Nachwort und bereits im Thriller Toxin reale Beispiele an.
Der Bildband Gigantisch – Wo Meer und Berge sich berühren glänzt mit fulminanten, großformatigen und farbenprächtigen Aufnahmen, die von Fotografen aus aller Welt gemacht wurden. Von Europa über Asien, Afrika, Amerika, Australien und Ozeanien bis in die Antarktis haben sie verschiedenste, von der Natur geschaffene Kunstwerke eingefangen – etwa die Basaltsäulen in Nordirland, deren Entstehung keinem menschlichen Eingriff zugeschrieben wird.
Beeindruckende Gebilde, die in Küstennähe aus dem Wasser ragen, faszinierende Tauchreviere, aufgepeitschte Wellen und von gischtumtosten Leuchttürmen – all das wurde im perfekten Moment mit optimaler Belichtungszeit eingefangen.
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